Nö... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Mittwoch, 09.06.2010, 10:48 (vor 5888 Tagen) @ liebe70

Hallo!

PS: Sorry, aber mir geht die durchaus hin und wieder berechtigte Kritik an der DB derzeit extrem auf den Nerv.


Siehste - und uns Kunden geht der ganze nicht funktionierende "Kleinkram" extrem auf den Nerv. Mal fehlen 5 Minuten für einen Anschluß, mal gibt's im Bordrestaurant nicht das Wunschessen, mal fällt ein Zug aus, mal fehlt ein Wagen, mal ist nicht gereinigt, mal geht die Uhr falsch, dann gibt's wieder haufenweise kurzfristige Fahrplanänderungen (schau mal z.B. in Hannover in die entsprechenden Schaukästen ==> wer soll denn da noch durchsteigen?) und dann sind wieder 20% der WC unbenutzbar. Und ab und an fehlt Personal. Nicht zu vergessen der Klassiker: Umgekehrte Wagenreihung. Der halbe Fernzugpark scheint verdreht zu sein. Jedesmal wieder über den ganzen Bahnsteig latschen zu müssen oder durch den halben Zug - das nervt. Zumal man angesichts von Kommunikationsmängeln nicht mal sicher sein kann, ob es auch so kommt: Oft genug erlebt, dass von umgekehrter Wagenreihung gesprochen wurde, diese aber richtig war. Oder umgekehrt: Keine Info und der Zug fährt falschrum rein.

Und die Aufzählung beinhaltet jetzt nur DB-interne Probleme. Dass dazu noch externe Faktoren kommen wie PU, OL-Diebstähle etc, dafür kann die Bahn nichts - geben dem ohnehin aufgrund der o.g. Mängel genervten Fahrgast dann aber den Rest. Und weil er genervt ist, unterscheidet er auch nicht mehr, wer warum wie wofür überhaupt verantwortlich ist.

Zurück zur Auflistung: Jedes für sich genommen ist eine Lappalie, aber alles zusammen ergibt dann - LEIDER!! - ein anderes Bild. Vor allem dann, wenn man noch die "Leistungen" der DB im vergangenen Winter im Hinterkopf hat, wenn man seit Monaten unter dem IC(E)-Durcheinander leidet und wenn man gleichzeitig das Gefühl (!) bekommt, es interessiert sich nicht wirklich jemand dafür. Und dazu das ewige Versprechen, dass es in Kürze besser würde und es dann irgendwie doch nicht besser wird.

Wobei ich sagen muss, dass es zumindest hier in der Gegend bei Regio durchaus sehr zufriedenstellend läuft - von einer teilweise miesen Zugbegleiterbegleiterquote mal abgesehen (aber daran wird gearbeitet, wie man mir versicherte). Oft gibt's erst dann Frust, wenn der Fernverkehr ins Spiel kommt. Der ist seit geraumer Zeit einfach nicht mehr zuverlässig!

Die Gründe dafür kennst Du doch selbst am besten: Unmögliche Dienstpläne, wo im Störungsfall gleich alles durcheinander gerät, knappe Fahrzeugreserven, enge Umläufe, fehlendes Personal. Wenn das Euch Eisenbahnern schon selbst auf die Nerven geht (was man bei vielen Kollegen durchaus spürt!!!), wie soll es dann erst dem Kunden gehen?


Und wenn bei all diesen Dingen ewig Kleinigkeiten falsch laufen, warum sollte dann ausgerechnet in punkto Sicherheit alles zu 99,99999% perfekt laufen? Eher erscheint es mir so, als ob es da eben auch die Kleinigkeiten sind, die man übersieht, nicht beachtet, für nicht relevant hält. Es würde mich erfreuen, wenn es anders ist. Nur mag ich nicht wirklich daran glauben. Aber wir werden es ja sehen - beim nächsten Unfall (oder wenn es eben keinen gibt.)


Schöne Grüße von

jörg


Mal ein Paradebeispiel: Einer der IC-Garnituren auf der Linie Hamburg - Köln - Stuttgart; und zwar eine, wo erst die beiden 2. Klasse-Wagen kommen, dann der 1. Klasse-Block, dann der eigentliche 2.-Klasse-Block. Hinten dann ein Steuerwagen dran.

Neulich war es so: Die beiden ersten 2.Klasse-Wagen standen an richtiger Stelle, ganz vorne. Der Steuerwagen am Schluß war auch korrekt eingereiht. Nur all die Wagen dazwischen (quasi der Zugstamm) waren in umgekehrter Reihenfolge!!!! Ich will gerne konstatieren, dass man sich bei der DB da Mühe gegeben hat, überhaupt einen ordentlichen Zug mit allen Wagen auf die Gleise zu setzen. Aber kannst Du Dir vorstellen, wie die Reisenden reagierten, denen man dieses Durcheinander mühselig erklären mußte?!


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