Vier Tage Nordschweiz von Basel bis zum Bodensee (1/5) (Reiseberichte)

Bahne aus Leidenschaft, Freitag, 11.09.2026, 19:33 (vor 10 Stunden, 48 Minuten)
bearbeitet von Bahne aus Leidenschaft, Freitag, 11.09.2026, 19:34

Ausflug 2: Basel – Arlesheim – Aesch – Laufenburg – Basel
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Link zum ersten Teil: https://www.ice-treff.de/index.php?id=730620
Am 8. Februar war Max Langenhahn so freundlich, Olympia-Gold im Rodeln zu gewinnen und damit den Inhabern der Probebahncard Gold und damit auch mir am Folgetag Freifahrten im Fernverkehr zu spendieren. Dummerweise ist das ein Montag und damit ein Werktag.
Um den Tag trotzdem ein wenig nutzen zu können, mache ich etwas früher Schluss im Büro und wechsle ins Trainoffice Richtung Basel, wo es noch ein paar kurze Bahnstrecken gibt, die ich noch nicht befahren habe. Nach dem Erwerb eines TNW-Einzeltickets für 8 Zonen von Aesch nach Laufenburg habe ich dafür nun 3 Stunden und es kann von Basel SBB mit der BLT nach Dornach losgehen.
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Ab Basel Dreispitz firmieren die beiden BLT-Linien nach Dornach und Aesch als Bahnstrecken. Zwischendurch führt die Strecke auch mal direkt neben der SBB-Strecke ins Jura entlang.
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Danach geht es ziemlich ordentlich bergauf von der SBB-Strecke weg nach Arlesheim, wo ich spontan einen Stopp einlege.
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Zur Burg Reichenstein im Hintergrund werde ich es heute nicht hochschaffen, aber zum Arlesheimer Dom. Unschwer zu erkennen, dass ich hier im katholischen Hochstift Basel und nicht mehr in der protestantischen Stadt Basel bin. Barock ist zwar nicht so mein Stil, aber der Weg von der Station war nicht weit.
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Kurz darauf bin ich schon an der Endstation Dornach Bahnhof. Durch die S-Bahnstation Dornach-Arlesheim hier bin ich schon oft durchgefahren, aber noch nie ausgestiegen.
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Am modernen trimodalen ÖPNV-Knoten steige ich zügig in den Bus nach Aesch.
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Eine in die Jahre gekommene Shell-Tankstell? Nein, die BLT-Endstation Aesch!
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Der erste Takt fährt mir versehentlich weg, aber ich bin noch gut in der Zeit. So kann ich immerhin die Einfahrt des Folgetaktes verfolgen.
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Diesmal will ich die Bahn aber nicht wegfahren lassen, also schnell rein.
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Die BLT-Strecke nach Aesch verlüft zwar weitgehend parallel zur SBB-Strecke, aber um einiges höhergelegen, was interessante Ausblicke aufs andere Birsufer bietet, wo ich vorhin war. In der Mitte liegt die Burg Dorneck über Dornach, links die Burg Birseck über Arlesheim, dazwischen das expressionistische Gotheanum vom Anthroposoph Rudolf Steiner (Also eine oberste Walldorfschule?). Die Burg Reichenstein von Bild 34 habe ich in der Eile links abgeschnitten.
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Mein Timing erweist sich in Reinach leider als nicht so gut, da die Bahn von Horden englischsprechender Schüler gestürmt wird, die von der dortigen International School stammen müssen.
Der Blick auf die Abstellgruppe bei Basel SBB von der Münchensteinerbrücke hat mich schon auf dem Hinweg angelacht und da ich noch etwas Zeit habe, steige ich dort aus.
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Auf der anderen Seite fährt gerade einer der seltenen deutschen RE mit Start schon in Basel SBB los.
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Ein bisschen verkalkuliert habe ich mich in der Tatsache, dass es keinen Fußgängerweg entlang der Tramstrecke oberhalb der SBB-Gleise zum Bahnhof gibt, zumindest finde ich ihn nicht. Jetzt muss ich mich etwas sputen, denn die S-Bahn nach Laufenburg will ich wegen des in der Schweiz seltenen Stundentaktes nicht verpassen. Die folgende Fahrt wäre schon im Dunkeln.
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Über die Südseite der Bahnstrecke komme ich zum nächsten Fußgängersteg, von der nochmal die Münchensteinerbrücke mit Tram zu sehen ist.
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Knapp wurde es zwar, aber ich habe meinen Anschluss noch bekommen. Bei Rheinfelden überrascht mich die schöne Feldschlösschenbrauerei. Dass die Marke irgendwo aus dem Raum Basel kommt, wusste ich wohl, aber nicht von wo genau.
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Der Sonnenstand drängelt schon etwas.
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Die Strecke folgt mit wechselnder Entfernung immer dem Rheintal.
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Um halb 6 ist die Endstation Laufenburg (CH) erreicht.
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Eigentlich ginge es hier sogar mit Oberleitung weiter nach Koblenz, wo ich im ersten Teil war, allerdings seit Jahrzehnten ohne planmäßigen Personenverkehr.
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Laufenburg lockt mit einer kleinen, aber feinen Altstadt.
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Da es schon dämmert, will ich direkt in einer halben Stunde auf der badischen Seite zurückfahren. Trotzdem nehme ich noch den kurzen Aufstieg zur Burgruine Laufenburg auf mich, die zwar recht unspektakulär ist, aber von ihrem Turm eine schöne Aussicht auf Stadt und Rheintal bietet.
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Einen RE auf der badischen Seite erwische ich auch noch, natürlich aber erst, als ich wieder vom Turm runter bin.
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Napoleons Rheingrenze hat das zuvor habsburgische Laufenburg in einen Schweizer und einen badischen Teil zerschnitten.
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Der Fasnachtsumzug am Wochenende scheint sich aber von Ländergrenzen nicht aufhalten haben zu lassen.
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Direkt vor dem Haltepunkt Laufenburg (Baden) liegt der Rappensteintunnel.
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Ein deutscher Adler schaut vom Felsen zwischen Bahnhof und Rhein bedrohlich zu den Nachbarn rüber.
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Diese Aussicht aus dem RE 3, mit dem ich hier schon öfter durchgefahren bin, hat mich hierhergelockt.
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Über dem Schweizer Stadtteil liegt der Burgturm, auf dem ich eben war.
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Bald kommt mein Rotwal nach Basel Bad Bf.
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Im ICE nach Hause bin ich dies Mal etwas experimentierfreudig und probiere zum Peroni die Currywurst mit Pommes, die ich bis jetzt immer gemieden habe. Trotz fehlender Fritteuse sind die Pommes gar nicht schlecht, allerdings merkt man der Wurst den fehlenden Grill deutlich an.
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Achtung: ist Teil 2 und keine Wiederholung von Teil 1 ;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 12.09.2026, 05:44 (vor 37 Minuten) @ Bahne aus Leidenschaft

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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