Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T (Allgemeines Forum)
Hallo zusammen,
ich bin im Februar in die sogenannte "Cheb-Falle" getappt und wüsste gerne die Einschätzung der hiesigen Tarifexperten zur juristischen Sachlage. Mir ist beim Durchsuchen des Forums bereits aufgefallen, dass ich bei Weitem nicht der Erste bin, der diese Frage stellt (und vermutlich auch nicht der Letzte). Was mich jedoch extrem irritiert, ist die Tatsache, dass sich die Aussagen und Auslegungen hier im Forum fundamental von den standardisierten Antworten der Deutschen Bahn unterscheiden.
Der Sachverhalt:
Ich war im RE 33 von Pegnitz nach Cheb unterwegs und besitze ein gültiges Deutschland-Ticket. Laut den geltenden Bestimmungen und dem Deutschlandtarif gilt dieses Ticket auf dieser Relation bis zum fiktiven Grenztarifpunkt "Cheb(Gr)".
Meine Absicht war es, ab der Grenze den tschechischen Tarif ("Local Border Traffic") in Anspruch zu nehmen. Da es sich bei "Cheb(Gr)" naturgemäß um einen fiktiven Punkt auf offener Strecke ohne Fahrkartenschalter oder Automaten handelt, wollte ich das Anschlussticket gemäß den Beförderungsbedingungen der tschechischen Bahn (ČD) regulär beim Zugbegleiter lösen.
Das Problem:
Die Fahrkartenkontrolle durch DB-Personal fand noch auf deutschem Boden im Bahnhof Schirnding statt. Das Personal weigerte sich, mir ein Anschlussticket zu verkaufen, erklärte mein D-Ticket kurzerhand für die Gesamtstrecke als ungültig und verhängte 60 Euro Fahrpreisnacherhebung nach § 6 EVO. Die Argumentation: Ich hätte vorab eine durchgehende Karte ab Schirnding kaufen müssen. Die Schlichtungsstelle (SRUV) hat dies später blind übernommen.
Der politische "Support":
In meiner Verzweiflung habe ich mich sogar an den Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Bündnis 90/Die Grünen) gewandt. Seine Antwort war jedoch ernüchternd und glich einem DB-Textbaustein: Er schrieb mir sinngemäß, dass die Gesamtstrecke Schirnding–Cheb nicht zum Geltungsbereich gehöre und der DB Navigator die Strecke als nicht inkludiert anzeigt. Dass es an Tarifgrenzen das Recht zur Ticket-Stückelung gibt und ab "Cheb(Gr)" das tschechische Recht greift, hat er (ebenso wie die DB) komplett ignoriert.
Meine juristische Sichtweise:
1. Die 60-Euro-Forderung ist materiell rechtswidrig, da nach zwingendem Recht (§ 6 Abs. 4 EVO) ein erhöhtes Beförderungsentgelt entfällt, wenn am "Abfahrtsort" (hier dem Ort des Tarifwechsels "Cheb(Gr)") kein Fahrkartenautomat vorhanden oder betriebsbereit war.
2. Auf tschechischer Seite gilt der Tarif der ČD. Die ČD erlaubt den Kauf von Fahrkarten beim Zugpersonal ausdrücklich dann, wenn man an einer Station zusteigt, an der kein Ticketverkauf möglich war. Die DB Regio blockiert hier als bloßer "Ausführender Beförderer" ein gültiges tschechisches Tarifangebot.
Da die DB stur bleibt, habe ich den Fall nun als offizielle Beschwerde an das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eskaliert und den Missstand an die Verbraucherzentrale Bayern gemeldet. Auch habe ich die ČD dazu befragt.
Meine Fragen an die Expertenrunde:
Hatte jemand hier schon einen exakt so gelagerten Fall, der bis vor das Amtsgericht oder das EBA ging?
Darf die DB Regio auf einem Streckenabschnitt, der vertragsrechtlich ab der Grenze der ČD unterliegt, überhaupt Pönalen nach deutscher EVO antizipieren und verhängen?
Vielen Dank für euren Input!
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Es gibt inzwischen Fachanwälte für Fahrgastrechte:
über Dr. Böse wurde meiner Erinnerung in einer Fahrgastzeitschrift auch mal berichtet:
https://www.drboese.de/fahrgastrechte/
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
ich bin im Februar in die sogenannte "Cheb-Falle" getappt und wüsste gerne die Einschätzung der hiesigen Tarifexperten zur juristischen Sachlage.
Hmmm. Gute Frage!
Schirnding gehört ja zum VGN, der aber dann auch direkt dort im Bahnhof Schirnding endet. VGN ist also NICHT bis Cheb(Gr).
Nun gilt ja aber das Ticket laut Webseite wiederum "in allen NV-Zügen in Deutschland", was ja dann doch bis Cheb(Gr) wäre. :D
Bin also etwas unentschlossen und gespannt, was die anderen hier dazu schreiben.
Zum Amtsgericht:
Dort muss sich halt erstmal ein Richter mit dem Thema befassen und den Kram verstehen. Das wäre sicher leichter gewesen, wenn Du vorab zumindest für den tschechischen Teil ein Ticket Cheb(Gr)->Cheb gelöst hättest. So jedoch musst Du Dich rechtfertigen und es steht halt immer der Gedanke im Raum, dass man halt einfach mal die Strecke befahren wollte, ohne sich vorab ein gültiges Ticket zu holen. ;)
Bye. Flo.
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Das D-Ticket gilt laut Tarifbestimmungen „im tariflichen Geltungsbereich des Deutschlandtarifs“, d.h. bei grenzüberschreitenden Fahrten bis zum Grenztarifpunkt.
Die Liste aller Tarifpunkte findet sich hier: https://assets.static-bahn.de/dam/jcr:c3ec73cf-fd42-4d6a-9bce-e0aac8024682/2%20Tarifpun...
Dort findet sich auch Cheb(Gr). Meine Interpretation wäre daher, dass du dich absolut korrekt verhalten hast. Das D-Ticket gilt bis Cheb(Gr) und ab dort kann man beim Schaffner kaufen. Ich hätte es zumindest genauso gemacht.
Meine Empfehlung zum weiteren Vorgehen wäre, dem Lauf des Geldes nachzugehen. Im konkreten Fall ist es doch so, dass der Zug von der BEG bestellt wird und diese bezahlt sicherlich nicht wenig dafür, dass deutsche Nahverkehrstickets bis zum Grenztarifpunkt gelten. Wenn EVU nun diese Tickets nicht anerkennen, wird man bei der BEG nicht glücklich sein und dir sicherlich helfen.
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ich bin im Februar in die sogenannte "Cheb-Falle" getappt und wüsste gerne die Einschätzung der hiesigen Tarifexperten zur juristischen Sachlage.
Hmmm. Gute Frage!Schirnding gehört ja zum VGN, der aber dann auch direkt dort im Bahnhof Schirnding endet. VGN ist also NICHT bis Cheb(Gr).
Nun gilt ja aber das Ticket laut Webseite wiederum "in allen NV-Zügen in Deutschland", was ja dann doch bis Cheb(Gr) wäre. :DBin also etwas unentschlossen und gespannt, was die anderen hier dazu schreiben.
Zum Amtsgericht:
Dort muss sich halt erstmal ein Richter mit dem Thema befassen und den Kram verstehen. Das wäre sicher leichter gewesen, wenn Du vorab zumindest für den tschechischen Teil ein Ticket Cheb(Gr)->Cheb gelöst hättest. So jedoch musst Du Dich rechtfertigen und es steht halt immer der Gedanke im Raum, dass man halt einfach mal die Strecke befahren wollte, ohne sich vorab ein gültiges Ticket zu holen. ;)
Bye. Flo.
Zwei Ansätze dazu wo steht das ein Ticket im Zug zu erwerben ist?
Und wie kann ich das am PC oder Handy machen, bei mir ist das kein Problem ich gebe an das ich eine BC 100 habe und müsste laut aktueller Abfrage statt 8,10€ dann 6,00€ auf bahn.de Zahlen.
Ich würde mir das ganze aber im Vorfeld bei cd.cz für ca. 3,50€ holen - das sollte die günstigste Variante sein.
Ein Ticket ab dem Fiktiven Grenzpunkt zu erwerben habe ich bei der cd nicht geschafft - bei bahn.de sollte dies mit der Angabe der BC 100 aktiv sein.
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Ich sehe das genauso. Im personenbedienten Verkauf der CD lassen sich Fahrkarte ab/bis Cheb Grenze problemlos erwerben. Die FN des DB-Personals (wundert mich, dass dort überhaupt mal kontrolliert wurde) halte ich für unberechtigt, da
a) zum Zeitpunkt der Kontrolle ein gültiger Fahrschein vorlag - es wurde ja noch vor dem Grenztarifpunkt kontrolliert
b) ab dem Grenztarifpunkt der Tarif der CD zur Anwendung kommt, der einen Bordverkauf explizit vorsieht, wenn auch gegen Aufschlag.
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Im personenbedienten Verkauf der CD lassen sich Fahrkarte ab/bis Cheb Grenze problemlos erwerben.
Das macht sinn, funktioniert allerdings nicht auf dem Weg Deutschland -> Tschechien...
Oder hat irgendein deutscher Bahnhof auf der Strecke einen Tschechischen Schalter, ich schätze mal eher nicht oder?
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Man kann bei der ČD grundsätzlich immer ein Ticket im Zug kaufen. In der Regel gibt es dazu einen Schaffner im Zug, in seltenen Fällen (insb. im Großraum Prag) auch mal Automaten. Ganz selten kann man ein Ticket noch beim Fahrer kaufen. Es ist daher keine Frage, ob das Ticket im Zug gekauft werden könnte. Wenn es nun weder einen Schaffner, noch einen Automaten gibt und auch kein Verkauf beim Fahrer möglich ist, dann ist das sicherlich nicht die Schuld des Kunden. Wobei hier ja gilt, um überhaupt kontrolliert zu werden braucht man einen Schaffner und der kann ja Tickets verkaufen. Schwarzfahren geht in Tschechien also nur, wenn man kein Ticket und kein Geld hat um das Ticket im Zug zu kaufen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob auch die 50 CZK (ca. 2€) Gebühr für den Bordverkauf zu entrichten sind. Auf der Webseite steht das dazu:
"Purchasing a ticket from the conductor is possible without a surcharge if you are traveling from a station where the ticket office was not open. Otherwise, a handling surcharge of CZK 50 must be paid." https://www.cd.cz/en/typy-jizdenek/jak-koupit-jizdenku/-28750/
Gilt ein nicht vorhandener Schalter an einem Grenztarifpunkt nun als "ticket office was not open"? Fragen über Fragen...
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Man kann bei der ČD grundsätzlich immer ein Ticket im Zug kaufen. In der Regel gibt es dazu einen Schaffner im Zug, in seltenen Fällen (insb. im Großraum Prag) auch mal Automaten. Ganz selten kann man ein Ticket noch beim Fahrer kaufen. Es ist daher keine Frage, ob das Ticket im Zug gekauft werden könnte. Wenn es nun weder einen Schaffner, noch einen Automaten gibt und auch kein Verkauf beim Fahrer möglich ist, dann ist das sicherlich nicht die Schuld des Kunden. Wobei hier ja gilt, um überhaupt kontrolliert zu werden braucht man einen Schaffner und der kann ja Tickets verkaufen. Schwarzfahren geht in Tschechien also nur, wenn man kein Ticket und kein Geld hat um das Ticket im Zug zu kaufen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob auch die 50 CZK (ca. 2€) Gebühr für den Bordverkauf zu entrichten sind. Auf der Webseite steht das dazu:
"Purchasing a ticket from the conductor is possible without a surcharge if you are traveling from a station where the ticket office was not open. Otherwise, a handling surcharge of CZK 50 must be paid." https://www.cd.cz/en/typy-jizdenek/jak-koupit-jizdenku/-28750/Gilt ein nicht vorhandener Schalter an einem Grenztarifpunkt nun als "ticket office was not open"? Fragen über Fragen...
Und noch viel spannender - wechselt in Schirnding überhaupt der Zugbegleiter von Deutschem auf Tschechisches Personal?
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Gilt ein nicht vorhandener Schalter an einem Grenztarifpunkt nun als "ticket office was not open"? Fragen über Fragen...
Bei Ticketkauf ab Grenztarifpunkt wird explizit der Bordpreis fällig. https://www.cd.cz/assets/info/cim-se-ridime/sppo_zmena-3_final_en.pdf Seite 24, Punkt 21.1 c).
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Weg mit dem 4744!
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Und noch viel spannender - wechselt in Schirnding überhaupt der Zugbegleiter von Deutschem auf Tschechisches Personal?
Nein. Das Deutsche Personal bleibt drauf, manchmal aber nicht immer kommt zusätzlich tschechisches Personal für Verkauf und Einnahmensicherung auf tschechischer Seite.
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Weg mit dem 4744!
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Das macht sinn, funktioniert allerdings nicht auf dem Weg Deutschland -> Tschechien...
Der Vorverkauf ist möglich, funktionieren tut das also schon. Ob es praktikabel ist, ist halt die andere Frage.
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Weg mit dem 4744!
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Ich würde mir das ganze aber im Vorfeld bei cd.cz für ca. 3,50€ holen - das sollte die günstigste Variante sein.
Da wird der internationale Tarif angewendet, das ist selbstverständlich teurer als Binnentarif ab Grenzpunkt. Ob das zum Bordpreis teurer oder günstiger ist wechselt immer mal wieder...
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Weg mit dem 4744!
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Das D-Ticket gilt bis Cheb(Gr) und ab dort kann man beim Schaffner kaufen.
Schaffner werden dort üblicherweise nicht eingesetzt. Ein Kauf beim Zugpersonal (DB-Zub ist dort quasi immer drauf, ČD-Zub gelegentlich) ist aber sowohl Richtung Deutschland (ohne Bordpreis, da in Cheb(Gr) kein Vertrieb stattfindet - das war zumindest nach Abschaffung des Fahrkartenverkaufs in bayrischen Regionalzügen die Aussage des RAN in Nürnberg, und wurde als ich dort noch regelmäßig und ohne Netzkarte verkehrte auch tatsächlich so umgesetzt) als auch Richtung Tschechien (mit Bordpreis) möglich.
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Weg mit dem 4744!
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So jedoch musst Du Dich rechtfertigen und es steht halt immer der Gedanke im Raum, dass man halt einfach mal die Strecke befahren wollte, ohne sich vorab ein gültiges Ticket zu holen. ;)
Warum sollte man sich dafür rechtfertigen müssen, den vom Beförderer angebotenen Fahrkartenkauf im Zug nutzen zu wollen? Spätestens seit dem die DB den Pass 3 zum D-Ticket nicht mehr erlaubt, gibt es keine Möglichkeit mehr, eine passende Fahrkarte (und nein, die Strecke Schirnding - Cheb(Gr) doppelt zu bezahlen ist nicht passend!) bereits bei der DB zu erwerben.
Würde deutscher Tarif zur Anwendung kommen, hätte übrigens ebenfalls nachgelöst werden können, da es in Cheb(Gr) keinen Vertrieb gibt.
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Weg mit dem 4744!
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Die Fahrkartenkontrolle durch DB-Personal fand noch auf deutschem Boden im Bahnhof Schirnding statt. Das Personal weigerte sich, mir ein Anschlussticket zu verkaufen, erklärte mein D-Ticket kurzerhand für die Gesamtstrecke als ungültig und verhängte 60 Euro Fahrpreisnacherhebung nach § 6 EVO.
Spätestens an der Stelle hätte ich weitere Kooperation verweigert und gebeten, die uniformierte Ausstiegsbegleitung anzufordern.
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Seit wann ist die Begleitquote nach Cheb so hoch? Als ich noch regelmäßig gefahren bin, war quasi nie jemand dabei, die stiegen immer erst in Marktredwitz zu.
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Jetzt ist ChatGPT-Slop also auch hier angekommen...
Auf welcher Basis stehen eigentlich die Behauptungen:
- Zwischen Cheb(Gr)-Cheb erhebt die tschechische Bahn den Tarif + man hat Anspruch im Zug auf den von der tschechischen Bahn ausgegebenen Tarif und das auch noch im Zug. Der DB Navigator gibt das schon mal nicht her und gibt als Beförderer DB Regio an.
- Cheb(Gr) ist ein Abfahrtort im Sinne der Regelung mit dem Verkauf im Zug?
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Die Strecke Schirnding - Cheb kostet in der tschechischen App umgerechnet 5,60 €, für mich als Rentner die Hälfte. Da würde ich mir doch gar keine Gedanken machen über andere Lösungen.
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Stephan
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Das Problem ist aber, dass solche FK ab oder bis Grenztarifpunkt eben nicht online verkauft werden, sondern nur beim ZuB. Wenn dieser es aber nicht tut kann man wenig machen.
Sinnvoll wäre tatsächlich gewesen (da ja die Reiseabsicht wohl im Voraus bekannt war) es im RZ zu versuchen.
Allerdings mache ich dir da auch keine großen Hoffnungen, hatte das Mal versucht in Hamburg für die Strecke Padborg(Gr) - Padborg was dort niemand verkaufen konnte.
Die Tschechischen Kollegen machen das ohne Probleme sowohl am Schalter als auch im Zug.
Ob der Tipp mit BC100 geklappt hätte wage ich zu bezweifeln. Dieser 1/100 hätte da bestimmt gemeint die FK gilt nur iVm einer BC100 und ist mit D-Ticket ungültig.
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Warum sollte man sich dafür rechtfertigen müssen, den vom Beförderer angebotenen Fahrkartenkauf im Zug nutzen zu wollen? Spätestens seit dem die DB den Pass 3 zum D-Ticket nicht mehr erlaubt, gibt es keine Möglichkeit mehr, eine passende Fahrkarte (und nein, die Strecke Schirnding - Cheb(Gr) doppelt zu bezahlen ist nicht passend!) bereits bei der DB zu erwerben.
Amtsgerichte beschäftigen sich ja mit vielen verschiedenen Dingen und sind meist nicht so im Thema wie wir hier. Da lohnt es sich, einfache Argumente parat zu haben. Da hätte das wirklich gut gepasst, finde ich. :) Na mal schauen, wie es weitergeht.
Bye. Flo.
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Die Befördererangaben im Navigator waren noch nie sonderlich zuverlässig. Beförderer im RE 33 ist innerhalb Tschechiens die CD.
Die Lösung für den Online-Ticketkauf
Das mit der BC 100 in der DB App war mir bekannt. Aber dort sind die Tickets ja sehr viel teurer. Die Lösung auf die ich bisher noch nie kam ist, einfach die BC 100 in der CD App anzugeben. Das funktioniert hervorragend, der Preis ist dann für Schirnding - Cheb bei 74 CZK (ca. 3€).
Auch hier muss man aber beachten, dass nicht alle Tickets überall gelten. Für den DB-Zug muss ein Ticket für einen "Sp" gekauft werden, für den agilis-Zug dann ein "R"-Ticket. Kosten tun nun beide das selbe (wenn man den deutschen Abschnitt mit kauft ist das DB-Ticket deutlich teurer, das muss dann am deutschen Abschnitt liegen). Auch hier gilt aber natürlich, dass Schwarzfahren nicht geht. Im Zweifel verkauft einem der Schaffner ein neues Ticket.
Das scheint auch an anderen Grenzen zu klappen. z.B. Furth im Wald(Gr) - Plzen bekommt man so für 233 CZK, mit dem deutschen Abschnitt ab Furth im Wald kostet es normalerweise 303 CZK. Der deutsche Abschnitt ist aber im D-Ticket inkludiert (das hatte ich mal bei der BEG angefragt und stimmt so). Der Vorteil ggü. dem Kauf im Zug ist dann, neben den gesparten 50 CZK, auch dass man sich eine Platzreservierung kostenlos dazu nehmen kann. Gerade bei dem Zug ist das ja durchaus wichtig.
Die Lösung für den Online-Ticketkauf
Das scheint auch an anderen Grenzen zu klappen. z.B. Furth im Wald(Gr) - Plzen bekommt man so für 233 CZK, mit dem deutschen Abschnitt ab Furth im Wald kostet es normalerweise 303 CZK. Der deutsche Abschnitt ist aber im D-Ticket inkludiert (das hatte ich mal bei der BEG angefragt und stimmt so). Der Vorteil ggü. dem Kauf im Zug ist dann, neben den gesparten 50 CZK, auch dass man sich eine Platzreservierung kostenlos dazu nehmen kann. Gerade bei dem Zug ist das ja durchaus wichtig.
Man spart aber nicht Kč 50, sondern man zahlt drauf, da bei Kauf im Zug der ca. 40% günstigere Binnentarif verrechnet wird. Bei deiner Onlinevariante wird zum internationalen Tairf abgefertigt.
Tariflich ist das übrigens auch nicht sauber, da ja keine BC100 vorliegt.
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Weg mit dem 4744!
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Seit wann ist die Begleitquote nach Cheb so hoch? Als ich noch regelmäßig gefahren bin, war quasi nie jemand dabei, die stiegen immer erst in Marktredwitz zu.
Das hab ich noch nie erlebt, bei mir waren die Züge entweder gar nicht (selten) oder ab/bis Cheb begleitet.
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Weg mit dem 4744!
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- Zwischen Cheb(Gr)-Cheb erhebt die tschechische Bahn den Tarif + man hat Anspruch im Zug auf den von der tschechischen Bahn ausgegebenen Tarif und das auch noch im Zug. Der DB Navigator gibt das schon mal nicht her und gibt als Beförderer DB Regio an.
Die CD sieht das anders und gibt den Befördererwechsel an.
![[image]](https://up.picr.de/50682065ao.png)
Wenn du bei der DB eine Fahrkarte von Nürnberg nach Cheb kaufst, ist ebenfalls ein Befördererwechsel in Cheb(Gr) angegeben.
Welcher Tarif gilt deiner Meinung nach zwischen Cheb und Cheb(Gr)? Der Deutschlandtarif ist es nicht, der kennt die Strecke in seinem Entfernungswerk nicht.
- Cheb(Gr) ist ein Abfahrtort im Sinne der Regelung mit dem Verkauf im Zug?
Hast du den Thread überhaupt gelesen? Richtung Tschechien sieht das der Tarif vor, Richtung Deutschland kam die Aussage vom RAN-Team Nürnberg. DB Fernverkehr sieht das übrigens für "seine" Grenztarifpunkte genau so, das war seinerzeit in der Community öfters Thema.
Ich verbitte mir Vorwürfe, dass meine Texte LLM-Generiert seien.
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Weg mit dem 4744!
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Die Strecke Schirnding - Cheb kostet in der tschechischen App umgerechnet 5,60 €
Der Fahrpreis ab Grenze liegt bei gut 1,50 Euro. Du darfst mir gerne bei jeder Fahrt dort die Differenz überweisen, ist das ein Deal?
für mich als Rentner die Hälfte.
Rentner erhalten bei der ČD keinen Rabatt.
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Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit DlTicket trotz tschechischem T
Die CD-App zeigt mir als Senior 69 Kronen an, also 2,83 Euro.
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Stephan
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Die CD-App zeigt mir als Senior 69 Kronen an, also 2,83 Euro.
Seit wann gibt es Fahrkarten ab der Grenze in der App? Seniorentarif ist irgendwas um die 20 Kronen, also im Bereich von 80 Cent. Auch hier gilt wieder das Angebot: wenn dir der rund vierfache Fahrpreis nichts aus macht, darfst du mir gerne die Differenz schenken.
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Weg mit dem 4744!
Endergebnis bitte posten
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Die Lösung für den Online-Ticketkauf
Mh ja, stimmt wohl leider. Ist weiterhin der internationale Tarif der dann auf längeren Strecken sehr teuer wird. Man muss also weiterhin am ersten Bahnhof den Tarif brechen, wenn man immerhin einen Teil des Tickets im Vorfeld erwerben möchte (was bei einem degressiven Tarif aber natürlich auch teurer ist).
Das ganze ist doch zum heulen. Wir haben das Jahr 2026 und die einzige Möglichkeit das passende Ticket zu erwerben ist mit Aufpreis beim Schaffner oder deutlich mehr zu bezahlen in dem eine Relation doppelt gebucht wird. Auch, dass es 22 Jahre nach dem EU-Beitritt immer noch internationale Tarife mit massivem Aufschlag gibt, kann sich doch eigentlich keiner ausdenken.
Naja, genug gemeckert, so ist es wohl einfach.
Warum man am Ende der Dumme ist
Hallo zusammen,
ich danke euch für die ausführliche rechtliche und tarifliche Einordnung hier im Forum. Ich möchte den Verlauf jetzt einmal chronologisch sortieren und dabei aufzeigen, mit welchen Argumenten die Bahn mich hier als kriminellen Schwarzfahrer abstempelt. Wenn man sich ansieht, wie kompromisslos die verschiedenen Stellen auf diesen Systemfehler reagieren, verliert man wirklich den Glauben:
Ich zeige mein D-Ticket vor. Der DB-Kontrolleur ignoriert, dass es vertraglich bis zur Tarifgrenze Cheb(Gr) gilt, verweigert mir den regulären tschechischen Bordverkauf für die Reststrecke und stellt mir eine Fahrpreisnacherhebung über 60 Euro aus. Im System vermerkt er eiskalt "Produkt: ohne FK für Fahrgast". Ich werde also so abkassiert, als hätte ich mich ab Pegnitz komplett ohne Fahrschein in den Zug gesetzt.
Nach meiner Beschwerde schreibt mir die DB allen Ernstes, ich hätte bei der Kontrolle um 18:23 Uhr "keine gültige Fahrkarte vorzeigen" können, weil das Deutschland-Ticket nur innerhalb des deutschen Nahverkehrs gültig sei. Ihr Kernargument: Für die Strecke von Schirnding nach Cheb hätte ich ein zusätzliches Ticket benötigt und wer keine gültige Fahrkarte besitzt, muss 60 Euro zahlen. Dass ich genau dieses fehlende Ticket an der virtuellen Tarifgrenze im Zug lösen wollte (was die ČD nach Tarif TR 10 erlaubt) und man am fiktiven Punkt "Cheb(Gr)" logischerweise gar keinen Automaten findet, wird komplett ignoriert.
Die staatlich anerkannte Schlichtungsstelle übernimmt die Argumentation der DB danach einfach blind. Dort heißt es stur: Wer nach Cheb fährt, hat kein gültiges Ticket für die "gesamte Fahrt". Dass man Fahrkarten im europäischen Eisenbahnrecht an Tarifgrenzen legal stückeln darf und an der Grenze wegen fehlender Infrastruktur das erhöhte Beförderungsentgelt nach zwingendem Recht (§ 6 Abs. 4 EVO) entfallen muss, interessiert die Schlichter in ihrer Bewertung mit keinem Wort.
In meiner Verzweiflung schreibe ich den verkehrspolitischen Sprecher der Grünen an. Als Antwort erhalte ich einen Text, der 1:1 aus der Pressestelle der Bahn stammen könnte: Der DB Navigator zeige die Strecke Schirnding-Cheb ja bei der Buchung als nicht inkludiert an. Er setzt also ernsthaft eine fehlerhafte Software der Bahn, die reine Grenztarifpunkte an Endkunden technisch nicht verkaufen kann, mit geltendem Tarifrecht gleich.
Sogar die staatliche Aufsichtsbehörde wimmelt mich auf meine Beschwerde hin ab. Der Sachbearbeiter prüft den Fall rein nach deutschem Binnenrecht und schreibt mir, es gäbe "kein vertragliches Recht", nach Überschreiten der Grenze ein Ticket im Zug zu erwerben. Die Behörde ignoriert einfach komplett, dass ab dem Grenztarifpunkt die Tarifhoheit der tschechischen Bahn greift und deren Tarif ("Local Border Traffic") genau diesen Bordverkauf bei fehlenden Ticketautomaten am Abfahrtsort ausdrücklich vorsieht.
Das System der DB weigert sich technisch, ein Anschlussticket ab der fiktiven Grenze zu verkaufen. Wenn man dann sein vertragliches Recht auf Nachlösen nutzen will, wird man kriminalisiert und zur Kasse gebeten.
Alle machen es sich bequem, decken kompromisslos die technischen Unzulänglichkeiten des DB-Vertriebssystems und erpressen für nichtdeutsche Gebiete 60 Euro von gesetzestreuen Fahrgästen. Ich habe mittlerweile einfach keinen Bock mehr, meine Lebenszeit und Nerven dafür zu opfern, Großkonzernen und Behörden ihre eigenen Tarife zu erklären. Niemand ist hier zu Kompromissen bereit – ich ab sofort auch nicht mehr.
1. Antwort der DB: https://gofile.io/d/ZfYfgr
2. Antwort der Schlichtungsstelle: https://gofile.io/d/RRH65x
3. Antwort von MdB: https://gofile.io/d/E20fR8
4. Antwort EBA: https://gofile.io/d/2Gglsl
Warum man am Ende der Dumme ist
Das System der DB weigert sich technisch, ein Anschlussticket ab der fiktiven Grenze zu verkaufen. Wenn man dann sein vertragliches Recht auf Nachlösen nutzen will, wird man kriminalisiert und zur Kasse gebeten.
Wer wurde denn Kriminalisiert (von einem Strafantrag seitens der DB Regio hast du nichts erwähnt) oder zur Kasse gebeten? Du hast nicht bezahlt, deine Meinung zur Kenntnis gegeben, jetzt muss die DB Regio AG entscheiden, ob sie auf ihrer Meinung beharrt und das Geld versucht einzutreiben, oder eben nicht. Auf alles andere als einen Mahnbescheid würde ich nicht weiter reagieren, und die Erfahrung zeigt, dass spätestens mit einem Widerspruch zum Mahnbescheid die Forderung eh fallen gelassen wird. In diesem Fall ist die Forderung ja offensichtlich mehrfach unbegründet.
Die Behörde ignoriert einfach komplett, dass ab dem Grenztarifpunkt die Tarifhoheit der tschechischen Bahn greift und deren Tarif ("Local Border Traffic") genau diesen Bordverkauf bei fehlenden Ticketautomaten am Abfahrtsort ausdrücklich vorsieht.
Hier irrst du allerdings, der kleine Grenzverkehr ("Malý pohraniční styk", nicht "Local Border Traffic") ist ein internationales Angebot und für eine Fahrt ab Cheb(Gr) nicht erhältlich. Außerdem gilt er nur für die Kooperationszüge ČD <> Agilis, und nicht in den Kooperationszügen ČD <> DB Regio.
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Weg mit dem 4744!
Warum man am Ende der Dumme ist
In der Antwort der Schlichtungsstelle sehe ich eine erhebliche Falschauffassung: Dort steht, der Reisende sei davon ausgegangen, mit dem D-Ticket bis Cheb fahren zu können. Sofern Du Dich vor Ort so wie hier im Forum verhalten hast, war Dir jedoch bekannt, dass ab Cheb (Gr) ein Fahrschein zu lösen ist, demnach wolltest du also eben nicht mit dem D-Ticket bis Cheb fahren.
Hast Du denn mal die CD angeschrieben, was sie dazu sagen? Sie sind ja schließlich Beförderer. Außerdem würde ich mir vom Deutschlandtarifverbund bestätigen lassen, dass das Deutschlandticket nicht bis Schirnding, sondern bis zum entsprechenden Grenztarifpunkt gilt. Sollte auf der FN als Ort der Feststellung Schirnding stehen, ist die FN ohnehin nichtig, da du ja durch das personalisierte D-Ticket zweifelsfrei nachweisen kannst, über ein dort gültiges Ticket zu verfügen. Wenn nun die CD bestätigen, dass Bordverkauf möglich ist, würde ich all diese Dokumente sammeln, mich zurücklehnen und warten. Ich sehe keine Grundlage, auf der die DB die FN durchsetzen könnte.
Warum man am Ende der Dumme ist
Ich warte noch auf eine Antwort der CD
Warum man am Ende der Dumme ist
Ich finde es übrigens erschreckend, wie sowohl Schlichtungsstelle als auch EBA Falschauskünfte geben und sich für den tschechischen Abschnitt auf die Bedingungen des Deutschlandtarifs berufen, der dort aber zweifelsohne nicht zur Anwendung kommt. Würde der Deutschlandtarif auch in Tschechien gelten, wäre das ja auch für das Deutschlandticket der Fall.
Dass beide Stellen nicht wissen, dass an der Grenze ein Befördererwechsel stattfindet und ab dort der CD Tarif Anwendung findet, ist wirklich schwach.
Was mich allerdings noch interessiert: Warum hast du den Kundenbetreuer nicht bereits vorher und nicht unmittelbar vor der Grenze mit dem Wunsch nach Kauf einer Anschlussfahrkarte aufgesucht? Wenn du in Schirnding tatsächlich nur das D-Ticket ohne weiteren Kommentar vorgezeigt hast, könnte durchaus unterstellt werden, du wolltest damit bis Cheb fahren.
Warum man am Ende der Dumme ist
Ich habe ausdrücklich um eine Nachzahlung gebeten und die Situation erklärt, aber der KiN reagierte aggressiv, verlangte nur meinen Ausweis und sagte, ich müsse die 60 € Strafe „mit denen“ klären, da er nur seinen Job mache.
Lösung des Problems für die Zukunft
Du hättest dir in Cheb selber nachträglich die Einzelfahrkarte kaufen sollen und dann der Schlichtungsstelle vorlegen können. Das hätte a) deinen guten Willen dokumentiert und und b) bewiesen, dass es eine Fahrkarte von Cheb (Gr) nach Cheb gibt.
Im dümmsten Fall wärst du dann höchstens auf 7 Euro Bearbeitungsgebühren für deinen Fall sitzen geblieben.
Der größte Fehler des Zugbegleiters war m.E., dass er das EBE für die Gesamtstrecke ausgestellt hat anstelle nur für die Teilstrecke Schirnding–Cheb, wenn ihm schon die Regelung bzgl. Cheb (Gr) unbekannt war.
Warum man am Ende der Dumme ist
Ich habe ausdrücklich um eine Nachzahlung gebeten und die Situation erklärt, aber der KiN reagierte aggressiv, verlangte nur meinen Ausweis und sagte, ich müsse die 60 € Strafe „mit denen“ klären, da er nur seinen Job mache.
Nun, wenn er seinen Job richtig machen würde hätte er dir das Ticket für den restlichen Abschnitt verkaufen müssen. Kann er das nicht - warum auch immer ist das nicht dein Problem.
Lösung des Problems für die Zukunft
Soweit ich weiß , ist der Zustieg in Zügen des Nahverkehrs nur mit gültiger und vorab gekaufter Fahrkarte gültig. Da der Zug ab Schirnding ohne Halt bis nach Cheb fährt. Es erfolgt auch kein Personalwechsel und DB stellt generell an Bord keine Fahrkarten mehr aus (NV/FV).
Ich selbst bin vor einigen Jahren bei der MAV in die Hegyeshalom Falle geraten. Kann den Ärger verstehen, würde aber die 60€ bezahlen
Lösung des Problems für die Zukunft
Soweit ich weiß , ist der Zustieg in Zügen des Nahverkehrs nur mit gültiger und vorab gekaufter Fahrkarte gültig. Da der Zug ab Schirnding ohne Halt bis nach Cheb fährt. Es erfolgt auch kein Personalwechsel und DB stellt generell an Bord keine Fahrkarten mehr aus (NV/FV).
Das ist nicht richtig, es gibt genügend Gegenden, in denen bei DB Regio Verkauf gegen Bordpreis stattfindet.
Zum Fall Grenztarifpunkt: Hast du den Thread gelesen? Was veranlasst dich zu der Annahme, dass ein Verkauf ab dort entgegen der hier genannten tariflichen Grundlage nicht möglich ist?
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Weg mit dem 4744!
Lösung des Problems für die Zukunft
Soweit ich weiß , ist der Zustieg in Zügen des Nahverkehrs nur mit gültiger und vorab gekaufter Fahrkarte gültig. Da der Zug ab Schirnding ohne Halt bis nach Cheb fährt. Es erfolgt auch kein Personalwechsel und DB stellt generell an Bord keine Fahrkarten mehr aus (NV/FV).
Das ist nicht richtig, es gibt genügend Gegenden, in denen bei DB Regio Verkauf gegen Bordpreis stattfindet.Zum Fall Grenztarifpunkt: Hast du den Thread gelesen? Was veranlasst dich zu der Annahme, dass ein Verkauf ab dort entgegen der hier genannten tariflichen Grundlage nicht möglich ist?
Finde es merkwürdig das der Zugbegleiter das nicht weiß/kennt.
Oder ist es so das der Ticketverkauf nur zwischen echten Bahnhöfen vorgesehen ist? In dem Fall hätte der Zugbegleiter natürlich richtig gehandelt.
Lösung des Problems für die Zukunft
Weil die DB keine Tickets für Auslandstrecken ausstellen kann/darf und kein Personalwechsel in Schirding erfolgt. Ich kann nur sagen , dass zumindest auf dieser Strecke an den Zügen steht , das der Zustieg nur mit gültigen Ticket erfolgen darf.
Im FV gibt es ja die 10min Regel um noch ein Ticket zu kaufen, weiß jedoch nicht ob es bei DB Regio auch möglich ist.
Die Lösung ist, dass man einfach wegbleibt.
Hey.
Entweder suche ich mir ein anderes Ziel. Oder ein anderes Verkehrsmittel. Ganz einfach.
Schöne Grüße von jörg
der sich heute schwertut, überhaupt mit der Eisenbahn zu fahren: es fällt pausenlos was aus und was fährt, hat gern Verspätung. Ursächlich ist DB InfraGo - auf einer Strecke, auf der im letzten Jahr gewerkelt wurde ohne Ende, gibt es Störungen ohne Ende. Ganz großes Kino. Zeigt aber, wie am Ende das System ist.
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Hm.
Huhu.
Du schreibst erst, du bist noch im Bahnhof Schirnding aufgeschrieben worden. Dann heißt es: noch auf deutschem Grund und Boden.
Laut FN wurdest du um 18.23 Uhr aufgeschrieben. Das beanstandest du nicht. Planmäßig fährt der Zug 18.13 Uhr von Schirnding und kommt um 18.23 Uhr in Cheb an. Von einer Verspätung schreibst du nichts.
Schöne Grüße von jörg
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Lösung des Problems für die Zukunft
Weil die DB keine Tickets für Auslandstrecken ausstellen kann/darf und kein Personalwechsel in Schirding erfolgt. Ich kann nur sagen , dass zumindest auf dieser Strecke an den Zügen steht , das der Zustieg nur mit gültigen Ticket erfolgen darf.
Der Zustieg ist ja auch mit gültigem Ticket erfolgt. Zum Thema "Die DB darf keine Tickets für Auslandsstrecken ausstellen": Das stimmt nicht. Es war hierzuforum schon z.B. mehrfach Thema, dass DB-Zub innerösterreichische Fahrscheine im Brenner-EC/RJ ausstellen. Wenn es an passenden technischen Möglichkeiten fehlt, frage ich mich, wie Regio das jahrelang schon praktizieren kann, ohne, dass die CD da etwas dagegen sagen.
Lösung des Problems für die Zukunft
Es wäre interessant zu wissen, ob die Handys der KiN nur fahrplanbasiert verkaufen können oder ob tatsächlich Tarifpunkte wie Cheb (Gr) möglich sind - und, ob die Geräte überhaupt den CD-Tarif beherrschen. Im Reisezentrum geht ja mehr oder weniger auch nur noch fahrplanbasierter Verkauf.
Hm.
Die Bahn hatte an dem Tag Verspätung.
Danke für die Klarstellung.
Wäre es sinnvoll gewesen, das zu erwähnen? Ich weiß es nicht.
Mir als Sachbearbeiter wäre das jedenfalls aufgefallen. Klar, möglicherweise könnte ich das einfach nachschauen; keine Ahnung, welche Möglichkeiten und Fähigkeiten die da haben.
Und klar:Nebenkriegsschauplatz.
Ich hätte in einer Replik trotzdem erwähnt. Kann zumindest nicht schaden.
Schöne Grüße von jörg
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Lösung des Problems für die Zukunft
Weil die DB keine Tickets für Auslandstrecken ausstellen kann/darf und kein Personalwechsel in Schirding erfolgt. Ich kann nur sagen , dass zumindest auf dieser Strecke an den Zügen steht , das der Zustieg nur mit gültigen Ticket erfolgen darf.
Du gehst weiterhin weder auf den Punkt ein, dass es keine Kaufmöglichkeit für Fahrkarten ab Cheb(Gr) in Schirnding und keinerlei Vertrieb in Cheb(Gr) gibt; noch auf den Punkt, dass der tschechische Tarif den Verkauf im Zug ab Grenztarifpunkt gegen Bordpreis explizit erlaubt. Über was reden wir hier dann?
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Weg mit dem 4744!
18:23
Schrieb der sofort auf oder vergingen Minuten der Diskussion? Ich wäre wahrscheinlich in Schirnding ausgestiegen, um nichts zu riskieren, wenn der Schaffner klar auf Krawall gebürstet war.
Die EVO ist bei Cheb (Gr) Richtung CZ nicht gültig
Hallo,
in deiner Argumentationskette sehe ich zwei Probleme:
Die EVO (Eisenbahnverkehrs Verordnung) ist ab Cheb (Gr) in Richtung Tschechien nicht anwendbar und auch nicht gültig, da es sich um ein Deutsches Gesetz handelt. Dieses Gesetz ist, solange es nicht Ausnahmeregelungen dazu gibt, nur innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
Wenn du nach der Abfahrt in Schirnding kontrolliert worden bist, ist das Deutschlandticket alleine keine gültige Fahrkarte mehr, da es bis zum nächsten fahrplanmäßigen Halt in Cheb nicht gültig ist.
Es wäre die Frage ob die CD in ihrem nationalen Tarif regelt dass der Fahrgast sich aktiv beim Zugbegleiter melden muss, wenn er eine Fahrkarte an Bord des Zuges kaufen will, dann hättest du dich vor erreichen des Haltes Schirnding beim Zugbegleiter um eine Fahrkarte bis Cheb bemühne müssen. Wenn die CD regelt, dass der Fahrgast warten darf bis der Fahrgast kontrolliert worden ist, dann hättest du dich zunächst korrekt verhalten.
Gruß
Wieso ein "deutsches" Problem?
Moin,
Ja, ich habe nicht den gesamten Thread gelesen.
Was ich komplett nicht verstehe: wenn das DTicket bis Cheb (Gr) gilt laut Tarifbedingungen und das deutsche Personal nur bis dort verantwortlich für die Kontrolle ist, wieso maßen die sich an, das fehlende Ticket für den Rest zu montieren? Das wäre doch ein Problem sein, dass nur die CD beanstanden kann, oder nicht?
Gern link auf den Beitrag, wo das erklärt wird, wenn ich es verpasst habe.
Die EVO ist bei Cheb (Gr) Richtung CZ nicht gültig
Exakt! Und das ist genau mein Argument gegen die DB! Sie nutzt ein deutsches Gesetz, um eine angebliche ausländische Tarifverletzung zu bestrafen. Das ist rechtlich ein unzulässiger Spagat.
Das D-Ticket gilt tariflich nicht „bis zum Bahnhof Schirnding“, sondern bis zur Staatsgrenze „Cheb(Gr)“. Das ist ein geografischer Punkt auf der Landkarte, der hinter Schirnding liegt. In den vier Minuten zwischen 18:19 Uhr und 18:23 Uhr befand sich der Zug physisch noch vor dieser Grenze. Ich war also in diesem Moment mit einem vollumfänglich gültigen Ticket unterwegs.
Im deutschen Recht gibt es keine „antizipierte Beförderungserschleichung“ – man kann nicht dafür bestraft werden, dass man in fünf Minuten vielleicht schwarzfahren wird.
Ähnliches Problem bei gestückelten Ländertickets
Ich hatte vor längerer Zeit mal ein ähnliches Problem bei einer Fahrt von Bayern nach Thüringen. Wir waren in der Gruppe zwischen Schweinfurt und Erfurt unterwegs und hatten ein Bayern- und ein Thüringenticket dabei. Bei der Kontrolle meinte die freundliche Zugbegleiterin, dass das Bayernticket nur bis zum letzten bayerischen Bahnhof, das thüringische erst ab dem ersten Bahnhof in diesem Land gelten würde. Wir hätten uns also noch eine Fahrkarte Mellrichstadt-Rentwertshausen kaufen müssen. Wir haben uns dann angesichts der doch unerwarteten Regelung entschuldigt und kamen ohne EBE davon.
Ob die ZuB hier Recht hatte, weiß ich heute noch nicht. Das Regelwerk der DB ist da nicht sonderlich aufschlussreich.
Könnte es sein, dass für das D-Ticket ähnliches gilt?
Ähnliches Problem bei gestückelten Ländertickets
Warum ist das Regelwerk der DB. Die Länder sind doch für die Tickets verantwortlich.
Die EVO ist bei Cheb (Gr) Richtung CZ nicht gültig
Das D-Ticket gilt tariflich nicht „bis zum Bahnhof Schirnding“, sondern bis zur Staatsgrenze „Cheb(Gr)“. Das ist ein geografischer Punkt auf der Landkarte, der hinter Schirnding liegt.
Da liegt dein grundlegender Denkfehler. Die Grenztarifpunkte sind keine geografischen Punkte auf der Karte. Es sind virtuelle Punkte und nur für die Tarifierung da. Es gibt kein Durchfahren eines Grenztarifpunktes. Entweder du hattest eine Beförderungsberechtigung in Form eines D-Tickets bis Cheb(Gr) und welches auch immer Ticket von Cheb(Gr) nach Cheb oder du warst Schwarzfahrer, weil du bei Abfahrt in Schirnding keine Beförderungsberechtigung bis Cheb hattest - denn in Bayern ist Zustieg nur mit gültigem Ticket möglich, dass du nicht hattest.
Ähnliches Problem bei gestückelten Ländertickets
Ich hatte vor längerer Zeit mal ein ähnliches Problem bei einer Fahrt von Bayern nach Thüringen. Wir waren in der Gruppe zwischen Schweinfurt und Erfurt unterwegs und hatten ein Bayern- und ein Thüringenticket dabei. Bei der Kontrolle meinte die freundliche Zugbegleiterin, dass das Bayernticket nur bis zum letzten bayerischen Bahnhof, das thüringische erst ab dem ersten Bahnhof in diesem Land gelten würde. Wir hätten uns also noch eine Fahrkarte Mellrichstadt-Rentwertshausen kaufen müssen. Wir haben uns dann angesichts der doch unerwarteten Regelung entschuldigt und kamen ohne EBE davon.
Ob die ZuB hier Recht hatte, weiß ich heute noch nicht. Das Regelwerk der DB ist da nicht sonderlich aufschlussreich.
Zum Deutschlandticket kann ich nichts sagen, allerdings steht schon seit geraumer Zeit in den Tarifbedingungen zum Thüringen-Ticket, dass bei unter anderem der Kombination mit dem Bayern-Ticket das beschriebene Lösen von Anschlussfahrscheinen entfällt.
Ähnliches Problem bei gestückelten Ländertickets
Ob die ZuB hier Recht hatte, weiß ich heute noch nicht. Das Regelwerk der DB ist da nicht sonderlich aufschlussreich.
Kommt vielleicht drauf an, ob es seit dem Änderungen an den Bedingungen gab. Stand heute ist es explizit in den AGB des Deutschlandtarifs ausgeführt, dass man kein extra Ticket braucht bei der Kombi aus konkreten Ländertickets mit dem Bayernticket. Prinzipiell gilt das Bayernticket aber nur bis zum letzten Bahnhof innerhalb Bayerns.
Die EVO ist bei Cheb (Gr) Richtung CZ nicht gültig
Du vermischst hier leider deutsches Hausrecht mit tschechischen Tarifbedingungen.
Mein D-Ticket ist ein zu 100 % gültiges Ticket für den gesamten bayerischen/deutschen Abschnitt. Mein „Zustieg“ in Schirnding war also völlig legal.
Für die Reststrecke ab dem Grenztarifpunkt Cheb(Gr) greift aber logischerweise nicht mehr die bayerische Zustiegsregel, sondern das Regelwerk der Tschechischen Bahn (ČD SPPO). Und die ČD regelt in Artikel 14.1 und 21.1 c) glasklar: Für Fahrten ab einem Grenzpunkt ("from a border point") ist der Ticketkauf im Zug beim Personal (gegen Bordzuschlag) offiziell erlaubt. Der Beförderungsvertrag kommt bereits mit der Absicht zustande, dieses Anschlussticket beim Personal zu kaufen.
Für den tschechischen Abschnitt wollte ich von meinem vertraglichen Recht Gebrauch machen, das mir die ČD (Bordverkauf ab Grenze) einräumt.
Wieso ein "deutsches" Problem?
Was ich komplett nicht verstehe: wenn das DTicket bis Cheb (Gr) gilt laut Tarifbedingungen und das deutsche Personal nur bis dort verantwortlich für die Kontrolle ist, wieso maßen die sich an, das fehlende Ticket für den Rest zu montieren? Das wäre doch ein Problem sein, dass nur die CD beanstanden kann, oder nicht?
Auch wenn auf dem tschechischen Teilstück die CD Beförderer sind, dürfte das deutsche Personal berechtigt und verpflichtet sein, die Fahrkarten auch dafür zu kontrollieren. Da gibt es sicher entsprechende Vereinbarungen. Genauer gesagt, da es abweichende Bestimmungen nicht zu geben scheint, muss dann, soweit es den tschechischen Teil betrifft, der dortige Tarif angewendet werden, was eben die Möglichkeit des Kaufs der Fahrkarte im Zug einschließt.
Wieso ein "deutsches" Problem?
Da Cheb der erste Verkehrshalt nach Schirnding ist, handelt es sich um eine internationale Fahrt nach 9.1.1 der Tarifbedingungen Deutschlandtarif.
Die für eine solche Fahrt anerkannten Fahrkarten werden in 9.2.2 und 9.2.4 beschrieben.
Zusätzlich gelten nach 9.2.3 die ausländischen Regelungen.
Hier werden aber die Beförderungsbedingungen der ČD falsch interpretiert.
In den Punkten 20. und 21. ist festgelegt, unter welchen Bedingungen im Zug ein Ticket ohne ("bez manipulační přirážky") bzw. mit tariflichen Zuschlag ("s manipulační přirážkou dle tarifu") verkauft wird.
Im Punkt 21.1. c) (also mit Zuschlag) findet man "z pohraničního bodu" also "von einem Grenzpunkt".
Also hat man tatsächlich den Anspruch, das man von einem Grenzpunkt kommend beim ČD Personal ein Ticket ab Grenzpunkt kaufen kann. Es ergibt sich aber mir aus den ČD-Bedimgungen kein Anspruch darauf, das dieser Verkauf tatsächlich zwischen Grenze und erstem Halt stattfinden muss.
Auf der Fahrt von Schirnding nach Cheb kann man nicht davon ausgehen (und hat keinen entsprechenden Anspruch) ein Ticket ab Grenzpunkt nach Cheb zu erwerben. Ohne dieses Ticket hat man für die Fahrt Schirnding-Cheb keine gültige Fahrkarte.
Auch wenn man davon ausgeht, das die Kombi D-Ticket bis Cheb(Gr) und ČD-Ticket von dort zum Haltebahnhof möglich ist, so muß man diese Kombi bei der Kontrolle auch vorweisen können.
gibt es das Ticket am Automaten?
Das D-Ticket gilt tariflich nicht „bis zum Bahnhof Schirnding“, sondern bis zur Staatsgrenze „Cheb(Gr)“. Das ist ein geografischer Punkt auf der Landkarte, der hinter Schirnding liegt.
Da liegt dein grundlegender Denkfehler. Die Grenztarifpunkte sind keine geografischen Punkte auf der Karte. Es sind virtuelle Punkte und nur für die Tarifierung da. Es gibt kein Durchfahren eines Grenztarifpunktes. Entweder du hattest eine Beförderungsberechtigung in Form eines D-Tickets bis Cheb(Gr) und welches auch immer Ticket von Cheb(Gr) nach Cheb oder du warst Schwarzfahrer, weil du bei Abfahrt in Schirnding keine Beförderungsberechtigung bis Cheb hattest - denn in Bayern ist Zustieg nur mit gültigem Ticket möglich, dass du nicht hattest.
Auch in Bayern gibt es Strecken mit Verkauf im Zug, ohne Automaten am Bahnhof. Wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es dieses Ticket ohnehin nicht im Automaten.
Ein Punkt ist auch noch der nächste durchfahrene Halt nach Cheb(Gr). Das ist nicht Cheb, sondern Pomezí nad Ohří. Wenn ich in Schirnding einsteige, brauche ich sofort eine Fahrkarte zum nächsten Halt oder nur zum nächsten durchfahreren? Die Reststrecke kaufe ich in CZ beim Schaffner? Ich habe vor Jahren mal eine Frage zum Fahrkartenkauf an die Vogtlandbahn (?) geschrieben, die Antwort war "Die Fahrkarte können sie nur am Schalter kaufen".
Wieso ein "deutsches" Problem?
Als Fahrgast kann und muss man nicht wissen, wann und wo der Personalwechsel stattfindet. Ab Cheb(Gr) ist die CD Beförderer. Wenn die ihre Aufgaben auf dem Abschnitt Cheb(Gr) - Cheb an die DB abgibt, so muss sie die DB auch beauftragen, mir ein Ticket ab Cheb(Gr) auszustellen.
Warum man am Ende der Dumme ist
České dráhy, a.s., Hauptverwaltung
Abteilung für Preisgestaltung im PersonenverkehrGuten Tag,
die Beförderungsbedingungen der Tschechischen Bahn ermöglichen grundsätzlich den Kauf eines Fahrscheins an der Staatsgrenze.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass Reisende vor dem Einsteigen in den Zug Fahrscheine für die gesamte geplante Strecke erworben haben müssen, was in Deutschland vorgeschrieben ist.
Sie sind Ihre Reise in Deutschland angetreten, wofür die Vorschriften für den internationalen Verkehr gelten, und der Schaffner hat zu Recht einen Fahrschein für die gesamte Strecke verlangt.
Wir empfehlen Ihnen, Ihren Fahrschein künftig im Vorverkauf vor dem Einsteigen in den Zug zu erwerben.
Vielen Dank, dass Sie unsere Dienste nutzen.
Die "Cheb-Falle": 60€ EBE mit D-Ticket trotz tschechischem T
Und noch viel spannender - wechselt in Schirnding überhaupt der Zugbegleiter von Deutschem auf Tschechisches Personal?
Nein. Das Deutsche Personal bleibt drauf, manchmal aber nicht immer kommt zusätzlich tschechisches Personal für Verkauf und Einnahmensicherung auf tschechischer Seite.
Müsste man nicht eher so formulieren: "ganz selten bleibt deutsches Personal drauf, noch seltener kommt tschechisches Personal auf tschechischer Seite"
Habe im betreffenden Abschnitt bei sicher > 50 Fahrten noch nie eine Kontrolle erlebt. Kontrollen kamen eher mal vor Marktredwitz..
Oder hat sich seit der Pegnitztalsperrung was geändert? Seit dem bin ich 2x rüber, auch ohne Kontrolle.
Warum man am Ende der Dumme ist
Ich sehe keine Grundlage, auf der die DB die FN durchsetzen könnte.
Ich auch nicht, schon alleine deshalb, weil es mir nicht klar ist, inwiefern die DB ein EBE für einen tschechischen Streckenabschnitt erheben kann. Aus anderen Grenzregionen kenne ich es so, dass jeweils das EBE des Landes erhoben wird, in dem man ohne gültigen Fahrschein angetroffen wird. Zumindest für den deutschen Streckenabschnitt, auf dem das EBE von 60 Euro gilt, lag ja ganz offensichtlich und von allen Seiten unbestritten ein gültiger Fahrschein vor. In Tschechien wird das EBE ja nicht zufällig ebenfalls 60 Euro betragen und in einer anderen Währung, als der Landeswährung erhoben werden.
gibt es das Ticket am Automaten?
Auch bei der Vogtlandbahn kann man Fahrkarten mittlerweile ganz einfach überall über Handyticket erwerben, also auch im Zug. Einen Schalter braucht es nicht. Von
Schirnding nach Pomezi nad Ohri kostet es 5,15 €, nach Cheb 7,55 €. Da sind die Tschechen billiger. Auch dafür braucht es keinen Schalter, es geht bequem über Apps auf dem Handy.
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Stephan
Die EVO ist bei Cheb (Gr) Richtung CZ nicht gültig
Wenn die CD regelt, dass der Fahrgast warten darf bis der Fahrgast kontrolliert worden ist, dann hättest du dich zunächst korrekt verhalten.
Im Zug zwischen Zittau und Liberec konnte ich mehrfach beobachten, wie die tschechische Schaffnerin während ihres Kontrollgangs durch den Zug Fahrscheine verkaufte, ohne dass sich fahrscheinlose Reisende proaktiv an sie wandten. Das ist allerdings schon eine Weile her.
Ähnliches Problem bei gestückelten Ländertickets
Wir hätten uns also noch eine Fahrkarte Mellrichstadt-Rentwertshausen kaufen müssen.
Genauso verhält es sich im VBB-Land: Gestückelte Fahrkarten müssen sich stets überlappen und so zahlt man ggf. immer schön doppelt. Als Inhaber einer Zeitkarte Berlin AB muss man beispielsweise auf einer Fahrt von Berlin nach Fürstenwalde den kompletten Geltungsbereich der Zeitkarte noch einmal bezahlen, weil es keine Grenztarifpunkte gibt und man zwischen dem letzten Bahnhof der räumlichen Gültigkeit der Zeitkarte und dem ersten Bahnhof einer möglichen Anschlussfahrkarte schwarzfahren würde. Alternativ gibt es Anschlussfahrausweise, die jedoch den Gesamtfahrpreis nur noch weiter in die Höhe treiben können.
gestückelte Ländertickets ==> null problemo ...
Hey.
Bei der Kontrolle meinte die freundliche Zugbegleiterin, dass das Bayernticket nur bis zum letzten bayerischen Bahnhof, das thüringische erst ab dem ersten Bahnhof in diesem Land gelten würde. Wir hätten uns also noch eine Fahrkarte Mellrichstadt-Rentwertshausen kaufen müssen.
Ob die ZuB hier Recht hatte, weiß ich heute noch nicht.
Vermutlich nicht. M.W. gibt es die gleich aufgezeigte Regelung schon länger. Kommt jetzt drauf an, was dann "vor längerer Zeit" meint.
Das Regelwerk der DB ist da nicht sonderlich aufschlussreich.
Das ist nicht nur aufschlussreich, sondern sogar sonnenklar:
Schöne Grüße von jörg
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Die EVO ist bei Cheb (Gr) Richtung CZ nicht gültig
In Tschechien gibt es auch im Jahr 2026 noch so gut wie keine Fahrkartenautomaten. Man kauft sein Ticket entweder online (eher die Minderheit), beim personalbesetzten Schalter oder im Zug. Fahrkartenschalter gibt es natürlich nicht an allen Haltepunkten, daher ist gerade in ländlichen Gebieten der Fahrscheinerwerb im Zug die gängige Praxis. Das ist dann auch ohne Aufpreis möglich. Manche kleineren EVU haben auch gar keine Schalter, da kauft sich dann teilweise jeder Fahrgast das Ticket beim Schaffner.
Man setzt sich also einfach in den Zug, der Schaffner kommt dann an den Platz und entweder wird das vorhandene Ticket kontrolliert oder ein Ticket verkauft.
In wirklich seltenen Ausnahmen gibt es Züge ohne Zugbegleiter. In der Fahrplanauskunft gibt es dann dieses Symbol das einem Auge ähnelt. Dort gibt es dann entweder einen Automaten im Zug oder man kauft das Ticket wie in einem Bus beim Fahrer. In diesem seltenen Fall muss man sich als Fahrgast also wirklich proaktiv um das Ticket kümmern (aber auch nicht vor der Fahrt sondern im Fahrzeug). In allen anderen Fällen kann man sich einfach hinsetzen und warten bis Jemand kommt.
gibt es das Ticket am Automaten?
Schirnding nach Pomezi nad Ohri kostet es 5,15 €, nach Cheb 7,55 €. Da sind die Tschechen billiger. Auch dafür braucht es keinen Schalter, es geht bequem über Apps auf dem Handy.
Wurde aber ja schon mehrfach erwähnt, dass es das in diesem Fall benötigte korrekte Ticket eben in keiner App gibt.
gestückelte Ländertickets ==> null problemo ...
Vermutlich nicht. M.W. gibt es die gleich aufgezeigte Regelung schon länger. Kommt jetzt drauf an, was dann "vor längerer Zeit" meint.
Genau, die Regelung gibts mindestens 15 Jahren, in der Tat war es vorher aber so, dass aneinander grenzende Ländertickets nicht unbedingt durchgehend gültig waren (Außer eben, es gab ohnehin eine überlappende Gültigkeit, wie in Ulm. Erinnert sei auch an Fälle wie Gaubüttelbrunn (Ort in Bayern, Haltepunkt in Baden-Württemberg), was dazu geführt hat, dass weder das Bayernticket (weil der Halt ja in BW liegt) noch das Baden-Württemberg-Ticket (weil Gaubüttelbrunn ja in Bayern liegt) dort hin galten...
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Weg mit dem 4744!
Wieso ein "deutsches" Problem?
Da Cheb der erste Verkehrshalt nach Schirnding ist, handelt es sich um eine internationale Fahrt nach 9.1.1 der Tarifbedingungen Deutschlandtarif.
Die für eine solche Fahrt anerkannten Fahrkarten werden in 9.2.2 und 9.2.4 beschrieben.
Zusätzlich gelten nach 9.2.3 die ausländischen Regelungen.
Da irrst du. Es handelt sich um eine Fahrt mit einer Inlandsfahrkarte von Schirnding nach Cheb(Gr) und eine weiter Fahrt mit einer Inlandsfahrkarte von Cheb(Gr) nach Cheb. Statt eines durchgehenden Beförderungsvertrag per Durchgangsfahrkarte mit beiden Beförderern gemeinsam, sollen hier die Verträge mit den beiden Beförderern getrennt abgeschlossen werden. Das ist grundsätzlich auch möglich, denn Fahrten über einen Grenztarifpunkt hinaus unterliegen nur dann den internationalen Beförderungsbedingungen, wenn für diese eine Durchgangsfahrkarte ausgegeben wird (siehe im Glossar der SCIC-NRT DB, diese gelten über den Verweis in 9.2.1 DT auf die CIV-PRR, die in 4.2. b) auf die SCIC-NRT BB als "besondere internationale Beförderungsbedingungen des Beförderers" verweisen.
Ergo: Keine internationale Fahrt, da keine Durchgangsfahrkarte. Für die Fahrt von Cheb(Gr) nach Cheb gelten die Beförderungsbedingungen der ČD. Diese ermöglichen den Bordverkauf gegen Aufpreis.
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Weg mit dem 4744!
Warum keine Tickets ab/bis Grenztarifpunkt?
Das Problem tritt leider auch an anderen Grenzen auf. Ich fahre gelegentlich zwischen Offenburg und Straßburg und ärgere mich immer, dass ich dazu ein teures Ticket von/bis Kehl kaufen muss. Die 400m von dort bis zur Mitte der Rheinbrücke dürften auf die Streckenlänge bezogen eine der teuersten Bahnstrecken Europas sein.
Das Problem wäre einfach zu lösen, wenn die Europäischen Bahngesellschaften in ihren Onlinediensten Fahrkarten ab bzw. bis Grenztarifpunkt verkaufen würden. Warum sie das nicht tun, kann man nur vermuten. Wahrscheinlich wollen sie auf das lukrative Geschäft mit dem internationalen Tarif nicht verzichten.
Vielleicht sollte man mal eine Eingabe an die EU machen. Beim Mobilfunk-Roaming klappt es ja inzwischen auch.
gestückelte Ländertickets ==> null problemo ...
Genau, die Regelung gibts mindestens 15 Jahren, in der Tat war es vorher aber so, dass aneinander grenzende Ländertickets nicht unbedingt durchgehend gültig waren (Außer eben, es gab ohnehin eine überlappende Gültigkeit, wie in Ulm. Erinnert sei auch an Fälle wie Gaubüttelbrunn (Ort in Bayern, Haltepunkt in Baden-Württemberg), was dazu geführt hat, dass weder das Bayernticket (weil der Halt ja in BW liegt) noch das Baden-Württemberg-Ticket (weil Gaubüttelbrunn ja in Bayern liegt) dort hin galten...
Die genannte Fahrt war irgendwann in den Nullerjahren, also mindestens 20 Jahre her.
Warum keine Tickets ab/bis Grenztarifpunkt?
In Österreich gibt es ja auch eine relativ hohe Verbreitung von Netzkarten. Man verkauft dort nicht ab/bis Grenztarifpunkt, sondern die gesamte Strecke unter voller Anrechnung der Netzkarten. Also so in etwa wie die DB Passfahrkarte. Finde ich eine sehr gute Lösung.
Auch die tschechische Bahn gibt der DB vollkommen Recht
Übersetzungs ins Deutsche:
České dráhy, a.s., Hauptverwaltung
Abteilung für Preisgestaltung im PersonenverkehrGuten Tag,
die Beförderungsbedingungen der Tschechischen Bahn ermöglichen grundsätzlich den Kauf eines Fahrscheins an der Staatsgrenze.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass Reisende vor dem Einsteigen in den Zug Fahrscheine für die gesamte geplante Strecke erworben haben müssen, was in Deutschland vorgeschrieben ist.
Sie sind Ihre Reise in Deutschland angetreten, wofür die Vorschriften für den internationalen Verkehr gelten, und der Schaffner hat zu Recht einen Fahrschein für die gesamte Strecke verlangt.
Wir empfehlen Ihnen, Ihren Fahrschein künftig im Vorverkauf vor dem Einsteigen in den Zug zu erwerben.
Vielen Dank, dass Sie unsere Dienste nutzen.
Schrödingers Tarife. Egal ob DB, ČD, Schlichtungsstelle, EBA oder die Politik – gefühlt hasst jede dieser Behörden und Instanzen den Fahrgast und stellt sich blind schützend vor die Deutsche Bahn, selbst wenn deren Vertriebssystem offensichtlich versagt.
Keine Durchgangsfahrkarte, also: Aneinandergestückelt.
Das ist der Punkt, den ich schon seit Eröffnung der Diskussion vermutet hatte: es handelt sich lediglich um ein Aneinanderstückeln von zwei inländischen Fahrkarten - und also gleichgelagert wie das in einem anderem Thread erörterte Aneinanderstückeln von zwei Ländertickets.
Bei einem Anstückeln wäre es für mich klar gewesen, dass ich beide Tickets von Anfang an vorhalten muss. Denn dann habe ich die Schwellen bezahlt, die ich im Zug überfahren darf (Näheres: s.u.)
Für mich ist dieser Verkauf im Zug schon immer ein absolutes Lotteriespiel gewesen und maximal ein Nice-To-Have.
Das habe ich als Jugendlicher für die speziellen Junge-Leute-Tarifheftchen (nicht Interrail, was anderes, Name schon vergessen) gelernt, was dieses "Aachen Süd (Gr)" denn immer bedeuten sollte. Hat man mir mühsam im Reisebüro erklärt *lach*: "Du kannst da nicht aussteigen". Und ernsthaft, ich hatte damals trotzdem aus dem Zugfenster geguckt, ob irgendwo ein Grenzpfosten "Aachen Süd (Gr)" steht :-))))
Es handelt sich um das definitorische Problem, was eine Fahrkarte sein darf: eine bezahlte Verbindung zwischen zwei Haltepunkten mit Ein/Ausstieg und/oder eine bezahlte Fahrtstrecke. Wenn zwei Fahrtstrecken geographisch an einem Punkt anstoßen, wo kein Halt stattfindet (weil gar kein Haltepunkt vorhanden oder - was auch in eine Grauzone verweist - bei Durchfahrt durch Haltepunkt), dann kann man sich fragen, ob man überhaupt eine Strecke "bezahlen" kann oder ob das schlicht nicht geht. Diese Streckendenke ist ja älter als die Globalpreisdenke (wo man die Fahrt bezahlt, am besten noch nur verbindungsbasiert aus der Fahrplanauskunft).
Das ist auch ein Problem, was bei Verkehrsverbünden regelmäßig auftritt (verbundausbrechende Fahrten, meistens muss der Ausbruch schon ab letztem Bahnhof bezahlt werden).
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SBO
Tickets ab Grenztarifpunkt gibt es grundsätzlich
Hallo,
grundsätzlich sind Fahrkarten ab Grenztarifpunkten verkaufbar, auch bei DB Vertrieb, allerdings ist das nicht zu allen Fahrkarten Tariflich zulässig.
Zu einer BahnCard 100 gibt es ohne Probleme eine Anschlussfahrkarte ab den verschiedenen Grenztarifpunkten.
B3im Deutschlandticket hängt die Gültigkeit von der jeweiligen Tarifregelung ab, im Falle von Kehl ist das Deutschlandticket expplizit nur bis Kehl, nicht bis Kehl (Gr) gültig.
Es gibt ja für Inhaber der BC100 auch Spezialtarife für die ICE/TGV von/nach Strasbourg, Forbach, Paris,...
Gruß
Cheb (Gr) ist kein geographischer Punkt
Hallo,
hier unterliegst du, wie von anderen schon geschrieben wurde, einem Irrtum. Cheb (Gr) ist, wie fast alle Grenztarifpunkte, kein geographisch festgelegter Punkt. Der Grenztarifpunkt ist fast nie Deckungsgleich mit der Staatsgrenze.
Zwischen Friedrichshafen und Romanshorn auf der Bodenseefähre (ja da kann man entsprechende durchgehende Sparpreise und Flexpreise kaufen die auf der Fähre gültig sind) ist der Grenztarifpunkt (Mitte See) vermerkt, es gibt aber im Bodensee im Obersee keine festgelegten Staatsgrenzen, nur am Ufer des Bodensee und im Untersee gibt es festgelegte Staatsgrenzen. Es gibt zwar rechtliche Zuständigkeitsgrenzen, aber die definieren keine Staatsgrenze.
Zwischen Aachen und Hergenrath ist die Tarifgrenze auf "Aachen Süd (Gr)" festgelegt, obwohl im ehemaligen Bahnhof Aachen Süd, heute nur noch Überleitstelle, schon Jahrzehnte kein Zug mehr für den Fahrgastwechsel hält und der Zug zwischen Aachen Süd und der Staatsgrenze noch über 4km über Deutsches Staatsgebiet fährt.
Das Deutschlandticket ist zwar bis Cheb (Gr) gültig, allerdings besteht in Deutschland die Pflicht vor Fahrtantritt eine gültige Fahrkarte zu haben, da der RE zwischen Schirnding und Cheb nicht zum Fahrgastwechsel hält, ist eine Fahrkarte die bis Cheb (Gr) gültig ist, ohne den Besitz einer Anschlussfahrkarte nicht gültig.
Gruß
Die EVO ist von/nach CZ nicht gültig
Die EVO (Eisenbahnverkehrs Verordnung) ist ab Cheb (Gr) in Richtung Tschechien nicht anwendbar und auch nicht gültig, da es sich um ein Deutsches Gesetz handelt. Dieses Gesetz ist, solange es nicht Ausnahmeregelungen dazu gibt, nur innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
§ 6 EVO ist als innerstaatliche Sonderregelung nicht bloß ab Cheb (Gr) nach Tschechien nicht anwendbar, sondern überhaupt nicht für eine geplante/tatsächliche Reise von Pegnitz nach Cheb.
Tickets ab Grenztarifpunkt gibt es grundsätzlich
Hallo,
grundsätzlich sind Fahrkarten ab Grenztarifpunkten verkaufbar, auch bei DB Vertrieb, allerdings ist das nicht zu allen Fahrkarten Tariflich zulässig.
Soweit ich weiß ist es umgekehrt: Es geht nur nuch bis Grenztarifpunkt (aus DE kommend), aber nicht ab Grenztarifpunkt. Ersteres auch nur über den Expressverkauf den wohl viele MA nicht mehr kennen. Alternative ist die bereits erwähnte Passfahrkarte, welche seit einiger Zeit lt den DB-BB nicht mit einem DT kombiniert werden darf (aus unklaren Gründen) - was aber manche Vertriebsstellen nicht daran hindert, genau in solchen Fällen diese Fk auszugeben.
Zu einer BahnCard 100 gibt es ohne Probleme eine Anschlussfahrkarte ab den verschiedenen Grenztarifpunkten.
möchte ich bezweifeln, verkauft wird da wohl eher eine durchgehende Fk mit Anrechnung der BC 100.
B3im Deutschlandticket hängt die Gültigkeit von der jeweiligen Tarifregelung ab, im Falle von Kehl ist das Deutschlandticket expplizit nur bis Kehl, nicht bis Kehl (Gr) gültig.
Und das steht bitte wo?
Es gibt ja für Inhaber der BC100 auch Spezialtarife für die ICE/TGV von/nach Strasbourg, Forbach, Paris,...
Die haben mit der Konstellation des TE aber nun gar nix zu tun.
Auch die tschechische Bahn gibt der DB vollkommen Recht
Übersetzungs ins Deutsche:
České dráhy, a.s., Hauptverwaltung
Abteilung für Preisgestaltung im PersonenverkehrGuten Tag,
die Beförderungsbedingungen der Tschechischen Bahn ermöglichen grundsätzlich den Kauf eines Fahrscheins an der Staatsgrenze.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass Reisende vor dem Einsteigen in den Zug Fahrscheine für die gesamte geplante Strecke erworben haben müssen, was in Deutschland vorgeschrieben ist.
Sie sind Ihre Reise in Deutschland angetreten, wofür die Vorschriften für den internationalen Verkehr gelten, und der Schaffner hat zu Recht einen Fahrschein für die gesamte Strecke verlangt.
Kann ich nicht nachvollziehen, weil in ihren eigenen Tarifbedinungen der Fall "Einreise" ja sogar explizit enthalten ist (wird Bordpreis fällig). Sollten sie vielleicht mal nachlesen.
Die Züge sind übrigens in der CD-Fahrplanauskunft auch nicht mit "Selbstkontrolle" gekennzeichnet.
Leider ist bei den Tschechen mittlerweile auch der Wurm drin: Im Nachbarforum gab es vor ein paar Monaten den Fall, dass auf der Strecke Plzen-Furth im Wald eine CD-Fahrkarte bis zur Grenze mit Deutschlandticket nicht anerkannt wurde. Behauptung: Der Zug sei von Furth Grenze bis Furth Bahnhof ein eigenwirtschaftlicher Zug der DLB ohne DT-Anerkennung.
Parallele zu dem Fall: Der CZ-Zub hatte den deutschen Abschnitt, für den er eigentlich nicht zuständig ist, beanstandet.
Cheb (Gr) ist kein geographischer Punkt
Zwischen Friedrichshafen und Romanshorn auf der Bodenseefähre (ja da kann man entsprechende durchgehende Sparpreise und Flexpreise kaufen die auf der Fähre gültig sind) ist der Grenztarifpunkt (Mitte See) vermerkt
Ist so nicht mehr richtig, die Tarifgrenze liegt seit mehreren Jahren im (physischen) Hafen Friedrichshafen Hafen. Somit gilt bei durchgehender Abfertigung auf der gesamten Seestrecke SBB-Tarif.
Das Deutschlandticket ist zwar bis Cheb (Gr) gültig, allerdings besteht in Deutschland die Pflicht vor Fahrtantritt eine gültige Fahrkarte zu haben,
die hat er eben ja erfüllt.
da der RE zwischen Schirnding und Cheb nicht zum Fahrgastwechsel hält, ist eine Fahrkarte die bis Cheb (Gr) gültig ist, ohne den Besitz einer Anschlussfahrkarte nicht gültig.
diese Argumentation halte ich für wenig nachvollziehbar.
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