Bis auf weiteres Bruch in Zürich HB (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 25.10.2023, 19:03 (vor 1056 Tagen) @ Rheinischer Bahnfan
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 25.10.2023, 19:06

Hoi,

Der trinationale EuroCity, ursprünglich geplant ab Fahrplanwechsel als EC 150/151 in beiden Richtungen via Zürich-Gotthard statt südwärts via Luzern und nordwärts via Lötschberg und neu mit SBB Giruno statt Trenitalia ETR 610, wird bis auf weiteres in Zürich HB gebrochen. Grund ist die eingeschränkte Verfügbarkeit des Gotthard-Basistunnels nach der Entgleisung im August, womit die meisten Reisezüge via Bergstrecke umgeleitet werden. Dies erfordert den Einsatz von einstöckigen statt doppelstöckigen Zügen und ergibt eine Fahrzeitverlängerung von bis zu 60 Minuten, womit die ursprünglich geplanten Fahrzeugumläufe nicht mehr aufgehen und neu geplant werden mussten.

Konkret wird EC 150 ab Fahrplanwechsel bis auf weiteres nur Milano Centrale - Zürich HB verkehren. Zürich HB - Frankfurt (Main) Hbf wird separat EC 472 mit einem SBB Astoro verkehren. EC 472 fährt in Zürich HB eine Stunde vor der Ankunft von EC 150 ab, da EC 150 wegen der Umleitung via Gotthard-Bergstrecke eben diese Stunde verliert und später in Zürich HB eintrifft. EC 472 hat somit keinen sinnvollen Anschluss von Milano Centrale her.
In Gegenrichtung fährt EC 151 ab Frankfurt (Main) Hbf mit eben diesem SBB Astoro statt Giruno und endet in Zürich HB. Es besteht ein Anschluss mit 33 Minuten Umsteigezeit auf den EC 319, der Zürich HB wegen der Umleitung eine Stunde früher verlässt und damit ab Zürich HB bis Arth-Goldau in der Trasse des EC 151 trassiert ist, ab Bellinzona dann in seine eigentliche Trasse eine Stunde nach EC 151 fällt.

Diese Situation gilt erstmal bis und mit 14. April 2024. Die Betriebsaufnahme des eigentlich geplanten Fahrplans 2024 und damit die Wiederaufnahme des trinationalen EC hängt mit der vollständigen Reparatur des Gotthard-Basistunnel ab. Dies soll eben bis Mitte April 2024 erfolgen, allerdings wird ein neues Schutztor, welches zur Abtrennung der beiden Tunnelröhren im Spurwechsel erforderlich ist, erst im Sommer 2024 vom Hersteller geliefert. Es ist derzeit also unklar, ob am 15. April 2024 wirklich das reguläre Angebot durch den Gotthard-Basistunnel wieder aufgenommen werden kann. Bei weiterhin provisorischem Tor wäre die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Reisezüge im Gotthard-Basistunnel weiterhin deutlich reduziert (aktuell in der befahrbaren Nachbarröhre 100 km/h, im Bereich des Spurwechsels 80 km/h; ergibt eine um etwas mehr als 20 Minuten verlängerte Tunneldurchfahrt), womit die regulär geplanten Fahrpläne nicht eingehalten werden könnten.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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