Qualitätsoffensive: 330 Millionen Euro für die Kunden (Allgemeines Forum)

Matze86, München, Donnerstag, 23.09.2010, 14:14 (vor 5717 Tagen)
bearbeitet von Matze86, Donnerstag, 23.09.2010, 14:16

Welch Titel...
Auf jeden Fall gehts hier zur PM der Bahn.

Qualitätsoffensive: 330 Millionen Euro VON DEN Kunden *owt*

Steffen, Donnerstag, 23.09.2010, 14:17 (vor 5717 Tagen) @ Matze86

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Qualitätsoffensive: 330 Millionen Euro für WELCHE Kunden?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.09.2010, 14:53 (vor 5717 Tagen) @ Matze86

Welch Titel...
Auf jeden Fall gehts hier zur PM der Bahn.

Ein paar Gedanken dazu:

1. Der wichtigste Kunde der deutschen Bahn ist... Deutsche Bahn.

2. Kunden sind vor allem die Bundesregierung, Landesregierungen, Lokalbehörden, die Bundeswehr, See- und Luftfrachtspediteure, Top 100 Logistikunternehmen Europas, Top 100 Reisebusunternehmen Deutschlands, diverse Airlines, LKW-Fahrer die mit Schenker-Lastern unterwegs sind, Geschäftsbetreuer in den Bahnhöfen, Veranstalter von Sport-, Kunst- und Medienveranstaltungen sowie Popkonzerten, Kegelclubs, Bauunternehmen, die Vereine der deutschen Bundesliga in 36 Sportarten, und... und... und... ja, grad vergessen, die Fahrgäste.

3. DB Navigator ist kein Ersatz für verstehliche und verständliche Zug- und Bahnhofsdurchsagen.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Auch die Herren Grube und Homburg...

fjk, Donnerstag, 23.09.2010, 15:43 (vor 5717 Tagen) @ Matze86

... klopfen sich tapfer auf die Schulter dafür, das Flügelrad neu zu erfinden (gut, Herrn Grube kann man nun nicht unbedingt vorwerfen, die Flügel vorher selber gestutzt zu haben, aber zumindest ein guter Bekannter von ihm sollte maßgeblich mit der Geflügelschere gewirkt haben...).

Großartige Erfindungen werden wieder eingeführt:

  • Wetterschutz an Bahnhöfen (der Formulierung nach von den Ländern bezahlt): an vielen Stellen wegen "Modernisierung" weggerissen (man schaue überall nach Niedersachsen), weil man die Empfangsgebäude "nicht braucht" wegrationalisiert (dabei bieten diese immer noch den besten Wetterschutz - von Fahrkarten oder einem Kaffee ganz zu schweigen;-)) oder gleich der Stadt aufgebürdet (z.B. Rotenburg/Wümme, wo jetzt ein architektenwettbewerbig großmannssüchtig-schickes, schräges Dach steht - geneigt nach Ostnordost. Kurzer Check: von woher kommt meistens der Wind?).
  • Sandstreuanlagen an Regionalzügen (und damit im Endeffekt auch vom Land bezahlt): Im Wikipedia-Artikel* ist allenthalben von Sandstreueinrichtungen an Dampfloks die Rede. Die sind da bestimmt auch erst in den letzten sechs Monaten nachgerüstet worden, auf Vorschlag vom Herrn Technikvorstand.
  • Zur hübschen Formulierung: "Gleichzeitig wollen wir die Fahrzeugreserve im Winter erhöhen, vor allem durch einen der saisonalen Nachfrage angepassten Fahrplan.“ Wie in so vielen Fällen macht man am besten den Lothar: einfach planmäßig gar nichts fahren lassen, dann hat man auch entsprechende Reserven in der Hinterhand. Oder braucht sie gar nicht. Aber auf dieses Vorgehen hält ja bekanntlich der gute Hartmut das Patent - und für die Nutzungsrechte werden die schlappen 330 Mio nicht reichen.
  • Wenn man länger nachdenkt ist es ja eigentlich der Gipfel, "Vereinfachungen im Fahrgastrechteformular" unter "Qualitätsoffensive" einzuordnen. Wenn die Qualität offensiv erhöht werden würde, bräuchten wir keine FGR und keiner müßte sich über das Formular ärgern. Oder sit doch diese Offensive gemeint?
  • Dass man mit veränderten, aber dafür automatischen Ansagen genauso wenig gewinnt wie mit nicht upgedateten Anzeigen oder damit, dass der Kundendialog einen jetzt am Telefon mit ein paar billigen Trostpuntken statt mit einer ordentlichen, belastbaren Entschuldigung als Brief abwimmeln soll, gehört wie alles andere schon bekannte in diesen leeren Sammelgummipunkt für mal wieder ganz großes Vorstandskino:
  • .

Dazu noch das (ja wohl auch technisch) dringend fällige, aber sicher auch parallel zur Verungemütlichung (siehe Parallelthread zum Velaro) und Kapazitätssteigerung genutzte Redesign von ICE-2, Bimz & Co mal schnell in diese Qualitätsquarkspeise reingerührt, fertig ist die sicher umgehend von Funk und Fernsehen in die Welt geblasene frohe Messebotschaft. Aber eine günstige Quarkspeise erzeugt ja das anderweitig offenbleibende Sättigungs- und Zufriedenheitsgefühl, der Sack Reis kann weiter in China umfallen und muss nicht ins Frikassee und von den Fruchtzwergen wissen wir ja, wie gesund das Zeug ist.

Mahlzeit!
fjk

*) interessanterweise ist da auch erläutert, dass und warum moderne Antriebstechnik oft gar keinen Sand braucht (bis zu einer gewissen Grenze kommt man mit dem Schlupf sicher elektronisch zurecht), gut und schön, aber vor allem, dass die grandiose moderne Sicherungstechnik mit dem Sand nicht zurechtkommt, sondern ihn in die Augen gestreut bekommt. Stimmt das?
Wenn man die oben angedeutete Zurückruderei und die Tatsache, dass im Winter hier und da wieder Weichenheizungen eingebaut worden sein sollen zusammennimmt, dann haben wir auch bald wieder Streckenläufer, die den Sand von den Schienen fegen (ach nein, mit einem höllisch lauten und Haltungsschäden verursachenden Motorgerät runterblasen). So spart ein ESTW natürlich ungemeinst gegenüber dem Fdl vor Ort, bravo bravissimo.

Auch die Herren Grube und Homburg...

Sese, Donnerstag, 23.09.2010, 16:09 (vor 5717 Tagen) @ fjk

[*] Sandstreuanlagen an Regionalzügen (und damit im Endeffekt auch vom Land bezahlt): Im Wikipedia-Artikel* ist allenthalben von Sandstreueinrichtungen an Dampfloks die Rede. Die sind da bestimmt auch erst in den letzten sechs Monaten nachgerüstet worden, auf Vorschlag vom Herrn Technikvorstand.

Kapier ich jetzt ehrlich gesagt nicht mit den Dampfloks...? Sand gibts seit eh und je und Triebfahrzuege müssen ohne wenn und aber damit ausgestattet sein. Das fordert sogar die revolutionäre TSI.

*) interessanterweise ist da auch erläutert, dass und warum moderne Antriebstechnik oft gar keinen Sand braucht (bis zu einer gewissen Grenze kommt man mit dem Schlupf sicher elektronisch zurecht),

Das mag sein, aber auch die Elektronik kann keinen Einfluss auf die Kontaktfläche zwischen Rad und Schiene nehmen, und wenn die nur einen gewissen Kraftschlussbeiwert hat, dann brettert man auch mit der allerbesten Gleitschutzelektronik am Haltzeigenden vorbei. Abhilfe schafft der gute alte Sand, denn er bewirkt die Erhöhung des Kraftschlussbeiwertes. Wenn die rsprünglich vorgesehene Sandstreueinrichtung natürlich murks ist, dann weniger erhöht sich der Kraftschlussbeiwert natürlich weit weniger, als wenn die Einrichtung vernünftig ist.

gut und schön, aber vor allem, dass die grandiose moderne Sicherungstechnik mit dem Sand nicht zurechtkommt, sondern ihn in die Augen gestreut bekommt. Stimmt das?

So grandois modern ist der Gleisstromkreis (gibt's schon seit einigen Jahrzehnten) nun auch nicht, und nur der übersieht gerne mal scheibengebremste Fahrzeuge wenn sie sandenderweise zum Stillstand kommen, da der Sand auf den Laufflächen klebt, in Ermangelung der Klotzbremse nicht abgeschabt wird und infolge dessen die zur Detektion des Fahrzeuges erforderliche elektrische Leitfähigkeit zwischen linker und rechter Schiene nicht in erforderlichem Maße gewährleistet ist.
Der viel moderneren Technik, nämlich dem Achszähler, ist total wurst ob mit oder ohne Klotzbremse gesandet wurde oder nicht. Der erkennt die Durchfahrt eines Rades nämlich an der Veränderung eines elektromagnetischen Feldes über der Schiene.Ganz modern und ohne Sand in den Augen ;-)

--
Grüße,
Sese

Auf Sand gebaut...

fjk, Donnerstag, 23.09.2010, 16:44 (vor 5717 Tagen) @ Sese

Hallo,
danke für die technische Aufklärung

[*] Sandstreuanlagen an Regionalzügen (und damit im Endeffekt auch vom Land bezahlt):

Sand gibts seit eh und je und Triebfahrzuege müssen ohne wenn und aber damit ausgestattet sein.

Aber die PM hört sich schon so an, dass die S-Bahnen damit nachgerüstet werden müßten. Ich finde, nachrüsten kann man nur etwas, was vorher nicht da war. Oder geht es vielleicht um Steuerwagen? Ich hab mal "irgendwo" gelesen, dass bei den Silberlingsteuerwagen ursprünglich/teilweise keine Sandstreuer waren und die dann eben nachgerüstet wurden. Das wären dann ja keine Tfz (und der Sand dann wohl vornehmlich zum Bremsen da, aber das sit ja auch wichtiger) und die Dinger auch nicht von Vorneherein Pflicht - ist das die Erklärung, oder funktionieren die jetzt verbauten einfach nur nicht?

*) interessanterweise ist da auch erläutert, dass und warum moderne Antriebstechnik oft gar keinen Sand braucht (bis zu einer gewissen Grenze kommt man mit dem Schlupf sicher elektronisch zurecht),


Das mag sein, aber auch die Elektronik kann keinen Einfluss auf die Kontaktfläche zwischen Rad und Schiene nehmen, und wenn die nur einen gewissen Kraftschlussbeiwert hat, dann brettert man auch mit der allerbesten Gleitschutzelektronik am Haltzeigenden vorbei. Abhilfe schafft der gute alte Sand, denn er bewirkt die Erhöhung des Kraftschlussbeiwertes. Wenn die rsprünglich vorgesehene Sandstreueinrichtung natürlich murks ist, dann weniger erhöht sich der Kraftschlussbeiwert natürlich weit weniger, als wenn die Einrichtung vernünftig ist.

Ich hab ja auch nichts gegen den Sand, suchte nur nach einer Erklärung, warum man ein so einfaches und bewährtes Mittel einfach weglässt, zumal genug Erfahrungen (z.B. Silberlinge, s.o.) vorliegen, dass das keine gute Idee ist. Und die dachte ich in einer ABS/ASR-Elektronik gefunden zu haben. Dass man im Extremfall trotzdem nicht von der Stelle kommt oder nicht bremst, ist klar - und den Extremfall verschiebt der Sand.

gut und schön, aber vor allem, dass die grandiose moderne Sicherungstechnik mit dem Sand nicht zurechtkommt, sondern ihn in die Augen gestreut bekommt. Stimmt das?


So grandois modern ist der Gleisstromkreis (gibt's schon seit einigen Jahrzehnten) nun auch nicht, und nur der übersieht gerne mal scheibengebremste Fahrzeuge wenn sie sandenderweise zum Stillstand kommen, da der Sand auf den Laufflächen klebt, in Ermangelung der Klotzbremse nicht abgeschabt wird und infolge dessen die zur Detektion des Fahrzeuges erforderliche elektrische Leitfähigkeit zwischen linker und rechter Schiene nicht in erforderlichem Maße gewährleistet ist.
Der viel moderneren Technik, nämlich dem Achszähler, ist total wurst ob mit oder ohne Klotzbremse gesandet wurde oder nicht. Der erkennt die Durchfahrt eines Rades nämlich an der Veränderung eines elektromagnetischen Feldes über der Schiene.Ganz modern und ohne Sand in den Augen ;-)

Aber einer "Gleisfreimeldung durch Hinsehen" oder wie das heißt, kann keines der beiden Systeme Sand in die Augen streuen. Natürlich sollte man sich entsprechende Systeme gerne als Hilfsmittel zu Nutze machen. Aber das auf die Spitze zu treiben und Stellwerker in irgendwelche fensterlosen Bunker zu sperren, nach Südostasien outzusourcen oder ganz durch Rechner zu ersetzen, da kommen mir persönlich ungute Gefühle hoch. Und die beschriebenen Effekte greifen eben erst, wenn man (also Frau oder Mann) nicht mehr vor Ort sehen, hören, fühlen, schmecken kann, dass an der Meldung der Technik etwas nicht stimmt. Ist leider an vielen Stellen trotzdem so, ich weiß. Heißt ja aber nicht, dass man das auch überall so machen muss.

Interessant aber auch, dass durch Verbesserung eines Systems (Bremse) ein anderes (automatische Laufflächenreinigung) gar nicht mehr und ein weiteres, zu dem Zeitpunkt sicher noch aktuelles (Gleisfreimeldung), nur noch schlecht funktioniert. Dass aber auch alles mit allem zusammenhängen muss - hat ja Herr Grube schon am ersten Tag bemerkt: letzter Absatz

lernt heute nicht aus
fjk

Auf Sand gebaut...

Sese, Donnerstag, 23.09.2010, 20:57 (vor 5717 Tagen) @ fjk

Aber die PM hört sich schon so an, dass die S-Bahnen damit nachgerüstet werden müßten. Ich finde, nachrüsten kann man nur etwas, was vorher nicht da war. Oder geht es vielleicht um Steuerwagen? Ich hab mal "irgendwo" gelesen, dass bei den Silberlingsteuerwagen ursprünglich/teilweise keine Sandstreuer waren und die dann eben nachgerüstet wurden. Das wären dann ja keine Tfz (und der Sand dann wohl vornehmlich zum Bremsen da, aber das sit ja auch wichtiger) und die Dinger auch nicht von Vorneherein Pflicht - ist das die Erklärung, oder funktionieren die jetzt verbauten einfach nur nicht?

Ich denke, dass es ganz konkret um die Baureihen 423 - 426 gehen, die ja jedes Jahr im Herbst wiederholt durch ungünstig lange Bremswege auffallen die schonmal dazu führen können, dass das ein oder andere Haltzeigende um ein paar Hundert Meter überfahren wird.
Und ja, diese Triebwagen haben und hatten immer schon eine Sandstreueinrichtung, nur dass aus welchen Gründen auch immer das Sanden hier auch nicht viel gebracht hat. In der letzten Zeit hat man Versuche gemacht mit Sandstreueinrichtungen, die den Sand ganz gezielt zwischen Rad und Schiene schießen (oder so ähnlich) und damit eine deutlich bessere Wirkung haben. Das soll wohl nachgerüstet werden. Der Königsweg, nämlich der Einbau einer Mg ist so ohne weiteres wohl nicht möglich gewesen oder zu teuer oder was auch immer.

Ich hab ja auch nichts gegen den Sand, suchte nur nach einer Erklärung, warum man ein so einfaches und bewährtes Mittel einfach weglässt, zumal genug Erfahrungen (z.B. Silberlinge, s.o.) vorliegen, dass das keine gute Idee ist. Und die dachte ich in einer ABS/ASR-Elektronik gefunden zu haben.

Nene, Sand gab und gibt es schon immer und ist auch unverzichtbar.

Aber einer "Gleisfreimeldung durch Hinsehen" oder wie das heißt, kann keines der beiden Systeme Sand in die Augen streuen.

Gleisfreimeldung durch Hinsehen ist um ein Vielfaches unsicherer als z. B. durch Achszähler. Was, wenn der Fdl im großen Bahnhof aus versehen ein falsches Gleis sieht, vielleicht Nebel ist und er zu faul ist vor die Tür zu gehen? Was wenn er sich bei der Zugschlussbeobachtung darauf verlässt, dass der Zug alles dabei hat - die letzten 5 Jahre war der Zug ja auch immer vollständig?

Natürlich sollte man sich entsprechende Systeme gerne als Hilfsmittel zu Nutze machen. Aber das auf die Spitze zu treiben und Stellwerker in irgendwelche fensterlosen Bunker zu sperren, nach Südostasien outzusourcen oder ganz durch Rechner zu ersetzen, da kommen mir persönlich ungute Gefühle hoch.

Wenn das ganze System fail-safe ist, zuverlässig ist und hilft, enorme Personalkosten zu sparen, dann sehe ich nicht was dagegen spricht, ein ESTW zu errichten und die Strecke von der BZ aus zu steuern.

Interessant aber auch, dass durch Verbesserung eines Systems (Bremse) ein anderes (automatische Laufflächenreinigung) gar nicht mehr und ein weiteres, zu dem Zeitpunkt sicher noch aktuelles (Gleisfreimeldung), nur noch schlecht funktioniert.

Die Gleisfreimeldung mit Gleisstromkreisen funktioniert nach wie vor ganz hervorragend, von schlecht funktionieren kann nicht die Rede sein. Man hat nur anhand eines Unfalls in Recklinghausen festgestellt, dass es in sehr seltenen Ausnahmesituationen dazu kommen kann, dass das Gleis fälschlicherweise als frei angezeigt wird - hier hat man aber m. W. umgehend die Regelung erlassen, dass ein Triebfahrzeugführer eines scheibengebremsten Triebfahrzeugs nach einer durch Sandung unterstützen Schnellbremsung umgehend den Fahrdienstleiter über seinen Standort informieren muss (legt mich jetzt nicht auf den Wortlaut fest).

--
Grüße,
Sese

sese, bitte mal per PN melden! owt

Burkhard, Donnerstag, 23.09.2010, 21:15 (vor 5717 Tagen) @ Sese

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Aus dem Sand- an den Blockkasten

fjk, Freitag, 24.09.2010, 10:07 (vor 5716 Tagen) @ Sese

Moin,

da sind wir von der ursprünglichen Bemerkung, dass die Nachrüstung von Sandstreuern an Stuttgarter S-Bahnen eine überaus innovative qualitätsfördernde Idee ist, ja wohl leicht abgekommen? Der innovative Anspruch von Sandstreueinrichtungen ist jedenfalls bestens herausgearbeitet, beträgt nämlich Null, und dass die auch funktionieren sollten (erst recht wenn seit Jahrzehnten bewährt), versteht sich irgendwie von selbst.
Eine winzige Frage bleibt:

Ich denke, dass es ganz konkret um die Baureihen 423 - 426 gehen[...] wird.

In der PM sind konret drei(?) S-Bahn-Betriebe genannt. 423-426 fahren aber in der ganzen Welt und in Holland rum. Haben die, auch innerhalb einer BR, unterschiedliche Streueinrichtungen oder sind die Schienen in Hannover oder Heerenveen einfach nicht so glatt wie in Frankfurt oder Fellbach?

Aber da das Thema ja mehr in Richtung Sicherungsanlagen abgleitet:

Aber einer "Gleisfreimeldung durch Hinsehen" oder wie das heißt, kann keines der beiden Systeme Sand in die Augen streuen.


Gleisfreimeldung durch Hinsehen ist um ein Vielfaches unsicherer als z. B. durch Achszähler. Was, wenn der Fdl im großen Bahnhof aus versehen ein falsches Gleis sieht, vielleicht Nebel ist und er zu faul ist vor die Tür zu gehen? Was wenn er sich bei der Zugschlussbeobachtung darauf verlässt, dass der Zug alles dabei hat - die letzten 5 Jahre war der Zug ja auch immer vollständig?

Natürlich sollte man sich entsprechende Systeme gerne als Hilfsmittel zu Nutze machen.

Da steht schon alles: gegen technische Systeme als Hilfsmittel für's Hinsehen ist ja nichts zu sagen. Das schließt auch die "standardmäßige" Benutzung dieses Hilfsmittels ein. Aber wenn einem etwas komisch vorkommt, eben hinsehen zu können, das halte ich nicht für unsicherer, im Gegenteil: die Nachteile beider Systeme schalten sich so gegenseitig (weitgehend) aus.

Aber das auf die Spitze zu treiben und Stellwerker in irgendwelche fensterlosen Bunker zu sperren, nach Südostasien outzusourcen oder ganz durch Rechner zu ersetzen, da kommen mir persönlich ungute Gefühle hoch.


Wenn das ganze System fail-safe ist, zuverlässig ist und hilft, enorme Personalkosten zu sparen, dann sehe ich nicht was dagegen spricht, ein ESTW zu errichten und die Strecke von der BZ aus zu steuern.

Wenn das System wirklich fail-save wäre (wahrscheinlich ist fail-save auch entsprechend weich definiert, so nach dem Motto "vorhersehbare Risiken sind ausgeschlossen", und durch den Pseudofachterminus wird das verschleiert) und nicht nur zuverlässig (worunter ich verstehe, dass es unter normalen Bedingungen funktioniert und eine gewisse Ausfallsicherheit bietet), hättest Du natürlich Recht. So fail-save ist aber kein System, und bei komplexen elektronischen Systemen sind Fehler erstens oft schwierig zu bemerken, weil sie sich nicht direkt auswirken, zweitens betreffen sie gerne weit umfangreichere Systemteile als ein gerissener Bowdenzug und drittens ist die Fehlersuche oft deutlich aufwendiger. Was die eigentliche Sicherheit "für Leib und Leben" angeht, ist dabei der erste Nachteil der gravierendste - wenn man in seinem BZ-Bunker nicht merkt, dass da draußen irgendwas schiefläuft, kann man auch nichts machen. Die anderen beiden sind eher unangenehm, weil durch einen Fehler deutlich größere und längere Auswirkungen gezeitigt werden - siehe Stichworte "Softwareupdate" und "Stellwerksausfall" in den Störungsthreads.

Das größte Problem ist aber, dass bei Störungen eben keine handlungsfähigen Menschen vor Ort sind - nur Betroffene, auf deren Situation ferngesteuert eben kein bißchen eingegangen werden kann. Und dass die (erstaunlicherweise ja noch notwendigen) BZler sich vor Ort eben - Richtlinien, Schulungen, "Streckenkunde" hin oder her - nicht überall (gleich) gut auskennen können. Da landet man bei der Diskussion um die Sinnfülle und "Effektivität" großer, gar landesweiter Leitstellen für 112-Notdienste: natürlich können die irgendwelche freiwilligen Feuerwehrmenschen mit GPS und Googlemaps wunderbar und hocheffektiv durch's ganze Land scheuchen - und wenn der entsprechende Informationsrückfluss wirklich funktionieren würde, wüßten sie auch, dass in Kleinkleckersdorf die Alarmierung nachmittags um fünf etwas länger dauert, weil alle beim Melken sind. Nur dass das der Landesleitstelle gegenüber in Kleinkleckersdorf niemand angeben wird - aus rein menschlichen Überlegungen. Also Essig mit Informationsrückfluss. Oder auch: Sand im Gleichstromkreis.
In solchen Fällen hilft nur, den menschlichen Faktor mit dem menschlichen Faktor auszumultiplizieren. Das ergibt auch noch keine 100%, kann dem aber deutlich näher kommen.

Interessant aber auch, dass durch Verbesserung eines Systems (Bremse) ein anderes (automatische Laufflächenreinigung) gar nicht mehr und ein weiteres, zu dem Zeitpunkt sicher noch aktuelles (Gleisfreimeldung), nur noch schlecht funktioniert.


Die Gleisfreimeldung mit Gleisstromkreisen funktioniert nach wie vor ganz hervorragend, von schlecht funktionieren kann nicht die Rede sein. Man hat nur anhand eines Unfalls in Recklinghausen festgestellt, dass es in sehr seltenen Ausnahmesituationen dazu kommen kann, dass das Gleis fälschlicherweise als frei angezeigt wird

[also funktioniert sie nicht nur schlecht, sondern gar nicht - wenn auch nur in seltenen Ausnahmefällen]

- hier hat man aber m. W. umgehend die Regelung erlassen, dass ein Triebfahrzeugführer eines scheibengebremsten Triebfahrzeugs nach einer durch Sandung unterstützen Schnellbremsung umgehend den Fahrdienstleiter über seinen Standort informieren muss (legt mich jetzt nicht auf den Wortlaut fest).

Naja, und das ist ja ein in Vorschriftsform gegossener Versuch, eben den menschlichen Faktor auszunutzen. Gut und schön, und in diesem Falle vor allem (nach einem Unfall): vorhersehbar. Und damit eigentlich auch schon reif für eine technische Lösung. Aber die vielen tausend unvorhersehbaren Fälle (plus der, in denen Achszähler nicht funktionieren, ohne sich "gestört" zu melden) sind davon nicht abgedeckt, sondern nur vom (Sach-)Verstand und den Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Lokführer und ggf. Zub vor Ort - und die sind, schon was die erwähnten örtlichen Kenntnisse angeht, gegenüber ortsfestem Personal naturgemäß eingeschränkt.

Natürlich kostet dieses Personal, erst recht, wenn es gut sein soll. Aber wohin übertriebener Sparwahn führt, das sehen wir (und zwar erst in Ansätzen) bekanntlich in den Hinterlassenschaften von Hartmut...

... so, und nun sind wir schon fast in Wort-zum-Sonntag-Stimmung. Endspurt ins Wochenende?!
fjk

Aus dem Sand- an den Blockkasten

mrhuss, FKON, Freitag, 24.09.2010, 13:58 (vor 5716 Tagen) @ fjk

In der PM sind konret drei(?) S-Bahn-Betriebe genannt. 423-426 fahren aber in der ganzen Welt und in Holland rum. Haben die, auch innerhalb einer BR, unterschiedliche Streueinrichtungen oder sind die Schienen in Hannover oder Heerenveen einfach nicht so glatt wie in Frankfurt oder Fellbach?

Also zumindest die niederländischen "Sprinter Lighttrain" unterscheiden sich schon deutlich von den 425, da hat man das Problem wohl nicht so.

Abgesehen davon heißt es in der PM "etwa in", also ist das wohl nicht ausschließlich zu verstehen.

Absehen vom Überinterpretieren?

fjk, Freitag, 24.09.2010, 16:02 (vor 5716 Tagen) @ mrhuss

In der PM sind konret drei(?) S-Bahn-Betriebe genannt. 423-426 fahren aber in der ganzen Welt

Abgesehen davon heißt es in der PM "etwa in", also ist das wohl nicht ausschließlich zu verstehen.

Und noch weiter abgesehen steht da leider auch nichts von "nachrüsten", nicht mal von "investieren in Sandstreuanlagen", sondern nur "werden rund 100 Millionen Euro für S. aufgewendet" - und das kann man in der Tat auch gut als Verbesserungsmaßnahmen für vorhandenes Material interpretieren.

Trotzdem:
Warum sind dann überhaupt die drei S-Bahnen genannt?

Und: wenn ich 100 Mio für Bimze, 100 Mio für die "Modernisierung" des ICE-2 und 100 Mio für neuen Sand in der S-Bahn [OT: In Scheessel und anderswo soll es sogar Sand-Bahn-Rennen geben;-)] zusammenrechne, bin ich schon bei 300. Bleiben 30. Sparsamer Rest für "echte" Qualitätsverbesserung, wenn die ersten beiden 100er zum Erhalt der Betriebsfähigkeit und der letzte für die Sicherheit investiert werden. Aber der Qualitäts-Wert der anderen Maßnahmen ist ja auch schon als zweifelhaft eingeordnet worden...

... erinnert sich
fjk

Infos gibt´s hier...

GUM, Samstag, 25.09.2010, 21:19 (vor 5715 Tagen) @ fjk
bearbeitet von GUM, Samstag, 25.09.2010, 21:20

Hallo,
danke für die technische Aufklärung

[*] Sandstreuanlagen an Regionalzügen (und damit im Endeffekt auch vom Land bezahlt):

Sand gibts seit eh und je und Triebfahrzuege müssen ohne wenn und aber damit ausgestattet sein.

Aber die PM hört sich schon so an, dass die S-Bahnen damit nachgerüstet werden müßten. Ich finde, nachrüsten kann man nur etwas, was vorher nicht da war. Oder geht es vielleicht um Steuerwagen?
lernt heute nicht aus
fjk

Einen Artikel dazu gibt es in der aktuellen Broschüre der S-Bahn München. Da ist sogar ein Bild eines vierteiligen Zuges abgedruckt mit den bereits vorhandenen Sandstreukästen auf der Führerstandsseite aber nicht bei den Mittelachsen. Dort soll anscheinend nachgerüstet werden.

Details dazu gibt´s hier:
http://www.s-bahn-muenchen.de/s_muenchen/view/mdb/s_muenchen/content/s_takt/MDB81152-s_...

(Seite 2)

Viel Spaß beim Lesen.

Was ich mich frage....

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 23.09.2010, 16:01 (vor 5717 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von Holger_HAM, Donnerstag, 23.09.2010, 16:03

Hallo,

Welch Titel...
Auf jeden Fall gehts hier zur PM der Bahn.

eine interessante "Offensive": Erst einmal vorweg, die 330 Millionen verteilen sich auf einen Zeitraum über 5 Jahre.

"Bereits vor kurzem hatte die DB angekündigt, jeweils mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierung der IC- und ICE 2-Flotte zu investieren."

Äh, verstehe ich das richtig? 100 Millionen für den IC und 100 Millionen für den ICE2? Der ICx taucht gar nicht mehr auf (vielleicht ganz gut so) und die Investitionen in diesen Teil sind auch wirklich notwendig um überhaupt noch Fernverkehr anbieten zu können. Für mich ist das eher eine bestandserhaltende Maßnahme.

Aber nun frage ich mich: Kommen die 200 Millionen für ICE2 und IC auf die 330 Millionen oben drauf oder muss ich die davon abziehen? Aus der PM geht das nicht eindeutig hervor.

„Im Nahverkehr, also den Regio-Zügen, werden wir 120 zusätzliche Kundenbetreuer einsetzen, den Einsatz von Sicherheitspersonal verstärken, die Reinigung vieler Züge, insbesondere der Toiletten, verbessern und mit Graffiti-Schutz oder Lackauffrischung das Erscheinungsbild zahlreicher Züge aufwerten.“

Hmmh, bestimmt der Besteller nicht die Besetzungsquote der Züge? Was die Sauberkeit und den Zustand der Züge angeht, kann ich DB Regio NRW mit dem Werk Münster auf jeden Fall schon einmal eine deutlich gestiegene Qualität attestieren. Morgens sind die RE6-Züge deutlich sauberer als die ICE2-Züge, da fällt mir die Fahrzeugwahl recht leicht.

Einfacher und damit kundenfreundlicher soll auch der Kundendialog werden. So ist ab Dezember 2010 eine deutliche Verkürzung und Vereinfachung des Fahrgastrechteformulars vorgesehen.

Das ist schön und löblich, aber braucht man dafür was aus dem 330 Millionen Programm? Und ist dafür wirklich nur die DB verantwortlich? Die Bearbeitung der Beschwerden und FGR-Fälle ist ja für DB Dialog ein einträgliches Standbein. Zumindest DB-Dialog verdient ganz gut an den neuen Fahrgastrechten. Eine vereinfachte Bearbeitung dürfte auch dem Gewinn von DB Dialog zu Gute kommen.

Gleichzeitig will die DB den direkten Dialog mit ihren Kunden intensivieren. Statt eines oftmals langwierigen Schriftwechsels wird der DB-Kundendialog künftig weitaus häufiger telefonisch Kontakt aufnehmen, um Beschwerden schneller zu bearbeiten.

Da bekomme ich Angst. Ich will nicht noch mehr Anrufe bekommen, bei denen "Nr. unbekannt" im Display meines Telefons steht. Wenn ich mich schriftlich an jemanden wende, so erwarte ich auch eine schriftliche Antwort. Anrufe während der Arbeit und in den Abendstunden finde ich ziemlich nervig.

"Auch im kommenden Winter können wir vereinzelte Ausfälle natürlich nicht komplett ausschließen, die Wahrscheinlichkeit haben wir jedoch deutlich verringert, auch durch neue Enteisungsanlagen. Gleichzeitig wollen wir die Fahrzeugreserve im Winter erhöhen, vor allem durch einen der saisonalen Nachfrage angepassten Fahrplan.“

Das halte ich für DAS Highlight schlechthin. Damit es dem Kunden besser geht, wird der Fahrplan ausgedünnt. Ich kann schon verstehen, dass das gar nicht mehr anders geht, denn flottentechnisch dürfte DB Fernverkehr mit dem Rücken zur Wand stehen, aber das hier unter "Qualitätsoffensive" zu vermarkten ist schon eine Frechheit.

"Hiermit erhalten Nutzer Echtzeit-Informationen über Fahrpläne und deren Änderungen sowie Möglichkeiten beim Fahrkartenkauf. Ähnliche Programme sind mittlerweile für fast alle Arten von Mobiltelefonen über www.bahn.de verfügbar."

Hoffentlich hat das Personal auch Zugang zu diesen Informationen. Es wäre auch schön, wenn der RIS-Server bei Großstörungen auch nicht mehr in die Knie gehen würde. Ach ja, genügend Personal zur Dateneingabe und -erfassung wäre auch schön.

„Fast alle 5.400 Bahnhöfe werden bis Ende 2013 über einen geeigneten Wetterschutz verfügen.“

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen zahlen eine Menge Stationsgebühren für diese Bahnhöfe, der größte Teil stammt direkt aus den Regionalisierungsmitteln. Es wird Zeit, dass dafür endlich mal die entsprechende Gegenleistung erbracht wird. In Hamm regnets an vielen Stellen durchs Dach und die Abflüsse im Personentunnel sind dauerverstopft. Bei starkem Regen fließt da nix mehr ab. Geld erhält DB StuS dennoch für jeden Halt ohne Abzug.

Zurück zum Beginn:
Also mir sind irgendwie noch immer nicht klar, wo nun 66 Millionen EUR je Jahr verbraten werden. Irgendwie halte ich die genannten Maßnahmen schon ein bisschen für Selbstverständlichkeiten.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
[image]

Qualitätsoffensive aus Hamm,

fjk, Donnerstag, 23.09.2010, 16:16 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM

dass Du das so systematisch aufarbeitest (Berufskrankheit?), ich war noch etwas unsortiert. Vielen Dank dafür. Im Prinzip hast Du völlig recht, aber:

Gleichzeitig will die DB den direkten Dialog mit ihren Kunden intensivieren. Statt eines oftmals langwierigen Schriftwechsels wird der DB-Kundendialog künftig weitaus häufiger telefonisch Kontakt aufnehmen, um Beschwerden schneller zu bearbeiten.

Da bekomme ich Angst. Ich will nicht noch mehr Anrufe bekommen, bei denen "Nr. unbekannt" im Display meines Telefons steht. Wenn ich mich schriftlich an jemanden wende, so erwarte ich auch eine schriftliche Antwort. Anrufe während der Arbeit und in den Abendstunden finde ich ziemlich nervig.

ich bin kürzlich vom Kundendialog (oder Comfort?) zurückgerufen worden. Anfangs hörte es sich sogar an, als hätten sie meine Mail gelesen und verstanden (im Endeffekt war's höchstens das erste, und da auch nur die erste Hälfte und die Telefonnummer am Schluss, aber gut), dann wurde ich doch wieder telefonüberrumpelt. Das interessante aber: es war nicht "Nummer unbekannt", sondern eine wohlbekannte 0180-Nummer im Display - immerhin. Ich meine, es war Comfort, bin mir aber nicht mehr sicher. Und der Anruf war Sonnabend vormittag, mithin ok.

Alles zusammen bleibt das natürlich ein Einzelfall:-)

Zurück zum Beginn:
Also mir sind irgendwie noch immer nicht klar, wo nun 66 Millionen EUR je Jahr verbraten werden. Irgendwie halte ich die genannten Maßnahmen schon ein bisschen für Selbstverständlichkeiten.

Das bisschen kannst Du glaub' ich ein bisschen weglassen...

Rückrufe von Servicenummern...

ICE 79, Donnerstag, 23.09.2010, 17:51 (vor 5717 Tagen) @ fjk

... sind nicht mehr anonym, weil es hier eine rechtliche Grundlage gibt. Nachzulesen unter http://www.crmmanager.de/magazin/artikel_1981_rufnummer_uebermittlung_kampagnenmanageme...

Rückrufe von Servicenummern...

Matze86, München, Donnerstag, 23.09.2010, 17:53 (vor 5717 Tagen) @ ICE 79

... sind nicht mehr anonym, weil es hier eine rechtliche Grundlage gibt. Nachzulesen unter http://www.crmmanager.de/magazin/artikel_1981_rufnummer_uebermittlung_kampagnenmanageme...

Von Anfang 2009 ist das, ja?
Vor wenigen Wochen kam erst ein Anruf der Bahn mit unterdrückter Nummer...

Rückrufe von Servicenummern...

ICE 79, Donnerstag, 23.09.2010, 17:58 (vor 5717 Tagen) @ Matze86

tja. Du kennst doch meine Tätigkeit und ich bin mit solchen Fragen täglich in Berührung...

Rückrufe von Servicenummern...

Matze86, München, Donnerstag, 23.09.2010, 18:00 (vor 5717 Tagen) @ ICE 79

tja. Du kennst doch meine Tätigkeit und ich bin mit solchen Fragen täglich in Berührung...

Ändert trotzdem nichts an der Tatsache.

Rückrufe von Servicenummern...

Dan_P, St. Ilgen/Sandhausen, Donnerstag, 23.09.2010, 18:16 (vor 5717 Tagen) @ ICE 79

... sind nicht mehr anonym, [...]

Streiche "sind", setze "sollen...sein"; leider gibt es noch mehr als genug Hotlines (darunter auch einige der Telekom), die mit unterdrückter Rufnummer anrufen. Solange es keine wirksame Verfolgung gibt, wird es "unbekannte" Callcenter weiterhin geben.

--
bye, Dan

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Meine Fotos im Netz - http://www.dans-photos.net/

Sind aber manchmal einfach zu entlarven

GUM, Samstag, 25.09.2010, 21:30 (vor 5715 Tagen) @ Dan_P

... sind nicht mehr anonym, [...]


Streiche "sind", setze "sollen...sein"; leider gibt es noch mehr als genug Hotlines (darunter auch einige der Telekom), die mit unterdrückter Rufnummer anrufen. Solange es keine wirksame Verfolgung gibt, wird es "unbekannte" Callcenter weiterhin geben.

z. B. durch die Formulierung:
+ Ich rufe im Auftrag von XYZ an (dann frage ich gleich zurück, ob das die behauptete Firma ist oder ob er doch im Call-Center in irgendeinortsname sitzt).
+ überquellende fast unerträgliche Freundlichkeit deutet auf einen gesprächspsychologisch und nicht fachlich geschulten Mitarbeiter hin.

...

Streichkonzert zum Fahrplanwechsel?

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 23.09.2010, 16:21 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM

Hallo,
also der Satz "Gleichzeitig wollen wir die Fahrzeugreserve im Winter erhöhen, vor allem durch einen der saisonalen Nachfrage angepassten Fahrplan" geht mir noch immer nicht aus dem Kopf. Ich denke, dass es zum Fahrplanwechsel schon spannend wird, wieviele Plätze die DB für angemessen hält.

Ich glaub, ich schlag Herrn Grube vor eine der beiden ICE-Linien zwischen Dortmund und München auf Einteiligkeit zu reduzieren. Mannomann, da sitzen ja manchmal wenig Leute drin. Am besten schon heute einkürzen. Und Köln-Berlin erst, kann man auch kürzen. Hatten wir ja vor gar nicht langer Zeit mitten im Winter. Da fuhr man einteilig wegen "witterungsbedingter eingeschränkter Verfügbarkeit". Weniger Leute sind trotzdem nicht gefahren und meist haben ja alle irgendwie reingepasst. Hmmh, jetzt noch ein paar Einser einsparen. Ach ja, Kiel-Basel wird IC, da haben wir ja schon welche. Dürfte aber noch nicht reichen.

Tja, für bessere Qualität müssen wir alle Opfer bringen...! ;-)

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Streichkonzert zum Fahrplanwechsel?

Steffen, Donnerstag, 23.09.2010, 16:25 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM
bearbeitet von Steffen, Donnerstag, 23.09.2010, 16:26

Hallo,
also der Satz "Gleichzeitig wollen wir die Fahrzeugreserve im Winter erhöhen, vor allem durch einen der saisonalen Nachfrage angepassten Fahrplan" geht mir noch immer nicht aus dem Kopf. [...]

Holger, Du kannst Dich schon mal darauf vorbereiten, dass der bahn.märchenerzähler aus der Presseabteilung nächstes Frühjahr stolz verkünden wird, dass die Auslastung gestiegen ist. Und dass das auf die Qualitätsoffensive zurückzuführen ist.

Hat er dann ja auch gar nicht mal unrecht...

--
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Streichkonzert zum Fahrplanwechsel?

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 23.09.2010, 16:32 (vor 5717 Tagen) @ Steffen

Hallo,
aus "Gleichzeitig wollen wir die Fahrzeugreserve im Winter erhöhen, vor allem durch einen der saisonalen Nachfrage angepassten Fahrplan"

Holger, Du kannst Dich schon mal darauf vorbereiten, dass der bahn.märchenerzähler aus der Presseabteilung nächstes Frühjahr stolz verkünden wird, dass die Auslastung gestiegen ist. Und dass das auf die Qualitätsoffensive zurückzuführen ist.

Hat er dann ja auch gar nicht mal unrecht...

wird dann "Gleichzeitig konnten wir die Fahrzeugauslastung im Winter erhöhen, vor allem durch eine der saisonalen Qualitätsoffensive nicht angepassten Nachfrage".

Na das hört sich doch gut an...!

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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Und was ist mit der jährlichen Preiserhöhung?

tom66, Donnerstag, 23.09.2010, 16:34 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM
bearbeitet von tom66, Donnerstag, 23.09.2010, 16:34

Hallo,

ich vermisse bei der Pressemeldung die Ankündigung der jährlichen Preiserhöhung.

Kommt die noch ein paar Tage später, weil es zu der Meldung des heutigen Tages ja nicht so gut passen würde oder fällt die dieses Jahr mal aus?

Gruss Thomas

PS: Oder habe ich die einfach überlesen :-)

Noch nicht entschieden

Matze86, München, Donnerstag, 23.09.2010, 16:39 (vor 5717 Tagen) @ tom66

Hallo,

ich vermisse bei der Pressemeldung die Ankündigung der jährlichen Preiserhöhung.

Kommt die noch ein paar Tage später, weil es zu der Meldung des heutigen Tages ja nicht so gut passen würde oder fällt die dieses Jahr mal aus?

Wird wohl noch dauern, ich schätze irgendwann im Oktober oder November wird das dann verkündet.

PS: Oder habe ich die einfach überlesen :-)

Nein ;)

Noch nicht entschieden

ICE 79, Donnerstag, 23.09.2010, 17:55 (vor 5717 Tagen) @ Matze86

also wird der Maximalpreis sicher auf 136 bzw. 220 EUR erhöht werden.

Die Reserve rotiert im Würfelbecher:

fjk, Donnerstag, 23.09.2010, 17:00 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM

Hallo,
also der Satz "Gleichzeitig wollen wir die Fahrzeugreserve im Winter erhöhen, vor allem durch einen der saisonalen Nachfrage angepassten Fahrplan" geht mir noch immer nicht aus dem Kopf. Ich denke, dass es zum Fahrplanwechsel schon spannend wird, wieviele Plätze die DB für angemessen hält.

Ich glaub, ich schlag Herrn Grube vor eine der beiden ICE-Linien zwischen Dortmund und München auf Einteiligkeit zu reduzieren. Mannomann, da sitzen ja manchmal wenig Leute drin. Am besten schon heute einkürzen. Und Köln-Berlin erst, kann man auch kürzen. Hatten wir ja vor gar nicht langer Zeit mitten im Winter. Da fuhr man einteilig wegen "witterungsbedingter eingeschränkter Verfügbarkeit". Weniger Leute sind trotzdem nicht gefahren und meist haben ja alle irgendwie reingepasst. Hmmh, jetzt noch ein paar Einser einsparen. Ach ja, Kiel-Basel wird IC, da haben wir ja schon welche. Dürfte aber noch nicht reichen.

Tja, für bessere Qualität müssen wir alle Opfer bringen...! ;-)

"Heute haben wir im IC 2310 zur Verbesserung der Qualität die Wagen 8 und 15 durch Fahrzeuge der neuartigen Wagenbauart Bnix ersetzt, die sich im Zuge der Qualitätsoffensive bei DB Bahn einem umfangreichen Praxistest zu unterziehen haben, bevor sie flächendeckend eingeführt werden. Leider ist diese experimentelle Bauart noch nicht in unser Reservierungssystem eingearbeitet worden. Fahrgäste, die in Bonn zugestiegen sind, finden ihre reservierten Plätze aus Wagen 15 daher in Wagen 13, Kölner Gäste in Wagen 11."

Schade, dass diese Durchsage dann nicht noch auf Englisch kommt, da könnte man was lernen...

Und schade, dass das genannte Reisendenwürfeln in Bonn nur am Bahnsteig und nur für Wagen 15, in Köln hingegen (wo im Prinzip genug Zeit zum bequemen umsortieren auf dem Bahnsteig gewesen wäre) nur im Zug nach Abfahrt angesagt wurde. Natürlich nur auf Deutsch.

Aber schön, dass wir winters wie spätsommers die Qualitätsoffensive schon gespürt haben und spüren, obwohl noch niemand auf den entsprechenden Knopf gedrückt hat. Und schön, dass man hier planmäßigst Zweiteklassereservierungen "upgradet" - das würde ich Qualitätsoffensive nennen, wenn es denn ausreichend A-Wagen gäbe...

Gut, dass ich bei der Frankfurter Lottogesellschaft diesmal kein "Monatslos" gekauft habe:-)

freut sich
fjk

Ansatz einer Durchsage

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.09.2010, 10:51 (vor 5716 Tagen) @ fjk

"Heute haben wir im IC 2310 zur Verbesserung der Qualität die Wagen 8 und 15 durch Fahrzeuge der neuartigen Wagenbauart Bnix ersetzt, die sich im Zuge der Qualitätsoffensive bei DB Bahn einem umfangreichen Praxistest zu unterziehen haben, bevor sie flächendeckend eingeführt werden. Leider ist diese experimentelle Bauart noch nicht in unser Reservierungssystem eingearbeitet worden. Fahrgäste, die in Bonn zugestiegen sind, finden ihre reservierten Plätze aus Wagen 15 daher in Wagen 13, Kölner Gäste in Wagen 11."

Schade, dass diese Durchsage dann nicht noch auf Englisch kommt...

Wieso nicht? Was wäre falsch mit:

Ladies and gentlemen due to quality improvement this train runs in a different formation today thank you for understanding.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Announcement-Ansatz

fjk, Freitag, 24.09.2010, 11:04 (vor 5716 Tagen) @ Oscar (NL)

Schade, dass diese Durchsage dann nicht noch auf Englisch kommt...


Wieso nicht?

1) "Ansatz" heißt auf Englisch "Ansatz";-)
2) Weil die Qualitätsoffensive vorsieht, "englische Durchsagen im Zug zu reduzieren". Was man an "Welcome on board the ICE to Cologne Main Station via Köln Exhibition Center" noch reduzieren kann, weiß ich aber auch nicht. Die reine Begrüßung und Verabschiedung kann man sich auch sparen, und wenn es ernst wird, ist ja meistens Schluss mit Englisch.
3) Weil der Bnix in Privatbahn-GB und in USA schon lange Standard ist und man nichts sagen muss?

Ich denke, ich meinte 2). Aber die anderen kommen auch in Frage.

verklärt
fjk

Nix mit IC Kiel-Basel!

Weiler, Donnerstag, 23.09.2010, 18:34 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM

Nix mit einem IC, der Zug wird ganz gestrichen.
Wird wohl nur noch Hamburg-Frankfurt und gleich zurück gefahren. Natürlich lokbespannt.

:-)))

Nix mit IC Kiel-Basel!

Burkhard, Donnerstag, 23.09.2010, 18:38 (vor 5717 Tagen) @ Weiler

Nix mit einem IC, der Zug wird ganz gestrichen.
Wird wohl nur noch Hamburg-Frankfurt und gleich zurück gefahren. Natürlich lokbespannt.

:-)))

Na, die Gerüchteküche, im Winterabschnitt so verkürzt zu fahren, kamen ja alle paar Jahre mal wieder auf - würde mich nicht wundern, wenn es "endlich" umgesetzt würde!

Nix mit IC Kiel-Basel!

Matze86, München, Donnerstag, 23.09.2010, 18:38 (vor 5717 Tagen) @ Weiler

Nix mit einem IC, der Zug wird ganz gestrichen.
Wird wohl nur noch Hamburg-Frankfurt und gleich zurück gefahren. Natürlich lokbespannt.

:-)))

Seit wann ist das denn geplant?

Nix mit IC Kiel-Basel!

ckx2, Donnerstag, 23.09.2010, 18:49 (vor 5717 Tagen) @ Weiler

Und damit schwindet die letzte Verbindung Nachts gen Flughafen :(

Nix mit IC Kiel-Basel!

Matze86, München, Donnerstag, 23.09.2010, 18:54 (vor 5717 Tagen) @ ckx2
bearbeitet von Matze86, Donnerstag, 23.09.2010, 18:54

Und damit schwindet die letzte Verbindung Nachts gen Flughafen :(

Kommt drauf an, von wo man kommt.
Das glaube ich aber erst, wenn der Fahrplan veröffentlicht wird oder hat das schon jemand schwarz auf weiß?

Nix mit IC Kiel-Basel!

ICE 79, Donnerstag, 23.09.2010, 18:58 (vor 5717 Tagen) @ ckx2

naja, aber da kommt man ja auch mit dem Taxi raus...

QUAL...

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 23.09.2010, 18:54 (vor 5717 Tagen) @ Weiler

itätsoffensive! Hurra!

Hallo,

Nix mit einem IC, der Zug wird ganz gestrichen.
Wird wohl nur noch Hamburg-Frankfurt und gleich zurück gefahren. Natürlich lokbespannt.

:-)))

na wunderbar, die QUALitätsoffensive wirkt. Das setzt Reserven frei und alle werden glücklich.

toll.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
[image]

Der Fleiß in Münster (Westf)...

Blaschke, Donnerstag, 23.09.2010, 19:23 (vor 5717 Tagen) @ Holger_HAM

Mahlzeit!

Was die Sauberkeit und den Zustand der Züge angeht, kann ich DB Regio NRW mit dem Werk Münster auf jeden Fall schon einmal eine deutlich gestiegene Qualität attestieren. Morgens sind die RE6-Züge deutlich sauberer als die ICE2-Züge


Da haste dann Glück. Wie die DB intern tickt, konnte man vor einiger Zeit mal im in Münster (Westf) übernachtenden Park der RE-Linie Münster (Westf) - Emden beobachten. Da dass ja ein niedersächischer Park ist und Münster (Westf) eben für den NRW-RE 6 zuständig ist, rührt man dort keinen Handschlag, wenn es darum geht, evtl. Mängel abzustellen.

Und so wird dann morgens um 5:02 Uhr ein Zug ins Rennen geschickt, bei dem 3 von 4 WC bereits für den Kunden unbenutzbar sind - wozu Wasser nachfüllen in Münster (Westf)? Der Umlauf geht ja nur bis 22:13 Uhr. Soll sich mal das andere Bundesland drum kümmern.

Nur krank...


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Alter Wein in neuen Schläuchen

GUM, Samstag, 25.09.2010, 21:27 (vor 5715 Tagen) @ Holger_HAM

Hallo,

Welch Titel...
Auf jeden Fall gehts hier zur PM der Bahn.


eine interessante "Offensive": Erst einmal vorweg, die 330 Millionen verteilen sich auf einen Zeitraum über 5 Jahre.

"Bereits vor kurzem hatte die DB angekündigt, jeweils mehr als 100 Millionen Euro in die Modernisierung der IC- und ICE 2-Flotte zu investieren."

Äh, verstehe ich das richtig? 100 Millionen für den IC und 100 Millionen für den ICE2? Der ICx taucht gar nicht mehr auf (vielleicht ganz gut so) und die Investitionen in diesen Teil sind auch wirklich notwendig um überhaupt noch Fernverkehr anbieten zu können. Für mich ist das eher eine bestandserhaltende Maßnahme.

Aber nun frage ich mich: Kommen die 200 Millionen für ICE2 und IC auf die 330 Millionen oben drauf oder muss ich die davon abziehen? Aus der PM geht das nicht eindeutig hervor.

Zurück zum Beginn:
Also mir sind irgendwie noch immer nicht klar, wo nun 66 Millionen EUR je Jahr verbraten werden. Irgendwie halte ich die genannten Maßnahmen schon ein bisschen für Selbstverständlichkeiten.

Da fällt mir nur ein Kommentar dazu ein: Alter Wein in neuen Schläuchen !

Da werden die Kürzungen bei der Anzahl der Zugbegleiter teilweise zurückgenommen und dies wird dann als Serviceoffensive verkauft. Und das gleiche Investitionsprogramm wird mehrfach als Fortschritt verkauft, denn dann denkt der Kunde er bekommt mehrfach mehr Leistung !

Wahlkampfkiste bleibt zu (versprochen), aber nur ein Hinweis dazu: Ähnlich wird z. B. mit Erhöhungen von Renten verfahren. Meldung 1: Irgendeine Behörde berechnet die Steigerung (große Bekanntgabe), dann schlägt die Regierung dem Parlament diese Erhöhung vor (2. mal Bekanntgabe desselben Vorgangs), das Parlament beschließt die Zahl (wer hätte das gedacht: 3. Mal wird dieselbe Erhöhung bekanntgegeben), der Bundesrat oder irgendjemand anderes stimmt dem zu (4.Mal) und schließlich am 01. Juli:
Ab heute erhalten ... Rentnerinnen und Rentner eine grosszügige Erhöhung von XY %.

Alter Trick der Kommunikation: Positive Nachrichten mehrmals vermelden, dann steht man mit "einmal Geld ausgeben" mehrfach gut da.

Und so ist es eben auch mit dem Investitionsprogramm: Die Bahnhofsverschönerungen stammen aus dem Konjunkturpaket oder Ländermitteln. Da kann man das ruhig noch mal bekanntgeben.

Sorry für diesen kleinen Ausflug in die Politik. Aber so läuft die KOmmunikation nun mal.

Folgende Meldung wäre aber sensationell:
Tausende Fernpendler erhalten anstatt den neuen Fahrzeugen 42X ihre Doppelstockwaggons und mehr Platz zurück.

Das könnte man dann ruhig täglich melden :-)

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