Praktisch nichts zu tun ist auch keine Alternative (Allgemeines Forum)

bigbug21, Sonntag, 13.10.2024, 12:32 (vor 625 Tagen) @ 611 040

Hallo 611 040,

es ist wie an so vielen anderen Stellen der Eisenbahn und unserer Gesellschaft auch: quasi nichts zu tun ist auch keine sinnvolle Alternative.

Würden wir praktisch nichts tun, könnte es durchaus sein, dass wir im Laufe der 2030er Jahre draußen sukzessive keinen Bahnbetriebsfunk mehr haben, weil (in der Telekommunikation alle etwa 15 Jahre) notwendige Erneuerungen mangels auf dem Markt verfügbarer Technik nicht mehr möglich sind, keine neuen Ersatzteile produziert werden und es auch immer weniger Menschen gibt, die sich mit dieser Technik auskennen.

Im Gegensatz beispielsweise zu mechanischen Stellwerken oder der LZB, die vergleichsweise einfach sind und auch deshalb irgendwie am Laufen gehalten werden können, kommt die Mobilfunktechnik heute von relativ wenigen, global agierenden Lieferanten.

Wir kommen nicht umhin, die Modernisierung unserer Gesellschaft wie auch der Eisenbahn, klug zu gestalten. Eine sterbende Technik mit allen Mitteln vor dem Tod zu bewahren, scheint dabei ebenso keine sinnvolle Alternative, wie für zig Milliarden Euro die Zahl der Standorte für Bahnbetriebsfunk in etwa zu vervierfachen.

Viele Grüße
Peter

P. S.: Die weitreichenden Folgen zweier Kabeldiebstähle am 8. Oktober 2022 sind letztlich wohl auch ein Ergebnis einer "uralten" Technik, die das an sich hochrobuste Internetprotokoll (IP) noch nicht kennt.

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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten


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