? Umsteigen nicht geschafft wegen Warten auf Fahrstuhl im Bf (Allgemeines Forum)

Dieter4711, Sonntag, 14.04.2024, 09:09 (vor 879 Tagen) @ Ludo

Moin Zusammen,

habe mal eine totale verblödete theoretische Frage.

Ich war heute in Hannover Hbf. Der eine Fahrstuhl pro Bahnsteig ist sehr gut ausgelastet.

Kinderwagen, schwere Koffer, Rollatoren, Fahrräder, ... lange Züge wie ICE, RE1 NDS, Metronom endend usw.

Also viel Traffic für so einen Fahrstuhl. Nun Fährt dieser Fahrstuhl nicht nur Bahnsteigtunnel - Bahnsteig, sondern ja auch noch eine Etage tiefer in die Ladenzeile DB Essen und Trinken und Nägel schön machen. Es dauert also, bis der wieder kommt bzw, so viele Kinderwagen und Fahrräder gleichzeitig geht auch nicht. Es dauert halt länger --- DHL.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Hat jemand wegen dem Fahrstuhl schonmal einen Zug verpasst? Bzw. vielleicht sogar seine Zugbindung?


Moin,

bisher nicht, aber ich kenne die Problematik und es war tatsächlich schon mal Spitz auf Knopf.
Der Fahrstuhl in Hannover ist für die heutigen Verhältnisse unterdimensioniert.
Ganz grundsätzlich sehe ich, wenn ich mit Kinderwagen / Buggy unterwegs bin, das Problem, dass viele Personen ungeniert den Aufzug nutzen, die dies gar nicht nötig hätten, z.B. eine gesunde junge Frau mit Handgepäck-Trolley. Hinzu kommen die Massen an E-Bikes, die wie Pilze aus dem Boden geschossen sind und die vom Gewicht her kaum jemand die Treppe hinunter tragen kann.
Selbst mit großen Koffern kann man in Hannover im Normalfall die Rolltreppe nutzen. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen sollten immer Vorrang haben. Leider ist derartige Rücksicht und Umsicht bei vielen heutzutage ein Fremdwort.
Bei Radfahrern habe ich auch schon oft beobachtet, dass diese die verbotene Rampe im nördlichen Bahnhofsteil genutzt haben (teilweise auch fahrend), bisher hat das nach meiner Beobachtung noch keinen DB-Mitarbeiter gestört. Ist halt nicht ganz ungefährlich, wenn gerade dann ein Lieferfahrzeug entgegen kommt.
Speziell in Hannover ergibt sich dann ja noch die Konstellation, dass man von zwei Seiten in den Fahrstuhl steigen kann. Dann muss natürlich noch ein faires „50:50-Prinzip“ praktiziert werden, damit es nicht zu Konflikten kommt. Erinnert mich ein bisschen an Supermarkt-Tankstellen in Frankreich oder Italien, wo dann Autos von 8 Zapfsäulen zu der einzigen vorhandenen Kasse fahren müssen :-). Fairness unmöglich.

Gruß, Ludo

Moin Ludo,

Sie gehen bei Ihren "Vorwürfen" von Voraussetzungen aus, die Ihnen aber nicht bekannt sein können. So könnte die "junge Frau mit Handgepäck-Trolley" doch eine Last von vielen Kilo zu bewältigen haben. Das Handgepäck könnte komplett aus Goldbarren bestehen.
Und wenn einige Radler versuchen die Situation zu entzerren, indem diese die "verbotene Rampe" nutzen, so passt auch das Ihnen nicht. Und zum Thema Fairness: Ist Ihnen bei den einzelnen Personen wirklich genau bekannt, wieviel Zeit die ggf. zum Bahnsteigwechsel haben? Möglicherweise hat die "junge Frau" von oben kein schweres Gepäck, aber trotzdem nur 3 Minuten zum Wechseln. Wäre es dann nicht "fair", wenn ein Rollifahrer, der 30 Minuten Zeit zum Wechseln hat warten würde?
Alles in allem sehen Sie leider nur den "Verhinderungsaspekt". Wenn Aufzüge vorhanden sind und zufällig auch in Betrieb sind, dann sollten die doch Priorisierung für alle nutzbar sein.
Und auch an den Supermarkttankstellen in Frankreich klappt das meiner Erfahrungen nach bestens. Wer zuerst mit Tanken fertig ist, fährt auch zuerst zur Kasse. Warum sollte der auf den, der zwar eher da war aber möglicherweise noch zwei oder drei Minuten länger braucht warten? Und wer nicht warten will, zahlt in Frankreich sowieso am Automaten und braucht dann an keiner Kasse warten.

Viele Grüße
Dieter


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