[EU] Bahn-Catering und Corona: Ergänzungen. (Allgemeines Forum)

Torpedo @, häufiger im Zug, Freitag, 31.07.2020, 12:33 (vor 13 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Torpedo, Freitag, 31.07.2020, 12:35


Fangen wir an mit Österreich Das Menü ist begrenzt und fokussiert sich vor allem auf Snacks. 2 Hauptspeisen werden angeboten, eine vegetarische, eine mit Fleisch. Es wird auf Einweggeschirr aus Pappe und Einwegbesteck aus Holz zurückgegriffen. Anscheinend hat man kein Vertrauen in die Kraft einer handelsüblichen Spülmaschine im Kampf gegen das Virus.

Das Essen ist so wie üblich, wobei das Geschirr und Besteck irgendwie dem ganzen das gewisse Etwas verleiht. Es wird konsequent auf's Maskentragen seitens der Mitarbeiter gesetzt.

Einzelne Tische werden mit Schildern gesperrt, um eine Distanz zu erreichen... wie auch immer.

Kann ich aktuell nicht beurteilen; klingt aber etwas "mager".


Als nächstes hätten wir Tschechien

JLV setzt auf konventionelles Geschirr und Besteck, die Speisenauswahl ist reichhaltiger, auch hier wird auf Masken seitens des Personals gesetzt. Das Catering beweist nach wievor seine solide Stärke, es werden hochwertige und köstliche Speisen serviert.

Absolut. Essen und Mitarber sind top, motiviert und es macht Spaß, dann zu essen und zu trinken. Preise sind für die Qualität gerade in Tschechien sehr niedrig (vor allem, wenn man in Kronen zahlt).

Numero drei... Polen

Heute konnte ich auch bei WARS dinieren. Es fällt auf: die Tischdecken fallen weg, die blanken glatten Tische sollen wohl regelmäßig desinfiziert werden. Einzelne Tische sind gesperrt aber was mich unwohl fühlen lässt sind 2 Dinge:

erstens die begrenzte Speisekarte - und in dem Fall ist es eine Karte, eine einzige Doppelseite nämlich - ist laminiert, mit einer glatten Plastikoberfläche. Genau das Zeug, was das Corona-Virus nach wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders gern hat.

Und als wäre das noch genug, scheinen die Mitarbeiter von WARS partout die Maske nicht zu tragen. Von 3 anwesenden Bediensteten hatte nur eine Dame eine Maske - und dabei nicht einmal die Nase bedeckt.

Das Essen hatte im Gegensatz zu früheren Erlebnissen irgendwie nicht den Geschmack wie normalerweise. Vor allem der Salat ist nicht so wirklich frisch...

kann ich nicht beurteilen.


Und - das überlasse ich am besten euch, weil ihr das besser beurteilen könnt, Deutschland

Die DB ist meiner Meinung nach vom ersten Eindruck her richtig gut. Sie ist das einzige Unternehmen, welches darauf setzt, dass man sich als Gast bei längerem Aufenthalt auch einträgt. Das kann ziemlich sinnvoll sein. Ich kann mit den digitalen Speisekarten durchaus was anfangen, vielleicht braucht es aber eine analoge Alternative, Papier ist nachweislich nicht wirklich gefährlich bezüglich der Übertragung von Covid19.

Die Hygienestandards werden entsprechend auch sehr gut eingehalten.

Ich kann jedoch das Essen nicht beurteilen, weil ich noch nicht die Gelegenheit dazu hatte.

Für mich hat hier die DB tatsächlich gewonnen, aber was sind eure Erfahrungen?


Nein, die DB-Gastro ist m.E. auf dem gleichen Niveau wir "früher": Das Essen wirkt zum Teil lieblos und vor allem: die Technik funktioniert mindestens genauso oft wie früher NICHT. Diese Woche allein bei fünf Versuchen einen Kaffee Crema zu erhalten, ging zweimal die Maschine nicht. Letzte Woche waren es sogar bei sechs Versuchen drei Fehlschläge,
Gezapftes Bier/ Zapfanlage hängt gefühlt vom Wohlwollen und Laune der anwesenden Mitarbeiter ab (wenn es nicht geht: "Corona ist schuld"/ "Wir dürfen nicht zapfen"; wenn es geht: Klar, kein Problem, Bier gibts selbstverständlich auch gezapft). Was ich aber besonders auffällig finde: gerade wenn wenig los ist (früher Morgen/ später Abend) hat man das Gefühl, die anwesenden Gastro-Mitarbeiter mit der Frage nach Getränken zu stören. Da wird dann lieber die WhatsApp-Kommunikation oder der Plausch mit dem Kollegen gepflegt und die Getränkefrage gerne auch mal mit einem sehr lieblosen "Jaja" beantwortet. Keine Ahnung, warum...

Was noch fehlt:
Schweiz: leicht eingeschränke Karte mit gutem/ freundlichen Service. In den letzten Wochen gabs auch zweimal je eine Woche Aktionsgerichte (ich sag nur: Cervelatsalat oder: Fleisch ist mein Gemüse). Registrierung ist per Papier oder Mobile möglich. Qualität von Essen und trinken passt (nur der Preis ist gefühlt ca. 20% zu hoch).

Ungarn: völlig entspannt, Speisekarte normal, Essen frisch (!) zubereitet/ gebraten/ gekocht und häufig lecker; Getränkeauswahl normal (wie früher). Registrierung gibts nicht, Personal freundlich und sehr bemührt, Getränke nachzufüllen. Preise brutal niedrig (man hat immer ein schlechtes Gewissen) Kann in meinen Augen durchaus mit JLV mithalten.


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