Integration? Kann auch Nebenwirkungen haben (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 14.08.2026, 09:52 (vor 13 Stunden, 7 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
bearbeitet von J-C, Freitag, 14.08.2026, 09:54

Das scheint doch eher der Ausreißer zu sein, normalerweise halten sich die Verzögerungen im Rahmen.

Nur für dann und wann mal auftretende Probleme, weil eine Unterbrechung dafür sorgt, dass das Personal nicht rechtzeitig ankommt, zu planen, wäre eher illusorisch.

Mal davon abgesehen, dass du es dann auch andersrum haben kannst.

Einmal war mir der EN aus Warschau mehrere Stunden verspätet. Als ich Stunden nach planmäßiger Abfahrt dort war, stand der Zug ohne Lok da in Břeclav.

Das bedeutet natürlich auch, dass das Zugpersonal, welches anderswo auch noch gebraucht wird, an diesen Zug gebunden wäre.

Bei den ÖBB ist Regional- und Fernverkehr jedoch in einer AG integriert, also hat man das Personal gewechselt, stattdessen würde der Zugbegleiter dabei sein, der sonst den REX1 begleitet (der ist noch lokbespannt, deswegen, beim Lokführer weiß ich es grad nicht). Doch das bringt natürlich wiederum den Personalumlauf durcheinander. Also verspätet sich ein REX1 um so 10 Minuten, weil erst das Personal vom nächsten REX1, der erst danach ankommt, diesen übernimmt.

Heißt, weil man es genau so tut, wie du es dir wünschen würdest, kommt es dann eben auch anderswo zu Verzögerungen. Das kannst du nicht vermeiden.

Vielleicht hätte man mehr Glück, würde man den Personalwechsel in Osnabrück durchführen. Aber ich denke, dagegen würde auch irgendetwas sprechen.

Und normalerweise läuft‘s ja eh glatt. Die minimale Zeit zwischen ankommenden Zug aus Berlin und abfahrenden Zug nach Berlin beträgt etwa eine Stunde. Das heißt, da muss der eine Zug erstmal über eine Stunde sich verspäten oder eben mehr, dass sich das auf den ICE jeweils auswirkt. In dem von dir beschriebenen Fall gestern mit ICE ist der Personalwechsel alleine nicht ausreichend als Begründung, weil man sonst wohl auch früher losgekommen wäre. Wenn aber es zu heftigen Verspätungen auf mehreren Zügen kommt, liegt es eher an der Strecke, vielleicht ist das nicht entsprechend kommuniziert worden.

Oder es musste tatsächlich Personal von woanders her gebracht werden, weil die Arbeitszeit überschritten wurde.

Davon abgesehen, Personal, um einen ICE 3 neo zu steuern bzw. zu begleiten braucht ggf. andere Fähigkeiten, als jenes, was einen KISS oder Dosto oder Hamster steuert bzw. begleitet.

Bei den ÖBB ist es halt von Vorteil, dass dieselbe Lok, die einen Railjet mit 230 zieht, auch einen REX in der Ostregion ziehen kann. Oder einen Güterzug. Deswegen habe ich auch mal 1216er von Rail Cargo auch mal auf einem Railjet sehen können. Oder einen Nightjet-Taurus vor einem Güterzug… oder einem Dosto-Park. Das kann man so in Deutschland nicht in diesem
Grad sinnvoll abbilden, weil man ja eher auf Triebwagen setzt oder auf Loks, die für ihren Einsatzbereich zugeschnitten sind.

Man sieht, es ist alles ein bisschen kompliziert. Und wie gesagt, normalerweise reicht ja die Zeit. Man wird hoffentlich nicht davon ausgehen müssen, dass Verspätungen über 1 Stunde die Norm sind.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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