Semesterticket juristisch angreifen (Allgemeines Forum)

плацкарт, Donnerstag, 20.04.2023, 16:21 (vor 1084 Tagen)

Hallo,
einst war das Semesterticket ein ersehnter Fortschritt. Nun sieht es so aus, dass manche Bundesländer/Verkehrsverbünde nicht zu Potte kommen, das Semesterticket an die neue Realität des Deutschlandtickets anzupassen. Sollte es lediglich eine Upgradeoption geben, so sind Studenten schlechter gestellt, denn sie haben dann ein Teils-Zwangs-Deutschlandticket ohne monatsgenaue Kündigungsmöglichkeit.

Wie seht ihr die Chancen, vorm Verwaltungsgericht dagegen vorzugehen? Und wie genau macht man dies?

Semesterticket juristisch angreifen

rainman51, Paderborn, Donnerstag, 20.04.2023, 16:32 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт

Ohne Zahlung des Semestertickets erfolgt keine Einschreibung.
Die Gebühr spiegelt ja nicht die tatsächliche Nutzung wieder. Sprich Studenten
die keinen Nahverkehr nutzten mussten es trotzdem zahlen.

Auch ist es ja günstiger als das Deutschlandticket. Nicht alle wollen durch ganz
Dtl. fahren.

Wie soll man so etwas machen? Zum Anwalt gehen und einiges an Geld ausgeben.

Semesterticket juristisch angreifen

JanZ, HB, Donnerstag, 20.04.2023, 16:40 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт

Wie seht ihr die Chancen, vorm Verwaltungsgericht dagegen vorzugehen?

Schlecht, weil mir der Ansatz fehlt, wo hier der Rechtsverstoß sein soll.

Semesterticket juristisch angreifen

Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 17:56 (vor 1084 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 17:57

Wie seht ihr die Chancen, vorm Verwaltungsgericht dagegen vorzugehen?


Schlecht, weil mir der Ansatz fehlt, wo hier der Rechtsverstoß sein soll.

Naja, Rechtsverstoß jetzt nicht zwingend, aber es dürfte an den Rechtsgrundlagen für solche Verträge mangeln.

Die ASta haben den Auftrag für bezahlbare Moblität zu sorgen und sammeln dafür Zwangsabgaben über den VS-Beitrag ein.
Wenn die erzielte Vereinbarung mit dem ÖPNV für die Studentenschaft in der Gesamtbetrachtung grob unvorteilhaft ist, wie z.B. in NRW, wo man 36 Euro pro Monat Umlage zahlt, was faktisch schon dem Preis des Deutschlandtickets entspricht, dann wird der Auftrag für bezahlbare Mobilität zu sorgen offensichtlich verfehlt. Diese Gelder werden zu einem erheblichen Teil auch von Leuten bezahlt, die aus sehr guten Gründen nichts mit dem ÖPNV anzufangen wissen.

In manchen Verbünden, wie z.B. im VRN wird der Grundbeitrag aufs Deutschlandticket übrigens gar nicht angerechnet:

Ein sogenanntes „Upgrade“, also eine Anrechnung der Grundbeiträge zum Semester-Ticket auf den Preis des Deutschlandtickets, bietet der VRN für teilsolidarische Semester-Tickets nicht an. Hintergrund sind besondere Finanzierungsfragen, die die Grundbeiträge betreffen. Wir hoffen, dass es zum Herbst 2023 eine grundsätzliche Lösung in Form eines Deutschlandtickets für Studierende geben wird.

https://www.vrn.de/news/artikel/00687/index.html

Man zahlt in diesem Fall also Grundbeitrag, um ein Angebot komplementärzufinanzieren, das niemand gebrauchen kann, und zahlt, wenn man das Angebot erwirbt, mit dem die Leute etwas anzufangen wissen, doppelt.
Wenn man jetzt die Strategie verfolgt, möglichst viel Geld von den Konten der Studenten zum ÖPNV umzuschichten, dann kann man das so natürlich machen.

Semesterticket juristisch angreifen

JanZ, HB, Donnerstag, 20.04.2023, 18:36 (vor 1084 Tagen) @ Barzahlung

Wenn die erzielte Vereinbarung mit dem ÖPNV für die Studentenschaft in der Gesamtbetrachtung grob unvorteilhaft ist, wie z.B. in NRW, wo man 36 Euro pro Monat Umlage zahlt

An welcher Uni?

, was faktisch schon dem Preis des Deutschlandtickets entspricht

Wenn 3/4 (zudem bei einigen Leistungen, die das D-Ticket nicht hat) für dich schon "faktisch das Gleiche" ist, dann kannst du ja mal versuchen, bei all deinen Einkäufen künftig auch immer nur 75% des Preises zu zahlen, mit genau dem Argument.

Wie MC_Hans schon schrieb: Ich würde mich erst mal an den AstA wenden, ob er vorhat, da neu zu verhandeln. Vorher bringt eine Klage wenig.

Semesterticket juristisch angreifen

Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 18:58 (vor 1084 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 19:00

Wenn die erzielte Vereinbarung mit dem ÖPNV für die Studentenschaft in der Gesamtbetrachtung grob unvorteilhaft ist, wie z.B. in NRW, wo man 36 Euro pro Monat Umlage zahlt


An welcher Uni?

Eine, die das NRW-Semesterticket hat.

, was faktisch schon dem Preis des Deutschlandtickets entspricht


Wenn 3/4 (zudem bei einigen Leistungen, die das D-Ticket nicht hat) für dich schon "faktisch das Gleiche" ist

Es ist faktisch das gleiche, erst recht, wenn man berücksichtigt, dass das andere für das 1/4 bzw. die 13€ mehr bundesweit gilt.

dann kannst du ja mal versuchen, bei all deinen Einkäufen künftig auch immer nur 75% des Preises zu zahlen, mit genau dem Argument.

Die Situation ist ab 1.5. eigentlich so, dass zwei Leute je 75% vom Fernseherpreis zahlen müssen, wovon eine Person gar keinen Fernseher haben will, statt dass einer 100% zahlt und der andere 0%.

Wie MC_Hans schon schrieb: Ich würde mich erst mal an den AstA wenden, ob er vorhat, da neu zu verhandeln. Vorher bringt eine Klage wenig.

Die sind doch auch nicht doof, haben halt oftmals eine stark idealistische Grundeinstellung. Wir müssen schließlich erste Erfolge bei der Einleitung der "Verkehrswende" sehen ;-) und hier ist das Semesterticket natürlich ein passendes Instrument, weil es mit Zwängen arbeitet.

Und so ist dann meist auch die Denkweise in der VS. Solange das Ergebnis für die ÖPNV-Nutzer okay ist - und das Deutschlandticket verschlechtert hier ja nichts - ist alles andere ziemlich egal.

Semesterticket juristisch angreifen

JanZ, HB, Donnerstag, 20.04.2023, 20:41 (vor 1084 Tagen) @ Barzahlung

Wenn die erzielte Vereinbarung mit dem ÖPNV für die Studentenschaft in der Gesamtbetrachtung grob unvorteilhaft ist, wie z.B. in NRW, wo man 36 Euro pro Monat Umlage zahlt


An welcher Uni?


Eine, die das NRW-Semesterticket hat.

Ah ja, sorry, hatte es irgendwie so verstanden, dass es weniger kostet.

Wie MC_Hans schon schrieb: Ich würde mich erst mal an den AstA wenden, ob er vorhat, da neu zu verhandeln. Vorher bringt eine Klage wenig.


Die sind doch auch nicht doof,

Eben, deswegen werden sie sich auch für eine günstige Lösung einsetzen. In NRW beispielsweise tut das auch das Land bereits. Das kann man mit einer Klage vermutlich kaum beschleunigen können.

Die übrige Debatte über den Sinn und Unsinn von Solidarbeiträgen hat mit dem Deutschlandticket rein gar nichts zu tun. Sie ist weder neu noch möchte ich sie hier führen.

Semesterticket juristisch angreifen

BodoSüd, Ravensburg, Donnerstag, 20.04.2023, 20:45 (vor 1084 Tagen) @ Barzahlung

Ungerecht hat aber nichts mit Recht zu tun.

Und zum Thema Zwangsabgabe, da kann man sich bzw. Die Uni oder Hochschule auch dagegen entscheiden. Bei uns in der Stadt haben 2 Hochschulen Astas ja zur Zwangsabgabe gesagt die 3te, Nein. Somit gibt es bei den ersten beiden einen solitarischen Pflichbeitrag, bei der 3ten Nicht, weil die Studenten dort dies nicht wollten. Daher wäre wohl auch hier der Weg, darüber Neu abzustimmen und gegenfalls den Pflichtbeitrag bei eurer Uni abzuschaffen.

Semesterticket juristisch angreifen

Skyeurope, Donnerstag, 20.04.2023, 16:42 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von Skyeurope, Donnerstag, 20.04.2023, 16:42

Bitte? Schlechter gestellt?

Die Semestertickets sind in den allermeisten Fällen günstiger als das Deutschlandticket. Der überwiegende Teil der Studenten wird für ein Deutschlandticket überhaupt gar keine Notwendigkeit haben und entsprechend auch sicherlich nicht bereit sein, dauerhaft mehr zu bezahlen.

Insofern ist die Upgrademöglichkeit doch perfekt? Benötigt man ein deutschlandweites Ticket, kann man gegen ein geringes Entgelt upgraden.

Semesterticket juristisch angreifen

sflori, Donnerstag, 20.04.2023, 17:01 (vor 1084 Tagen) @ Skyeurope

Die Semestertickets sind in den allermeisten Fällen günstiger als das Deutschlandticket.

Hier in Kiel sind es übrigens 147 € fürs Semester, also 24,50 €/Monat. Das Ticket gilt im ganzen Bundesland. Für das Geld komm ich sonst nicht mal im RE von Kiel nach Hamburg. ;)


Bye. Flo.

Kiel/S-H

sflori, Donnerstag, 20.04.2023, 17:14 (vor 1084 Tagen) @ sflori

Das Ticket gilt im ganzen Bundesland.

... und natürlich in Hamburg. Wie konnte ich das vergessen. :D

Ein Upgrade gibts hierzulande auch:
https://www.nah.sh/de/fahrkarten/landesweites-semesterticket/

Damit hat man dann die Wahl zwischen 24,50 €/Monat fürs Land+HH ODER insg. 40 €/Monat für ganz Deutschland.


Bye. Flo.

Semestertickets

Norddeich, Donnerstag, 20.04.2023, 17:17 (vor 1084 Tagen) @ Skyeurope

Die Semestertickets sind in den allermeisten Fällen günstiger als das Deutschlandticket.

Gibt es in Deutschland tatsächlich Semestertickets, die mehr als 294 Euro (!) kosten?

Semestertickets

Skyeurope, Donnerstag, 20.04.2023, 17:41 (vor 1084 Tagen) @ Norddeich
bearbeitet von Skyeurope, Donnerstag, 20.04.2023, 17:46

Die Semestertickets sind in den allermeisten Fällen günstiger als das Deutschlandticket.


Gibt es in Deutschland tatsächlich Semestertickets, die mehr als 294 Euro (!) kosten?

Gerade einmal recherchiert. Es gibt tatsächlich kein einziges Semesterticket, das den Betrag von 294€ übersteigt, auch wenn manche nah dran sind (die teuren beinhalten aber meist einen wesentlich geringeren "Pflichtanteil" im Stadt/Verbundbereich).

München knackt die 300€ (inkl. Pflichtanteil)

Matze86, München, Donnerstag, 20.04.2023, 18:20 (vor 1084 Tagen) @ Skyeurope

- kein Text -

Semesterticket juristisch angreifen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 20.04.2023, 17:51 (vor 1084 Tagen) @ Skyeurope

Der Semester­beitrag setzt sich zusammen aus dem Verwaltungs­kostenbeitrag, dem Studierenden­schafts­beitrag (inkl. Semester­tickets) sowie dem Studentenwerks­beitrag. Langzeit­studierende zahlen zusätzlich Langzeit-Studiengebühren (i.H.v. 500 €).

Mit dem landesweiten Bahnticket können Studierende der Universität Göttingen viele Nahverkehrszüge in Niedersachsen und Bremen sowie zu einigen Städten der anliegenden Bundesländer kostenfrei nutzen. Darüberhinaus gilt das Göttinger Bahnticket auch in einigen Cantuszügen.

Im Wintersemester 2021/22 und im Sommersemster 2022 kostet das Bahnsemesterticket 142,92€. Dazu kommt außerdem der Beitrag für das Bussemesterticket in Höhe von 50,90€ und der für das Kulturticket in Höhe von 9,81€. (143 + 51 + 10 = 204 EUR)

Für das Sommersemester 2022 wurden 50,90€ für das Bus-Semesterticket und 142,07€ für das Bahn-Semesterticket erhoben. Zusammen sind dies 192,97€. Da das Semesterticket für sechs Monate gültig ist, entspricht dies einem monatlichen Wert von 32,16€

Die Einschreibegebühren werden aktuell mit 281 bis 350 EUR beziffert.

Übersichtskarte zur Netzgültigkeit
https://asta.uni-goettingen.de/wp-content/uploads/2022/11/Beiblatt-202223_2-scaled.jpg


Also ich vermute schon angesichts der absolut unkomfortablen Netz-Randlage Göttingens würde sich eine Zahl Studis über ein bundesweit gültiges Deutschlandtickt für 17 EUR/mtl mehr freuen. Für andere hingegen müssten sich 102 EUR extra im Semester wiederum rentieren. Darum sollte man wohl individuell wählen können. Allerdings gibt es in Göttingen hauptsächlich auf die Unibereiche ausgerichtete Buslinien und dichtere Takte. Ich weiß noch, als es vor Jahren um die Semsterticket-Abstimmung ging, das damit der Bestand bleiben oder fallen würde. Was bei einer Einführung des 49ers bleiben oder fallen würde, das müsste man vorher natürlich klären.

Ob man nun dagegen klagen muß? Würde sagen man wartet noch ab, wie die Länder sich dazu äußern werden. Man muß wohl nochmal wiederholen, daß die Idee des 49ers nicht der große Reiseverkehr ist, sondern das Pendeln zur Arbeit. Studenten wohnen wohl doch eher Uni-nah. Aber ja, auch Arbeitnehmer wie ich brauchen für das werktägliche Pendeln innerhalb Kölns keine Gültigkeit in Lübeck, Apolda und Ravensburg. Das Problem wäre ja eher, daß irgendwer wieder vor einer dieser elenden Verbundgrenze steht, nur weil er 10 km zu weit weg wohnt. Es hätte wohl immer wieder irgendwo nicht gepasst, egal wie großzügig man die Zirkelkreise geschwungen hätte. Den Studis würde es aber wohl doch eine Reihe von teureren ICE-Heimfahrkarten ersparen, da erreicht man den Wert von 102 EUR im halben Jahr wohl schnell.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Semesterticket juristisch angreifen

MC_Hans, 8001376, Donnerstag, 20.04.2023, 17:29 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт

Hallo,
einst war das Semesterticket ein ersehnter Fortschritt. Nun sieht es so aus, dass manche Bundesländer/Verkehrsverbünde nicht zu Potte kommen, das Semesterticket an die neue Realität des Deutschlandtickets anzupassen. Sollte es lediglich eine Upgradeoption geben, so sind Studenten schlechter gestellt, denn sie haben dann ein Teils-Zwangs-Deutschlandticket ohne monatsgenaue Kündigungsmöglichkeit.

Wie seht ihr die Chancen, vorm Verwaltungsgericht dagegen vorzugehen? Und wie genau macht man dies?

Die erste Anlaufstelle ist zunächst dein AStA, der dich in diesen Fragen vertritt. Was hat der dazu gesagt?

Wie war es zuvor, als Studierende mit der Einschreibegebühr ein Semesterticket bekommen haben, sich aber ungerecht behandelt gefühlt haben, da sie es gar nicht brauchten? Das sind auch z.T. ein paar hundert Euro pro Semester, die gezahlt werden müssen, obwohl das Ticket vielleicht gar nicht genutzt werden soll.

Also was macht man da.

Als Solidarticket wird die Last auf viele Schultern verteilt. Das Design des Tickets impliziert also, dass manche weniger fahren und manche mehr. Im nächsten Semester ist es umgekehrt. Ähnlich einer Sozialversicherung. Das ist also in Kauf zu nehmen.

Manchmal kannst du einen Härtefallantrag stellen, dann bekommst du eine Entwertung deines Tickets und die Rückerstattung. Der muss aber sehr gut begründet sein! (Dtl.-Ticket dürfte kein Grund sein)

Eine Upgrade-Option ist besser als gar nichts, manche Verbünde bieten in diesem Sommer noch gar kein Upgrade an und wer ein Deutschlandticket möchte, kann es sich zusätzlich zum Semesterticket privat kaufen.

Frag also deinen AStA, was der so meint. Wenn es gelingt, das Semesterticket zurückzugeben, stehen dir alle Türen offen, ein reguläres, monatlich kündbares Deutschlandticket beim Vertriebspartner deines Vertrauens zu erwerben.

Semesterticket juristisch angreifen

Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 18:13 (vor 1084 Tagen) @ MC_Hans

Als Solidarticket wird die Last auf viele Schultern verteilt.

Ja, aber die Kalkulation ändert sich durch das Deutschlandticket erheblich.

Bisher war es in NRW z.B. wie folgt:

Einer nutzt den ÖPNV und zahlt (mindestens) 36€, der andere nutzt den ÖPNV nicht und zahlt 36€.
Beide zahlen zusammen (mindestens) 72€.

Ab 1.5.:

Der eine nutzt den ÖPNV und zahlt 36€ bis 49€, der andere nutzt den ÖPNV nicht und zahlt 36€.
Beide zahlen zusammen: 72€ bis 85€.

Die Alternativ zur Situation ab dem 1.5. lautet kein Semesterticketvertrag. Dann wäre es wie folgt:

Der eine nutzt den ÖPNV und zahlt 49€ (d.h. in Einzelfällen, wenn NRW-weit genügt, ein klein wenig mehr) und der Nichtnutzer zahlt 0€.

Beide zahlen zusammen 49€.

Eine Upgrade-Option ist besser als gar nichts, manche Verbünde bieten in diesem Sommer noch gar kein Upgrade an und wer ein Deutschlandticket möchte, kann es sich zusätzlich zum Semesterticket privat kaufen.

Besser als nichts ist ein ganz schlechter Grundsatz für solche Vereinbarungen.

Semesterticket juristisch angreifen

MC_Hans, 8001376, Donnerstag, 20.04.2023, 20:55 (vor 1084 Tagen) @ Barzahlung

Als Solidarticket wird die Last auf viele Schultern verteilt.


Ja, aber die Kalkulation ändert sich durch das Deutschlandticket erheblich.

Bei ziemlich vielen ÖPNV-Dauerkarten ist das so, worauf willst du nun hinaus?

Bisher war es in NRW z.B. wie folgt:

Einer nutzt den ÖPNV und zahlt (mindestens) 36€, der andere nutzt den ÖPNV nicht und zahlt 36€.
Beide zahlen zusammen (mindestens) 72€.

Ab 1.5.:

Der eine nutzt den ÖPNV und zahlt 36€ bis 49€, der andere nutzt den ÖPNV nicht und zahlt 36€.
Beide zahlen zusammen: 72€ bis 85€.

Die Alternativ zur Situation ab dem 1.5. lautet kein Semesterticketvertrag. Dann wäre es wie folgt:

Der eine nutzt den ÖPNV und zahlt 49€ (d.h. in Einzelfällen, wenn NRW-weit genügt, ein klein wenig mehr) und der Nichtnutzer zahlt 0€.

Beide zahlen zusammen 49€.

Der Verbund hat Mindereinnahmen von (mindestens) 23 €. Zählt das nicht zu den Milliarden an Kosten, über die monatelang vor Einführung des Deutschlandtickets gerungen wurde?

Eine Upgrade-Option ist besser als gar nichts, manche Verbünde bieten in diesem Sommer noch gar kein Upgrade an und wer ein Deutschlandticket möchte, kann es sich zusätzlich zum Semesterticket privat kaufen.


Besser als nichts ist ein ganz schlechter Grundsatz für solche Vereinbarungen.

Was wäre ein valider Grundsatz?

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Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 21:40 (vor 1084 Tagen) @ MC_Hans
bearbeitet von Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 21:44

Der Verbund hat Mindereinnahmen von (mindestens) 23 €. Zählt das nicht zu den Milliarden an Kosten, über die monatelang vor Einführung des Deutschlandtickets gerungen wurde?

Dir scheint entgangen zu sein, dass der ÖPNV seit über drei Jahren weitgehend von Alteinnahmegarantien lebt. Das ist auch alles nicht Sache der Studenten und auch nicht das Thema.
Es geht um den Nutzen der jeweiligen Semesterticketverträge für die Studenten im Zeitraum ab Mai.

Eine Upgrade-Option ist besser als gar nichts, manche Verbünde bieten in diesem Sommer noch gar kein Upgrade an und wer ein Deutschlandticket möchte, kann es sich zusätzlich zum Semesterticket privat kaufen.


Besser als nichts ist ein ganz schlechter Grundsatz für solche Vereinbarungen.


Was wäre ein valider Grundsatz?

Ein vernünftiger Nutzen für die Studentengemeinschaft. Es muss Sinn ergeben und den Zweck, Mobilität bezahlbar zu halten, erfüllen. Das gewählte Beispiel, der NRW-Semesterticketvertrag ergibt ab dem 1.5. keinen Sinn mehr. Damit können die Studenten nur drauf zahlen. Das dürfte bei Dir auch angekommen sein. Du kamst oben mit Mindereinnahmen bei den Verbünden. Die Mindereinnahmen sind ja gerade das Ziel der Überlegungen um ein Ende der Semesterticketverträge. ;-)

Semesterticket juristisch angreifen

MC_Hans, 8001376, Freitag, 21.04.2023, 11:26 (vor 1083 Tagen) @ Barzahlung

Ja, aber die Kalkulation ändert sich durch das Deutschlandticket erheblich.

Bisher war es in NRW z.B. wie folgt:

Einer nutzt den ÖPNV und zahlt (mindestens) 36€, der andere nutzt den ÖPNV nicht und zahlt 36€.
Beide zahlen zusammen (mindestens) 72€.

Ab 1.5.:

Der eine nutzt den ÖPNV und zahlt 36€ bis 49€, der andere nutzt den ÖPNV nicht und zahlt 36€.
Beide zahlen zusammen: 72€ bis 85€.

Die Alternativ zur Situation ab dem 1.5. lautet kein Semesterticketvertrag. Dann wäre es wie folgt:

Der eine nutzt den ÖPNV und zahlt 49€ (d.h. in Einzelfällen, wenn NRW-weit genügt, ein klein wenig mehr) und der Nichtnutzer zahlt 0€.

Beide zahlen zusammen 49€.

Dir scheint entgangen zu sein, dass der ÖPNV seit über drei Jahren weitgehend von Alteinnahmegarantien lebt. Das ist auch alles nicht Sache der Studenten und auch nicht das Thema.

Wenn es nicht Thema ist, wozu dann deine Rechnung?

Es geht um den Nutzen der jeweiligen Semesterticketverträge für die Studenten im Zeitraum ab Mai.

Eine Upgrade-Option ist besser als gar nichts, manche Verbünde bieten in diesem Sommer noch gar kein Upgrade an und wer ein Deutschlandticket möchte, kann es sich zusätzlich zum Semesterticket privat kaufen.


Besser als nichts ist ein ganz schlechter Grundsatz für solche Vereinbarungen.


Was wäre ein valider Grundsatz?


Ein vernünftiger Nutzen für die Studentengemeinschaft. Es muss Sinn ergeben und den Zweck, Mobilität bezahlbar zu halten, erfüllen. Das gewählte Beispiel, der NRW-Semesterticketvertrag ergibt ab dem 1.5. keinen Sinn mehr. Damit können die Studenten nur drauf zahlen. Das dürfte bei Dir auch angekommen sein. Du kamst oben mit Mindereinnahmen bei den Verbünden. Die Mindereinnahmen sind ja gerade das Ziel der Überlegungen um ein Ende der Semesterticketverträge. ;-)

Vernünftig und bezahlbar will dann definiert und verhandelt sein, aber das weißt du ja. Rest leider nicht nachvollziehbar. Versäumnisse in NRW oder sonstwo durch wen auch immer kommentiere ich ansonsten nicht. Es gibt Unis und Verbünde in Deutschland, da besteht die alte Semesterticketregelung auch über den 01.05.23 weiter, ohne dass eine zeitnahe Upgrademöglichkeit eingeräumt wird. Oder es besteht die Ankündigung, dass diese erst ab WS23/24 kommen wird. Die Studenten können die bestehende Regelung weiter nutzen und haben somit Zugang zu bezahlbarer Mobilität. Sofern andernfalls eine Upgrademöglichkeit durch den Verbund eingeräumt wird, durch Zahlung der Differenz auf bundesweite Gültigkeit analog Deutschlandticket, ist das Bestehen dieser Option zu begrüßen.

Semesterticket juristisch angreifen

Barzahlung, Freitag, 21.04.2023, 13:24 (vor 1083 Tagen) @ MC_Hans

Dir scheint entgangen zu sein, dass der ÖPNV seit über drei Jahren weitgehend von Alteinnahmegarantien lebt. Das ist auch alles nicht Sache der Studenten und auch nicht das Thema.


Wenn es nicht Thema ist, wozu dann deine Rechnung?

Um vorzurechnen, dass die Studenten ohne Vertrag günstiger fahren und der Vertrag somit eine finanzielle Belastung für die Studenten ist. Der Semesterticketvertrag ist dann nicht mehr Mittel zum Zweck, bezahlbare Mobilität zu gewähren.

Referenzpreis fürs Semesterticket ist immer der jeweilige Schüler/Azubi-Preis. Daran orientiert sich die Kalkulation.
Wenn der heruntergesetzt wird oder wie hier durch ein neues, viel günstigeres Produkt ersetzt wird, geht die Kalkulation beim Semesterticket nicht mehr auf.
Dann sind die Umlagen bzw. Studiticketpreise bei teilsolidarische Vereinbarungen zu hoch angesetzt und die Studenten zahlen drauf.

Die Studenten können die bestehende Regelung weiter nutzen und haben somit Zugang zu bezahlbarer Mobilität.
Sofern andernfalls eine Upgrademöglichkeit durch den Verbund eingeräumt wird, durch Zahlung der Differenz auf bundesweite Gültigkeit analog Deutschlandticket, ist das Bestehen dieser Option zu begrüßen.

Und falls nicht, haben sie ja Zugang zu bezahlbarer Mobilität.
Mittel-zum-Ziel-erklär-Logik...

Hiermit klink ich mich dann aus, weil es mir zu blöd wird.

Semesterticket juristisch angreifen

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 20.04.2023, 17:34 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von JeDi, Donnerstag, 20.04.2023, 17:37

Sollte es lediglich eine Upgradeoption geben, so sind Studenten schlechter gestellt, denn sie haben dann ein Teils-Zwangs-Deutschlandticket ohne monatsgenaue Kündigungsmöglichkeit.

Ganz im Gegenteil. Die Upgrades sind ja monatlich kündbar - und im Gegensatz zu allen anderen Nutzenden können Studierende die Sonderregelungen (Mitnahme usw) im eigentlichen Geltungsbereich ihres Semestertickets behalten.

Die grundsätzliche Zulässigkeit von Solidar-Semestertickets ist bereits seit Jahrzehnten letzinstanzlich geklärt. Selbstverständlich steht es dir frei, nochmals dagegen vorzugehen, die Erfolgsaussichten dürften aber eher gering sein.

Die von dir angefragte kostenlose Rechtsberatung wird dir das Forum aber eher nicht geben können oder dürfen.

--
Weg mit dem 4744!

Semesterticket juristisch angreifen

Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 19:41 (vor 1084 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Barzahlung, Donnerstag, 20.04.2023, 19:45

Die grundsätzliche Zulässigkeit von Solidar-Semestertickets ist bereits seit Jahrzehnten letzinstanzlich geklärt. Selbstverständlich steht es dir frei, nochmals dagegen vorzugehen, die Erfolgsaussichten dürften aber eher gering sein.

Es ist eigentlich genau anders herum. Die ASta fürchten ja sogar selber darum, dass sich Gerichte an diesen Verträgen abarbeiten und Regressforderungen entstehen.

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/semesterticket-100.html

Warum sie sich diesen Klotz ans Bein binden, indem sie die Verträge vorsorglich weiterlaufen lassen, würde mich echt interessieren. Schon das 9-Euro-Ticket hat einen riesigen Verwaltungsaufwand verursacht.

Auf DSO ist übrigens schon ähnliches unter diesem Thread diskutiert worden:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,10386213

Es gibt viele Pauschalkosten, für manche ohne Nutzen!

Bahngenießer, Donnerstag, 20.04.2023, 19:48 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт

Genauso könnte man sich gegen folgende Pauschalkosten wenden:

a) Rundfunkgebühren, auch wenn man keine Rundfunkgeräte betreibt,
b) Kfz-Steuer, egal, ob man Vielfahrer ist oder nur einmal im Jahr mit dem Wagen fährt,
c) Mietnebenkosten für Treppenhausbeleuchtung, auch wenn man das Treppenhaus nie im Dunkeln betritt,
d) Kurtaxe, egal ob man die dafür angebotenen Gratisleistungen öfters oder nie nutzt.

Wenn die Erfolgsaussichten hoch wären, sich gegen solche Pauschalkosten zu wenden, wäre man bestimmt schon erfolgreich gegen solche Kosten rechtlich vorgegangen!

Es gibt viele Pauschalkosten, für manche ohne Nutzen!

sfn17, Donnerstag, 20.04.2023, 20:29 (vor 1084 Tagen) @ Bahngenießer
bearbeitet von sfn17, Donnerstag, 20.04.2023, 20:31

Genauso könnte man sich gegen folgende Pauschalkosten wenden:

Das ist nicht "genauso", sondern jedesmal eine andere Baustelle.

a) Rundfunkgebühren, auch wenn man keine Rundfunkgeräte betreibt,

Rundfunkbeiträge beruhen auf Zustimmungsgesetzen der Landesparlamente zu Staatsverträgen. Dein Abgeordneter hat an Deiner Stelle dem Staatsvertrag zugestimmt.

b) Kfz-Steuer, egal, ob man Vielfahrer ist oder nur einmal im Jahr mit dem Wagen fährt,

Die Kfz-Steuer ist vom Bundestag beschlossen worden, deren einige Abgeordnete Du direkt oder über eine Liste gewählt hast.

c) Mietnebenkosten für Treppenhausbeleuchtung, auch wenn man das Treppenhaus nie im Dunkeln betritt,

"nie im Dunkeln" - decodiert: es nie selbst einschaltet (...nehme ich an).

Das hast Du im Mietvertrag akzeptiert.

Der Klassiker sind eigentlich die Betriebskosten für den Aufzug, die nicht per Gesetz, sondern via Mietvertrag umgelegt werden.

d) Kurtaxe, egal ob man die dafür angebotenen Gratisleistungen öfters oder nie nutzt.

Das hat die Kommune beschlossen. Die Leistungen sind nicht gratis.


Wenn die Erfolgsaussichten hoch wären, sich gegen solche Pauschalkosten zu wenden, wäre man bestimmt schon erfolgreich gegen solche Kosten rechtlich vorgegangen!

Ich würde sagen, gegen alle Buchstaben a-d ist man schon vorgegangen. Und es hat Modifikationen gegeben. (Bei a) z.B. dass Zweitwohnungen nicht bebeitragt werden - dazu hat es eine Verfassungsbeschwerde gebraucht.)

Semesterticket juristisch angreifen

sfn17, Donnerstag, 20.04.2023, 20:18 (vor 1084 Tagen) @ плацкарт

Das Ganze fängt damit an, den scheinbaren Sachverhalt erstmal richtig zu sortieren.

Hallo,
einst war das Semesterticket ein ersehnter Fortschritt.

(Du schreibst das so, als ob Du schon bei der Einführung dabei gewesen wärest und folglich ca. 60 Semester drauf hättest.)

Nun sieht es so aus, dass manche Bundesländer/Verkehrsverbünde

Wer jetzt? Bundesland oder Verkehrsverbund? Im Falle der Bundesländer gibt es idR einen Zweckverband dazwischen.

nicht zu Potte kommen, das Semesterticket an die neue Realität des Deutschlandtickets anzupassen.

Die Semestertickets beruhen auf Verträgen zwischen Verkehrsverbund (früher(TM) oft nur einzelne VU, selbst wenn sie einem Verkehrsverbund angehöten) und den Studenten einer Hochschule. Die Verträge werden durch die ASten/StuRas ausgestaltet und in einer Urabstimmung durch alle Studenten verbindlich gemacht.

Sollte es lediglich eine Upgradeoption geben, so sind Studenten schlechter gestellt, denn sie haben dann ein Teils-Zwangs-Deutschlandticket ohne monatsgenaue Kündigungsmöglichkeit.

Ein Upgrade wäre nur ein Gimmick des Landes oder sonstwem anders für Inhaber eines Semestertickets. Das ist nur Marketing und muss nicht durch die Studenten legitimiert werden.

Wie seht ihr die Chancen, vorm Verwaltungsgericht dagegen vorzugehen? Und wie genau macht man dies?

Tja, lies Dich mal sehr, sehr gründlich ein, wie ein Semesterticket überhaupt zustandekommt und vor allem, wie es juristisch gemacht wird, dass gefühlt alle Studenten einen Sockelbetrag abdrücken müssen, obwohl einige das Semesterticket in dem Sinne gar nicht "brauchen" und wollen. Zum Einstieg empfehle ich den Wikipedia-Artikel zum Semesterticket; dort werden die rechtlichen Grundlagen kenntnisreich wiedergegeben. insbesondere die (selbst in meinen gutwilligen Augen schon etwas konstruierten) Begründungen des Bundesverfassungsgerichts zu seinen Entscheidungen (btw: nach dem, was das BVerfG 2018 zum Rundfunkbeitrag abgelassen hat, muss mich das im nachhinein nicht wundern).

Juristisch "angreifbar" ist da nichts. Vertrag ist Vertrag.

Gehe zum örtlichen AStA und bringe Dich in dasjenige Referat ein, das mit dem Verkehrsverbund die Vertragsdetails aushandelt. Vielleicht kommt es so weit, dass überall die Semesterticketverträge von den ASten gekündigt werden...

Semesterticket juristisch angreifen

плацкарт, Donnerstag, 20.04.2023, 22:55 (vor 1084 Tagen) @ sfn17

Die BVerfG-Entscheidung zur Obrigkeitsrundfunk-Wohnungstürsteuer ohne Grundfreibetrag oder Progression ist sehr an den Haaren herbeigezogen gewesen.
Der kesse Plan, nicht mehr auf die Empfangsgeräte abzustellen und jedem Haushalt Rundfunkbedarf zu unterstellen war ein Coup vom Feinsten.
2 Kirchhof-Brüder sicherten in den Folgejahren diese irre Einnahmensicherung für geldgierige Intendanten und Stars, die dank eigener privater Produktionsfirma doppelt abzocken, ab.
Die meisten Bundesbürger wollen das Joch abschütteln oder zumindest vom üppigen Unterhaltungsballast befreien.

Es ist zu hoffen, dass Semestertickets, die keine signifikante finanzielle Entlastung von Studenten mehr sind, nicht mehr lange existieren. Falls sie - für ganz Deutschland - deutlich günstiger sind als das 49€-Ticket, bin ich übrigens weiterhin für das Semesterticketsystem.

Arbeiten statt studieren löst das Problem auch.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 21.04.2023, 00:24 (vor 1083 Tagen) @ плацкарт

Hallo.

Und Arbeiters werden reichlich gesucht.

Noch mehr Studenten, die dann weltfremd sind, weil ohne je unten praktisch an der Front gearbeitet zu haben, brauchen wir dagegen nicht.

Immer wieder witzig, wenn mir solche 'Eggsperten' meinen Job erklären wollen - obwohl sie gar keine Ahnung davon haben.


Schöne Grüße von jörg

Studenten tun gerne mal beides, um sich über Wasser zu halte

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.04.2023, 06:39 (vor 1083 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Studieren ist Teil eines Grundrechts

плацкарт, Freitag, 21.04.2023, 08:21 (vor 1083 Tagen) @ Der Blaschke

...und kann wie J-C schon schrieb, gleichzeitig mit einer Erwerbstätigkeit betrieben werden.

Der Begriff "Front" erweckt Assoziationen. Zwei Länder weiter, im Breitspurgebiet wird von Männern erwartet, dass sie Arbeit oder Studium mal eben unterbrechen, um die Front zu verstärken.

+1

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.04.2023, 09:29 (vor 1083 Tagen) @ плацкарт

Ich würde fast sagen, als Student der Raumplanung und Raumordnung lerne ich viel mehr die Gegebenheiten vor Ort kennen. Wenn ich ein Gebiet analysiere, dann werde ich nicht einfach nur am Computer sitzen und aus dem Internet die Infos zusammenklauben, da fahr ich dorthin, schau es mir selbst an. Wie gestern in Zwettl NÖ, wo ich eine sehr schöne Stadt vorfand und im Stadtbus dann sah, wie die meisten ein Klimaticket Ö haben.

Und das in einer Bezirkshauptstadt im Waldviertel.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Da liegst Du falsch.

sfn17, Freitag, 21.04.2023, 09:42 (vor 1083 Tagen) @ J-C
bearbeitet von sfn17, Freitag, 21.04.2023, 09:44

Ich würde fast sagen, als Student der Raumplanung und Raumordnung lerne ich viel mehr die Gegebenheiten vor Ort kennen. Wenn ich ein Gebiet analysiere, dann werde ich nicht einfach nur am Computer sitzen und aus dem Internet die Infos zusammenklauben, da fahr ich dorthin, schau es mir selbst an. Wie gestern in Zwettl NÖ, wo ich eine sehr schöne Stadt vorfand und im Stadtbus dann sah, wie die meisten ein Klimaticket Ö haben.


Du lernst niemals never jamais die örtlichen Gegebenheiten so genau wie die Jugendlichen, die dort aufgewachsen sind, oder die Oma, die als Jungarbeiterin in die Gegend gezogen ist und ihre Familie gegründet hat und alles kennt: von Supermarkt bis Hausarzt, von Kindergarten bis Handwerksbetrieb.

Uralte Trampelpfade und durchbrochene Absperrungen legen beredtes Zeugnis raumplanerischen Schrotts ab.

Studenten, die meinen, mit nach wie vor sehr stumpfen Analysemethoden und im Vorbeiflug getätigten Ortsbesichtigungen die Welt schon halbwegs erklären zu können, werden zu Problemplanern. Komisch, dass immer die in den Kommunen landen...

Bahnbezug: desgleichen bei der Planung eines öffentlichen Stadtverkehrs durch weit entfernte Externe. Letztes Jahr erlebt in Offenbach(Main) durch eine Berliner Firma. War wirklich ein facepalm.

Wenn du es so siehst

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.04.2023, 09:56 (vor 1083 Tagen) @ sfn17

Da stecken sehr viele Stereotype und Vermutungen drin. Ich lass mich da gerne belehren, vielleicht trifft man sich an einen Ort deiner Wahl ;-)

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

denke doch nochmal nach

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 23.04.2023, 21:06 (vor 1081 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 23.04.2023, 21:07

desgleichen bei der Planung eines öffentlichen Stadtverkehrs durch weit entfernte Externe. Letztes Jahr erlebt in Offenbach(Main) durch eine Berliner Firma. War wirklich ein facepalm.

Facepalm? Hat die Berliner Firma das Offenbacher Rathaus überfallen und besetzt? Was kann die Berliner Firma für einen Auftrag aus Offenbach bzw warum sollte sie einen Hilferuf ablehnen? Warum adressierst Du Deinen Vorwurf nicht an Stadtverwaltung und Stadtwerke direkt in Offenbach? Also an jene, die vor Ort sitzen und jeden Stadtwinkel kennen. Die Stadt Offenbach hätte doch jene Jugendlichen* und Omas* mit der Planung des Stadtbusverkehrs beauftragen können.


(* "die als Jungarbeiterinen in die Gegend gezogen sind und ihre Familien gegründet haben, alles kennen: von Supermarkt bis Hausarzt, von Kindergarten bis Handwerksbetrieb")


Frage doch in Offenbach an, warum man in Berlin angerufen hat. Statt die eigenen Stadtwerke zu beauftragen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Studieren und dann Arbeiten löst das Problem besser.

sfn17, Freitag, 21.04.2023, 08:31 (vor 1083 Tagen) @ Der Blaschke

Aber Blaschi hat schon recht: Studenten und Studierte neigen ganz gern mal dazu, den hilfsarbeitenden Kärrnern die Welt erklären zu wollen. Das ist aber auch studiengangsabhängig - je nachdem, wie sehr man durch eigene fortwährende Unwissenheit frustriert und dadurch zur Bescheidenheit gebracht wird. Mathematik ist gnadenlos, bei BWL reicht oft Methode "Telefonbuch". (Ich weiß um die Abstufungen dazwischen.)

Arbeiten statt studieren löst das Problem auch.

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 21.04.2023, 08:31 (vor 1083 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo.

Und Arbeiters werden reichlich gesucht.

Aber bitte auch nicht ungelernt. Und am besten 20 Jahre alt. Und 10 Jahre Berufserfahrung. Und wehe man stellt Ansprüche an Lohn/Gehalt oder Arbeitszeiten!

Noch mehr Studenten, die dann weltfremd sind, weil ohne je unten praktisch an der Front gearbeitet zu haben, brauchen wir dagegen nicht.

Die Leute, die pauschal alle Studenten als weltfremd bezeichnen, dürften wohl genau so weltfremd sein ...

Immer wieder witzig, wenn mir solche 'Eggsperten' meinen Job erklären wollen - obwohl sie gar keine Ahnung davon haben.

Och, vielleicht solltest du es mal anders sehen ... du erklärst hier doch auch gern mal den Leuten der Bahn ihren Job ... ;-)

Schönes Wochenende!

…und die Populismuskeule erst recht!!!11!1!!eins!!ELF!

musicus, Freitag, 21.04.2023, 09:21 (vor 1083 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

Bahnausbau benötigt (leider) noch mehr Studenten...

Pfälzer, Freitag, 21.04.2023, 14:34 (vor 1083 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo,

Noch mehr Studenten, die dann weltfremd sind, weil ohne je unten praktisch an der Front gearbeitet zu haben, brauchen wir dagegen nicht.

In manchen Bereichen mag das schon zutreffen.

Gerade bei unserem Kernthema Eisenbahn ist das aber nicht immer der Fall. Das Stichwort lautet hier: Aus- und Neubauvorhaben von Eisenbahninfrastruktur. Diese Projekte - und seien es auch nur ein paar Kilometer neuer Strippe überm Gleis - sind mit extremen bürokratischen Aufwänden verbunden. Es ist schon "beeindruckend" was alles an Gutachten zusammen getragen werden muss und wie lange Beteiligungsprozesse andauern können*, bevor der erste Bagger rollen darf.

*Damit gemeint ist die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange (z. B. Behörden) und betroffener Bürger in Planfeststellungsverfahren und vorgelagerten Planungsschritten. Die NIMBY-Klagen kommen dazu noch on top.

Hier nun ein kleiner Ausschnitt aus den Dokumenten und Anhängen, die für die Einreichung eines Projekts zur Planfeststellung benötigt werden:
- Erläuterungsbericht
- Lage- und Höhenpläne sowie Querschnitte
- Bauwerksverzeichnis
- Grunderwerbsverzeichnis
- Gutachten zu Schallemissionen, Luftqualität, Belastungen von Boden und Grundwasser, etc.
- Gutachten zur Umweltverträglichkeit, z. B. zur Einhaltung der Artenschutzbestimmungen, zu FFH- und anderen Schutzgebieten, etc.
- usw.

Schließlich muss dann auch noch nachgewiesen werden, dass die eingereichte Projektvariante wirtschaftlich ist - und nicht nur an sich wirtschaftlich, sondern sogar wirtschaftlicher (bzw. unbedenklicher) als die anderen betrachteten Varianten und der Fall "nichts tun" - denn sonst gibt es aus der öffentlichen Hand keinen Cent dafür.

Wenn man wie wir Eisenbahnfreunde also noch zu Lebzeiten einen sichtbaren Ausbau der Infrastruktur sehen möchte braucht es ironischerweise sogar noch mehr Studenten und Theoretiker im "Wasserkopf":
- Geologen, Biologen, Geodäten, etc. für die zahlreichen notwendigen Fachgutachten
- Raum- und Verkehrsplaner zur Erarbeitung von Projektvarianten und -alternativen
- Ingenieure für die statische Berechnung und Ausgestaltung von Trassenverläufen und Bauwerken
- Verwaltungsfachwirte in den Behörden, die die Unterlagen prüfen
- Juristen, die die NIMBY-Klagen durchfechten
- und viele mehr
Natürlich löst das die echten Probleme an der Basis nicht. Und ja, früher war das alles einfacher, da wurde viel schneller gebaut. Planungsrechtlich haben wir diese Zeiten aber längst hinter uns gelassen. Denn es sind die vielen Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und technischen Regelwerke aus den letzten Jahrzehnten, die überhaupt erst zu dem bürokratischen Wahnsinn geführt haben. Das kann man nun gut oder schlecht finden, ändern tut das den bestehenden Zustand jedenfalls auch nicht mehr.

Und so gilt nun ein Satz, den viele Dozenten in mehreren Variationen zu Anfang eines Semesters über die Teilnehmerzahlen von Lehrveranstaltungen verlieren:

"Wenn wir das mit der Verkehrswende schaffen wollten, dann müsste dieser Saal hier eigentlich noch deutlich voller sein!"

Also: Wir brauchen dringend Handwerker, Pflege- und Reinigungskräfte, Lkw-, Bus- und Straßenbahnfahrer, Tf, Mechaniker, Techniker, Macher, Praktiker - aber zum vorwärts kommen in den Mühlen der Bürokratie in gewissem Maße eben auch Studenten und Theoretiker, die in diesem festgefahrenen System für Fortschritt sorgen.

Sagt jemand, der selbst Verkehrsplanung studiert hat, dabei nebenher übrigens auch schon als Fahrgasterheber aktiv war und sich über kuriose Dienstpläne gewundert hat, die er selbst natürlich besser hinbekommen hätte ;)

Freundliche Grüße aus dem Süden!

Nein - wir müssen das System einreißen und entschlacken.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 21.04.2023, 21:03 (vor 1083 Tagen) @ Pfälzer
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 21.04.2023, 21:05

Hey.

Noch mehr Studenten, die dann weltfremd sind, weil ohne je unten praktisch an der Front gearbeitet zu haben, brauchen wir dagegen nicht.


In manchen Bereichen mag das schon zutreffen.

Gerade bei unserem Kernthema Eisenbahn ist das aber nicht immer der Fall. Das Stichwort lautet hier: Aus- und Neubauvorhaben von Eisenbahninfrastruktur. Diese Projekte - und seien es auch nur ein paar Kilometer neuer Strippe überm Gleis - sind mit extremen bürokratischen Aufwänden verbunden. Es ist schon "beeindruckend" was alles an Gutachten zusammen getragen werden muss und wie lange Beteiligungsprozesse andauern können*, bevor der erste Bagger rollen darf.

*Damit gemeint ist die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange (z. B. Behörden) und betroffener Bürger in Planfeststellungsverfahren und vorgelagerten Planungsschritten. Die NIMBY-Klagen kommen dazu noch on top.

So kann es aber nicht weitergehen - weil nichts mehr vorwärts geht. Es wird immer mehr verwaltet und geplant - das Rad der Demokratisierung und Ökologisierung ist längst viel zu weit gedreht.

Es wird aber nicht weniger. Denn dann würden die Bearbeiter arbeitslos. Problem ist, dass das Gegenteil der Fall sein wird: die ganzen nachdrückenden Ausstudierten wollen auch Pöstchen haben. Der ganze Aufwand für 3 Kilometer Gleis wird also noch irrer werden. Die Aktenberge werden weiter wachsen. Gebaut wird immer weniger immer langsamer.

Nun gibt es gegen den Irrsinn nur eine Lösung; unsere Vorfahren lebten damit: regelmäßig muss alles in Schutt und Asche gelegt werden. Der dann notwendige Neuaufbau geht dann ratzfatz. Da fragt niemand, ob das eine Irreführung des Spechtes ist, wenn da wer Löcher in die Wand hämmert.

Früher gab es für sowas Kriege, Feuersbrünste und hin und wieder mal markante Naturereignisse. Schleswig-Holsteins Nordseeinseln sah vor 900 Jahren anders aus. Diese Natur-'Katastrophen', um die heute so ein Geschiss veranstaltet wird, sind gar nichts besonderes.

Nur ist das alles natürlich ein Problem: wer will schon freiwillig zurück ins temporäre Elend? Da braucht es Leute wie Putin. Wie schnell reparierte die Ukraine zerstörte Infrastruktur. Jetzt will man ca binnen Jahresfrist alles russischnamige ausmerzen und umbenennen. Eine Umbenennung bekommen wir hier nach Jahrzehnten nicht mal beim Hindenburgdamm hin.

Kurzum: du hast in gewisser Weise natürlich Recht - die zunehmenden Aufgaben erfordern mehr Personal. Nur werden dadurch die Aufgabenstellungen immer weiter ins Uferlose erweitert. Bis irgendwann nichts mehr geht: hat man alle Aufgaben erfüllt, muss man von vorne anfangen, weil sich die Grundvoraussetzungen geändert haben: neue Verkehrsprognosen, ausgestorbene Tierarten, weiterentwickelte Technik. J-C wird für immer Arbeit haben - nur erschaffen werden wird nichts mehr.

Also: Wir brauchen dringend Handwerker, Pflege- und Reinigungskräfte, Lkw-, Bus- und Straßenbahnfahrer, Tf, Mechaniker, Techniker, Macher, Praktiker

Die sind heute schon nicht genug da - und werden es auch in Zukunft nicht. Wenig läßt sich so exakt vorhersagen wie die demographische Entwicklung. Wir werden weniger - und ab ca 2080 sinkt die Weltbevölkerung insgesamt.

Wo sollen all die o.g. Berufsgruppen herkommen - wenn der geringer werdende Nachwuchs immer mehr dem Studium frönt.

Einzige Hoffnung ist da sowas wie KI, Automatisierung und Co. Der Bahnkunde wird in gar nicht so ferner Zeit dankbar sein, dass der Zug keinen Lokführer mehr braucht - weil das die einzige Chance ist, dass überhaupt ein Zug verkehrt.


Schöne Grüße von jörg

Operieren lassen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 23.04.2023, 21:32 (vor 1081 Tagen) @ Der Blaschke

...möchte ich mich dann aber lieber doch nicht von einem Asphalt-Arbeiter, Steckrüben-Landwirt oder Cola-Ausfahrer. Klar, im Mittelalter ging man zum Zähne ziehen wohl zum Hufschmied. Und statt ins MRT geschoben zu werden las man einst Patientendiagnosen aus Eingeweiden von unschuldigen Opfertieren ab. Eine recht raue Zeit - vermutlich.

Aber gut. Die einen gehen dann wieder zum Hufschmied. Die anderen gönnen Studis ihr Deutschland-Ticket.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

OT: mit der Natur leben ....

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 23.04.2023, 22:50 (vor 1081 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo.

Operieren lassen ... möchte ich mich dann aber lieber doch nicht von einem Asphalt-Arbeiter, Steckrüben-Landwirt oder Cola-Ausfahrer. Klar, im Mittelalter ging man zum Zähne ziehen wohl zum Hufschmied. Und statt ins MRT geschoben zu werden las man einst Patientendiagnosen aus Eingeweiden von unschuldigen Opfertieren ab. Eine recht raue Zeit - vermutlich.

Verstehe ich jetzt nicht. Wir wollen doch MIT DER NATUR leben. Da zieht der Eiter vom Zahn ins Gehirn und man geht mit 35 hops.

Die Zeiten früher waren doch nicht rauer - man lebte eben mit der Natur. Und schied halt meist recht frühzeitig aus dem Leben.

Heute baut man Häuser - weil die Natur draußen bleiben soll! Rennt zum Doc. Züchtet Impfstoffe und genmanipulierte Pflanzen. Nur um möglichst ewig zu leben. Ganz wider der Natur.

Daran sieht man schon den ganzen Widerspruch und den Irrsinn in der Argumentation dieser Umweltapostel und Ökofetischisten.

Aber gut. Die einen gehen dann wieder zum Hufschmied. Die anderen gönnen Studis ihr Deutschland-Ticket.

Gut, dass ich zu den anderen gehöre. Solange der Hufschmied mir kein Colafass mit Inhalt zimmert.


Schöne Grüße von jörg

In TH wird es vorr. erstmal GAR NICHTS geben !

611 040, Erfurt, Freitag, 21.04.2023, 09:32 (vor 1083 Tagen) @ плацкарт

Noch nicht mal die versprochene Upgrade-Lösung. Auf meine Anfrage beim Studierendenwerk meinte man nur, sie wissen noch nichts genaues, sind auch nicht in die Gespräche einbezogen und man müsse abwarten. Sie hoffen aber dass bis Mai etwas passiert.
Da heute aber bereits der 21.04 ist und das Ticket ja nur monatsscharf erworben werden kann denke ich nicht mehr, dass eine Lösung bis zum 1.Mai erzielt wird.
Heißt also man müsste im Mai zusätzlich zu den 30€ Semesterticketgebühren noch ein Deutschlandticket-ABO für 49€ kaufen, was dann 79€ wären und damit deutlich teurer als für allen anderen.
Dann müsste man darauf hoffen, dass es bis zum 10. Mai geklärt ist um sein Abo (je nach VU) bis zum 10.05 fristgerecht zu kündigen.
Das kann es echt nicht sein !

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In TH wird es vorr. erstmal GAR NICHTS geben !

плацкарт, Freitag, 21.04.2023, 12:43 (vor 1083 Tagen) @ 611 040

Schon die Ankündigung, dass es eine Upgradelösung geben wird, kam kurz vor Semesteranfang. Das hätten die Ministerpräsidenten der Länder auch langfristiger ankündigen können.
Es ist seit dem 9-€-Ticket eine Hängepartie. Kein direkter Anschluss. Dann 1.1. Dann 1.4. Dann 1.5. Bei der Studentenlösung haben wir jetzt einen Flickenteppich und lokale Hängepartien.

In TH wird es vorr. erstmal GAR NICHTS geben !

Bluenight1983, Freitag, 21.04.2023, 16:24 (vor 1083 Tagen) @ 611 040

Wie auch alle anderen Menschen, werden auch Studenten nicht gezwungen sich ein Deutschlandticket zu besorgen. Es steht jedem frei ob es ihm die 49€ wert ist.

Woher kommt eigentlich die Einstellung alles billig zu bekommen. Die Allgemeinheit finanziert das Studentendasein, dabei ist noch nicht mal garantiert das die Gesellschaft später was davon haben wird. Oder gibt es eine Regelung das wenn man nach dem Studium im Ausland einen Job anfängt, die Studienkosten zurück zahlen muss?

In TH wird es vorr. erstmal GAR NICHTS geben !

611 040, Erfurt, Freitag, 21.04.2023, 16:38 (vor 1083 Tagen) @ Bluenight1983

Ich habe nichts dagegen auch die 49€ zu zahlen.
Aber ich möchte nicht schlechter gestellt werden als Nicht-Studenten. Btw. für Azubis gibt es doch auch Vergünstigungen.

Wir Thüringer Studierende haben bereits bis zum 30.9 ein Semesterticket für 30€ pro Monat gekauft, was auch für alle verpflichtend war.
Dann ist es nur fair uns nur die Differenz zu 49€ für das Deutschlandticket bezahlen zu lassen. Dann haben wir genauso viel bezahlt wie alle anderen auch.
Im Moment sieht es aber so aus, und wird zumindest im Mai so kommen, dass wir wenn wir das Deutschlandticket nutzen möchten es komplett neu für 49€ (und auch noch als weiteres Abo) kaufen müssen und damit insgesamt 79€ monatlich bezahlen.
Das ist das selbe als würden alle Abokunden ihr Ano frühestens zum 30.9 kündigen können, die räumliche Gültigkeit bliebe natürlich gleich. Wer dann das Deutschlandticket möchte, zahlt beides.

Nur darum geht es und nicht um ein Deutschlandticket für 29€ o.Ä.

Grüße 611 040

--
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KEIN Upgrade in Thüringen

611 040, Erfurt, Mittwoch, 26.04.2023, 12:04 (vor 1078 Tagen) @ 611 040

Zumindest im Mai. Scheinbar scheitert es an der technischen Umsetzung. Es ist auch noch nicht klar ob es bereits am 1. Juni verfügbar ist.
Man soll das Upgrade-Ticket auch nur bei den örtlichen Verkehrsbetrieben erwerben können...
Kann mir auch niemand erzählen dass die bis vor 2-3 Tagen noch gedacht haben es bis Ende der Woche zu schaffen. Warum dann nicht früher ehrlich kommunizieren.

Naja so wird's halt im Mai erstmal das Ticket der PRG ohne Abo... auch schön. Nur 30€ umsonst gezahlt.

Grüße 611 040

--
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KEIN Upgrade in Thüringen

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 26.04.2023, 15:57 (vor 1078 Tagen) @ 611 040

Naja so wird's halt im Mai erstmal das Ticket der PRG ohne Abo... auch schön. Nur 30€ umsonst gezahlt.

oder nicht so weit weg fahren, und damit 30€ gespart.
Wozu war das Ticket gedacht, ja Richtig um die Pendler zu entlasten, und auf den ÖPNV umsteigen zu lassen.
Ab Juni, dann eben mehr Lusttoure machen.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

KEIN Upgrade in Thüringen

611 040, Erfurt, Mittwoch, 26.04.2023, 16:12 (vor 1078 Tagen) @ EK-Wagendienst

Das Studierdenwerk könnte auch einfach fair zugeben dass sie es verbockt haben und allen, die ein Deutschlandticket für Mai vorweisen können (zB per Abobestätugung etc.) die 30€ zurückerstatten, genauso wie damals beim 9EUR-Ticket.
Ging dort auch einfach unkompliziert an der Mensakasse, wo man einfach das Geld auf die elektronische Geldbörse der thoska gebucht bekommen hat.
So haben Thüringer Studierende immerhin keinen NACHteil gegenüber allen anderen Nutzern.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

KEIN Upgrade in Thüringen

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 26.04.2023, 16:23 (vor 1078 Tagen) @ 611 040

Das Studierdenwerk könnte auch einfach fair zugeben dass sie es verbockt haben und allen, die ein Deutschlandticket für Mai vorweisen können (zB per Abobestätugung etc.) die 30€ zurückerstatten, genauso wie damals beim 9EUR-Ticket.
Ging dort auch einfach unkompliziert an der Mensakasse, wo man einfach das Geld auf die elektronische Geldbörse der thoska gebucht bekommen hat.
So haben Thüringer Studierende immerhin keinen NACHteil gegenüber allen anderen Nutzern.

Wo geht denn heute noch was einfach....

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Erreichbarkeitsmängel der Semesterticketbüros

плацкарт, Montag, 24.04.2023, 11:05 (vor 1080 Tagen) @ плацкарт

Beispiel HU Berlin:


"Zuletzt aktualisiert am 12. Dezember 2022"

"Auf Grund von vielen Krankheitsfällen und Umstrukturierungen im Büro-Team können wir aktuell leider keine verlässlichen Beratungszeiten anbieten.
Das tut uns sehr leid und wir hoffen, ab nächstem Jahr wieder besser telefonisch erreichbar zu sein.
Ihr könnt natürlich trotzdem immer euer Glück versuchen, uns telefonisch zu erreichen. Vielleicht ist ja zufällig gerade eine Person im Büro.

(Gilt ab dem 12.12.22)"

"Telefonisch sind wir meist nur während der Sprechzeiten zu erreichen, hier unsere Telefonnummer: (030) 2093-70296"


Beispiel FU Berlin:

Es gibt Internetseiten eines "Semesterticketbüros", auf denen sich aber keine Informationen zur Lage oder zu Öffnungszeiten befinden.

"Wir haben ein umfangreiches FAQ zu häufigen Fragen bzgl. des Semestertickets."

Dieses FAQ enthält 3 Fragen.


TU Berlin:

"
Wir bieten Video-Sprechstunden an. Dienstags für Befreiung und Mittwochs für Zuschuss, immer 14:00 – 16:00 Uhr."

Für diese Video-Sprechstunden müssen sich die Studenten online anmelden. Telefonieren aussichtslos.


Bei Verkehrsbetrieben und -verbünden gibt es funktionierende Telefonnummern und Büros. Für einen Berliner Studenten ist es kaum möglich, jemanden an die Strippe zu kriegen. Solche Institutionen sind für die Verwaltung der Semesterticketgebühren und die Verhandlung mit dem VBB zuständig.

Schreib ne Mail?

Hansjörg, Montag, 24.04.2023, 11:21 (vor 1080 Tagen) @ плацкарт

- kein Text -

Schreib ne Mail?

плацкарт, Montag, 24.04.2023, 12:02 (vor 1080 Tagen) @ Hansjörg

Mails kann man leichter ignorieren. Übrigens gibt es das Upgrade voraussichtlich erst ab 1.6. Da es aber voraussichtlich ist, kann ein Erwerber des Deutschlandtickets dieses gar nicht rechtzeitig kündigen, wenn z. B. erst am 15.5. sicher ist, dass es ein Upgrade gibt.

Ich finde, die Verantwortungslosigkeit ist systemisch.

+10000

611 040, Erfurt, Montag, 24.04.2023, 12:56 (vor 1080 Tagen) @ плацкарт

Genau so geht es mir auch! Ich verstehe nicht was das soll. Warum können die Studierdenwerke oder -vertretungen nicht endlich mal ehrlich zugeben dass es im Mai nichts mehr wird und man sich so zumindest für den Mai woanders ein Deutschlandticket besorgen kann.
Stattdessen wird man bis heute 4 Werktage vor Start(!) vertröstet, dass man NOCH nichts weis und abwarten soll.
Man sagt zwar "sag niemals nie" aber ich bin mir zu 99% sicher dass es im Mai KEINE Upgrade Lösung gibt, wie soll es auch in 3 Tagen.
Warum dann nicht ehrlich zugeben dass man es nicht schaffen konnte oder wollte und eine Upgrade-Möglichkeit frühestens im Juni kommt.

Grüße 611 040

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Desorganisierte Verantwortungslosigkeit!

плацкарт, Montag, 24.04.2023, 13:00 (vor 1080 Tagen) @ 611 040

Ich will nicht wissen, welche Politkumpanen in den ASten und welche Parteibonzen in Führungspositionen der Verkehrsbetriebe bei minimaler Leistungserwartung versorgt werden.

Erreichbarkeitsmängel der Semesterticketbüros

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 25.04.2023, 00:37 (vor 1079 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 25.04.2023, 00:38

Bei Verkehrsbetrieben und -verbünden gibt es funktionierende Telefonnummern und Büros. Für einen Berliner Studenten ist es kaum möglich, jemanden an die Strippe zu kriegen.

Dann wende dich doch an das ausstellende Verkehrsunternehmen. Der Asta wird ja wohl kaum selbst Fahrkarten ausgeben.

An der TU waren das zumindest zu meiner Zeit immer die BVG, das stand auch klar auf dem Ticket drauf.

--
Weg mit dem 4744!

Erreichbarkeitsmängel der Semesterticketbüros

611 040, Erfurt, Dienstag, 25.04.2023, 07:47 (vor 1079 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von 611 040, Dienstag, 25.04.2023, 07:48

Das ist bei uns anders. Da ist das Semesterticket direkt in die Thoska (Studierendenausweis) integriert. Dort wird nur der Hinweis Semesterticket + VMT aufgedruckt. Ist eigentlich eine ziemlich gute Lösung, weil man so nur die Karte (mit Bild) zeigen muss und nicht wie bei anderen Unis noch Immabescheinigung und Ausweis dazu.
Dafür aber jetzt natürlich auch niemand zuständig außer dem Studierdenwerk was aber laut ihrem Instapost nichts weis. Auf der Website steht noch nicht mal irgendein Hinweis dazu.

Grüße 611 040
aus der gleich startenden Arbeitsrechtsvorlesung, die aber hier auch nur bedingt weiterhilft

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

voraussichtlich 1.6.2023 - Wer hat versagt oder blockiert?

плацкарт, Montag, 24.04.2023, 12:58 (vor 1080 Tagen) @ плацкарт

Viadrina (Uni Frankfurt (Oder))

Der AStA schreibt:

"In den letzten Wochen haben uns viele Anfragen zur Nutzung des Semestertickets im Zusammenhang mit der Einführung des bundesweit gültigen Deutschlandtickets (49€-Ticket) erreicht. Selten stand das Semesterticket so sehr in den Schlagzeilen – und nach langen Verhandlungen ist jetzt klar, wie es mit dem Semesterticket ab dem 01.05.2023 weiter geht. Bitte beachtet, dass diese Infos alle nur den aktuellen Stand (19.04.2023) wiedergeben und sich noch ändern können!

Ab dem 01.05.2023: Einführung des Deutschland-Tickets (unabhängig vom Semesterticket)

Im Mai kann das Deutschland-Ticket zum Preis von 49€ im Monat nur unabhängig vom Semesterticket erworben werden. Wir erstatten grundsätzlich KEINE 49€-Tickets, und der Erwerb eines 49€-Tickets ist auch KEIN Grund zur Rückerstattung des Semestertickets.

Ab dem 01.06.2023: Einführung der sog. „Upgrade-Option“ (als Ergänzung zum Semesterticket)

Voraussichtlich ab dem 01.06. kann das Semesterticket für vsl. 15,67€ im Monat zusätzlich bundesweit genutzt werden. Hierbei wird derzeit mit Hochdruck eine vollständig digitale Lösung erarbeitet, wobei das Upgrade per App bezahlt und verwaltet werden kann."

Das eigene oder fremde Versagen in Bezug auf die Upgrade-Lösung für das Deutschlandticket wird vom AStA Viadrina hier gut dokumentiert. Am meisten fällt das "voraussichtlich" auf. Denn für Deutschlandticketabonnenten ist es notwendig, schon bis zum 10.5. ihr Deutschlandticketabo zu kündigen (Greizer ausgeschlossen).

Immerhin ehrliche Aussage!

611 040, Erfurt, Montag, 24.04.2023, 15:08 (vor 1080 Tagen) @ плацкарт

Zumindest das hätte ich mir aus Thüringen auch gewünscht. Aber einfach warten lassen geht gar nicht.

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Herrlicher Einblick in die Studentenwelt ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 24.04.2023, 16:16 (vor 1080 Tagen) @ 611 040

Huhu.

Da haben wir - das Volk! - mal eine echte Revolution hinbekommen; gegen den ursprünglichen Willen der Mächtigen.

Natürlich zwickt und zwackt es hier und da. Und es ist auch mal ungerecht. Aber die Dinge sind unumkehrbar. Ein NV-Monatsticket für ganz Deutschland. Vor 3 Jahren wäre jeder, der das prophezeit hätte, als Spinner belächelt worden.

Jetzt gilt es, die Dinge auszubauen, Fehler auszumerzen und hier und da optimieren und Tarife weiter anpassen.

Dass der Bahnfanfuzzyszene dazu nur Gejammer einfällt, ist klar. Wie soll man 1000 Fahrkarten sammeln, wenn es nur eine gibt. Und wen kann man damit beeindrucken, dass man den Unterschied zwischen VSN und VBN kennt, wenn das niemand mehr wissen muss.

Dass aber auch die Studenten jammern und jammern und jammern - das erstaunt dann doch etwas.

Herrje, wenn alles sooooooo schlimm ist, dann schnappt euch einen Anwalt und ab geht's. Irgendeinen Brauchbaren werdet ihr an der Uni doch ausgebildet haben.

Wobei: um welche Summen reden wir hier eigentlich? Um einmalig 49 Euro zu viel? Oh Gott, eine Fete im Monat weniger. Ein Abend ohne Party.

Ich fürchte, wir erleben nach dem Sommer einen Einbruch bei den Immatrikulationen. Dazu Millionen Studienabbrecher. Um den Sinn des Lebens beraubt und selbstverständlich unfähig zu alternativen Arbeitsformen vegetieren sie vor sich hin. Und brabbeln Wortfetzen vor sich her. Da können sie sich mit den Bahnfanfuzzyfreaks zusammen tun - die leben schließlich schon immer so.


Schöne Grüße von jörg

Herrlicher Einblick in die Studentenwelt ...

musicus, Montag, 24.04.2023, 16:20 (vor 1080 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

Da haben wir - das Volk! - mal eine echte Revolution hinbekommen; gegen den ursprünglichen Willen der Mächtigen.

Ahhh ja - die Cannabis-Legalisierung ist also durch...

Herrlicher Einblick in die Studentenwelt ...

плацкарт, Montag, 24.04.2023, 16:27 (vor 1080 Tagen) @ Der Blaschke

Lieber Jörg, realistische Studentenzahlen, weil das Semesterticket nicht mehr gebraucht wird, sind doch zu begrüßen. Ich kenne auch Professoren, die nebenbei noch ein Orchideenfach studierten und sich übers Semesterticket nicht beklagten.

Die meisten älteren Semester verdienen sich den Lebensunterhalt neben ihrem Studium sowieso mit Erwerbsarbeit selbst. Die von dir beschriebene Front zwischen Malochern und Elfenbeinturmbewohnern gibt es in meiner Welt nicht.

Der wahre "Klassenfeind" sind die Parteibuchbesetzungen in Plüschetagen und Vorständen aller möglichen Organisationen wie Verbund, Wasserwerk, Stiftung oder Verband. Da sind wir vom Leistungsprinzip weit entfernt.

Herrlicher Einblick in die Studentenwelt ...

J-C, In meiner Welt, Montag, 24.04.2023, 18:13 (vor 1080 Tagen) @ плацкарт

Wie willst du als Politik denn sonst Einfluss auf ein staatliches Unternehmen haben? Aufsichtsratpositionen sind da nicht schlecht.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Herrlicher Einblick in die Studentenwelt ...

плацкарт, Montag, 24.04.2023, 18:21 (vor 1080 Tagen) @ J-C

Die Kritik betraf Parteibuchbesetzungen, wo Fachkenntnisse und Leistung besser riechen würden.

Nein - wir müssen das System einreißen und entschlacken.

MC_Hans, 8001376, Montag, 24.04.2023, 17:54 (vor 1080 Tagen) @ Der Blaschke

Jetzt gilt es, die Dinge auszubauen, Fehler auszumerzen und hier und da optimieren und Tarife weiter anpassen.

Falsch. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen die Revolution - sie ist überfällig.

https://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=678231

Schlimm

J-C, In meiner Welt, Montag, 24.04.2023, 18:11 (vor 1080 Tagen) @ Der Blaschke

Es soll aber auch Studis in Armut geben, für die 49€ eben schon signifikant ist. Die haben auch nicht so viele Feten…
…also das hab ich mal gehört, kann ich nicht überprüfen.
¯\_(ツ)_/¯

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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