Über den Umgang der Deutschen mit Großprojekten (hier: S21) (Allgemeines Forum)

Fernpendler, Freitag, 23.07.2010, 22:39 (vor 5826 Tagen) @ Maggus

N'Abend Maggus!

Stichwort Fluglärm: Das Problem besteht auch in Leipzig/Halle. Viele jammern über selbigen und bilden Bürgerinitiativen.
Was gerne vergessen wird ist jedoch folgendes. Die Flughäfen sorgen mit diversen Baumaßnahmen bzw. Rechnungsvergütungen, auch an den Häusern in den Flugschneisen, für weitestgehende Reduktion der Belästigungen. Anflug- u. Startbewegungen werden z.B. auch über Waldstücke statt über Wohnsiedlungen geleitet.
Jeder beschwert sich über Fluglärm -> Bis zur Urlaubszeit. Dann soll der Flugplatz möglichst im heimischen Garten liegen. Ähnlich der Kraftwerksgegner: Kraftwerke? Wieso Kraftwerke? Strom kommt aus der Steckdose!

Stichwort S21: D braucht ein zukunftsfähiges Verkehrssystem. Immer mehr Menschen wollen immer besser flexibel sein. Was ist daran auszusetzen? Klar ist, dass man für die Baumaßnahmen diverse bestehende Infrastrukturen abreißen muß. Klar ist aber auch, dass es nach Beendingung der Baumaßnahme Ersatzvornahmen geben wird. Die Verlegung einer platzraubenden Bahnhofsfläche unter die Erde macht oberirdisch Platz für andere Projekte. Gerade in Zeiten des Klimawandels kann das für Stuttgart eine Chance sein, das Stadtklima nachhaltig positiv zu beeinflussen.
Infrastruktur ist immer!!! dynamisch. Wer anderes behauptet, lebt in der Vergangenheit und hat den Zukunftsgedanken nicht verstanden.
Stelle man sich die Reaktionen der Herrschaften Protestler vor, wenn Daimler B-W verlassen würde, weil wichtige Strukturanpassungen verhindert würden.
Was bitte spricht gegen eine(n) moderne(n), ansprechende(n) und stolz vorzeigbare(n) Bahn(hof)?. Ich erinnere nur, dass der Transrapid bereits erfolgreich verhindert wurde.

Mit Deiner (unterschwellig herauszuhörenden) Meinung bin ich völlig auf einer Schiene.

Grüße
Haiko


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