Bundesbahn, DB AG, Anekdoten... (Allgemeines Forum)

lokuloi, Samstag, 06.01.2024, 22:31 (vor 981 Tagen) @ EK-Wagendienst

..., Gemeinsamkeiten, Unterschiede, ...

Servus!

Die Zitatreihenfolge ist ein wenig geändert, damit es besser zu meinem Text (nicht unbedingt Antworten ;-) passt.

Jetzt melden sich wieder die zu Wort, die da noch gar nicht gelebt haben, und den Vergleich nicht kennen.

Soll ich mich da angesprochen fühlen ;-)?.

Meine Bundesbahn-Erinnerungen sind jedenfalls überwiegend Kindheitserinnerungen. Und hier wiederum überwiegend für die Verbindung München-Augsburg.

Ich durfte da immer den 9:00-Uhr-Zug nach Amsterdam nehmen. Zumindest in meiner Erinnerung. Das klang für mich nach Schnellzug in die weite Welt. In den Abteilwagen bin ich gerne auf dem Notsitz vor dem Abteil gesessen.

Überrascht war ich dann, dass dieser nur bis 1985 fuhr, wobei das bei näherer Betrachtung gut passt, denn als ich in die Schule kam, haben diese Fahrten abgenommen. Ich konnte ja nicht mehr einfach (mit) nach Augsburg fahren. Am Wochenende fuhren wir - selbstverständlich ;-) - mit dem Auto.

Noch überraschter war ich, als dieser Zug bei fernbahn.de auftauchte, dass er über Heilbronn, Darmstadt, Krefeld und Nijmegen fuhr.

Ich fürchte damit, und mit der Fahrzeit von fast 12 Stunden, dürfte man heute nicht mehr viele Blumentöpfe gewinnen. Aber immerhin gab es zu DB-AG-Zeiten mal einen ICE nach Amsterdam in 7:26. Hier gab es kurzfristig einen gewissen Fortschritt zu entdecken. Aber ich habe Hoffnung, dass bei 90 neuen ICE 3 neo auch ein paar übrig sind um auch wieder nach Amsterdam zu fahren. Im Idealfall gibt's irgendwann eine Verschwelzung von L41 und L87 zu einer zweistündlichen ICE-Linie München-Amsterdam.

Zurück zu München-Augsburg bzw. zur Rückfahrt Augsburg-München in den frühern 80er: wir haben immer den Mozart genommen, da er die "schönen französischen Großraumwagen" hatte. Also Corail-Wagen wie wir das heute nennen würden ;-). Das war selbst in deutschen ICs damals noch Ausnahme in zuschlagfreien Zügen eine absolute Ausnahme und für den "Otto-Normal-Bahnfahrer" im Vergleich zu den ollen Bm wohl schon fast eine Sensation.

Nach Paris fährt inzwischen der TGV in deutlich kürzerer Fahrzeit, wofür die DB AG nichts kann. Aber auch die innerdeutsche Teilstrecke Mücnehn - Karlsruhe geht inzwischen deutlich schneller als damals und vor allem auch öfter und systematischer. In 2 Jahren wird's nochmals schneller.

In den späteren 80er, als es den D nach Amsterdam nicht mehr gab sind wir wohl noch ein- zweimal mit dem "Tegernsee" gefahren, als neue zuschlagsfreie Alternative in der morgendlichen Zeitlage.

Also: es sind nette Erinnerungen, persönlich möchte ich das nicht zurückhaben. Vor allem auf der Langstrecke.

Weitere Bundesbaherinnerungen

Fazit gibt's keins. Nicht alles war schlecht, nicht alles war gut. Vieles möchte ich nicht zurück. Das was damals gut war, gibt's heute noch und hat sich weiter entwickelt (ICE / S-Bahn). Der Nahverkehr von damals war überteuret, unkomfortabel und unsystematisch (in meiner Erinnerung). Die zuschlagsfreien D-Züge zwischen München und Augsburg waren schon gut, aber auch unsystematisch. Die IRs hab ich verpasst und waren auf dieser Relation auch nach nicht einmal 9 Jahren wieder Geschichte. Die 120er mit den IRs oder den Produktfarben-ICs dreht nur noch im Keller ihre Runden.


Gut es gibt viele neue bunte Züge, aber die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit ist dahin.

Es gibt dazu leider keine Statistiken. Aus den Erzählungen in meinem elterlichen Umfeld war die Bundesbahn auch nicht gerade ein Hort von Zuverlässigkeit und Püntklichkeiten. Meine Erinnerungen an damals ählich gemischt wie heute.

Dafür hat sich Geschwindigkeit und Frequenz deutlich erhöht. Zumindest die Frequenz geht dann auf Kosten der Zuverlässigkeit.

Mal schauen was da noch alles gestrichen wird, weil es kein Personal mehr gibt.

Und trotzdem hätte man immer noch ein höheres Angebot als in den 80ern.


Wenn man der Bundesbahn bzw. Reichsbahn mit dem Geld von heute ausgestattet hätte, dann ....

Gibt's denn dazu Zahlen? Hatte die Bundesbahn wirklich (noch) weniger zur Verfügung als die DB heute? Es ist ja nicht so, dass die DB (oder das System Bahn im Allgemeinen) in den letzten 20 Jahren im Geld geschwommen wäre.

und ist noch noch nicht unten angekommen.

Nun ja. Es wäre schon gut wenn jetzt nach den ersten Generalsanierungen ein gewisser Aufwärtstrend in der Pünktlichkeit zu spüren wäre. Rein Subjektiv war z.B. der Dezember ohnehin schon wieder besser als die Monate davor.

Ciao,
Uli


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