Der "Metronom" hat auch abgewirtschaftet! (Aktueller Betrieb)

Der Blaschke, Samstag, 13.11.2021, 10:34 (vor 26 Tagen) @ bm1996

Hallöchen!

Die hohe Zuverlässigkeit des Eisenbahnwesens ...

Auf der Oldenburger Südbahn kommt es wie nicht unüblich mal wieder zu Verzögerungen im Betriebsablauf. Zwar läßt sich fast an jedem Verkehrshalt kreuzen und darüber hinaus auch noch - aber Fahrplan und Eingleisigkeit vertragen sich nunmal nicht. Also in der Theorie schon. In der Praxis nur selten.

Die Fahrgäste werden also - wie ebenfalls nicht unüblich - in Oldenburg den Anschluß-IC/RE Richtung Bremen verpassen. Das sorgt - auch wie üblich - zu einer Menge Unmut. Aber die Theoretiker des Bahnwesens halten ITF und Deutschlandtakt ja für die Erfüllung der Träume und prognostizieren der Eisenbahn eine große Zukunft. Wieviele Fahrgäste man mit regelmäßig verpaßten Anschlüssen nachhaltig vergrault - egal ...

Nun ist Wochenende. Und es finden sich diverse Fahrgäste, die nach Hamburg wollen.

Die Theoretiker winken ab: Herrje, halbe Std später die S-Bahn nach Bremen nehmen. Und der Metronom fährt doch auch halbstündlich nach Hamburg. Gejammer unnötig; basta. Es gibt zwar langsame Metronome und schnelle und so werden es mehr als 30 Min - auch egal ...

Die Krönung aber bringt dann der Metronom! Gleich 3 (!!) Züge hintereinander(!!!) fallen aus. Ab Bremen 10.59h, 11.33h und 11.59h.

Meine Kunden wären bei Anschlußerreichung in Oldenburg um 10.05h in Bremen gewesen und hätten 10.33h den Metronom erreicht. Jetzt werden sie erst 10.44h in Bremen sein. Und können also erst um 12.33h(!) den nächsten verkehrenden Metronom nehmen. 2 Std Verspätung!

Und was war man beim Metronom dereinst stolz - war man doch DAS Vorzeigeunternehmen für Niedersachsen. Der Hochmut ist in Teilen noch geblieben - die Leistungen sind aber auch nur noch erbärmlicher Durchschnitt.

Ob DB FV nun einen seiner Züge freigibt für NV-Reisende, weiß ich nicht. Immerhin kommen 2 hintereinander. Der 2212 hat ca + 80. Der 2026 ca + 20. Nebenbei: Flix macht auch mit: ca + 70.

Herrlich. Die hohe Zuverlässigkeit ...

Ach ja, soll ja nicht verschwiegen werden: der Anschluß nach Norddeich war natürlich in Oldenburg auch weg. Frau Kunde will nach Juist. Das immerhin klappt auch mit der nächsten Verbindung in 2 Std - wenn sie denn pünktlich verkehrt: ist dann nämlich nur ein Turnschuhanschluß.


Soweit ein Bericht aus dem real existierenden Bahnwesen!

Und ja, schlussendlich ist alles halb so schlimm. Weil jeder ankommt. Wenn so mancher auch später. Denn alles könnte schlimmer sein. Wenn der Fahrgast nämlich nach Hannover umsteigen will und dort zur Uniklinik will und als Antwort auf die Frage nach dem Grund der Fahrt angibt, dass heute mit den Ärzten entschieden werden soll, ob die lebenserhaltenden Geräte bei seiner Frau wegen Hoffnungslosigkeit abgestellt werden und ich spontan als Zuhörer gebraucht werde.

Und als Wachmacher, weil Frau Jungspund noch von der gestrigen Party wach war, das aber von Ahlhorn bis Oldenburg nicht durchhielt, sondern dann selig schlummerte. Immerhin ging nach dem Erwachtwerden das Aussteigen derart zügig (sic!), dass sie als Vorbild für so viele Kunden taugen würde.

So, das erste Drittel des Tages ist geschafft. Mal schauen, was noch geboten wird ...


Schöne Grüße von jörg


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