HU: Machbarkeitsstudie SFS Budapest-Bratislava vollendet. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 07.05.2021, 09:38 (vor 1794 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

nachdem ich hier schon mehrmals über die HGV-Vorhaben von Tschechien berichtete, wäre es auch interessant zu wissen, was Ungarn machen könnte.
Angeblich ist eine Rennbahn von Budapest Richtung Westen geplant. IRJ berichtet.
Zwei Sachen machen das ganze ziemlich interessant:

From there (Törökbálint), the line will head south of the Vértes range and pass to the north of Székesfehérvár, where it will run mostly parallel to the existing Székesfehérvár – Komárom line as far as Kisbér, before heading to Győr and then following a highway to Hegyeshalom and Rajka.

1. Man führt die Rennbahn also nicht via direktem Weg Budapest-Tatabánya-Györ, sondern via Székesfehérvár, nur damit man weniger Tunnelbauten braucht und die Balaton-ICs mitprofitieren können. Dann stelle ich mir die Frage, welcher Zug schneller sein wird: ein normaler IC Budapest-Györ über eine ausgebaute Altstrecke oder ein Rennzug Budapest-Székesfehérvár-Györ mit höherer vmax aber mehr Streckenkilometer.

Wenn ich mir aber openrailwaymap angucke, dann sehe ich dass eine ordentliche Strecke Székesfehérvár-Györ fehlt. Wir reden hier von Ballungsräumen von jeweils über 200.000 Einwohnern. Im verknüpften Wiki-Artikel immerhin Rang 6 und 9. Zudem hat Székesfehérvár eine hohe touristische Bedeutung wegen Balatonsee.

2. Angeblich fokussiert man auf eine Magistrale HU-SK-CZ-PL. Also Budapest-Bratislava-Brno-Warschau. Ich vermute, die Strecke via Wien bietet mehr Potential. Ab Wien erreicht man ganz Österreich, Norditalien und vor allem die bahnaffine Schweiz. Dagegen spricht aber, dass Polen 37 Millionen Einwohner hat und im Chart der bevölkerungsreichsten Europastaaten Rang 8 einnimmt (zumindest hinter DE-UK-FR-IT-ES-UA; bei Russland bin ich mir den genauen Rang nicht sicher: sin die 146 Mio. das komplette Land oder nur den Europa-Teil?).

Gut, es ist immerhin nur eine Machbarkeitsstudie. Sogar das Ergebnis "go" oder "no-go" ist noch nicht bekannt. Bis dahin dürfen wir ICE-Fans selbstverstänlich gerne über einen Velaro HU, Wien-Budapest 243 km in 1 Stunde oder einen ICE International Amsterdam-Köln-Frankfurt-Nürnberg-Wien-Budapest träumen... ;)


gruß,

Oscar (NL).

--
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HU: Machbarkeitsstudie SFS Budapest-Bratislava vollendet.

Altmann, Freitag, 07.05.2021, 09:52 (vor 1794 Tagen) @ Oscar (NL)

Danke für die Info! Klingt interessant ...

Sicher ist das ein Umweg über Szekesfehervar. Aber ganz dumm ist das nicht. Erstens wegen der Anbindung des Balaton, zweitens könnte man wohl auch eine Verbindung zur Strecke Richtung Belgrad basteln (das könnte auch für den Güterverkehr interessant sein, und das Nadelöhr Budapest entlasten). Die Idee gefällt mir.

Und dass Wien dabei vergessen wird, ist zwar nicht optimal - aber von Hegyeshalom ist man schnell in Wien. Wenn man da die Strecke noch ein bisschen ausbaut, dann macht das schon Sinn.

HU: Machbarkeitsstudie SFS Budapest-Bratislava vollendet.

Siggis Malz, Freitag, 07.05.2021, 13:26 (vor 1794 Tagen) @ Oscar (NL)

Es ist mMn. sinnvoll in kleineren Ländern mit weniger finanziellen Möglichkeiten möglichst viele Potenziale zu bündeln und somit vielleicht auch etwas an der Fahrtzeit von A nach C zu verlieren, dafür aber tatsächlich eine wirtschaftliche Infrastruktur zu schaffen.
Schade finde ich, dass man aber weiterhin nicht Wien - Budapest über Bratislava und Györ führen will.
Das ist eine der potentesten Städteketten im Süd-Osten Europas und die wird völlig zerschnitten in Einzelrelationen.

Eine 300 km/h SFS Wien - Bratislava - Györ - (Balaton) - Budapest wäre auch von den Fahrtzeiten noch hochkompetitiv und würde mehrere Relationen bündeln und trotzdem ermöglichen, dass man Budapest - Polen nur über Bratislava und nicht Wien führt etc.. In Zeiten der EU sollte ein Grenzübergang mehr solche Projekte eigentlich nicht behindern, die Pandemie wird aber viele in dem jetzigen Denken bekräftigen.

So muss man weiterhin Züge aus Österreich oder Westeuropa in Wien "aufteilen" oder lässt Züge in Provinzbahnhöfen alla Bebra (Hegyeshalom) halten, damit man dort umsteigen kann.

"Vierländereck" HU/SK/AT/CZ.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 07.05.2021, 15:10 (vor 1794 Tagen) @ Siggis Malz

Hallo Siggis Malz,

Es ist mMn. sinnvoll in kleineren Ländern mit weniger finanziellen Möglichkeiten möglichst viele Potenziale zu bündeln und somit vielleicht auch etwas an der Fahrtzeit von A nach C zu verlieren, dafür aber tatsächlich eine wirtschaftliche Infrastruktur zu schaffen.
Schade finde ich, dass man aber weiterhin nicht Wien - Budapest über Bratislava und Györ führen will.
Das ist eine der potentesten Städteketten im Süd-Osten Europas und die wird völlig zerschnitten in Einzelrelationen.

Eine 300 km/h SFS Wien - Bratislava - Györ - (Balaton) - Budapest wäre auch von den Fahrtzeiten noch hochkompetitiv und würde mehrere Relationen bündeln und trotzdem ermöglichen, dass man Budapest - Polen nur über Bratislava und nicht Wien führt etc.. In Zeiten der EU sollte ein Grenzübergang mehr solche Projekte eigentlich nicht behindern, die Pandemie wird aber viele in dem jetzigen Denken bekräftigen.

So muss man weiterhin Züge aus Österreich oder Westeuropa in Wien "aufteilen" oder lässt Züge in Provinzbahnhöfen alla Bebra (Hegyeshalom) halten, damit man dort umsteigen kann.

In diesem "Vierländereck" gibt es einige Kleinstädte, die aktuell eine sehr hohe verkehrstechnische Bedeutung haben.
In Breclav (CZ) kreuzen die Magistralen Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Brno-Bratislava-Budapest und Warschau-Katowice-Ostrava-Wien.
In Prerov (CZ) kann der Reisende, kommend von Ostrava, zwischen Brno und Breclav wählen. Die Züge nach Wien und Bratislava befahren die 160 km/h Umgehungsbahn un halten nicht in Brno.
In Heygeshalom (HU) hat der Reisende aus Budapest die Wahl zwischen Wien und Bratislava.

1. Sollte man Knoten Breclav zugünsten HGV aufgeben?
Wenn beibehalten, dann macht HGV keinen Sinn, denn ab Breclav sind die Strecken nach Brno, Prerov, Bratislava und Wien alle im zweistelligen Kilometerbereich. Das schafft ein 200-230 km/h Zug auch. Ausbau für 200 km/h würde hier reichen und Breclav-Prerov könnte man sogar bei 160 km/h belassen.

2. Welche Rennstrecke sollte man bauen?
a. Brno-Wien
b. Brno-Bratislava
c. beide (Y-Trasse Brno-Breclav-Wien/Bratislava)

(mal angenommen: Prag-Brno-Prerov-Ostrava wird ohnehin gebaut)

Würde sagen: beide, wegen folgende Magistralen:

A. Hamburg-Berlin-Prag-Brno-Bratislava-Budapest
B. Warschau-Katowice-Ostrava-Wien-Graz-Maribor-Zagreb

Dann muss man aber, vom Norden kommend, in Ostrava oder Brno in den richtigen Zug umsteigen, denn in Breclav geht das dann nicht mehr.


gruß,

Oscar (NL).

--
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J-C, In meiner Welt, Freitag, 07.05.2021, 15:39 (vor 1794 Tagen) @ Oscar (NL)

Interessant genug, es gab früher Pläne, auch Züge ohne Halt in Břeclav anzubieten, jetzt ist es anders, wie man auch

hier sieht.

Wien - Břeclav und Břeclav - Brno werden künftig mit bis zu 200 km/h gefahren. Gleichzeitig soll der Hauptbahnhof Brno verlegt und eine Einbindung in die Strecke nach Přerov erlauben, dadurch werden zur einen Stunde die Züge nach Polen über Brno, zur anderen eben über die erwähnte Umgehungsstrecke geführt. Sofern es mehr Züge auf den Routen gibt, muss das nicht einmal eine Verschlechterung für die Bestandsstrcke bedeuten.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wien - Balaton

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Freitag, 07.05.2021, 16:45 (vor 1794 Tagen) @ Siggis Malz
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Freitag, 07.05.2021, 16:45

Hallo

rein theoretisch müsste man nur die Strecke Györ - Tapolca - Keszthely und elektrifizieren. Dann könnte man von Wien aus schneller an das Nordufer gelangen und könnte ein RJ(x) Flügelkonzept (Zürich/München) - Wien - Györ - Budapest/Keszthely fahren. Da müsste man keine neue Strecke bauen, sondern würde vorhandene Infrastruktur flott machen...

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Gruß
Uwe

Wien - Balaton

J-C, In meiner Welt, Freitag, 07.05.2021, 16:59 (vor 1794 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Ein Flügelzug beim RJX nach Keszthely könnte kompliziert werden. Mit der Flughafenspange würde es zwar nicht mehr die Flügelung in Wien Hbf geben, die solch eine Idee von vornherein zum Scheitern verurteilt, allerdings wird man bei dem Zeithorizont davon reden, dass dann Flügelungen aus Richtung Bratislava in Wien nach Salzburg geschehen. Also sagen wir mal, über ganz wenige Züge (analog dem mittlerweile wohl aufgegebenen Konzept der RJ nach Neusiedl/See) hinaus wird das ganz fix nichts werden.

Und dann die Frage nach dem Bedarf als Einzelrelation. Im Verkehr nach Budapest kann das sicher mitschwimmen, ganz alleine hingegen kann ich mir das eher weniger vorstellen.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Man muss ja nicht in Wien flügeln

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Freitag, 07.05.2021, 17:05 (vor 1794 Tagen) @ J-C

sondern könnte das nach Györ verlegen.

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Gruß
Uwe

Aber dafür braucht man Doppeltraktion

J-C, In meiner Welt, Freitag, 07.05.2021, 17:35 (vor 1794 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Erst einmal würde ich stark bezweifeln, dass das ganze wirtschaftlich sinnvoll ist, zweitens geht man dann eben von einer Doppeltraktion bis Györ aus. Was aber, wenn man eigentlich den zweiten Teil von Wien nach Bratislava führen will?

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Man muss ja nicht in Wien flügeln

Altmann, Freitag, 07.05.2021, 20:05 (vor 1793 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Ich bin ja (als man noch durfte) oft die Strecke Györ-Keszthely gefahren. Die Verbindung ist aktuell durchaus gut - trotzdem kaum genutzt. In der ersten Klasse war ich meist alleine.

Wie man da einen RJ füllen soll, da hab ich große Bedenken. Zumal in Keszthely Ende Gelände ist.

Da wäre es m.M.n. sinnvoller, die Strecke Szekesfehervar-Györ über Veszprem zu ziehen, und dort nen neuen Bahnhof (südlich der Stadt?) mit gutem Busanschluss z.B. nach Balatonfüred zu basteln.

Szekesfehervar-Balatonfüred wird übrigens (so viel ich weiß) in Kürze fertig elektrifziert sein.

Konzepte für Auslastung

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 13:15 (vor 1793 Tagen) @ Altmann

Hallo

nun man kann ja die Anzahl der Wagen in einem solchen Zugverband steuern. Und es muss ja keine RJ(x) Garnitur sein. Der Schnellzug nach Cluj war ja auch eher sparsam zusammengestellt und ein solches Konzept könnte man außerhalb von Saisonverkehren/Wochenenden auch fahren. Oder setzt die ÖBB ausschließlich nur noch auf RJ-Garnituren? Irgendwo müssten doch fünf oder sechs A/Bmz übersein, die hinter einer 1216 dann - wenn man einen Ausbau nach Keszthely oder Balatonfüred/Székesfehérvár fertig hat - fahren können.

Und aus Richtung Györ muss ja nicht in Keszthely Schluss sein - eine Runde am Südufer bis Siofok könnte auch noch das ein oder andere Badedomizil ansteuern.

--
Gruß
Uwe

Konzepte für Auslastung

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 14:17 (vor 1793 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 14:20

Hallo

nun man kann ja die Anzahl der Wagen in einem solchen Zugverband steuern.

Die ÖBB haben aus durchaus nachvollziehbaren Gründen die Anzahl an Wagen auf 7 festgesetzt. Was auch immer davon abweicht, kann man nicht mehr so flexibel einsetzen.
Und es muss ja keine RJ(x) Garnitur sein. Der Schnellzug nach Cluj war ja auch eher sparsam zusammengestellt und ein solches Konzept könnte man außerhalb von Saisonverkehren/Wochenenden auch fahren.

Jetzt kommen wir der Sache näher. Nächstes Problem: Für's Rangieren braucht es Zeit. Wir würden also von saisonalen Verbindungen außerhalb von Taktlagen sprechen, die dann wohl eben Wien direkt mit dem Balaton verbinden. Ob das für mehr als 2, 3 Wagen reicht? Gibt es so einen hohen Bedarf aus Österreich an den Balaton? Die Strecke ist ja vor allem so gebaut, um möglichst viele Teilstrecken zu verbessern auf dem Weg. Da geht es vor allem um Binnenverbindungen.


Oder setzt die ÖBB ausschließlich nur noch auf RJ-Garnituren?
Wenn wir weit in die Zukunft schauen, ist diese Frage mit ja zu beantworten. Entweder als Zugsverband oder als Triebwagen. In Mitteleuropa würde ich nur noch die PKP Intercity kennen, die noch einzelne Reisezugwagen bauen lässt. Es sind eigentlich immer Zugsverbände. Aber mittelfristig wird man freilich noch genug Reisezugwagen haben.

Irgendwo müssten doch fünf oder sechs A/Bmz übersein, die hinter einer 1216 dann - wenn man einen Ausbau nach Keszthely oder Balatonfüred/Székesfehérvár fertig hat - fahren können.

Du gehst von ganzen 5-6 Wagen zwischen Wien und dem Balaton aus? Sportlich. Ich meine klar, man könnte das ja mit dem IC Salzkammergut zwischen Wien und Stainach-Irdning vergleichen, aber jener bedient zwischen Wien und Attnang-Puchheim wesentlich größere Potenziale als zwischen Wien und Györ. Und es handelt sich um eine Binnenrelation, grenzüberschreitende Freizeitreisen sind vielleicht nicht ganz so attraktiv. Vor allem aber müsste da die MÁV mitspielen. Wir reden von einer Verbindung abseits des Stundentakts Wien - Budapest, diese man da irgendwie einfädeln muss und dann stellt sich die Frage, ob der Verkehr wenigstens zwischen Györ und dem Balaton bestellt wird. Sonst wird das eher kritisch.


Und aus Richtung Györ muss ja nicht in Keszthely Schluss sein - eine Runde am Südufer bis Siofok könnte auch noch das ein oder andere Badedomizil ansteuern.

Die ÖBB haben im Binnenverkehr es versucht, Neusiedl am See als Railjet-Destination einzubinden, einen Ort nicht allzu weit vom Neusiedler See, welcher zufälligerweise nicht weit von Wien liegt und als recht großer Steppensee zum Baden sich ja durchaus eignet.

Was soll ich sagen, die Verbindung gibt es nicht mehr mit dem Railjet. Ob mit oder ohne Corona, diese relativ einfach zu produzierende Verbindung hat sich einfach nicht gerechnet. War irgendwie putzig, wie der Zug zwischen Parndorf und Neusiedl langsam auf der eingleisigen Strecke gezuckelt ist und bei den Bahnübergängen noch das Horn betätigen musste, wie der Zug gerade so an den Bahnsteig passte... aber das ging sich einfach rechnerisch nicht mehr aus.

Möglicherweise auch, weil die Verbindung durch den Regionalverkehr im Takt angebunden wird und man Direktverbindungen näher an den See durch die Station Bad Neusiedl am See hat.

Aber man sieht, Fernverkehr an einen großen Steppensee muss nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein.

Aber wenn man eine Station nahe dem selben Steppensee hat, welche auf einer hochrangigen Metropolverbindung liegt, dann kann das anders aussehen.

Und der Neusiedler See könnte das ganze auch gleich zum Scheitern verurteilen. Von Wien aus lässt sich dieser Steppensee bereits bequem und wesentlich schneller als der Balaton erreichen.

Und der ist durchaus beliebt und man spricht da Deutsch. Also eine Qualität, die sonst nur Mallorca hat, was wiederum leicht vom Flughafen Wien aus zu erreichen wäre :-P

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Konzepte für Auslastung

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 14:36 (vor 1793 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Samstag, 08.05.2021, 14:37

a) Wo kein Angebot da ist, kann man auch keine Nachfrage erzeugen. Ist wie mit Diskussionen über vermeintliche Potentiale von Reisenden, bei Reaktivierungen von Strecken.

b) wann fuhr denn der RJ nach Neusiedl? Meiner Erinnerung nach zuletzt am Wochenende (Sonntag?), so dass man gegen 18Uhr in Neusiedl war (schau mal bei diesem Video auf die Bahnhofsuhr). Das bringt natürlich wenig wenn man Touristenströme abgreifen will. Wenn man ein Angebot so platziert, dass es wenig angenommen wird, dann ist es gleich zum Scheitern verurteilt.

c) Der "Emona" wird auch als 5Wagenomposition geführt. Oder schau dir die Verbindung Wien - Lienz an. Eine RJ Garnitur und 2 IC Garnituren.

Das was du hier machst: Versteifung auf das Grundkonzept, ohne Ausnahme - und zerreden von Gedanken, die da nicht reinpassen (reinpassen sollen). Dabei zeigt der Betrieb, dass es praktikable Ausnahmen gibt. Wenn dein heiliges 7 Wagen RJ Konzept so unverrückbar ist, dann erklär doch mal den IC Wien-Kosice, der auch nur 5 ZSSK Wagen hat. Deiner Logik nach dürfte es den auch so nicht geben...

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Gruß
Uwe

Konzepte für Auslastung

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 15:13 (vor 1793 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 15:15

a) Wo kein Angebot da ist, kann man auch keine Nachfrage erzeugen. Ist wie mit Diskussionen über vermeintliche Potentiale von Reisenden, bei Reaktivierungen von Strecken.

Aber woher soll die Nachfrage kommen? Ist der Balaton für Wiener von so großem Interesse, dass es einen eigenen Zug außerhalb des Taktgefüges trägt?

b) wann fuhr denn der RJ nach Neusiedl? Meiner Erinnerung nach zuletzt am Wochenende (Sonntag?), so dass man gegen 18Uhr in Neusiedl war (schau mal bei diesem Video auf die Bahnhofsuhr). Das bringt natürlich wenig wenn man Touristenströme abgreifen will. Wenn man ein Angebot so platziert, dass es wenig angenommen wird, dann ist es gleich zum Scheitern verurteilt.

Es gab 2 Zugpaare, eins fuhr um 10:10 los. Damit bin ich dann auch gefahren.

c) Der "Emona" wird auch als 5Wagenomposition geführt. Oder schau dir die Verbindung Wien - Lienz an. Eine RJ Garnitur und 2 IC Garnituren.

Uhhm, du weißt, wo der Emona hinfährt, da geht es um ganz andere Relationen mit mehr Potenzialen. und die Verbindung nach Lienz liegt immer noch in Österreich, es ist die Verlängerung eines bestehenden Taktzuges nach Villach, welche einerseits für Urlauber eine attraktive Anbindung nach Osttirol bringt, anderseits die einzige schnellere Verbindung bringt zwischen Kärnten und Osttirol. Darüber hinaus handelt es sich auf ganzer Strecke um bestellten Fernverkehr. Übrigens auf österreichischer Seite zumindest auch beim Emona.

Beim Verkehr nach Ungarn läuft's derzeit komplett eigenwirtschaftlich. Der Stundentakt abseits von Corona trägt sich bei dieser bedeutenden Metropolenverbindung ganz von selbst.

Das was du hier machst: Versteifung auf das Grundkonzept, ohne Ausnahme - und zerreden von Gedanken, die da nicht reinpassen (reinpassen sollen). Dabei zeigt der Betrieb, dass es praktikable Ausnahmen gibt. Wenn dein heiliges 7 Wagen RJ Konzept so unverrückbar ist, dann erklär doch mal den IC Wien-Kosice, der auch nur 5 ZSSK Wagen hat. Deiner Logik nach dürfte es den auch so nicht geben...

Weißt du, was ein Railjet ist und was ein IC der ŽSSK? Das kannst du nicht im Entferntesten vergleichen. Railjets kann man nur im Werk in der Anzahl der Wagen verändern. Eine Zeit lang fuhr eine verkürzte Railjet Garnitur in Bayern Ersatzleistungen für ICEs, da gab es nämlich einen Unfall in Wien, weswegen der Zug auf 4 Wagen verkürzt wurde, während die beschädigten Wagen repariert wurden. Dazu musste aber bei Siemens die Software angepasst werden, damit das funktioniert.

Anders ausgedrückt, ein Railjet ist ungefähr so flexibel in der Wagenreihung wie ein ICE2. Im Grunde verfolgt er das selbe Konzept wie der ICE2, bloß kann man halt im Einsatz der Lok variieren und ist nicht auf einen Triebkopf angewiesen.

In sofern ist ein Vergleich mit den ICs der ŽSSK eher hinfällig.

Man kann den Zug mit Schleuderwagen verlängern. Zumindest vor Corona wurde das bei einem RJ aus Prag noch gemacht.

Und wie gesagt, Österreich hat mit dem Neusiedler See selbst einen großen Steppensee, da gibt es weniger Bedarf für den Balaton.

Die Verbindung hätte innerhalb Ungarns nur eine untergeordnete Rolle, weil eben außerhalb des Taktes (by the way, eine Flügelung in Györ käme allein deswegen gar nicht erst in Frage, da dadurch der Zug aus dem Taktgefüge geraten würde, was bei den schnellen Railjets, die für ungarische Verhältnisse das über drüber Premiumprodukt überhaupt sind, kaum in Frage käme.

Sowas hat nach Bozen funktioniert, nachdem dort ein starker politischer Wille für eine Direktverbindung Wiens mit Südtirol vorhanden war und in Innsbruck bei der Linie nach Zürich sonst eh ein Zugteil endet. Hier wurden die Verkehre eben beidseitig der Grenze entsprechend bestellt, deswegen gibt es abseits von Corona den Railjet nach Bozen. Wenn die Politik beider Seiten das mitmacht, wird das bestimmt passieren, sonst würde ich dem eher weniger Chancen einräumen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Du hast eine eigenartig einseitige Ansicht

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 15:44 (vor 1793 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Samstag, 08.05.2021, 15:45

Zum einen warum versteifst du dich auf den Wiener als Besucher vom Balaton? So ein Zug kann wie auch immer geartet, auch als Verlängerung einer Nachtverbindung dienen (mit oder ohne Kurswagen) durchaus nützlich sein. An den Balaton fährt nicht nur der Wiener an sich. Wenn es eine attraktive Verbindung mit Nachtzuganbindung aus Westeuropa gibt, gäbe es da sicher Potential, welches du warum auch immer - und in einer sehr befremdlichen Diskussionsweise - negierst.

Auch gibt es bei den ÖBB und anderen Bahnen genug Beispiele für Züge außerhalb von deinen achso heiligen Taktlagen. Die Borkum IC am Wochenende in der Saison bei der DB oder die im letzten Jahr geführten Ost/Nordsee ICE. Deiner Argumentation nach dürften auch Taktverstärker an Wochenenden oder zu Feiertagen quasi verboten sein, weil sie nicht in einem Takt mit schwimmen.

Du hast eine eigenartig einseitige Ansicht

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 16:19 (vor 1793 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Zum einen warum versteifst du dich auf den Wiener als Besucher vom Balaton?

Weil das die sinnvollste Art wäre, das ganze zu produzieren. Durchbindungen werden kaum möglich sein. Höchstens nach Linz, das wäre noch innerhalb meiner Vorstellungskraft. Aber auch dort fix außerhalb des Taktes.

So ein Zug kann wie auch immer geartet, auch als Verlängerung einer Nachtverbindung dienen (mit oder ohne Kurswagen) durchaus nützlich sein.

Ok, das klingt nach einer guten Idee, allerdings werde ich mir erlauben müssen, die Probleme damit aufzuzählen.

1. Die ÖBB haben ihren Stützpunkt bei den Nightjets in Wien, das heißt, was auch immer nicht in Wien endet, muss irgendwie nach Wien zurück. Sofern man nicht reine Sitzwagen an den Balaton schickt, wird man schonmal Liege- und Schlafwagen leer mitschleppen müssen. Und dafür gibt es ein Zugpaar, um die Kurswagen dorthin zu führen. Dann wären das auch ÖBB-Wagen.

Das wäre also fix teurer. Würde die MÁV die Nachtzugwagen dorthin stellen, wäre das Problem das gleiche, denn natürlich hat die MÁV keinen Stützpunkt für Nachtzüge am Balaton. Die DB hat nicht aus reiner Boshaftigkeit die eigenen Nachtzüge eingestellt. Es lohnt sich einfach nicht für jeden, das zu betreiben, auch die ÖBB müssen da stark auf die Kosten achten. Deswegen ja auch die Komforttickets, man möchte wie beim Flieger möglichst profitable Preise aufrufen, um diese Wagen, die im Tagesverkehr nicht besonders sinnvoll einsetzbar sind, entsprechend gewinnbringend einsetzen zu können. Und da sind Leerfahrten eher nicht so hilfreich.

2. Angenommen, wir würden keine Schlafwagen, sondern nur Sitzwagen dorthin führen. Dann müssen wir uns im Klaren sein, dass diese ab Wien solo zum Balaton abseits des Taktes fahren. Wer vorher im Liegewagen war, kann zumindest mittels Wagenwechsel im selben Zug direkt zum Balaton fahren, das Angebot würde also attraktiver sein als eine Umsteigeverbindung... aber dann die Frage, wer die Wagen stellt. Tun es die ÖBB, müssen die Wagen irgendwann zurück nach Wien, entweder als extra Zugpaar oder eben irgendwie in den Nightjetumläufen mitschwimmen. Das kostet schonmal extra Rangierkapazitäten im Ganzen.

Haben die MÁV die Kapazitäten, mal eben ein paar Wagen für 2 Tage fix ins Ausland zu binden? Ich meine, man ist doch eher spärlich bei sowas. Das würde eher komplex sein. Und dann muss die MÁV ja auch schauen, wie sie eine Leistung an den Balaton bringt, damit dieser nach Wien fährt.

An den Balaton fährt nicht nur der Wiener an sich.

Also Altmann meint, der Balaton wäre tot - und ich bin mir sicher, er meint nicht die Corona-Zeit damit. Die meiste Kundschaft wird fix aus dem Raum Budapest kommen, aus dem selben Grund, wieso der Neusiedler See oder der Semmering am ehesten von Wienern frequentiert werden, wenn es um Tourismus geht.

Wenn es eine attraktive Verbindung mit Nachtzuganbindung aus Westeuropa gibt, gäbe es da sicher Potential, welches du warum auch immer - und in einer sehr befremdlichen Diskussionsweise - negierst.

Ich versuche dir einfach nur näherzubringen, wieso die Geschichte einfach sehr komplex ist und die Bahngesellschaften sich diese Komplexität in der Produktion eher ersparen, sofern nicht ein politischer Wille dahinter steht. Sag den Regierungen in Wien und Budapest, dass eine Verbindung an den Balaton so toll ist. Wenn du die davon überzeugst, wird man sicher was drehen können.

Auch gibt es bei den ÖBB und anderen Bahnen genug Beispiele für Züge außerhalb von deinen achso heiligen Taktlagen. Die Borkum IC am Wochenende in der Saison bei der DB oder die im letzten Jahr geführten Ost/Nordsee ICE. Deiner Argumentation nach dürften auch Taktverstärker an Wochenenden oder zu Feiertagen quasi verboten sein, weil sie nicht in einem Takt mit schwimmen.

Dann hast du meine Argumentation leider nicht ganz erfasst. Das ist alles richtig, ich war ja selbst mal in einem IC von Hamburg nach Freilassing gefahren, der noch weiter bis Berchtesgaden führt. Alles richtig, weiß ich.

Aber weißt du, was das Ding ist? Das findet immer im selben Land statt. Einfach, weil die DB es leichter hat, mit sich selbst die Dinge abzustimmen, als noch mit einer ausländischen Partnerbahn. Und noch einmal, es gibt mit dem Neusiedler See für Österreicher generell einen näheren See, der sich im Inland befindet (und damit sind die Fahrpreise auch günstiger).

Wäre der Balaton so attraktiv, würden die Leute doch Busweise oder in PKW-Kolonnen, wie es bei solchen Destinationen meist üblich ist, anreisen.

Tun sie das? Wenn nicht, würde ich auf der Schiene nicht so viel Potenzial sehen.

Achja, du hast ja mal den Emona erwähnt. Man kann die Anzahl an Verbindungen zwischen Österreich und Slowenien an einer Hand abzählen. Der Emona bietet zufälligerweise die einzige direkte Anbindung zwischen der Österreichischen und Slowenischen Hauptstadt auf der Schiene. Das ist doch etwas bedeutender als der Balaton, davon abgesehen, ist er in Österreich im Takt eingebunden, wird vom Bund bestellt und in Slowenien gibt es so wenig Fernverkehr, da wird es von der Auslastung auch schon passen.

Der Zug lohnt sich so sehr, er ist der einzige Zug, wo der Slowenischen Bahn es wert ist, einen ihrer 2 Speisewagen zu schicken.

Das kriegst du am Balaton einfach nicht. Innerhalb Ungarns wäre die Verbindung einfach eher nicht so bedeutend.

Ich würde ja super gerne eine Verbindung an den Balaton sehen, why not? Bin der letzte, der dagegen wäre. Aber ich sehe einfach das nicht kommen - und das aus nachvollziehbaren Gründen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wien-Balaton

Altmann, Samstag, 08.05.2021, 15:52 (vor 1793 Tagen) @ J-C

Ist der Balaton für Wiener von so großem Interesse, dass es einen eigenen Zug außerhalb des Taktgefüges trägt?

Leider nein. Der Balaton ist tot, wieso auch immer. Es gab dort wunderschöne Hotels zum Spottpreis. Gutes Essen, schöne Strände, Ruhe, Sicherheit, nette Leute, und der größte See Mitteleuropas. Weitgehend ist dort aber leider alles tot.

Und das gilt insbesondere für Keszthely. Dort sagen sich mittlerweile Fuchs und Hase gute Nacht (jammerschade!). Die einzigen Orte mit einem Rest von (nennenswertem) Tourismus sind Siofok und Balatonfüred (und das bekanntlich nicht am Balaton gelegene Heviz).

Wenn man nen Zwischenhalt der Linie Wien-Budapest in Veszprem einplant, kann man von dort mit Bus in 15 Minuten in Füred und in 45 Minuten in Siofok sein (Ungarn fahren bekanntlich gern mit Bus). Und Veszprem hat doch 60.000 Einwohner (zum Vergleich: Keszthely 20.000).


Wenn man wirklich an ne bessere Erschließung des Raumes Keszthely per Zug von Wien aus denkt, dann würde sich für mich die Idee einer (Nicht-Hochgeschwindigkeits-) Neubaustrecke Szombathely-Heviz-Keszthely aufdrängen.

Dann könnte man direkte Züge Wien-Sopron-Bük-Szombathely-Heviz-Keszthely anbieten. Ob sich das lohnt, weiß ich zwar nicht, aber Wien-Szombathely ist ja schon mal elektrisch, und von dort isses ja Luftlinie keine Weltreise mehr nach Keszthely.

Wir kommen dem ganzen näher!

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 16:25 (vor 1793 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 16:27

Ist der Balaton für Wiener von so großem Interesse, dass es einen eigenen Zug außerhalb des Taktgefüges trägt?


Leider nein. Der Balaton ist tot, wieso auch immer. Es gab dort wunderschöne Hotels zum Spottpreis. Gutes Essen, schöne Strände, Ruhe, Sicherheit, nette Leute, und der größte See Mitteleuropas. Weitgehend ist dort aber leider alles tot.

Also eigentlich perfekt für mich, ich hasse Menschenmengen. Da wäre der Balaton entsprechend ideal für mich. Ich hoffe es gibt auch gutes Eis. Kann man dort mit Karte zahlen oder braucht man schon Forint?

Und das gilt insbesondere für Keszthely. Dort sagen sich mittlerweile Fuchs und Hase gute Nacht (jammerschade!). Die einzigen Orte mit einem Rest von (nennenswertem) Tourismus sind Siofok und Balatonfüred (und das bekanntlich nicht am Balaton gelegene Heviz).

Es ist immer spannend, jemanden zu haben, der sich vor Ort auskennt :)

Wenn man nen Zwischenhalt der Linie Wien-Budapest in Veszprem einplant, kann man von dort mit Bus in 15 Minuten in Füred und in 45 Minuten in Siofok sein (Ungarn fahren bekanntlich gern mit Bus). Und Veszprem hat doch 60.000 Einwohner (zum Vergleich: Keszthely 20.000).

Genau das, man plant ja diese HGV-Linie, wenn man da einen Ort nahe des Balatons mitnehmen kann, wäre das eine nachhaltige und sinnvolle Art, den Balaton international anzubinden. Auf einen Schlag würde die Gegend im Stundentakt (oder gar öfter?) nach Wien und sicher auch im Stundentakt nach Bratislava (und Prag?) angebunden


Wenn man wirklich an ne bessere Erschließung des Raumes Keszthely per Zug von Wien aus denkt, dann würde sich für mich die Idee einer (Nicht-Hochgeschwindigkeits-) Neubaustrecke Szombathely-Heviz-Keszthely aufdrängen.

Mhh, da kommen wir dem ganzen näher, wenn wir das sinnvoll in bestehende Taktsysteme integrieren können.

Dann könnte man direkte Züge Wien-Sopron-Bük-Szombathely-Heviz-Keszthely anbieten. Ob sich das lohnt, weiß ich zwar nicht, aber Wien-Szombathely ist ja schon mal elektrisch, und von dort isses ja Luftlinie keine Weltreise mehr nach Keszthely.

Und eine Elektrifizierung der Strecke am Balaton ist nach openrailwaymap.org ja auch geplant. Wie gesagt, wenn man das irgendwie im Takt des Regionalverkehrs einbinden kann, würde das sicher hübsch sein.

Wenn wir schon dabei sind, es gibt ja einzelne Regionalexpresse zwischen wien und Györ, wenn man runter zum Balaton elektrifiziert, wieso nicht einfach mal durchbinden? Das wäre wieder im Takt und die MÁV könnte das sicher relativ problemlos produzieren. So kann sie die extra für den Verkehr nach Österreich eingesetzten Talente weitgehender auch einsetzen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wir kommen dem ganzen näher!

Altmann, Samstag, 08.05.2021, 16:33 (vor 1793 Tagen) @ J-C

Also eigentlich perfekt für mich, ich hasse Menschenmengen. Da wäre der Balaton entsprechend ideal für mich. Ich hoffe es gibt auch gutes Eis. Kann man dort mit Karte zahlen oder braucht man schon Forint?

Klar kannst Du überall mit Karte zahlen. In vielen Restaurants und Hotels auch in €.

Balaton ist wunderschön. Ich war geschätzt 20mal in einem Hotel in Keszthely - mit Traumblick über den See vom Zimmer. EZ HP € 25,- in der Nicht-Saison. Riesiges Buffet. Hotel direkt am See mit eigenem Badestrand, und davor ein wunderschöner Park. Traumhaft.

Das Hotel wurde (wie so ziemlich alles dort) geschlossen und ist nun dem Verfall preisgegeben. Ich hab jedesmal fast Tränen in den Augen, wenn ich das seh ...

Wenn man nen Zwischenhalt der Linie Wien-Budapest in Veszprem einplant, kann man von dort mit Bus in 15 Minuten in Füred und in 45 Minuten in Siofok sein (Ungarn fahren bekanntlich gern mit Bus). Und Veszprem hat doch 60.000 Einwohner (zum Vergleich: Keszthely 20.000).

Genau das, man plant ja diese HGV-Linie, wenn man da einen Ort nahe des Balatons mitnehmen kann, wäre das eine nachhaltige und sinnvolle Art, den Balaton international anzubinden. Auf einen Schlag würde die Gegend im Stundentakt (oder gar öfter?) nach Wien und sicher auch im Stundentakt nach Bratislava (und Prag?) angebunden

Und man hätte auch endlich eine gute Verbindung Budapest-Veszprem, nicht zu vergessen!


Wenn man wirklich an ne bessere Erschließung des Raumes Keszthely per Zug von Wien aus denkt, dann würde sich für mich die Idee einer (Nicht-Hochgeschwindigkeits-) Neubaustrecke Szombathely-Heviz-Keszthely aufdrängen.

Mhh, da kommen wir dem ganzen näher, wenn wir das sinnvoll in bestehende Taktsysteme integrieren können.

Also zumindest mal durchgehende Züge Wien-Sopron-Bük-Szombathely wären jetzt schon wünschenswert.

Und eine Elektrifizierung der Strecke am Balaton ist nach openrailwaymap.org ja auch geplant. Wie gesagt, wenn man das irgendwie im Takt des Regionalverkehrs einbinden kann, würde das sicher hübsch sein.

Also Keszthely-Siofok-Budapest ist ja schon elektrisch. Balatonfüred-Budapest wird in wenigen Wochen eröffnet (so viel ich weiß). Der Rest wird wohl aber noch ein bisserl dauern, fürchte ich. Gut Ding braucht Weile.

Weist du eigentlich, was du willst/wie du argumentierst?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 16:46 (vor 1793 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Samstag, 08.05.2021, 16:48

Genau das, man plant ja diese HGV-Linie, wenn man da einen Ort nahe des Balatons mitnehmen kann, wäre das eine nachhaltige und sinnvolle Art, den Balaton international anzubinden. Auf einen Schlag würde die Gegend im Stundentakt (oder gar öfter?) nach Wien und sicher auch im Stundentakt nach Bratislava (und Prag?) angebunden

Hier jubelst du plötzlich, dass der Balaton über eine in der Nähe vorbeiführende HGV Anbindung plötzlich an das internationale Netz angebunden wird und mir erzählst du, der Neusiedler See wäre ausreichend und es braucht den Balaton nicht (unabhängig davon ob er im Moment touristisch attraktiv ist oder nicht).

Also ist eine HGV, die zusätzlich in die Landschaft gesetzt wird, immer sinnvoller als ein Ausbau vorhandener Strecken?

Das erklär jetzt mal!

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Gruß
Uwe

Ich denk mal schon

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 18:50 (vor 1792 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 18:53

Genau das, man plant ja diese HGV-Linie, wenn man da einen Ort nahe des Balatons mitnehmen kann, wäre das eine nachhaltige und sinnvolle Art, den Balaton international anzubinden. Auf einen Schlag würde die Gegend im Stundentakt (oder gar öfter?) nach Wien und sicher auch im Stundentakt nach Bratislava (und Prag?) angebunden


Hier jubelst du plötzlich, dass der Balaton über eine in der Nähe vorbeiführende HGV Anbindung plötzlich an das internationale Netz angebunden wird und mir erzählst du, der Neusiedler See wäre ausreichend und es braucht den Balaton nicht (unabhängig davon ob er im Moment touristisch attraktiv ist oder nicht).

Also ist eine HGV, die zusätzlich in die Landschaft gesetzt wird, immer sinnvoller als ein Ausbau vorhandener Strecken?

Das erklär jetzt mal!

Das habe ich schon mehr als einmal erklärt: Die HGV-Strecke kann eine Verbindung nahe des Balatons sinnvoll realisieren, da eben das ganze Teil einer potenten Metropolverbindung wird. Eine Verbindung nur an den Balaton, das würde es nicht bringen. Aber in einer Verbindung von Wien und Bratislava nach Budapest, kann ein Ort nahe des Balatons durchaus gut mitschwimmen und man kann da auch sinnvoll mit Railjets und ECs vorbeifahren, weil eben das ganze mit der Metropolverbindung (München-)Wien - Budapest und Bratislava - Budapest gebündelt ist.

Vielleicht machen wir es an einem anderen Beispiel fest.

Nehmen wir einfach irgendeine Stadt, meinetwegen Bayreuth. Ein nettes Städtchen in Bayern, allerdings fernab bedeutender Fernverkehrsmagistralen. An und für sich würde dort sich allerhöchstens zu den Bayreuther Festspielen vielleicht ein saisonaler Fernverkehrszug mit 3 Wagen lohnen und selbst das ist fraglich.

Aber stellen wir uns jetzt vor, Bayreuth wäre plötzlich Halt auf einer Neubaustrecke zwischen Dresden und Nürnberg. Plötzlich würde Bayreuth sicherlich ein paar Fernverkehrshalte am Tag kriegen, was vorher sich - da als Endstation für den Fernverkehr eher uninteressant - nicht wirklich ausging.

Also mit anderen Worten, ein Ort, der von sich aus allein als hochrangiges Fernverkehrsziel eher wenig taugt und wo eine extra Anbindung zusätzlichen Aufwand bedeuten würde, würde mit einem Schlag leicht zu erreichen, wenn er Teil einer größeren Relation ist.

Ich könnte noch mehr Beispiele bringen, wenn du willst.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ich denke nicht

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 18:57 (vor 1792 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Samstag, 08.05.2021, 19:00

Weil du per se in Frage gestellt hast, das der Wiener an den Balaton fährt, weil er ja den Neusiedler See hat und daher den Balaton nicht brauchen würde. Das würde sich dieser Argumentation folgend auch nicht mit einer SFS ergeben. "Und wie gesagt, Österreich hat mit dem Neusiedler See selbst einen großen Steppensee, da gibt es weniger Bedarf für den Balaton".

Dein Bayreuth ist ein schlecht gewähltes Beispiel, da zwischen 2001 und 2006 die Stadt an das Fernverkehrsnetz (Dresden-Nürnberg) angeschlossen war.

--
Gruß
Uwe

Ich denke nicht

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 19:06 (vor 1792 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 19:07

Weil du per se in Frage gestellt hast, das der Wiener an den Balaton fährt, weil er ja den Neusiedler See hat und daher den Balaton nicht brauchen würde. Das würde sich dieser Argumentation folgend auch nicht mit einer SFS ergeben. "Und wie gesagt, Österreich hat mit dem Neusiedler See selbst einen großen Steppensee, da gibt es weniger Bedarf für den Balaton".

Richtig, weniger Bedarf. Aber was für einen eigenen Extrazug nicht reicht, könnte für einen Fernverkehrshalt an ohnehin dort durchfahrenden Zügen wieder sinnvoll werden. Außerdem würde der Halt sicherlich für die Fahrgäste aus Richtung Budapest was bringen, in dem Moment werden nämlich ja sinnvolle Binnenrelationen auch mitgenommen. Und dadurch kann eine Verbesserung des Angebots durchaus damit einhergehen. Da muss ein Halt nahe dem Balaton nicht zwingend so viel Sinn für Wien ergeben, was mit einem Zug außerhalb des Taktschemas definitiv der notwendig wäre, wenn er genug Sinn für innerhalb Ungarns bringt.

Dein Bayreuth ist ein schlecht gewähltes Beispiel, da zwischen 2001 und 2006 die Stadt an das Fernverkehrsnetz (Dresden-Nürnberg) angeschlossen war.

Als Teil einer hochrangigen Relation, als Endstation würde das nicht laufen. Also doch nicht so schlecht gewählt.

Wusste eigentlich nicht, dass man den Umweg über Bayreuth nahm.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

...und noch mehr Vergleiche

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 19:01 (vor 1792 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 19:02

Wurde Montabaur vor der Eröffnung der KRM vom Fernverkehr bedient? Durch die KRM ist er nun fixer ICE-Halt. Freut sicher Herrn Marcell D'Avis von 1&1.

Bevor Erfurt an die VDE8 angeschlossen wurde, wie stark war die Stadt vom Fernverkehr frequentiert? Jetzt ist es ein sehr potenter Fernverkehrsknoten.

Wenn wir dann schauen nach Österreich. Die Station Tullnerfeld. Die Gegend wurde nur von der "S-Bahn" bedient. Mit der Neubaustrecke Wien - St. Pölten wurde einfach mal das Tullnerfeld und damit indirekt auch Tulln selbst mit dem Fernverkehr ersschlossen, wo vorher nix war. Und Tulln selbst wäre kaum was wert im Fernverkehr.

Oder das Waldviertel, hier kommt die politische Komponente, die zeigt, wann sich das lohnt.

Keiner würde mehr auf die Idee kommen, die Strecke Wien - Prag dort statt über Brünn zu führen.

Aber die Politik hat tatsächlich vor, dort einen Fernverkehrszug perspektivisch einzurichten. Und wenn die Politik das durchzieht, wird das auch fahren, weil die Politik es so wollte.

Aber sonst würde das ganz sicher nicht passieren.

Also. Sofern die Politik keine Direktverbindung an den Balaton forciert, wird da eher nichts passieren, es sei denn, der Balaton wird über eine hochpotente Hochgeschwindigkeitsstrecke einfach mitgenommen.

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Auch Erfurt ist kein Beispiel

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 19:05 (vor 1792 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Samstag, 08.05.2021, 19:06

Bevor Erfurt an die VDE8 angeschlossen wurde, wie stark war die Stadt vom Fernverkehr frequentiert? Jetzt ist es ein sehr potenter Fernverkehrsknoten.

1987 (zu DR Zeiten)

1993

2007

Vielleicht solltest du besser recherchieren...

--
Gruß
Uwe

Eben doch.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 19:09 (vor 1792 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 19:12

Bloß wurde der Halt immer eingestellt, obwohl dieser definitiv mehr Potenzial für den Fernverkehr hat als der Balaton. Und Erfurt wird derzeit definitiv besser bedient als je zuvor.

Es geht ums Prinzip.

Vielleicht schreibe ich es für dich zum xten Mal auf und zwar ganz einfach:

Kleiner Ort als Endpunkt einer außerhalb des Taktes liegenden Fahrt aus einem anderen Land, welche nur für diesen Ort da ist und wo es nicht gerade eine hoch potente Urlaubsdestination ist? Eher nein.

Kleiner Ort mit guter Vernetzung als Station auf größerer Fernverkehrsrelation zwischen 2 Metropolen? Ganz sicher!

Dass du die anderen Beispiele, die ich genannt habe, gar nicht erst angesprochen hast, werte ich als stille Bestätigung.

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(OT) Wo wird Erfurt besser bedient als zuvor?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 08.05.2021, 19:28 (vor 1792 Tagen) @ J-C

Was ist denn heute besser als 2007, 1993 oder 1987, woran machst du das fest?

Die Direktziele mit FV Cottbus, Würzburg, Meiningen, Chemnitz, Görlitz, Paris, Warschau, Prag, Stuttgart, Rostock existieren nicht mehr....

Heute hast du nur noch Frankfurt/Wiesbaden, Dresden, Berlin/Hamburg, München und Wien. Vieles was kundenfreundlicher B-Fernverkehr war, wurde eingestampft.

--
Gruß
Uwe

(OT) Wo wird Erfurt besser bedient als zuvor?

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 19:33 (vor 1792 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 19:34

Und wie oft wurde Erfurt denn bedient? Heute kommt man (fast) jede halbe Stunde in 1:40h bzw. 2 Stunden bis nach Berlin.

Man kommt 1-2 Mal pro Stunde innerhalb von 1-1,5 Stunden bis nach Nürnberg. Und eine Stunde später bereits in München an.

Gab es das 2007?

Kam man 2007 auch 2 Mal pro Stunde innerhalb von etwas über 2 Stunden nach Frankfurt?

Hmm?

Mag sein, dass man nicht mehr die illustren Fernverkehrsanbindungen hat, dafür aber kommt man wesentlich öfter und schneller ans Ziel. Dann eben auch mal mit Umstieg.

Paris mit einem Umstieg und das geht auch schneller als 2007.

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Eben doch.

frank_le, Samstag, 08.05.2021, 20:49 (vor 1792 Tagen) @ J-C

Bloß wurde der Halt immer eingestellt, obwohl dieser definitiv mehr Potenzial für den Fernverkehr hat als der Balaton. Und Erfurt wird derzeit definitiv besser bedient als je zuvor.

Es geht ums Prinzip.

Vielleicht schreibe ich es für dich zum xten Mal auf und zwar ganz einfach:

Kleiner Ort als Endpunkt einer außerhalb des Taktes liegenden Fahrt aus einem anderen Land, welche nur für diesen Ort da ist und wo es nicht gerade eine hoch potente Urlaubsdestination ist? Eher nein.

Kleiner Ort mit guter Vernetzung als Station auf größerer Fernverkehrsrelation zwischen 2 Metropolen? Ganz sicher!

Dass du die anderen Beispiele, die ich genannt habe, gar nicht erst angesprochen hast, werte ich als stille Bestätigung.

Erfurt wurde vorher mit Ausnahme der Richtung München schon sehr gut bedient. Jetzt ist die eine Richtung dazugekommen (bzw. ein Umstieg ist weggefallen). Dafür wurde eine extrem teure Strecke abseits der logischen Wegeführung (Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg) auf politischen Druck gebaut.

Vielleicht solltest du lieber wieder dein Frühstück fotografieren. Dafür gibt es bestimmt auch irgendein Bimmelbahnforum.

Eben doch.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 21:06 (vor 1792 Tagen) @ frank_le

...und dann hat man damals die Bedienung auch eingestellt. Und jetzt eben wieder zurück.

War aber nur ein Beispiel. Kann immer noch auf Montabaur, Limburg, Tullnerfeld etc. verweisen.

Der Balaton wird mit der HGV-Strecke immer noch eher eine Fernverkehrsanbindung an Wien kriegen als eine simple Elektrifizierung einer Nebenbahn.

Wenn das jemals fertig ist, werden wir ja sehen, wer Recht hatte ;-)

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Eben doch.

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 08.05.2021, 22:47 (vor 1792 Tagen) @ frank_le

Mmh, Erfurt - Berlin gab's doch zum Beispiel nur zweistündlich (Ausser, wenn Grade Mal zufällig einer der MDV-ICE fuhr), da Naumburg nur ein Richtungsanschluss war?

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Weg mit dem 4744!

Von wegen logisch

flierfy, Sonntag, 09.05.2021, 21:47 (vor 1791 Tagen) @ frank_le

Erfurt wurde vorher mit Ausnahme der Richtung München schon sehr gut bedient. Jetzt ist die eine Richtung dazugekommen (bzw. ein Umstieg ist weggefallen). Dafür wurde eine extrem teure Strecke abseits der logischen Wegeführung (Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg) auf politischen Druck gebaut.

An Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg ist überhaupt nichts logisch. Eine solche Linienführung hätte den Verbindungen Berlin-Frankfurt/M und Dresden-Frankfurt/M überhaupt nichts gebracht und ist sinnvoller Weise aussortiert worden.

eben.

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 09.05.2021, 21:56 (vor 1791 Tagen) @ flierfy

Die VDE8 ist entgegen der Kritik so, wie sie ist, ziemlich gut konzipiert worden. Nur ist der Mangel an Güterverkehrstauglichkeit eben so ein Manko, was einfach schade ist.

Aber eh, die Geschichte der VDE8 hat sich bisher als voller Erfolg dargestellt.

Und Erfurt hat von dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke wie gesagt auf eine Weise profitiert, wo mit dem Bestandsnetz nicht so viel zu reißen wäre.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Von wegen logisch

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 09.05.2021, 23:45 (vor 1791 Tagen) @ flierfy

Die heutige Führung bringt Berlin - Frankfurt bekanntermaßen auch nichts (die Fahrzeit der Sprinter über Hannover wird mit den heutigen, sogenannten Sprintern über Erfurt nicht Mal ansatzweise erreicht), und für Berlin - München lassen die schnellsten Züge die größte Stadt unterwegs links liegen - und konnten auf einer kürzeren Strecke rund 30 Minuten schneller unterwegs sein als heute.

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Weg mit dem 4744!

Von wegen logisch

flierfy, Montag, 10.05.2021, 13:37 (vor 1791 Tagen) @ JeDi

Der schnellste Zug lässt idealerweise alles links liegen, und wenn er schon unterwegs hält, dann aber sicherlich nicht in einem Kopfbahnhof.

Die Sprinter Berlin-Frankfurt/M fahren heute über Erfurt sehr viel öfter als früher an Hannover vorbei. Sie befahren eine kürzesere Route, was Energie spart. Und sie werden in Zukuft schneller sein als die Alten. Das ist aber nur mit der VDE8 möglich.

Von wegen logisch

frank_le, Montag, 10.05.2021, 00:57 (vor 1791 Tagen) @ flierfy

Erfurt wurde vorher mit Ausnahme der Richtung München schon sehr gut bedient. Jetzt ist die eine Richtung dazugekommen (bzw. ein Umstieg ist weggefallen). Dafür wurde eine extrem teure Strecke abseits der logischest n Wegeführung (Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg) auf politischen Druck gebaut.

An Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg ist überhaupt nichts logisch. Eine solche Linienführung hätte den Verbindungen Berlin-Frankfurt/M und Dresden-Frankfurt/M überhaupt nichts gebracht und ist sinnvoller Weise aussortiert worden.

Dresden - Frankfurt ist mit der Neubaustrecke bis auf einige Alibizüge eingestellt.

Berlin - Frankfurt ist nicht schneller als die Sprinter vorher.

Die Verbindung Leipzig - Frankfurt Flughafen mit Anschluss nach Siegburg und Köln ist zerschlagen mit dem Fahrplan der Schnellstrecke.

Nur für Die Durchbindung Berlin - München bringt die Strecke was (aber das hätte auch die Alternativstrecke).

Und zwei kleine Städte profitieren (Halle und Erfurt).


Ich weis das Fakten hier nicht mehr gerne gesehen werden aber was solls ...

Von wegen logisch

J-C, In meiner Welt, Montag, 10.05.2021, 07:34 (vor 1791 Tagen) @ frank_le

Erfurt wurde vorher mit Ausnahme der Richtung München schon sehr gut bedient. Jetzt ist die eine Richtung dazugekommen (bzw. ein Umstieg ist weggefallen). Dafür wurde eine extrem teure Strecke abseits der logischest n Wegeführung (Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg) auf politischen Druck gebaut.

An Berlin - Leipzig - Zwickau - Nürnberg ist überhaupt nichts logisch. Eine solche Linienführung hätte den Verbindungen Berlin-Frankfurt/M und Dresden-Frankfurt/M überhaupt nichts gebracht und ist sinnvoller Weise aussortiert worden.


Dresden - Frankfurt ist mit der Neubaustrecke bis auf einige Alibizüge eingestellt.

Klar, ist nur ein Zweistundentakt, sicherlich ausbaufähig. Aber unter Alibizügen verstehe ich was anderes. Um einen Maßstab zu haben: Die Anzahl der Direktverbindungen ist ungefähr in den Dimensionen von Wien - Prag oder Wien - München.

Berlin - Frankfurt ist nicht schneller als die Sprinter vorher.

Aber häufiger. Bis zu 2 Mal pro Stunde. Das ist durchaus etwas.

Die Verbindung Leipzig - Frankfurt Flughafen mit Anschluss nach Siegburg und Köln ist zerschlagen mit dem Fahrplan der Schnellstrecke.

Aktuell gibt es eine Verbindung in 4:12h, es gibt immer noch direkte Züge Leipzig - Frankfurt und ob Siegburg so wichtig ist, darüber lässt sich streiten. Stattdessen hat man einen Anschluss an einen Non-Stop-Zug nach Köln, was möglicherweise eher den Bedürftnissen entspricht.

Nur für Die Durchbindung Berlin - München bringt die Strecke was (aber das hätte auch die Alternativstrecke).

Nur ergäbe die Alternativstrecke noch weniger Sinn nach deiner Logik, da nichtmal die vermeintlich kaum spürbaren Verbesserungen drin wären.

Und zwei kleine Städte profitieren (Halle und Erfurt).

Es profitieren auch Leipzig, Coburg - durch den Regionalverkehr auf der Strecke auch ganze Landstriche, das ist durchaus ein Wert.

Und Berlin hat jetzt eben die schnelle Verbindung nach München. Wie genau deine Alternative so viel besser wäre, müsste man mir erstmal erklären. Ich seh's nicht. Zwickau wäre schonmal nicht der größte Wurf.


Ich weis das Fakten hier nicht mehr gerne gesehen werden aber was solls ...

Ich weiß, dass Fakten hier gern gesehen werden, deswegen debattiere ich gern mal :)

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Von wegen logisch

flierfy, Montag, 10.05.2021, 13:52 (vor 1791 Tagen) @ frank_le

Dresden - Frankfurt ist mit der Neubaustrecke bis auf einige Alibizüge eingestellt.

Falsch, die Linie 50 besteht weiterhin.


Berlin - Frankfurt ist nicht schneller als die Sprinter vorher.

Werden sie aber noch


Die Verbindung Leipzig - Frankfurt Flughafen mit Anschluss nach Siegburg und Köln ist zerschlagen mit dem Fahrplan der Schnellstrecke.

Falsch, es bestehen weiterhin Anschlüsse nach Köln.


Nur für Die Durchbindung Berlin - München bringt die Strecke was (aber das hätte auch die Alternativstrecke).

Falsch, mit Inbetriebnahme der VDE 8.2 wurden die Linienflüge Berlin-Nürnberg eingestellt. Der RE Sonneberg-Nürnberg fährt schneller, genau wie der RE Halle-Zwickau. Im Saaletal verkehren jetzt REs und somit zwei Regionalzugpaare pro Stunde. Die Liste lässte sich fortsetzen.


Und zwei kleine Städte profitieren (Halle und Erfurt).

Falsch, Halle und Erfurt haben beide 200'000 Einwohner zu viel, um als kleine Städte durchzugehen.

Ich weis das Fakten hier nicht mehr gerne gesehen werden aber was solls ...

Du bist der Einzige, der Schwierigkeiten mit Fakten hat.

Dresden und Balaton

hardy, Montag, 10.05.2021, 23:06 (vor 1790 Tagen) @ flierfy

Dresden - Frankfurt ist mit der Neubaustrecke bis auf einige Alibizüge eingestellt.

Falsch, die Linie 50 besteht weiterhin.

Ich würde zwar nicht von Alibizügen sprechen, aber "früher" war mehr und besser:

  • Stundentakt ab Dresden statt 2-Stundentakt im Wechsel mit IC2
  • 2-teilig ab Dresden statt teilweise 5-Teiler zwischen Leipzig und Dresden
  • ein Direktzug nach München statt bis zu zweimaliges Umsteigen (IC2 ab Dresden und kein Sprinter ab Halle)

Mit dem aktuellen ICE4/1-Einsatz wird es zwar nix, aber vielleicht kommt ja mal einzelne Flügelzüge Dresden/Berlin-München.

Die Balatongegend ist doch per Bahn nur gut nach Budapest angebunden. Die Zeiten eines Saisonnachtzuges aus Deutschland an den Balaton werden sicher nicht wiederkommen und ein 2-3-wöchiger Badeurlaub mit der ganzen Familie ist mit dem Auto natürlich bequem. Egal ob aus Dresden oder München, die schnellste und "bequemste" Route an den südlichen Balaton geht immer über Budapest. Dann nehmen die meisten doch lieber das Auto, oder wenn man das nicht mehr will/kann den Flieger oder Reisebus.
Für Ungarn ist die Anbindung aber in Ordnung und die Balatonregion kann vielleicht doppelt profitieren. Einerseits touristisch, weil mehr Ausflügler schneller mit dem Zug an den Balaton kommen, andererseits mit einem besseren Zugang zum Budapester Arbeitsmarkt, weil man dann täglich statt wöchentlich pendeln kann und das auch noch schneller geht. Falls Homeoffice auch nach Corona möglich bleibt, dann macht eine schnelle Verkehrsanbindung die Region auch attraktiver.

Wien-Balaton

Christian_S, Samstag, 08.05.2021, 17:29 (vor 1793 Tagen) @ Altmann

Leider nein. Der Balaton ist tot, wieso auch immer. Es gab dort wunderschöne Hotels zum Spottpreis. Gutes Essen, schöne Strände, Ruhe, Sicherheit, nette Leute, und der größte See Mitteleuropas. Weitgehend ist dort aber leider alles tot.

Echt? Das klingt ja sehr bedauerlich. Wir waren von 1985 bis 2004 fast jedes Jahr im Sommer in Ungarn und da blüte der Tourismus, auch wenn sich nach 2000 viel in sichtbar negative Richtungen entwickelte (immer mehr Bezahlstrände, Hundeverbot selbst an wenig frequentierten Naturstränden etc).


Und das gilt insbesondere für Keszthely. Dort sagen sich mittlerweile Fuchs und Hase gute Nacht (jammerschade!). Die einzigen Orte mit einem Rest von (nennenswertem) Tourismus sind Siofok und Balatonfüred (und das bekanntlich nicht am Balaton gelegene Heviz).

Wir waren immer in Balatonlelle. In den 80ern bei Wirtsleuten, ab den 90ern dann in nem Ferienhaus. Damals waren immer viele deutsche Touristen da.


Wenn man nen Zwischenhalt der Linie Wien-Budapest in Veszprem einplant, kann man von dort mit Bus in 15 Minuten in Füred und in 45 Minuten in Siofok sein (Ungarn fahren bekanntlich gern mit Bus). Und Veszprem hat doch 60.000 Einwohner (zum Vergleich: Keszthely 20.000).

Die Anreise aus Österreich und Deutschland ist in der Tat suboptimal. In den 80ern fuhren wir gern mit dem Nacht-D-Zug ab Dresden, der fuhr damals direkt an den Balaton, ohne über Budapest zu fahren. Als der wegfiel fuhren wir nur noch mit dem Auto, da es per Zug quasi nur noch via Budapest halbwegs sinnvoll funktioniert.

Konzepte für Auslastung

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 08.05.2021, 15:15 (vor 1793 Tagen) @ J-C

In Mitteleuropa würde ich nur noch die PKP Intercity kennen, die noch einzelne Reisezugwagen bauen lässt.

Mir fallen zum Beispiel die DB Fernverkehr AG, RegioJet oder die MÁV ein.

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Weg mit dem 4744!

Konzepte für Auslastung

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 15:17 (vor 1793 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 15:18

Echt? Welche einzelnen Reisezugwagen, ich rede nicht von fixen Garnituren, lässt DB Fernverkehr denn produzieren?

Ok, MÁV und Regiojet hab ich noch vergessen, fair enough. Wobei ich mir vorstellen kann, dass auch Regiojet in Zukunft eher zu festen Garnituren übergehen würde.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Konzepte für Auslastung

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 08.05.2021, 15:21 (vor 1793 Tagen) @ J-C

Echt? Welche einzelnen Reisezugwagen, ich rede nicht von fixen Garnituren, lässt DB Fernverkehr denn produzieren?

Die 75 noch offenen Twindexx Vario-Doppelstockwagen.

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Weg mit dem 4744!

Konzepte für Auslastung

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 15:24 (vor 1793 Tagen) @ JeDi

Die sind aber prinzipiell eh feste Garnituren, soweit ich es weiß, zumindest wird es die immer in 5 Wagen geben.

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Konzepte für Auslastung

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 08.05.2021, 15:27 (vor 1793 Tagen) @ J-C
bearbeitet von JeDi, Samstag, 08.05.2021, 15:28

Die sind aber prinzipiell eh feste Garnituren, soweit ich es weiß, zumindest wird es die immer in 5 Wagen geben.

In etwa so fest, wie jeder andere GanzZug-Park... Und nein, es sind auch Verstärkermodule mit 3 Wagen vorgesehen, um 8-Wagen-Einheiten bilden zu können.

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Weg mit dem 4744!

Konzepte für Auslastung

J-C, In meiner Welt, Samstag, 08.05.2021, 15:30 (vor 1793 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von J-C, Samstag, 08.05.2021, 15:32

Mir geht's ums Prinzip. Die Twindexx Vario sind ja auch eher aus der Not heraus geboren und war es nicht so, dass die im Betrieb nicht ohne weiteres verändert werden können in der Komposition?

Jedenfalls, der Trend geht dazu, Züge mit einer fixen und möglichst weitgehend gleichen Anzahl an Wagen als ganze Garnitur zu führen. Mit den genannten Ausnahmen.

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Konzepte für Auslastung

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 08.05.2021, 15:38 (vor 1793 Tagen) @ J-C

Mir geht's ums Prinzip. Die Twindexx Vario sind ja auch eher aus der Not heraus geboren und war es nicht so, dass die im Betrieb nicht ohne weiteres verändert werden können in der Komposition?

Doch, können sie. Die DB Regio praktiziert das mit ihren Wagen auch.

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Weg mit dem 4744!

Routenvergleich (m.2 B.)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 07.05.2021, 16:48 (vor 1794 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich habe es mir mal erlaubt, aufgrund der gegebenen Daten und unter Einbeziehung der Flughafenspange bei Wien eine entsprechende Karte zu machen. Die gruaen Routen sind die Bestandsstrecken, die blaue Route wäre die neue Streckenführung:
[image]
[image]

Bei entsprechender Höchstgeschwindigkeit kann man sicher einiges an den zusätzlichen Kilometern kompensieren. Je nachdem, was man erreichen will.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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