Bahnverkehr von Berlin nach Stettin wird ausgebaut (Allgemeines Forum)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 21.11.2022, 16:02 (vor 17 Tagen)
bearbeitet von J-C, Montag, 21.11.2022, 16:03

Link (Berliner Morgenpost)

Ist eine meist nicht direkte Verbindung von Berlin nach Stettin, die auf einem Teilstück nicht einmal elektrifiziert ist und darüber hinaus nur im Zweistundentakt angeboten wird, attraktiv? Nein!

Ist es bezeichnend, wenn ich vor Jahren mal in einem der wenigen direkten REs von Berlin nach Stettin reiste und nur dank meines spontanen Einfalls, auf die erster Klasse aufzuzahlen, im GTW der DB in Dreifachtraktion einen Sitzplatz bekam?
Sicher!

Und da nicht nur ich es so sehe, hat der VBB zusammen mit den Verantwortungsträgern eine gute Nachricht für uns: Ab 2026 wird's endlich besser!

In diesem Monat wurde der längst überfällige Ausbau zwischen Angermünde und Stettin begonnen, welcher eine Elektrifizierung und eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h beinhaltet.

Derweil hat die DB die Ausschreibung zum Betrieb der Strecke ab 2026 gewonnen. Zweistündlich soll es einen RE9 vom Flughafen BER über Berlin Hbf nach Stettin geben, der die Reisezeit im Vergleich zu bisher um 20 Minuten verkürzt und in der anderen Stunde wie gehabt die RB 66 Angermünde - Stettin. Beides dann mit Stadler FLIRT befahren. Die Kapazität wird durch die vierteiligen FLIRT nun fast verdoppelt.

Und es wird noch besser. Ich zitiere:

Vorgesehen sind laut Mitteilung auch saisonale Verlängerungen der Zugverbindungen über Stettin hinaus nach Swinemünde sowie Misdroy.

Damit erhofft man sich vielleicht auch eine Entlastung der Achse nach Rostock und Stralsund, denn auch im polnischen Teil der Ostsee lässt es sich gut am Strand entspannen.

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) nannte vor allem den künftig geplanten Einsatz von modernen elektrischen Zügen einen „wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“. „Mit dem Ziel weiterer Durchbindungen in Richtung polnischer Ostseeküste bietet sich zudem eine Alternative für die heute im Saisonverkehr schon stark touristisch ausgelasteten Strecken Richtung Rostock und Stralsund“, so Beermann weiter. Berlins Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) erklärte, die neue Verbindung werde „dem Zusammenwachsen der beiden europäischen Metropolregionen einen Riesenschub geben“.

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Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)


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