Hach ja ... (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 17.09.2026, 03:45 (vor 8 Stunden, 18 Minuten) @ Der Blaschke

Gleichzeitig geht der NIMBY weiter:

Das Land Niedersachsen – allen voran das Verkehrsministerium und die Landesregierung – zeigt sich über die Beschlussvorlage der Bundespolitik äußerst verärgert und übt scharfe Kritik.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/ignoriert-worden-land-kritisiert-einigung-...

Da steht auch, warum das Land Nds u.a. dagegen ist. Denn es wird dadurch ja der Hafen Hamburg gestärkt, heißt es. Daran kann Niedersachsen mit seinem Tiefwasserhafen Wilhelmshaven kein sonderliches Interesse haben. Es hat also eben nicht nur mit VW zu tun (der Laden ist ohnehin nicht zu retten und stirbt halt auf Raten).

Das steht da nicht.

Laut Bericht der Bundesregierung Fertigstellung 2050-2063,
laut Aussagen der DB könnte es auch 2045 werden, wenn alles gut läuft.

Natürlich sieht die Situation von VW dann gänzlich anders aus als heute.
Wo sollte das Problem sein?
Wenn Jeff Bezos groß verkündet, dass es sein wahrlich weltgrößtes Unternehmen recht bald nicht mehr geben wird, einfach weil es die Folge von normalen üblichen wirtschaftlichen Entwicklungen sein wird, geht das völlig unbemerkt unter.
Wenn einer unser besten Wirtschaftswissenschaftlern, Moritz Schularick vom IfW Kiel prophezeit, dass zu Ende dieses Jahrzehnts eines unsrer großen Automobilkonzerne nicht mehr in der heute aktuellen Form bestehen wird - da holpert es an Protesten wider Objektivität entgegen.

Und mit einem hat MP Lies ja auch recht: das Ganze ist ein Wolkenkuckucksheim. Niemand von uns hier wird je die Fertigstellung erleben.

Aber echt!!!1111
Wurde uns doch schon von den Wutbürgern versprochen, dass wir weder die Weddeler Schleife erleben würden, noch dass ein Zug auf eine neue Friesenbrücke fahren würde.
Da können wir ja noch Jahre.... nee, Jahrzehnte drauf warten.

Wozu denn eigentlich dieser Fokus auf "das erleben wir nie".
Die Projektion von dem gefühlt vermeintlich eigenen persönlichen Versagen auf andere, die da oben, ist klar, offensichtlich.
Oft gepaart von so einer ekligen extremen unterschwelligen chauvinistischen Grundeinstellung (Ich/Wir müssen besser sein als die anderen).

2050-2063...2045
Wer also heute noch keine 60 ist, kein Alkoholiker, Raucher, übergewichtig/Mangel an Bewegung..
..hätte sehr hohe Wahrscheinlichkeiten, die Fertigstellung zu erleben.
Nebenan polterte ein stolzer 30-jähriger herum, dass er es nicht erleben würde - richtig süß, hat er echt toll gemacht, knuddelig.

Wozu der Fokus?

In der Realität sieht es faktisch bei diesen Frustbürgern gänzlich entgegengesetzt aus.
Die Threads, Themen über Planungsphasen sind total voll - da wird heiß diskutiert, polemisiert, man lässt alles raus.
Ist das Projekt dann in Betrieb, interessiert sich keiner mehr darüber.
Es läuft ja auch.

Erstmal plant und klagt man noch jahrelang. Das Geld wird nicht mehr, es wird nur alles teurer. Und Bauarbeiter gibt's auch keine.

20 Mrd € Investitionen in die Schiene 2025
2 Mrd € Investitionen in die Schiene 2005

Wo kamen nun die ganzen Bauarbeiter auf einmal her?
Damals wurde uns schon versprochen von den Frustbürgern, dass es diese Bauarbeiter gar nicht geben würde für Steigerung der Investitionen in die Schiene.. und eben selbst wenn, wir das gar nicht mehr erleben würden..

Zu Beginn der Ampel 700 Mrd Euro - Ende der Ampel 1.000 Mrd Euro Staatseinnahmen.
Mittelschicht, wie auch Unterschicht verlor gewaltig an Vermögen - da kam auf einmal das Geld her.

Das Geld wird mehr.

8 Mrd Euro NBS Hamburg - Hannover von heute bis 2050 - das läuft.
Das scheitert weder am Geld noch an Bauarbeitern.

Außerdem ist eh klar, dass die Überlastung der Bestandsstrecke tendenziell sinken wird. ... Berufspendler werden weniger. Natürlich steht in so Verkehrsprognosen was anderes - muss ja auch; Planer und Ingenieure müssen ja Geld loseisen für die eigene Tätigkeit.

süße Verschwörungstheorien..

Die Leute fahren seit Jahren weniger Auto,
nun liegt der Spritpreis bei 2,60 anstatt unter 2 Euro zu Jahresanfang - das hört nicht auf.
Die Leute fahren immer mehr Bahn - das hört nicht auf.

Da muss man kein Verkehrsplaner sein um zu erkennen, dass der Bedarf erheblich zunehmen wird.

Insofern ist die Diskussion ja ganz süß, hat aber für den Alltag von uns allen hier null Relevanz. Wir können uns als Bahnfans freuen, wenn wir Stuttgart 21 noch in Betrieb erleben - das wird das letzte Neubauprojekt der Eisenbahn für mehrere Generationen bleiben. Die Realität ist, dass bislang alle Generalsanierungen nicht plangemäß funktionieren, dass die Zeitdauer aller geplanten Sanierungen jetzt deutlich gestreckt werden soll, so dass man wieder vorne anfangen kann, wenn man hinten fertig ist. Gelder werden schon wieder gekürzt. Wo sollen da Ressourcen für Neubaustrecken herkommen?

Die Generalsanierungen sind ein einmaliges Projekt mit der Maßgabe den Sanierungsstau abzubauen.
Zu letzteren tragen auch weitere Maßnahmen bei (vgl. LuFV).
Alle Generalsanierungen sind bislang plangemäß fertiggestellt worden.

Mit der NBS Hamburg-Hannover befinden wir uns nun mit Abschluss der Vorplanung bzw. jetzt mit der PaBe in einer frühen Planungsphase.
Von den großen Investitionen bei diesem Projekt sind wir noch etwa 10 Jahre entfernt.


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