Schade, dass das Projekt nie eine richtige Chance erhielt (Allgemeines Forum)

EDO, Montag, 20.04.2026, 11:36 (vor 3 Tagen) @ Waldbahn

Nein, das hatte mit der Rahmedetalbrücke und den Problemen auf der BAB 45 nullkommanull zu tun. Der IC 34 war schon ab dem Jahr 2016 oder 2017 (genau weiß ich es nicht mehr) im Rahmen einer „Fernverkehrs-Offensive“ der DB projektiert.

Als der IC 34 dann eingeführt wurde (ich meine 2021, richtig?), konnte er nie über einen längeren Zeitraum kontinuierlich verkehren und den Menschen im Sauer- und Siegerland das Gefühl verschaffen, dass eine verlässliche, interessante Alternative zum Auto- oder Regionalverkehr in Richtung Dortmund und damit den Ballungszentren an der Ruhr oder nach Frankfurt zur Verfügung stehen könnte.

Insbesondere der jahrelange Bau „Eigene Gleise für die S6“ zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel und die damit einhergehenden Kapazitätseinschränkungen oder baubedingte Vollsperrungen sorgten immer wieder für wochenlange Einkürzungen des Laufwegs auf Friedberg oder Ausfälle. Der offenbar katastrophale Zustand der Ruhr-Sieg-Strecke sorgte für ähnliche Einschränkungen auf dem anderen Streckenast.

Der IC 34 hätte eine Chance zur Verkehrswende geboten, wenn das unternehmerische Risiko nicht allein bei DB Fernverkehr gelegen hätte, sondern wenn bei solchen – und vielen anderen ländlichen Regionen auch – der Betreiber und die Region dieses gemeinsam durchgeführt hätten. Und man hätte, auch durch bauliche Maßnahmen (Überholmöglichkeiten), dafür sorgen müssen, dass es nicht ein „Entweder oder“ (IC oder RE) hätte geben können, sondern beides möglich gewesen wäre und damit verbunden ein vernünftiges Halteschema: Friedberg (nicht Bad Nauheim!), Wetzlar, eventuell Dillenburg, Siegen und ein Halt im Sauerland (Altenhundem).

Das ist Versagen der Politik. Nicht der DB.


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