der Bund ist noch Eigentümer, bleibt es auch mehrheitlich (Allgemeines Forum)

Henrik, Sonntag, 09.05.2010, 15:50 (vor 5812 Tagen) @ liebe70

Aber das Aktionsbündniss is nur heiße Luft und nix dahinter. Was wollen denn die betroffenen Länder, Städte, Gemeinden dagegen tun, wenn die DB sagt: Ab morgen fährt nach Leipzig, Hamburg, Berlin, woauchimmersonsthin KEIN ICE mehr.


Doch ! Der Bund ist immerhin noch Eigentümer der Bahn.


Klar doch. Der Bund wollte doch seine Staatskonzerne alle privatisieren, weil ihm das zu teuer wurde. Wohin das führt, sieht man doch bei Post und Telekom sehr gut.

... und Postbank.
Alles 3 sehr erfolgreiche große Unternehmen und der Steuerzahler hat durch Verkäufe von Aktien Milliarden an Euro eingenommen.
Die Deutsche Post AG ist das größte Logistik- und Postunternehmen weltweit.
Die Deutsche Telekom AG ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen.

Lufthansa wäre auch zu nennen,
einer der größten, weltweit agierenden Konzerne in der Zivilluftfahrtbranche.

Also kann er als Eigentümer über seinen Verkehrsminister, den Aufsichtsrat einen sehr großen Einfluß nehmen. Schon alleine aktienrechtlich, weil Grundstücksgeschäfte vom AR genehmigt werden müssen (z. B. das Geld nicht für Prestigebauten raushauen).


Der Eigentümer sollte sich endlich mal entscheiden, was er konkret will. Entweder eine Privatisierung mit allen Konsequenzen (die dann auch heißt, daß die Politik keinen Einfluß auf unternehmerische Entscheidungen hat) oder flächendeckenden Fernverkehr unter Staatsregie, dann kann die Privatisierung abgeblasen und alles damit Zusammenhängende rückgängig werden. Beides zusammen geht nicht. Es gibt auch keine eierlegende Wollmilchsau.

Schau in Koalitionsvertrag und weiteren entsprechenden Äußerungen des Eigentümers bzw. eben des Bundesverkehrsministers.

Wieso sollte es nur schwarz und weiß geben, aber nichts dazwischen?
Du hast doch oben die Beispiele genannt, die aus der Bundespost hervorgegangen sind.
Sowohl bei der Post als auch bei der Telekom hat der Staat noch beträchtliche Anteile.
Und bei der Bahn ist es nicht geplant, mehr als 50% zu veräußern, sogar lediglich nur etwa 25%, wenn es überhaupt dazu kommt.
Und damit sitzt man sehr wohl auch noch im Aufsichtsrat etc.

Darüberhinaus auch noch über politische Vorgaben und zudem verbietet niemand, den betroffenen Bundesländern ein EVU zu gründen und selbst Fernverkehr anzubieten.


Und warum betreibt die LNVG mit dem metronom keinen Fernverkehr? Oder die HLB?

Die Antwort dürfte in den regionalen Verkehrsgesetzen stehen.

Wieso die LNVG? Die LNVG ist doch kein EVU.


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