IC250-Triebwagen, oder...? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 26.08.2008, 18:03 (vor 6456 Tagen) @ ktmb

Http://www.nzz.ch/magazin/mobil/neue_zuege_fuer_das_deutsche_intercity-netz_1.815505.html

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Die meisten Sachen stehen auch schon im Heft "BahnExtra: InterCity". Was mir aber vor allem auffällt, ist, dass Herr Rehkopf nicht mehr so stark das Triebzugkonzept betont. Im IC-Heft war noch die Rede von "im Moment spricht viel für einen Triebzug", jetzt wird nur noch auf die heutigen ICE-Generationen hingewiesen. Kann also auch ICE 2 (dann wohl ICE 2.2) sein, und das ist in großen und ganzen ein lokbespannter Zug (Lok formoptimiert und mit nur einem Führerstand). Der ÖBB-RailJet ist eigentlich auch eine Art ICE 2.

Möglichkeiten:

1. (am meisten wahrscheinlich): Es kommen IC250-Triebzüge a la ICE 3. Die Züge machen nach und nach BR 101/120 frei, die dann in den Güterverkehr oder schnellen Regionalverkehr abwandern (die rote Farbe habe die ja schon). Die Wagen werden nach und nach verkauft (Blickpunkt Bahnfan) oder ausgemustert (Blickpunkt Börsenbahn).

2a. Weil die Zuglänge von 8 Wagen immer noch zu unflexibel ist, kommen auch fünfteilige Garnituren hinzu. So kann man Zuglängen von 5, 8, 10, 13, 15 oder 16 Wagen bilden.
2b. Zusätzlich sechsteilige Triebzüge: Zuglängen 5, 6, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 15 oder 16 Wagen (die beiden letzten in 2 Varianten, nml. Doppel- oder Dreifachtraktion!).

3. Es kommen durchgängig begehbare Triebwagen a la "Gumminase" (IC in Belgien oder Dänemark). Mit drei- und vierteiligen Kompositionen hat man ab 6 Wagen alle Zuglängen bis zu 16 Wagen. Nicht alle Einheiten brauchen ein Bistro zu haben. Man hat volle Flexibilität und der Fahrgast hat ein komplett begehbarer Zug. Nachteil ist, dass diese Züge nicht wie die ICE aussehen, und auch beim Energieverbrauch sieht es nicht günstig aus (dafür ist der Zug laut Bombi 95% erneuerbar).

4. (verkehrstechnisch das beste): Das ICE250-Konzept besteht aus Einheitsbaukasten. Dabei kombiniert man die Vorteile des Triebzuges (verteilter Antrieb, Benutzung der vollen Zuglänge, Flügelkonzept) mit denen des Wagenzuges (flexible Zugbildung/Wagenreihung). Es gibt Einheitsbaukasten mit und ohne Antrieb, Speisung via Lok+Kraftkabel oder Stromabnahmer. Innenraum z.B. 1. Klasse, 2. Klasse oder beidklassig, Wahl zwischen Großraum, Abteile, Mehrzweckraum, Bistro.
Aus diesen Bausteinen werden dann komplette Züge unterschiedlicher Länge, Antriebsleistung und Komposition gebastelt:

- Langzüge für z.B. eine IC-Verbindung KI-HH-Rollbahn-DO-(D oder W)-K-Rheintal-F
- Flügelzüge Richtung Basel, wobei in Offenburg 1 Zugteil ins Schwarzwald fährt
- Kompositionen ohne Wandplätze und mit extra 1. Klasse für die CH-Relationen
- Mehrsystemzüge für ICs nach Belgien und in die Niederlande
- Kurzzüge für Früh- und Spät-ICs mit kurzen Laufwegen (wo 8 Wagen einfach zu viel sind)

usw.

Aus 4 konnte sogar ein ICE 4 entstehen. Man braucht dafür nur die Drehgestelle stärker zu motorisieren. Vielleicht ist die Technik insofern weiterentwickelt, dass man nur Achsen auszutauschen braucht, weil die Fahrmotoren sich komplett in den Achsen befinden.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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