Jet-Set-Leben auf Kosten der Steuerzahler. (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 10.12.2021, 16:36 (vor 1585 Tagen) @ GUM
bearbeitet von J-C, Freitag, 10.12.2021, 16:37

Liebe Community,

die Entfernung zwischen Berlin und Paris dürfte so um die 890 Kilometer betragen, weil ja derzeit auch noch direkter geflogen werden kann.

Ein Nachtzug wäre schön, aber mit einem Umstieg kommt man auch hin innerhalb eines Tages und kann auf der Zugfahrt sicherlich auch gut arbeiten. Und selbst ein Charter-Zug würde ein Bruchteil dessen kosten, was ein Flieger verursacht.

Und die Luftstraßen noch nicht überfüllt sind.

Die werden es erstmal auch nicht sein, wenn Länder in den Lockdown gehen und ihr eigenes Süppchen kochen.

Meiner Meinung nach macht die Außenministerin eher Werbung für "Wein trinken und Wasser predigen" oder könnte Plakate aufhängen "Ein neuer Anfang".

Das ist halt das doofe.

Warum?

Sie zeigt gleich am ersten, vollen Arbeitstag, daß sie sich für die Ziele der eigenen Partei überhaupt nicht interessiert. Ein Flugzeug mit Innenraum für 138 Plätze (in Lufthansa Version) nach Paris zu schicken, wenn man gar keine Wirtschaftsdelegation dabei hat.

Wie kommt sie von Brüssel zurück? Hoffentlich nicht mit der selben Maschine, dann ergibt das alles gar keinen Sinn. So wie die Geschichte, wo Frau Von der Leyen ohne Witz von Wien nach Bratislava flog. Zum Verständnis. Das sind ca. 50 km. ist eine Relation wie Hamburg - Lübeck, Köln - Duisburg oder von Berlin nach Brandenburg (Havel). Stell dir einfach mal vor, ein Politiker würde den Flieger von Hamburg nach Lübeck nehmen.

Ernsthaft, dieses Jet-Set-Leben der Politiker ist schon irgendwie dreist. Diese Selbstverständlichkeit, mit der man durch die Gegend jettet, anstatt ein Vorbild zu sein und den Zug zu nehmen. Warum? Wieso kann man in 2021 es nicht als ganz normal erachten, dass man die Bahn nimmt? Warum ist es aufsehenserregend, dass Herr Özdemir mit dem Rad zum Bundestag fährt? Was ist eigentlich schief gelaufen, dass für Politker Auto und Flieger der Standardweg sind? Ich rede davon, dass Meetings auch online oder im Zug abgehalten werden können. Ich rede davon, dass es um unser Steuergeld geht und da eine ganze Menge Geld verschwendet wird. Wir müssen nicht einmal ein Wort über das Klima verschwenden, das kann in der Bewertung völlig untergehen und trotzdem wird klar sein, dass dieser Politiker-Jet-Set einfach völlig entgleist ist.

Ich meine, wir reden nicht einmal von dem Fall, wo der ehemalige Bundeskanzler Österreichs, Sebastian Kurz, mit einer Maschine eines in den USA gesuchten russischen Oligarchen fliegt. Da ist man nicht nur entgleist, man befindet sich im freien Fall in die Korruption, das ist eine andere Geschichte.

Ist das nicht ein bisschen viel für einen Minister und dessen Stab?

Viel zu viel und darüber muss man endlich mal reden.

Es ist aber ein guter Einstieg in die neue Regierungswahrheit. "Wasser predigen und Wein trinken" könnte man sagen.

Und das ist jedes Mal so eigendlich. Als Löwe gestartet, als Bettvorleger gelandet.

Oder auch: Lässt uns ruhig die Immobilien-Eigentümer mit immer neuen Regulierungen strangulieren. Das gesparte CO2 produzieren wir dann woanders.

Stranguliert werden sie eigendlich nicht. Deren Forderungen werden ja letztlich auch der Wirtschaft helfen - und der Innovation.

Anhand des zeitlichen Ablaufs ist anzunehmen, daß Sie dann ein Flugzeug irgendwo wieder aufgesammelt hat. Ist aber wenigstens ehrlich und setzt gleich ein Ausrufezeichen für die kommenden vier Jahre.

Lol.

Jeder hat ja bei den Begrüßungsbildern inklusive am Arm fassen sehen können wer bei diesen Besprechungen der Führende ist.

Das eh.

Liebe Grüße

GUM

Gruß
J-C

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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