Bedingungen für Realisierung eines Doppelstock-ICE (Allgemeines Forum)

Henrik, Samstag, 15.08.2026, 06:58 (vor 3 Stunden, 55 Minuten) @ LLP1

Mit diesem Beitrag trete ich in Tradition einer langen und blutigen Diskussion auf dieser Seite.

..frisch registriert, scheinst Du also schon lange hier mitzulesen - das Thema hatten wir lange nicht mehr.

Und die Wahrscheinlichkeit als Laie zu diesem vieldiskutierten Thema einen wertvollen Beitrag leisten zu können mag noch so gering sein, daher kann ich nur darum bitten, meinem jugendlichen Leichtsinn bei dieser Einmischung nachzusehen.

..tief stapeln,
um anschließend hochzustapeln.

Rückblick:
Viele Strecken des deutschen Bahnnetzes sind überlastet. Seinen Anteil hat dabei selbstverständlich auch der ICE.

..aber eben zum geringeren Anteil.
Es sind nicht die ICE-Strecken, die NBS- bzw. SFS-Strecken, die durch ICE belastet sind,
sondern die Knoten.
Diese sind in erster Linie belastet durch den in vergangenen Jahren zunehmenden NV-Verkehr.
Und der Güterverkehr hat auf den Bestandsstrecken deutlich zugenommen.

Um also das Angebot im Fernverkehr zu erhöhen - unter dem Ziel der Verkehrswende - oder vergleichbare Kapazitäten bei weniger verbrauchten Trassenkapazitäten zu ermöglichen ist also die Zahl der Sitzplätze pro Zug zu steigern.

Moment mal..
..so ab Mitte der 2010er Jahre entstand zunächst das DB-unternehmerische Ziel, die Fahrgastzahlen sehr deutlich zu steigern,
dann setzte die Politik noch ein wenig etwas drauf und sprach von dem Ziel der
Verdoppelung der Reisendenzahlen bis 2030 mit Bezug auf 2015.
[wovon sich Frau Palla vor wenigen Tagen verabschiedet hat]
Das Ziel klang eher etwas über ambitioniert - aber an sich ja auch nicht schlecht, seine Erwartungen kann man ja gut etwas höher setzen. Wenns dann nicht so ganz klappt, ist dann immer noch ok.
Lief in den folgenden Jahren ja auch sehr gut,
das Jahr 2019 war das FFF-Jahr, komplett Rückenwind für ICE-Verkehr, auch politisch, alles lief bestens.
150 Mio Reisende im FV-Verkehr pro Jahr.
Verkehrsminister Scheuer hatte noch Ende 2019 es geschafft, dass ab 2020 der Mehrwertsteuersatz im FV auf den ermäßigten Satz runtergesetzt wird.
Das nahm DB FV zum Anlass, die Beauftragung der dann ICE 3neo vorzuziehen
und arbeitete an dem Projekt HGV 3.0 / ICE 5 - ICE-Langzüge mit 300 km/h für den innerdeutschen Einsatz.

Dann kam Corona, daraus folgend mehr Home-Office, eh weniger Dienstreisen
und mit dem Deutschland-Ticket verspürte DB FV Einbußen von Fahrgästen im unteren bis mittleren Entfernungen.
DB FV machte Verluste bis... bis vor kurzem.
Von den 150 Mio Reisenden im FV-Verkehr pro Jahr des Jahres 2019 sind wir noch weit von entfernt.

Die Thematik
Angebot im Fernverkehr zu erhöhen
richtet sich nicht auf mehr Plätze pro Zug anzubieten,
sondern mehr Verbindungen pro Städteverbindungen anzubieten (vgl. Deutschlantakt bzw. Etappierung dessen).

wohlgemerkt liegen wir bei der Auslastung der ICE bei etwa 50%,
noch immer geringer also vor Corona.

Die verfügbaren Möglichkeiten sind dabei längere Züge oder Doppelstockzüge. Da die baulichen Maßnahmen für letztere deutliche realistischer umzusetzen sind (weiteres dazu im Abschnitt "Barrierefreiheit") wird dieser Vorschlag immer wieder gemacht und wurde auch durch die DB bereits für den IC2 umgesetzt bzw. u.a. als mögliches Konzept des ICE 4 geprüft.

Da passt so einiges nicht.

Die bauliche Umsetzung auf längere Züge ist deutlich realistischer umzusetzen.
So fiel im Herbst 2018 die Entscheidung, 50 Einheiten der ICE 4 von 12 auf 13 Wagen zu verlängern.

Der IC2 wurde konzipiert für das IC-Randnetz, um dieses weiterhin wirtschaftlich betreiben zu können.
Das hat nichts mit dem ICE zu tun.

"als mögliches Konzept des ICE 4 geprüft"
hmpf.
Was den uns heute unter dem Namen ICE 4 bekannten Zug betrifft, der aus dem ICx-Konzept hervorgeht..
..auf die ICx-Ausschreibung hatte sich Alstom mit dem TGV Duplex beworben. Das wurde geprüft und fiel durch.
Meintest Du das?

Oder meintest Du die diversen ICE 4 Projektstudien?
..liest sich nicht so recht danach.
Für jeder der ersten 3 ICE-Generationen gab es detaillierte Überlegungen für Doppelstock-Wagen bzw. -Ausführungen.
Vom ICE 1 (als er die 1 noch nicht hatte), dem ICE 2 über den ICE 3..
..beim letzteren liefen diese Überlegungen dann unter dem Projektnamen ICE 4,
vgl.
https://de.wikipedia.org/wiki/ICE_4_(Projektstudie)

Auch war ein Versuchszug konkret geplant, Projektname ICE 21, als Versuchsträger für künftige Generationen.
Für diesen waren auch Doppelstockwagen in Überlegung.

Bei den Projektstudien ICE 4 mit Basis auf den ICE 3
fielen die positiven Bewertungen eben weniger auf Doppelstock-ICE 3,
sondern auf ICE-B, also ICE 3 mit überbreiten Zügen
oder eben auch das Konzept des High Density, ICE 3 ohne 1. Klasse - da gab es verschiedene Variationen.
All das lässt Du unerwähnt.

Aber wo ich es bereits wagte den "Teppich-RE" zu nennen gilt es in diesem Beitrag,

..

wo es bislang schon inhaltlich sehr mangelte,
kam dann die Semantik hinzu.

Viel zu viel .. zudem unübersichtlicher Text, der dann folgte.

Und bis dahin gibts noch gar nichts, was mit Deiner gewählten Überschrift zu tun hat.

Grundvoraussetzungen für einen Zug zu nennen,
der im Unterschied zum IC2 als reale Verbesserung, statt weiterer Verwässerung der Marke wahrgenommen wird.

IC2?

Verwässerung der Marke ICE?

Seit wann interessierst Du Dich wirklich für das Thema?
Inwiefern und in welcher Art & Weise hast Du Dich bislang mit dem Thema beschäftigt?
Wie stark.. intensiv ist Dein Interesse wirklich und worauf bezogen?


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