ICE L ist vollkommen neuartig. (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 09.02.2025, 20:05 (vor 456 Tagen) @ Alibizugpaar

wird ein Einsatz der BR 408 auf Berlin-Amsterdam diskutiert mit der Begründung, die ICE L würden "niemals" für NL zugelassen werden - das ergibt m.E. keinen Sinn, wenn doch gerade Zulassungsfahrten ebendort stattfinden

Können Zulassungsfahrten nicht auch mal scheitern?

Das tun sie auch öfters. Wird aber nicht an die große Glocke gehängt. Viele Dinge werden erst in mehreren Versuchen geschafft. Deswegen gibt es ja Testfahrten.

Bei den ICE3 (407) gab es am Anfang ja auch große Probleme mit der Bremssoftware* und die Zulassung dauerte länger als erhofft.

* die Reaktionszeit der Bremsen war zu lange, weswegen das EBA die Zulassung verweigert hatte.

Das Problem mit den ICE L ist, dass sie eine vollkommen neuartige Konstruktion im deutschen Eisenbahnverkehr darstellen. Noch nie hat jemand einen Hochgeschwindigkeitszug mit solchen Einzelachs-Aufhängungen auf dem deutschen Schienennetz zugelassen. Außerdem sind es nach den Metropolitan und Railjet die einzigen lokbespannten Wagenzüge mit Zug- und Stoßeinrichtung (anstelle von Mittelpufferkupplung), welche für Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h zugelassen werden sollen. Aus Sicht der DB ist es ein wenig eisenbahntechnische Pionierarbeit, welche da gerade geleistet wird.


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