Oldenburg in Oldenburg: warum neue Bahnsteighalle? (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 30.04.2026, 12:19 (vor 10 Tagen)

Hallöchen allerseits.

Neulich ergab es sich, dass ich mal wieder Zeit zwischen 2 Zügen in Oldenburg(Oldb) überbrücken mußte. Die Gleisbelegung ist derzeit durchaus mal unterhaltsam - die Nordwestbahn aus Wilhelms Hafen kippt einen schon mal an Gleis 8 aus - aber auch mal am Hausbahnsteig 1.

Auf diesem stand ich nun, beziehungsweise saß ich, auf ner Bank. Die NWB war weitergezogen. In Oldenburg verlasse ich bekanntlich das Bahnhofsareal nie. Es ist schon etwas her, aber das Wetter war gut und so beschloss ich, einfach sitzen zu bleiben.

Bei dem sich mir bietenden Anblick stellte sich mir dann die Frage, warum muss man da jetzt eigentlich diese Bahnhofshalle wieder aufbauen? Original ist sie dann logischerweise eh nicht mehr, sondern nur ein profaner Nachbau. Und jetzt mal ehrlich: diese grandiose Holzkonstruktion, die dereinst Schutz vorm Wetter bot, weil die Halle recht inkontinent war, erfüllt die Aufgabe auch ohne löchrigem Dach obendrüber. Und wie man unten sieht, macht die Konstruktion doch auch optisch durchaus was her! Ich würde sogar sagen: in der Wucht ein Alleinstellungsmerkmal deutscher Bahnhöfe! Dagegen ist so ne Halle ja nun weiß Gott nix besonderes!

Warum also verplempert man reichlich Geld und investiert Manpower und Womanpower vermutlich auch, nur um einige Ewiggestrige ruhig zu stellen? Der Nutzen für den gewöhnlichen Reisenden ist dagegen marginal.

So, bei einem Bahnhofsrätsel hätte ich irgendwie, warum auch immer, auf einen Bahnhof in den Weiten Spaniens getippt. Allerdings nimmer auf Oldenburg; mittlerweile sogar auch Hauptbahnhof.

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Bevor ich aber jetzt zu viel Werbung für diese Siedlung mache, gebe ich zurück an die angeschlossenen Funkhäuser.

Ach ja, by the way, wo ich grad thematisch in der Gegend bin: neulich übernachtete ich in Jaderberg (in Oldenburg geht ja nicht; obwohl der Zug dort begann). Morgens um 3.30 Uhr lag dann ein ca 3 km langer Fußweg zum Bahnhof an. Irre, wieviel Krach dort die Güterzüge veranstalten trotz "Lärmschutzwand" ("Sichtschutzwand" trifft's da besser). Wenn da mal der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven aufblüht und die Funktion Hamburgs übernimmt für die großen Pötte - hähä, da wird die Trasse quer durch die Oldenburger City eine Art modernes Mittelrheintal.

Vielleicht sollten die Bürger dort - nachdem die Umleitungsstrecke gescheitert ist - dann den Hamburg <==> Hannover-Neubaufreaks zur Seite springen - damit Schiff und Güterlärm artig auf der anderen Seite Niedersachsens bleiben. Die niedersächsische Regierung hält die Strecke ja für eher nutzlos (und wo Querulanten sind, darf ich nicht fehlen: ich auch.)


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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