Kritik: Zahlen belegen These nicht (Allgemeines Forum)

BGSMH, Dienstag, 19.12.2023, 15:09 (vor 999 Tagen) @ D 2852
bearbeitet von BGSMH, Dienstag, 19.12.2023, 15:11

Erstmal finde ich es spannend, was die "Datenjournalisten" gemacht haben. Allerdings scheinen mir die Daten (Abbau Gesamtschienennetz) nicht die These (Überlastung und Verspätung) zu decken.

Denn: Die Überlastung die wir sehen spielt sich in erster Linie auf Hauptstrecken und in den Knotenpunkten ab. Das Gros des Abbaus hat sich aber auf den Nebenstrecken ereignet, also die "Passau - Hauzenbergs" dieser Welt. Eingleisig, nicht-elektrifiziert, früher mit einem VT95 bedient. Ich wage sogar mal folgendes zu behaupten: Würden diese ganzen Nebenbahnen heute noch bestehen, dann hätten wir noch mehr Überlastung, weil diese ganze Nebenbahnen sich ja irgendwann in die Knoten und auf die Hauptbahnen einfädeln müssen. Mal das Beispiel Passau - Hauzenberg: Das fädelt in die Hauptbahn ein mit der Besonderheit, dass der Zug dann noch die Fahrtrichtung wechseln muss, um Passau Hbf zu erreichen. Der Stabilität des Betriebs täte das sicher nicht gut.

Was man sich für die These anschauen müsste, wäre wie sich die Hauptbahnen entwickelt haben. Und hier wäre meine These, dass wir hier einen Zuwachs durch die NBS sehen. Das hätten die Autoren machen können, schließlich unterscheiden ihre Daten nach Streckenarten, aber das haben sie nicht gemacht. Ich vermute, weil das ihre These nicht stützen würde.

Der andere Punkt, den aber diese Daten nicht hergeben, ist, weil viele Weichen, Überholgleise etc. abgebaut wurden, die den Betrieb störungsanfälliger machen.


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