[6MGA] Teil 17: Berner Oberland und Jungfraujoch [m116B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 02.05.2020, 11:21 (vor 2149 Tagen)

Endlich kommt der angekündigte Höhepunkt der Serie 6MGA. Und damit er das wird, war einiges an Planung notwendig. Wochenlang habe ich die Wettervorhersagen aus mehreren Quellen verfolgt und mit dem tatsächlichen Wetter abgeglichen, um ein Gefühl für deren Zuverlässigkeit zu bekommen. Dann war ein paar Wochen auf einer Teilstrecke Bahnersatz, was ich natürlich auf keinen Fall in Kauf nehmen wollte. Und schließlich wollte ich die Tour unter der Woche machen, damit es nicht ganz so voll ist. Dafür hatte ich extra abgesprochen, dass ich mir zu diesem Zweck (wenn nichts Dringendes ansteht) spontan frei nehmen kann. Und am Montag, den 9.12.2019, um 23:16 befinde ich, dass der nächste Tag perfekt für meine Tour ins Berner Oberland geeignet sein werde.
Als Vorbereitung packe ich dieses Mal Essen und Trinken für einen ganzen Tag ein, um keine Pausen dafür machen zu müssen, mache schnell einen Test, wie gut man meine Kamera in Handschuhen bedienen kann, und lege diese mit Schal, Mütze und Sonnenbrille in meinen Rucksack. Zwei Paar Socken, zwei T-Shirts, ein Sweatshirt und die Winterjacke werden bereitgelegt und nach 5h Schlaf geht es los. Wie immer bringt mich die 5:41er S-Bahn nach Lausanne, wo ich mein Frühstück noch um ein Croissant ergänze. Dann geht es mit dem unter der Woche ziemlich vollen IC1 nach Bern. Im 30/30/60-Takt fährt von dort der IC61 direkt nach Interlaken, aber ich erreiche genau die Taktlücke. In dieser muss man den IC6 in Richtung Brig nehmen, der in dieser Stunde allerdings als EC bis Mailand fährt und proppenvoll ist. Zudem ist er falschherum gereiht und 5min zu spät. In Spiez hat man dann einen 3min-Anschluss auf einen KISS der BLS (die diesen Zug MUTZ nennen), der extra jede zweite Stunde etwas früher fährt, um in der Taktlücke des IC61 Anschluss an die anderen Züge in Interlaken zu bieten. Nun wartet er auf uns, holt aber den Großteil wieder auf. Für mich ist das aber gar nicht so entscheidend, da ich eh in Interlaken 30min warten möchte. In der Zeit beobachte ich erst wieder das Wetter, das bis kurz vor 9:00 wie angekündigt bewölkt ist (Leider habe ich kein Foto davon - es ist wirklich erstaunlich, wie krass düster das Wetter da noch war, wenn man sieht, wie schön es danach wurde). Erst als die Wolken erwartungsgemäß anfangen zu verschwinden, kaufe ich für 87,50CHF das teuerste Ticket meines Schweiz-Halbjahres. Der Verkäufer am Schalter ist dabei außergewöhnlich freundlich - vermutlich, weil er sonst nicht so viele deutschsprachige Kunden bedienen kann.

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1 Abfahrt! Direkt nach dem Bahnhof zweigt die meterspurige Strecke der Berner-Oberland-Bahn (BOB) ab. In der Remise der SBB steht eine IC2000-Garnitur, links kann man noch einen BLS-MUTZ erahnen. Außer der BOB beginnt hier ja die ebenfalls meterspurige zentralbahn, die zwar dasselbe Zahnrad-, aber ein anderes Stromsystem verwendet. Die Höhe beträgt hier 567m.

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2 Überblick nach hinten raus über den ganzen Zug. Die BOB fährt in der Regel mit vier Zugteilen von Interlaken nach Zweilütschinen, wo die vorderen zwei nach Lauterbrunnen fahren und die hinteren beiden nach Grindelwald. Jeweils der bergseitige Zugteil ist dabei ein dreiteiliger ABDeh8/8 von Stadler, der gewissermaßen eine Fusion vom MGB-Komet und den Westschweizer Meterspurzügen ist. Talseitig wird je ein ABt-Steuerwagen, der auch drei Teile hat, mitgezogen. Da die Strecke nach Grindelwald länger ist als die nach Lauterbrunnen, werden dabei jedes Mal unterschiedliche Zugpaare gekoppelt. Bzw konkret werden nach Grindelwald drei Umläufe benötigt und nach Lauterbrunnen zwei - macht 5 insgesamt. ABDeh8/8 gibt es sogar sechs, einer dient als Reserve, von den dazu passenden ABt nur drei, aber dafür fünf etwas ältere, die somit noch im Einsatz sind. Hier und da sieht man sogar noch ältere Fahrzeuge herumstehen, die aber nicht mehr planmäßig verwendet werden. Wir sind mit einer einheitlich neuen Garnitur unterwegs, die durchweg gut gefüllt ist, aber nicht übervoll.

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3 Erster Zwischenhalt ist Wilderswil, wo im Sommer eine Zahnradbahn mit 800mm Spurweite auf die Schynige Platte führt.

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4 Hier der Spurweitenvergleich - auch ist die SPB eine reine Zahnradbahn, wohingegen die BOB auch Adhäsion kann (wie man auch an der Reihenfolge "eh" in der Gattung erkennt).

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5 Das ist übrigens das ganze Streckennetz, das die gemeinsame Holding-Gesellschaft betreibt.

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6 In der letzten gemeinsamen Kurve stehen ein paar Loks der SPB.

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7 Dann kommt schon Zweilütschinen, wo links die Strecke nach Grindelwald abzweigt. Der Ortsname ist selbsterklärend: Hier fließt die weiße Lütschine aus Lauterbrunnen mit der schwarzen Lütschine aus Grindelwald zusammen, die daraufhin nur noch Lütschine heißen. Verwirrenderweise heißt ein Nebenfluss der schwarzen Lütschine ebenfalls weiße Lütschine.

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8 Rückblick auf Zweilütschinen. Wie man sieht, geht der Abzweig in der Mitte des Bahnsteigs ab, dahinter steht noch der Zugteil nach Grindelwald.

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9 Entlang der weißen Lütschine geht es jetzt etwas steiler aufwärts, zwischendurch gibt es hier zwei Zahnradabschnitte mit 90‰.

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10 Auch unser ABt ist noch dran.

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11 In Lauterbrunnen (auf 796m) gilt es dann, schnell in die Wengernalpbahn (WAB) umzusteigen, um dort einen Fensterplatz nach rechts raus zu bekommen. Solltet ihr jemals diese Bahnstrecke fahren, nehmt unbedingt diese Seite! Auf dem ersten Kilometer scheint das zwar die falsche zu sein, aber danach wird sie umso besser. Hier kommen zu den ganzen Touristen, vor allem aus China und Korea, noch einige einheimische Skifahrer dazu, die mit ihrem Equipment auch entsprechend viel Raum einnehmen. Und in der Bahn, die auch nur auf 800mm fährt, ist es durchaus etwas enger als sonst.

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12 Direkt nach dem Bahnhof hat man nach rechts raus einen Überblick über Lauterbrunnen und den Staubbachfall. Dann geht es am gegenüberliegenden Berghang nach oben, von wo aus man kurz links heraus den besseren Blick hätte. Dieses 180‰ steile Streckenstück ersetzt schon seit 1910 ein älteres Trassee, das mit 250‰ wesentlich steiler war, aber zumindest bis 2007 noch für den Güterverkehr verwendet wurde. Dann wurde es aber abgerissen.

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13 Am Ende dieses Abschnitts geht es durch einen Tunnel.

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14 Unser hinterer Zugteil ist ein dreiteiliger Bhe4/8 "Pano" (Nummer weiß ich leider nicht mehr), der mit den ABDeh8/8 der BOB verwandt ist. In der Zugmitte hat er allerdings einen Panoramateil, den ich wegen der nicht zu öffnenden Fenster natürlich meide. Dieser schiebt einen BDt - und zwar den mit der Nummer 254, der vor ein paar Jahren einzeln dazugekauft wurde.

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15 Hier erreichen wir Wengen. Der Ort ist im Wesentlichen nur mit der WAB erreichbar, weshalb das GA bis hier noch gilt. Ab jetzt wird's also erst teuer.

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16 Noch ein Rückblick auf Lauterbrunnen. Durch die Schneise im Wald gegenüber fährt von dort eine Seilbahn zur Grütschalp, von wo wiederum ein Zug nach Mürren fährt.

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17 Entgegen kommt hier ein alter BDhe4/4, der nur noch zum Gütertransport verwendet wird.

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18 Weiter geht's, ab jetzt mit bis zu 190‰.

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19 Den Gegenzug bildet eine exakt gleiche Garnitur mit Bhe4/8 Nr. 145.

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20 und BDt Nr. 253, der laut Wikipedia noch ein Bt ist. Tatsächlich wurde dieser aber schon an die Pano angepasst und ist dewegen genau wie der 254 ein BDt. Der 252 war heute zwar nicht zu sehen, aber ich weiß, dass er noch im alten Zustand ist. 251 vermutlich also auch.

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21 Hier geht es sogar etwas länger zweigleisig entlang.

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22 Rückblick auf Wengen, wo der Gegenzug nun im Bahnhof steht.

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23 Als Nächstes kommt einer der Zahnradtraktoren entgegen, der eine Schneefräse zieht.

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24 Auf Höhe der Wengernalp kommt zwischen Mönch und Jungfrau das Sphinx-Observatorium in Sicht.

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25 Gegenüber, noch hinter Lauterbrunnen, kommen die ersten Berge in die Sonne. Rechts erkennt man das Schilthorn an dem runden Restaurant auf dem Gipfel, das mit James Bond Werbung macht.

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26 Als letzter Berg des Dreigestirns wird auch der Eiger sichtbar. Darunter erkennt man schon eine Schutzgalerie der Jungfraubahn (JB).

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27 Der "Zipfel" zeigt deutlich die Windrichtung an und demonstriert dessen Geschwindigkeit. Etwa 50km/h sollten es sein.

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28 Da kommt auch einer der vier neuesten Bhe4/8 an, der ebenfalls mit den Panos und den Zügen der BOB verwandt ist.

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29 So sieht die ganze Szenerie aus, leider größtenteils im Schatten. Aber an die Nordwand des Eigers fällt im Winter nunmal nie die Sonne.

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30 Hier die kleine Scheidegg, die mit 2061m höher ist als ihre große Schwester (1962m). Hinten glänzt in der Sonne das Wetterhorn.

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31 Auf der kleinen Scheidegg liegt mein Fokus wieder auf dem schnellen Umstieg. Die JB ist wieder meterspurig und fährt wie die Gornergratbahn mit Drehstrom. Auch die Zahnradsysteme unterschieden sich lange Zeit (BOB Riggenbach, WAB Riggenbach-Pauli, JB Strub), mittlerweile werden alle durch von-Roll-Systeme ersetzt, wann immer irgendwas ausgetauscht werden muss. Kompatibel wären sie deshalb noch lange nicht, weil die Zahnschiene auch noch in unterschiedlichen Höhen angebracht ist.
Zu dem neuen Bhe4/8 (leicht erkennbar daran, dass er dreiteilig ist) gesellt sich noch ein alter zweiteiliger BDhe4/8 aus der Remise. Bei großem Andrang ist der neue Wagen übrigens oft Gruppen vorbehalten, und die Einzelreisenden müssen den alten Zugteil nehmen. So früh morgens ist der Andrang aber noch überschaubar, da die meisten Skifahrer die JB nicht nutzen. Auch hatte ich natürlich Glück, dass mein WAB-Zug vor dem aus Grindelwald angekommen ist, und so bekomme ich wie erwünscht einen Fensterplatz rechts raus.

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32 Los geht's jetzt auf 250‰. Alleine die Fahrt mit der JB kostet ohne GA 60CHF pro Richtung, mit reicht dieser Betrag für Berg- und Talfahrt - aber auch nur im Winter; zur Hauptsaison im Sommer wird es teurer. Die restlichen 27,50CHF entfallen auf die WAB, jeweils zur Hälfte ab Wengen und nach Grindelwald, wo es nachher natürlich runter geht.

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33 Auch die WAB fährt wieder zurück,

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34 hier mit Schilthorn im Hintergrund.

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35 Dann erreichen wir die Schutzgalerie. Ich unterhalte mich derweil kurz mit dem Asiaten, der mir gegenüber sitzt und auch Fotos aus dem Fenster macht.

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36 Am Eigergletscher kommt ein ganz alter BDhe2/4 entgegen, der auch hier nur dem Gütertransport dient.

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37 Auch war er nur der Vorzug im Zugverband mit dieser Garnitur, die unserer gleicht. Die ganze JB wird im Normalfall mit nur drei Umläufen gefahren, seit sie nicht mehr in der Eigerwand hält, also seit 2016. Erstmal geht es jetzt aber in den Tunnel, der auf Karten zu bestimmt 90% fälschlicherweise als "Jungfrautunnel" bezeichnet wird. Tatsächlich heißt er aber ganz kreativ "Grosser Tunnel" und führt bis zur Bergstation.

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38 Den Halt am Eismeer gibt es zum Glück wenigstens noch. 5min bleibt der Zug bergwärts hier stehen und gleicht damit aus, dass die talwärts führenden Züge aus Sicherheitsgründen langsamer fahren. Außerdem bekommt man wie bereits auf der kleinen Scheidegg etwas Zeit, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Dann geht es aber weiter, zunächst auf einem so flachen Stück, dass hier früher mit Adhäsion gefahren wurde. Um auf den doppelten Antrieb in den Triebwagen verzichten zu können, wurde 1951 aber auch eine Zahnschiene ergänzt. Nach einer letzten Steigung erreicht der Zug die 3454m hohe Station am Jungfraujoch, den höchsten Bahnhof Europas.

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39 Hier die Wetteranzeige. Top Winterwetter auf jeden Fall.

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40 Im Keller der Bahnstation steht dieses Zahnrad mit Schiene nach System Strub. Außerdem gibt es dort unten eine Toilette, die ich schnellstmöglich aufsuche, da weder die WAB noch die JB eine hatten. Hätte ich wegen der Fotos auch gar nicht nutzen wollen, hier oben ist aber genug Zeit.

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41 Übersicht über die Möglichkeiten, die man hier so hat - dabei ist das 360°-Kino derzeit im Umbau, was mich aber eh nicht interessiert, und auch der Aletschgletscher darf wie immer im Winter nicht betreten werden.

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42 So sehen die Gänge im Felsen aus.

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43 Als Erstes fahre ich mit dem schnellsten Aufzug der Schweiz zur Sphinx hoch, deren Aussichtsplattform passenderweise ein Weihnachtsbaum schmückt. Die Kugeln hängen alle auf der üblicherweise windabgewandten Seite.

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44 Überblick nach Norden

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45 sowie Zoom auf Thun (und dahinter irgendwo Bern, aber das liegt noch unter den Wolken)

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46 und auf Interlaken.

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47 10min gedulde ich mich hier, bis alle Asiaten ihre jeweils 100 Selfies vor dieser Wand fertig haben und auf die Plattform verschwinden. 3571m - so hoch war ich abgesehen von im Flugzeug noch nie.

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48 Wer die aktuelle deutsche Literatur kennt, muss bei der Überschrift dieses Werbeplakats schmunzeln.

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49 Auf dem Weg von der Sphinx zum Joch zurück ist ein kleines Museum aufgebaut, das sich der Geschichte der JB widmet und hier deren Erfinder ehrt. Tragischerweise starb dieser vor der Eröffnung der Bahn. Sein ursprünglicher Plan sah sogar vor, dass die Bahn weiter auf die Jungfrau geführt werden sollte, was wohl nie umgesetzt werden wird.

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50 Außerdem kann man die höchste Karsthöhle Europas sehen.

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51 Ganz hinten kann man in den Gletscher reingehen, wo ein paar Skulpturen aufgebaut wurden. Wegen der Abwärme der vielen Touristen müssen die mittlerweile jedes Jahr nachgebessert werden.

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52 Hier eine Hundefamilie.

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53 Auch für den Ice-Age-Fan gibt es was zu gucken.

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54 Eigenwerbung wird natürlich auch gemacht.

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55 Und noch ein paar Pinguine mit Iglu, der sichtlich angeschmolzen ist.

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56 So sehen diese Gänge aus. Mit meinen Schuhen habe ich auch auf dem leicht rauen Eis kaum Probleme, aber für die meisten Touristen mit ihren Latschen stellt das Geländer den einzigen Halt dar.

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57 Hier kann man auf das Joch selbst gehen. Dort erkennt man am einfachsten, wer gut vorbereitet hier hochgekommen ist - neben der nicht immer offensichtlichen Eignung des Schuhwerks sind nämlich Sonnenbrillen sehr zu empfehlen, die die Durchschnittstouris tendenziell nicht dabei haben - wozu auch im Winter?

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58 Blick auf den Mönch

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59 und auf den großen Aletschgletscher nach Süden. Aufgrund des Neuschnees, der hier im Winter permanent liegt, erkennt man nicht so gut den Konkordiaplatz, an dem die drei Gletscher zusammenfließen. Dort ist das Eis noch etwa 900m dick, an einem warmen Sommertag können mal eben 20cm wegschmelzen, im Jahr ein gutes Dutzend Meter. Die Restlebensdauer ist damit einfach zu berechnen.

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60 Der Hügel mit dem Sphinx-Observatorium

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61 und Selbiges mit dem Baum.

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62 Überblick über alle Anlagen hier oben. Dann gehe ich mich drinnen Aufwärmen und esse etwas, um anschließend wieder auf die Plattform zu gehen.

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63 Auf dem Gletscher sind inzwischen die letzten Wolken verschwunden. Der große Doppelgipfel links besteht aus Fiescher Gabelhorn und Chamm, dahinter sieht man ein paar Pixel des Großen Wannenhorns. Im "Vordergrund" dort, wo der Gletscher abzweigt, ist noch das Eggishorn, das man mit einer Seilbahn von Fiesch an der MGB erreicht. Die Berge im Hintergrund bilden im Wesentlichen den Alpenhauptkamm südlich der Rhône, der gleichzeitig die Grenze zu Italien darstellt.

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64 Und das ist die Jungfrau, mit 4158m der höchste Berg des Dreigestirns. Davor ist der 4089m hohe Nebengipfel, der auch Wengen-Jungfrau genannt wird.

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65 Jedes Schild hat ja seine Geschichte, sagt man. Dass so ein offensichtlicher Hinweis hier notwendig ist, ist irgendwie traurig.

Im nächsten Beitrag geht es weiter!


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