(völlig OT) Erinnerungen an meine Zeit bei der MRB/TR (Reiseberichte)
Vielen Dank für deinen Bericht.
An einem - dem mutmaßlich unscheinbarsten - Bild bin ich aus persönlichen Gründen hängen geblieben:
45 Linienplan der transregio, ex-MRB. Wer sich weit genug zurück erinnert, wird wissen, dass die Liniennummer 32 dabei gar nicht neu ist. Früher fuhr die RB26 nämlich als MRB26 bis Koblenz und wechselte da ihre Nummer auf MRB32 bis Mainz. Ich weiß noch, dass mich das bei meiner ersten Fahrt mit ihr maximal verwirrt hat. Ich wohnte noch nicht in NRW und wollte mit FV bis Köln und ab da nur bis Bonn fahren. Auf meinem ausgedruckten Fahrplan stand die RB26 nach Koblenz, am Gleis war aber die RB26 nach Mainz angeschlagen. Auf dem Zug, der einfuhr, stand wiederum RB26 nach Remagen dran, weil ich vor dem hinteren Zugteil stand, der dort ja endet. Diesen Schwachsinn gibt es bis heute, denn auch nach Remagen würden dringend zwei Zugteile gebraucht, aber RLP will die einfach nicht zahlen. Der 20min Aufenthalt in Koblenz entfällt allerdings heute, ebenso der Liniennummernwechsel. [...]
Dazu ein Schwank aus meiner beruflichen Laufbahn, der vermutlich für die Wenigsten hier interessant ist, aber ihr könnt ja einfach weiter scrollen...aber ich 'musste' jetzt einfach ein wenig in Nostalgie schwelgen.
Zur Betriebsaufnahme von Transregio am linken Rhein (Dezember 2008) hat mein damaliger Arbeitgeber - ein Personaldienstleister - mich für etwa ein Jahr an Transregio "verkauft" und ich machte dort nach mehreren Jahren im Güterverkehr meine ersten Schritte mit Reisezügen und hatte bei den ersten Fahrten wahnsinnigen Respekt vor den Geschwindigkeiten (im ersten Jahr max. 140 km/h, da die Desiro ML erst zum folgen Fahrplanwechsel für 160 km/h zugelassen wurden), den Zielbremsungen* und dem straffen Fahrplan**. Die 20 Minuten Standzeit in Koblenz haben in den ersten Tagen mehrmals meinen pünktlichen Feierabend gerettet. Dass es die Pause dort nicht mehr gibt - ebenso wie der Nummernwechsel auf RB32 - wusste ich bis gerade eben gar nicht.
Bis heute kann ich bei Kollegen übrigens beobachten, dass auch gestandene Lokführer, die Jahre/Jahrzehnte im Güterzugverkehr zuverlässig ihren Dienst abgeleistet habe, in den ersten Wochen im Personenverkehr massiv Probleme haben, die Fahrzeiten einzuhalten. Das liegt an der gänzlich anderen Fahr- und (insbesondere) Bremsweise.
Nun, für mich war es damals das Sprungbrett: Nach einem kurzen Intermezzo auf der schwäbischen Alb bei der damaligen HzL habe ich mich vom Personaldienstleister weg-beworben, um dauerhaft und heimatnah im Reiseverkehr fahren zu können, denn nach der anfänglichen Angst hatte ich festgestellt, dass mir das deutlich mehr liegt, als lange Nächte im Güterverkehr.
Und nachdem ich über 10 Jahren 'rund um den Kirchturm' gefahren bin, stand ein weiterer Wechsel an: nun bin ich nun schon einige Jahre im Fernverkehr und habe kein Problem mehr, eine ICE der geradeso an den Bahnsteig passt, aus 200 km/h passend und komfortabel z.B. in Wolfsburg ;) zum Halten zu bringen.
*) einem Güterzug ist es egal, ob er 10 oder 100 Meter vor einem Signal steht, solange die Weichen hinten frei sind
**) Container wollen keine Gründe, warum man (mehrere Stunden) Verspätung hat
Sorry, für den ganzen OT-Text, aber wie Eingangs erwähnt, hat das Linienband Erinnerungen wach werden lassen.
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
gesamter Thread:
- Intermezzo: Strom auf der Ahrtalbahn [m44B] -
Math5D,
26.05.2026, 17:25
- (völlig OT) Erinnerungen an meine Zeit bei der MRB/TR - fabs, 26.05.2026, 20:08
![[image]](https://s1.directupload.eu/images/user/260522/th7rdlhm.jpg)