[6MGA] Teil 12: Jura und die Areuse [m44B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 11.04.2020, 09:09 (vor 2175 Tagen)

Die heutige Tour ging mal nicht in die Alpen, sondern in den schweizer Jura. Bevor ich den Tag einläute, aber erstmal ein Archivbild.

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0 1999 war ich nämlich das erste Mal in der Schweiz, genauer in Neuchâtel, von wo aus man wunderbar mit dem Zug nach Noiraige fahren, durch die Gorges de l'Areuse nach Boudry wandern und zurück mit der Straßenbahn fahren kann. Das wollte ich heute auch so machen, aber natürlich mit mehr Bahnvor- und nachlauf. Genaue Planungen waren dabei schwierig, da ich ja nicht wissen konnte, wie lange ich zum Wandern brauche. Folglich überlege ich mir nur grob am ITF, was so für Fahrten möglich wären. Los geht es mit der 5:41er S-Bahn und dem IC5 nach Neuchâtel. Der Regio von dort hält in Noiraige, während es noch dunkel ist, weshalb ich erstmal bis zur Endstation nach Buttes fahre.

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1 Dort beginnt es langsam, hell zu werden.

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2 Zurück in Noiraige. Der Gegenzug ist sogar noch eine alte NPZ + Einheitswagen Garnitur.

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3 Das Wetter ist mit tiefem Nebel etwas suboptimal zum Wandern, und kalt ist es auch, aber einen besseren Tag wollte ich nicht abwarten. Da wir hier ein Zugforum sind, folgen nur wenige Bilder von der Wanderung.

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4 In der ersten Schlucht hier eine alte Steinbrücke über den Fluss.

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5 Reproduktion des Archivbilds.

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6 Eine Dreiwegebrücke,

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7 die direkt in einen Tunnel führt.

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8 Umleitungen gibt es nicht nur bei der Bahn. Hier sind wohl irgendwann mal ein paar Felsen auf den eigentlichen Weg gefallen.

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9 Am Ausgang der letzten Schlucht überquert die Jurafußlinie die Areuse. 3h35min veranschlagten die lokalen Wegweiser für die Wanderung. Ich habe 2h gebraucht, war aber auch grenzwertig schnell unterwegs.

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10 In Boudry beginnt wie erwähnt die Straßenbahn. Vor 21 Jahren war das noch die Linie 5, heute ist es die 215.

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11 Hier deren anderes Ende an der Place Pury. Von dort aus muss man noch ein paar Schritte zum Bahnhof gehen, kann sich aber zumindest die Höhenmeter mit einer unterirdischen Standseilbahn sparen.

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12 Die kommt hier im Bahnhof an. Dann geht es erstmal mit dem RE aus Bern nach La Chaux-de-Fonds.

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13 Von dem aus hat man eine schöne Sicht auf das Schloss.

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14 In Chambrelien wird die erste Spitzkehre des Tages durchfahren.

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15 Die Straße verläuft parallel unter dem Col de la Vue des Alpes entlang. Zwischen zwei Tunnels erblickt sie hier gemeinsam mit der Bahnstrecke kurz das Tageslicht.

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16 In La Chaux-de-Fonds wartet bereits der Pendel nach Le Locle. Um eine halbe Stunde versetzt fährt statt des RE aus Bern nur ein R von Neuchâtel hierher, wird durchgebunden bis Le Locle und pendelt dann als Anschluss von und zum RE dieses kurze Stück hin und zurück, bevor er wieder die ganze Strecke nach Neuchâtel zurückfährt.

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17 In Le Locle steht dann ein Alstom Coradia A TER nach Frankreich. Den nehme ich aber nicht, sondern den am selben Bahnsteig haltenden Schmalspurtriebwagen nach Les Brenets. Der fährt auf 4km isolierter Meterspur mitten durchs Nirgendwo - dass sich das lohnt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

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18 In dem Zug ist nicht nur das Rauchen von Zigaretten, sondern auch von Pfeifen verboten.

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19 Die Endstation liegt auch kurz vor der französischen Grenze. Laut ITF fährt der Zug hier nach 6min Aufenthalt wieder zurück, was ich auch so eingeplant hatte, und mich wundere, dass der Lokführer irgendwo im Ort verschwunden ist. Dann schaue ich per französischem Internet nach und stelle fest, dass genau in dieser Stunde die Rückfahrt 30min später erfolgt, was natürlich meine restliche Tagesplanung durcheinanderwirft.

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20 Andererseits bietet es auch mir die Möglichkeit, kurz runter in den Ort zu gehen.

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21 Dann geht es zurück, wobei ich mich kurz mit dem Fahrer unterhalte und deshalb den Blick durch die Frontscheibe behalte.

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22 Das Rätselbild von dieser Fahrt in Les Frêtes.

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23 Zurück in Le Locle

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24 und in La Chaux-de-Fonds. Da mein nächster Zug nur alle Stunde fährt, habe ich hier einen zweiten ungeplanten 30min-Aufenthalt.

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25 Hier ein GTW nach Biel und daneben noch ein kleiner Meterspur-Triebwagen nach Les Ponts-de-Martel. Irgendwie haben die Ortsnamen hier alle einen Artikel und oft noch mehrere Namensteile; für einen nicht-Französischsprachigen müssen die ähnlich kryptisch wirken wie im Oberengadin.

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26 Mein nächster Zug ist dieser Meterspur-GTW der Chemins de fer du Jura (CJ). Der hat zum Glück ein paar Fenster, die sich öffnen lassen.

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27 So kann ich noch ein Bild von der Stadt machen.

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28 Zugbegegnung in Le Noirmont. Hier treffen sich die Züge auf der Hauptstrecke in beide Richtungen sowie ein dritter Zug nach Tavannes. Auf dem bereits in Teil 10 erwähnten Westschweizer Meterspurzug zeigt das Logo der CJ ein Pferd

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29 und wenige Meter später laufen zwei echte davon an der Strecke entlang.

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30 Die CJ hatten damals nicht genug Geld für vollständige Garnituren und so ziehen die Triebwagen alte Personenwagen.

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31 In Combe-Tabeillon wird die zweite Spitzkehre des Tages durchfahren. Diese funktioniert besonders genial, denn die vier Weichen, die das gezeigte Kreuz bilden, haben alle eine feste Grundstellung. Werden sie von unten befahren, folgt der Zug dieser Grundstellung, aber von oben kann ein Zug im Zweifel die Weiche durch seine Räder stellen, die nach dem Befahren aber wieder zurückfedert. Somit ist keinerlei Elektronik notwendig, sondern die Züge fahren automatisch auf dem anderen Ast der Kehre weiter als dem, von dem sie kommen.

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32 Zur Demonstration: Erst geht es geradeaus über die Konstruktion,

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33 dann diagonal zurück.

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34 Was aussieht wie eine weitere Spitzkehre, ist allerdings das Ende der CJ-Strecke. Vor Glovelier kommt von links die normalspurige Strecke aus Belfort bzw. Delle, was als letztes noch im schweizer Tarifgebiet liegt, wenn auch schon in Frankreich.

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35 Aus Porrentruy, was noch vor Delle liegt, kommt diese S-Bahn, die über Basel SBB mit dortiger Wende nach Olten fährt. Ich nehme sie aber nur bis Delémont (Bis dahin soll die CJ eventuell mal per Dreischienengleis verlängert werden), von dort den IC51 nach Moutier, und dann den R nach Solothurn. Das ist auch eine lohnenswerte Strecke, da man nach dem Unterqueren des Grenchenbergs im alten Tunnel schön in den Jurafuß runtergucken kann. Bilder sind leider aus dem GTW unmöglich gewesen.

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36 Nur ganz frontal durch Scheibe geht es ohne Spiegelung, wie hier direkt vor Solothurn über die Aare. Eigentlich hatte ich von hier mit dem durchgehenden R der BLS nach Thun fahren wollen, das klappt wegen der 1h-Verzögerung nun nicht mehr im Hellen. Stattdessen enstscheide ich mich für den RE der RBS nach Bern, der wieder meterspurig ist.

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37 Nur noch als Reserve steht hier eine alte Garnitur "Mandarinli". Früher Be4/8, wurden diese durch zusätzliche Niederflur-Mittelwagen (natürlich von Stadler) zum Be4/12 ergänzt.

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38 Der RE wird allerdings mit einer Doppeltraktion NExT von Stadler gefahren, die gerade so an deren Bahnsteig passt, sodass Fotos von den Zugenden auf legalem Weg unmöglich sind (Bei einem Ansatz, die Grenze zu überschreiten, guckte mich der Lokführer so böse an, dass ich es dann doch lieber gelassen habe).

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39 In Bern hält die RBS in ihrem eigenen Tief-Kopfbahnhof mit vier Gleisen. Für drei Strecken (nach Solothurn, Worb und Unterzollikofen) scheint das ausreichend zu sein, tatsächlich sind aber auf allen Strecken so viele Personen unterwegs, dass es eher knapp bemessen ist - in Spitzenzeiten fahren hier 20 Züge pro Stunde ab. Genau deshalb wird im Zuge der Renovierung des gesamten Bahnhofs Bern auch ein neuer RBS-Bahnhof gebaut, der zwar dieselbe Anzahl Gleise aufweist, aber wesentlich breitere Bahnsteige. Außerdem werden im SBB-Bahnhof während der Bauarbeiten nach und nach alle Bahnsteige renoviert und dafür geschlossen; aktuell sind die Gleise 12/13 eingeschränkt. Dafür wurde als Erstatz 9/10 verlängert, und die neuen Bahnsteige dort 49/50 getauft. Aber dazu gleich mehr.

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40 Besonders gedrängt geht es auf dem anderen Bahnsteig zu, an dem eine Hundertschaft die S7 nach Worb stürmt. Um die Menschenströme zu regeln, gibt es hier sogar wie in der Pariser U-Bahn Drehkreuze und Klapptüren, die nur öffnen, wenn der Zug angekommen ist und die alten Fahrgäste ausgestiegen sind. Der rechte Bahnsteig ist allerdings offen.

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41 Da ich mal nicht mit einem Taktzug im ITF angekommen bin, ist genug Zeit, den Bahnhof von außen anzuschauen.

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42 Jetzt zu Bahnsteig 49/50. Auf 49 fahren die RE (inzwischen IR) von und nach Biel, und auf 50 kommen die RE aus La Chaux-de-Fonds an. Um die Menschenströme nicht über Gleis 9/10 leiten zu müssen, gibt es eine eigene Brücke zur "Welle", die hier oben zu sehen ist.

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43 In der anderen Richtung schwenkt sie elegant in die Welle ein. Aus der Unterführung auf der Ostseite des Bahnhofs wird man übrigens nur versteckt über Gleis 9/10 hierher geleitet - empfohlen wird an den meisten Stellen der Umweg über Gleis 1/2 und die Welle.

Das war's mal wieder, zurück geht es mit IC1 und der S-Bahn, die schon um 19:14 ankommt - aufgrund des frühen Sonnenuntergangs ist das für Fahrten in meiner Nähe nicht zu ändern. Trotzdem waren es heute 17 Umstiege und viele schöne Züge.

Vielen Dank

TD, Samstag, 11.04.2020, 11:27 (vor 2175 Tagen) @ Math5D

Hallo,

vielen Dank, die Straßenbahn von Neuchâtel steht auch noch auf meiner to-do-Liste, da kann ich vielleicht den Tipp mit der Wanderung auch umsetzen.

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38 Der RE wird allerdings mit einer Doppeltraktion NExT von Stadler gefahren, die gerade so an deren Bahnsteig passt, sodass Fotos von den Zugenden auf legalem Weg unmöglich sind.

Dieses Problem kommt mir bekannt vor :)

Ich hatte das so gelöst:

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Vielen Grüße und frohe Ostern

Tobias

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/

Vielen Dank

Reservierungszettel, KDU, Samstag, 11.04.2020, 12:50 (vor 2174 Tagen) @ TD
bearbeitet von Reservierungszettel, Samstag, 11.04.2020, 12:50

Hallo,

vielen Dank, die Straßenbahn von Neuchâtel steht auch noch auf meiner to-do-Liste, da kann ich vielleicht den Tipp mit der Wanderung auch umsetzen.

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38 Der RE wird allerdings mit einer Doppeltraktion NExT von Stadler gefahren, die gerade so an deren Bahnsteig passt, sodass Fotos von den Zugenden auf legalem Weg unmöglich sind.


Dieses Problem kommt mir bekannt vor :)

Ich hatte das so gelöst:

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Vielen Grüße und frohe Ostern

Tobias

Oder man macht es beim einfahren bzw. Ausfahren :)

Vielen Dank

Math5D, Samstag, 11.04.2020, 14:11 (vor 2174 Tagen) @ Reservierungszettel

da kann ich vielleicht den Tipp mit der Wanderung auch umsetzen

Würde ich auf jeden Fall machen, ist eine schöne Strecke.

Oder man macht es beim einfahren bzw. Ausfahren :)

Dafür war leider keine Zeit an dem Tag

Teil 12: Jura und die Areuse

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 12.04.2020, 13:16 (vor 2173 Tagen) @ Math5D

Hoi,

Zurück in Noiraige. Der Gegenzug ist sogar noch eine alte NPZ + Einheitswagen Garnitur.

Das ist aber kein normaler NPZ. Hier handelt es sich um einen Zweifrequenz-NPZ. Die fuhren früher mal auf der S1 Mulhouse-Frick.

Seit es keine TGV mehr via Neuchâtel gibt, hat man drei RE-Zugspaare Neuchâtel-Frasne eingerichtet, die in Frasne Anschluss an die TGV Lyria-Verbindungen Lausanne-Paris bieten. Man kann hier durchgehende Globalpreisbillette Neuchâtel-Paris lösen. Für diese RE hat man dann jene Zweifrequenz-NPZ verwendet, die zwischen Pontarlier und Frasne unter dem französischen Stromsystem 25 kV 50 Hz verkehren. Das ist auch der Grund, warum diese NPZ nie ins Domino-Programm aufgenommen wurden.

Seit Dezember ist dein Bild Nostalgie. Die Zweifrequenz-NPZ wurden ausrangiert und warten in Zürich auf ihre letzte Reise. Die RE Neuchâtel-Frasne wurden im Dezember auf Flirt France RABe 522.2 umgestellt.

Am Ausgang der letzten Schlucht überquert die Jurafußlinie die Areuse. 3h35min veranschlagten die lokalen Wegweiser für die Wanderung. Ich habe 2h gebraucht, war aber auch grenzwertig schnell unterwegs.

Die jeweils angegebenen Zeiten sind so bemessen, dass sie vom Bevölkerungsdurchschnitt ohne Stress eingehalten werden können. Ich bin in der Regel auch immer schneller als dort angegeben. Ich bin dort vor vielen Jahren auch schon mal runtergewandert.

In Boudry beginnt wie erwähnt die Straßenbahn. Vor 21 Jahren war das noch die Linie 5, heute ist es die 215.

Auch diese Linie muss künftig das Behinderten-Gleichstellungsgesetz einhalten. Dafür haben sie Occasion-Züge mit Niederflureinstieg gekauft und zwar von den Appenzeller Bahnen. Die fünf verhältnismässig neuen Triebzüge der Trogenerbahn hat man zu Gunsten einer einheitlichen Tango-Flotte verkauft.

Ursprünglich hatten die AB noch den Plan, die fünf Züge der Trogenerbahn um einen vierten Wagen zu ergänzen und für die Strecke nach Appenzell anzupassen. Dazu sollten nur sieben neue Züge gekauft werden. Man hat dann im Gesamten elf neue Züge beschafft und mit der transN einen Käufer für die fünf TB-Triebzüge gefunden.

Die TB-Triebzüge kamen in ein umfassendes Refit und ersetzen nun im Linienbetrieb das bisherige Rollmaterial, welches du auf den Bildern noch festgehalten hast.
-> http://eisenbahn-amateur.ch/tag/trans-n/

Apropos AB: Meinen Bildbeitrag hast du schon noch gesehen? -> https://www.ice-treff.de/index.php?id=604035

In Chambrelien wird die erste Spitzkehre des Tages durchfahren.

Ich weiss nicht, ob ich es in einem früheren Beitrag schon erwähnt hatte, sonst tu ich einfach nochmal:

Im STEP 2035 nun eine Neubaustrecke Neuchâtel - La Chaux-de-Fonds enthalten, welche die Fahrzeit auf 15 Minuten halbieren wird, mit nur einem Bahnhof etwa in der Mitte der Strecke bei Cernier. Die Strecke über Chambrelien wird damit eingestellt.
Mit der Neubaustrecke wird es dann direkte IR Le Locle - Lausanne geben (statt des IR 66 Bern - La Chaux-de-Fonds, heute noch als RE bezeichnet, ab Dezember 2020 aber Teil des Fernverkehrs, betrieben von der BLS, die im Frühjahr 2021 die EW III-Kompositionen durch nigelnagelneue Flirt 4 RABe 528 ersetzen wird).

Die bisherige Strecke von Neuchâtel Richtung Chambrelien wird zur Entlastung der Jurasüdfusslinie zwischen Neuchâtel und Corcelles-Peseux dann mit einer Neubaustrecke von Corcelles-Peseux nach Bôle von der Strecke Neuchâtel-Buttes/Pontarlier genutzt. Die bisherige Strecke Auvernier-Bôle wird dann eingestellt, ebenso wie die Strecke Corcelles-Peseux - La Chaux-de-Fonds.

Die Straße verläuft parallel unter dem Col de la Vue des Alpes entlang. Zwischen zwei Tunnels erblickt sie hier gemeinsam mit der Bahnstrecke kurz das Tageslicht.

Dort, unter dem linken Brückenbogen, gab es mal eine Bahnstrecke. Man konnte da direkt Richtung St-Imier fahren, ohne in La Chaux-de-Fonds eine Spitzkehre machen zu müssen. Es gab genau hier damals noch den Bahnhof Les Convers, einen Perron sieht man noch heute. Gebaut wurde die Verbindungslinie 1874, eingestellt wurde sie bereits 1895, man hatte also recht schnell erkannt, dass diese Strecke sinnlos war.
Dass die Strassenbrücke noch für das Gleis gebaut wurde, lag daran, dass die Gleise noch ziemlich lange lagen, einfach ohne Weichenverbindung. Weiter hinten im Wald liegen die Gleise der Strecke auch heute unter der Vegetation versteckt.

Der fährt auf 4km isolierter Meterspur mitten durchs Nirgendwo - dass sich das lohnt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Die Strecke ist auch immer wieder Teil von Diskussionen. Das betrifft auch die Linie nach Les Pont-de-Martel. Nichts desto trotz hat man letztes Jahr die Fahrzeuge nochmal reparieren können, nachdem beide Linien eine Zeitlang schon auf Bus umgestellt waren, weil die Züge kaputt waren. Bei der Linie nach Les Pont-de-Martel ist der Bahnbetrieb immerhin günstiger, weil es mit dem Bus einen zusätzlichen Umlauf braucht. Allerdings stimmt das auch nur bis das nächste Mal in die Strecke investiert werden muss.
Und wegen dem Behinderten-Gleichstellungsgesetz stehen beide Bahnen vor der Modernisierung ihrer Stationen und dem Kauf von neuem Rollmaterial. Die Zukunft beider Linien würde ich daher mal als ungewiss einstufen. Das politische Klima lässt aber Zukunftschancen zu.

In dem Zug ist nicht nur das Rauchen von Zigaretten, sondern auch von Pfeifen verboten.

Diese Regelungen werden unterdessen schweizweit einheitlich von der Branchenorganisation VöV erlassen. Das bedeutet, dass hier auch E-Zigaretten verboten sind, auch wenn das nicht explizit angeschrieben ist. Man darf einfach gar nichts rauchen, ganz einfach.

Die Endstation liegt auch kurz vor der französischen Grenze. Laut ITF fährt der Zug hier nach 6min Aufenthalt wieder zurück, was ich auch so eingeplant hatte, und mich wundere, dass der Lokführer irgendwo im Ort verschwunden ist. Dann schaue ich per französischem Internet nach und stelle fest, dass genau in dieser Stunde die Rückfahrt 30min später erfolgt, was natürlich meine restliche Tagesplanung durcheinanderwirft.

Derartiges ist in der Westschweiz im Vergleich zur Deutschschweiz noch recht häufig zu beobachten. Das hat schon so leicht französische Einschläge, zum Glück aber doch weit von französischen Fahrplänen entfernt.

Also wenn du dir von dem TER ab Le Locle mal den Fahrplan angeschaut hast, das ist ja wirklich ein taktloser Alibi-Verkehr. Da schwebt immer noch die Idee im Raum, bis Morteau mit Schweizer Fahrdrahtspannung zu elektrifizieren und die Schweizer Züge bis Morteau im Takt zu verlängern. Die TER würden dann nicht mehr über die Schweizer Grenze fahren, sondern in Morteau zurück nach Besançon wenden. Aber wer weiss, ob das auch mal kommen wird.

In Combe-Tabeillon wird die zweite Spitzkehre des Tages durchfahren. Diese funktioniert besonders genial, denn die vier Weichen, die das gezeigte Kreuz bilden, haben alle eine feste Grundstellung. Werden sie von unten befahren, folgt der Zug dieser Grundstellung, aber von oben kann ein Zug im Zweifel die Weiche durch seine Räder stellen, die nach dem Befahren aber wieder zurückfedert. Somit ist keinerlei Elektronik notwendig, sondern die Züge fahren automatisch auf dem anderen Ast der Kehre weiter als dem, von dem sie kommen.

Das nennt man Rückfallweichen. Der Nachteil ist, dass man diese nur mit 25 km/h befahren darf. Bei den Appenzeller Bahnen hat man deshalb in der Kreuzungsstation Liebegg zwischen Lustmühle und Riethüsli auf St.Galler Stadtgebiet die ehemaligen Rückfallweichen durch ferngesteuerte Weichen mit einem Stellwerk ersetzt. Statt 25 km/h kann man dort nun 50 km/h fahren, was für den Fahrplan erforderlich ist, um die Zugskreuzungen in St. Gallen und Teufen umsetzen zu können.

Aus Porrentruy, was noch vor Delle liegt, kommt diese S-Bahn, die über Basel SBB mit dortiger Wende nach Olten fährt. Ich nehme sie aber nur bis Delémont (Bis dahin soll die CJ eventuell mal per Dreischienengleis verlängert werden),

Das ist jedoch aktuell in keinem Ausbauschritt beschlossen worden. Trotzdem wäre die SBB-Strecke teilweise vorbereitet. Ich weiss nicht, ob du es gesehen hast, aber teilweise liegen dort Schwellen, welche die Montage einer dritten Schiene erlauben würden. Bei der Modernisierung des Bahnhofs Bassecourt hat man auch gesehen, dass diese Schwellen auch neu eingebaut werden (wenn auch nur auf einem der beiden Gleise im neuen Kreuzungsbahnhof).

von dort den IC51 nach Moutier, und dann den R nach Solothurn. Das ist auch eine lohnenswerte Strecke, da man nach dem Unterqueren des Grenchenbergs im alten Tunnel schön in den Jurafuß runtergucken kann.

Die Linie von Moutier nach Grenchen Nord führt durch den Grenchenbergtunnel. Auf der Solothurn-Moutier-Bahn fährt man durch den Weissenstein. Hier hat man sich nun nach einigen Diskussionen zum Beibehalt des Bahnverkehrs und gegen die Umstellung auf Bus ausgesprochen.

Nun wird die Strecke für 145 Mio CHF saniert, insbesondere der über 110 Jahre alte Weissensteintunnel muss umfassend saniert werden. Für die Sanierung wird die Strecke von April 2021 bis Dezember 2022 für über anderthalb Jahre komplett gesperrt. Dabei werden auch alle weiteren Kunstbauten saniert sowie alle Bahnhöfe umfassend modernisiert und behindertengerecht ausgestaltet.

In Bern hält die RBS in ihrem eigenen Tief-Kopfbahnhof mit vier Gleisen. Für drei Strecken (nach Solothurn, Worb und Unterzollikofen) scheint das ausreichend zu sein, tatsächlich sind aber auf allen Strecken so viele Personen unterwegs, dass es eher knapp bemessen ist - in Spitzenzeiten fahren hier 20 Züge pro Stunde ab. Genau deshalb wird im Zuge der Renovierung des gesamten Bahnhofs Bern auch ein neuer RBS-Bahnhof gebaut, der zwar dieselbe Anzahl Gleise aufweist, aber wesentlich breitere Bahnsteige.

Genau, die vier Gleise sind nämlich absolut ausreichend. Es geht lediglich um die Passagierzahlen, für die es deutlich mehr Platz braucht. Im neuen Tiefbahnhof braucht es dann keine Drehkreuze mehr.
Für eine weitere Optimierung des Bahnbetriebs könnte der neue Tiefbahnhof später auch weiter gebaut werden, entweder in einer Streckenverlängerung wohin auch immer oder in einen Abstellbahnhof, mit dem man die vier Perronkanten noch effizienter und mit mehr Zügen bedienen könnte.


Frohe Ostergrüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Teil 12: Jura und die Areuse

Math5D, Sonntag, 12.04.2020, 16:14 (vor 2173 Tagen) @ Twindexx

Apropos AB: Meinen Bildbeitrag hast du schon noch gesehen?

Klar, vielen Dank für die Zusammenstellung!

Mit der Neubaustrecke wird es dann direkte IR Le Locle - Lausanne geben (statt des IR 66 Bern - La Chaux-de-Fonds [...])

Über Bern? Das wäre ja ein ganz guter Umweg. Oder über Yverdon? Die Strecke würde dann ja ordentlich voll werden, denn die IC51 sollen ja auch verlängert werden.
So oder so sehr schade, dass die Spitzkehre abgeschafft wird, wenn auch aus betrieblicher Sicht verständlich.

Und wegen dem Behinderten-Gleichstellungsgesetz stehen beide Bahnen vor der Modernisierung ihrer Stationen und dem Kauf von neuem Rollmaterial. Die Zukunft beider Linien würde ich daher mal als ungewiss einstufen. Das politische Klima lässt aber Zukunftschancen zu.

Auch sehr schade. Zumal es für Behinderte ja auch nicht immer einfach ist, in Busse einzusteigen - selbst wenn die Niederflur sind, braucht es fast immer ausklappbare Rampen, deren Gebrauch sicher zu Verspätungen führt. Da sind moderne Bahnfahrzeuge schon besser geeignet (aber gut, die beiden aktuellen Triebwagen natürlich komplett ungeeignet).

Diese Regelungen werden unterdessen schweizweit einheitlich von der Branchenorganisation VöV erlassen. Das bedeutet, dass hier auch E-Zigaretten verboten sind, auch wenn das nicht explizit angeschrieben ist. Man darf einfach gar nichts rauchen, ganz einfach.

Das war schon klar, ich fand diesen Aushang halt einfach lustig

Also wenn du dir von dem TER ab Le Locle mal den Fahrplan angeschaut hast, das ist ja wirklich ein taktloser Alibi-Verkehr.

Das habe ich, und deshalb bin ich auch das Stück zum Col des Roches nicht gefahren.


Allen hier auch schöne Ostern!

Teil 12: Jura und die Areuse

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 12.04.2020, 18:11 (vor 2173 Tagen) @ Math5D
bearbeitet von Twindexx, Sonntag, 12.04.2020, 18:13

Hoi,

Über Bern? Das wäre ja ein ganz guter Umweg. Oder über Yverdon? Die Strecke würde dann ja ordentlich voll werden, denn die IC51 sollen ja auch verlängert werden.

Nein, nicht über Bern.

Heute fährt der RE Bern - Neuchâtel - La Chaux-de-Fonds. Dieser wird ab Dezember 2020 in den Fernverkehr als Linie IR 66 integriert, wird aber weiterhin von der BLS betrieben. Die BLS wird im Frühjahr 2021 die bestehenden EW III-Kompositionen auf neue Flirt 4 RABe 528 umstellen.

Sobald dann im Horizont 2035 die Neubaustrecke in Betrieb geht, wird der IR 66 in Neuchâtel gebrochen und eine neue IR-Linie Le Locle - La Chaux-de-Fonds - Neuchâtel - Yverdon-les-Bains - Lausanne wird eingerichtet. Ob Bern-Neuchâtel dann wieder zum Regionalverkehr kommt oder nicht, wird man dann sehen. Sicher wird aber der Schnellzug Bern-Neuchâtel zum Halbstundentakt verdichtet, daher auch der Doppelspurausbau Rosshäusern-Gümmenen mit dem neuen Rosshäuserntunnel und der Sanierung des Saane-Viadukts. Da laufen aber noch die Planungen zum künftigen Angebot 2035.

Wieder zurück zum Angebotsschritt 2025: Die IC 51 in der bestehenden Lage werden weiterhin nur Basel-Biel verkehren. Mit der Doppelspur Duggingen-Grellingen im Laufental wird der IC 51 ab 2025 zum Halbstundentakt verdichtet (und dabei die S3 Laufen-Delémont und den RE Delémont-Biel ersetzen). Dieser IC 51 aus dem 30er-Knoten in Basel SBB wird dann zwischen Biel und Lausanne den bestehenden IC 5 ersetzen; jener IC 5 im 30er-Knoten Zürich HB wird zwischen Zürich HB und Biel dann als Anschlusszug zum IC 51 Basel SBB - Lausanne als IR 55 mit IR-Dosto RABe 511 verkehren.
Als IC 5 selbst wird es dann ab 2025 nur noch stündlich die Linie Genève-Aéroport - Lausanne (Spitzkehre) - Biel - Zürich - St. Gallen - Rorschach geben. Im Angebot 2035 wird das dann wieder ändern, da wird es dann am Jurasüdfuss einen dritten Schnellzug pro Stunde geben und Doppelstockzüge werden eingeführt.

So oder so sehr schade, dass die Spitzkehre abgeschafft wird, wenn auch aus betrieblicher Sicht verständlich.

Die betriebliche Sicht ist das eine, in nur 15 Minuten zwischen den beiden grössten Städten im Kanton ist praktisch konkurrenzlos. Mit dem Auto braucht man im besten Fall ohne Stau 20 Minuten. Das wird natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf den Modalsplit haben. Man rechnet deshalb schon damit, hier zu gewissen Zeiten im 15min-Takt zu fahren.

Auch sehr schade. Zumal es für Behinderte ja auch nicht immer einfach ist, in Busse einzusteigen - selbst wenn die Niederflur sind, braucht es fast immer ausklappbare Rampen, deren Gebrauch sicher zu Verspätungen führt. Da sind moderne Bahnfahrzeuge schon besser geeignet (aber gut, die beiden aktuellen Triebwagen natürlich komplett ungeeignet).

Die ausklappbaren Rampen sind mittlerweile recht schnell ein- und ausgeklappt, sodass sich die Zeitverzögerungen im Rahmen halten. Ansonsten schreibt das Gesetz übrigens auch erhöhte Bordsteinkanten für Bushaltestellen vor. Dort braucht es dann auch nicht unbedingt immer die ausklappbare Rampe. Bushaltestellen sind aber Sache der Gemeinde und diese haben das schweizweit ziemlich verpennt, dass sie da etwas tun müssen. Einige Gemeinden wollen sich auch auf die Verhältnismässigkeitsklausel im Gesetz berufen, wobei das ab 2024 juristische Auseinandersetzungen erzeugen dürfte.

Im Bereich Bahnen ist da seit Jahren das BAV dahinter, sodass es hier eher vorangeht. Dabei hat das BAV die Auffassung, dass alles, was technisch machbar ist ohne Bahnstrecken neu verlegen zu müssen, auch verhältnismässig ist. Bei Tramhaltestellen geraten sich da das BAV und die Gemeinden auch gerne in die Haare, weil da das BAV dann mit weitergehenden Anforderungen kommt, als die Gemeinde es für verhältnismässig erachtet. So will das BAV in St. Gallen an der Haltestelle Spisertor 32 cm hohe Perronkanten für die Züge der Appenzeller Bahnen mitten im Strassenraum, die Stadt St. Gallen hält das für Blödsinn. Am Schluss sind bei Bahnen und Trams aber das BAV die Bewilligungsbehörde und nicht die Gemeinden, weshalb die Gemeinden dann nach erteilter Baubewilligung nur dagegen beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen klagen könnten.

Das habe ich, und deshalb bin ich auch das Stück zum Col des Roches nicht gefahren.

Bis Dezember 2015 gab es da zu manchen Zeiten auch noch elektrische SBB-Domino bis Le Locle-Col-des-Roches runter, die dann seit dem neuen Fahrplankonzept Neuchâtel - La Chaux-de-Fonds nicht mehr angeboten werden. Das waren Montag bis Freitag ein Zugspaar am Morgen, eins am späteren Nachmittag und eins am Abend, also drei HVZ-Zugspaare.
In jenen Jahren hat man die Fahrleitungsanlage auch mal noch komplett erneuert, genutzt wird diese im Moment gar nicht. Letztes Jahr hatte es Montag bis Freitag noch einen täglichen Güterzug am Vormittag, der fiel dieses Jahr aber auch weg. Jedenfalls baut die Fahrleitung erstmal auch keiner ab, solange die Idee mit der Elektrifikation bis Morteau noch umhergeistert.

Allen hier auch schöne Ostern!

Merci, gleichfalls!

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Merci beaucoup !

JanZ, HB, Sonntag, 12.04.2020, 13:34 (vor 2173 Tagen) @ Math5D

Vielen Dank für diesen Bericht aus einer Ecke der Schweiz, die ich so gar nicht kenne!

[6MGA] Teil 12: Jura und die Areuse [m44B]

guru61, Arolfingen, Dienstag, 14.04.2020, 09:20 (vor 2172 Tagen) @ Math5D

Danke für diesen Bericht.
Der Jura hat so einiges zu bieten, abseits von Bahnen mit Aquariumswagen.
Allenfalls steigst mal in Chambrelien aus und gehst den Wanderweg nach Champ du Moulin:
https://map.geo.admin.ch/?lang=de&topic=ech&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-far...

Der Weg ist nicht schwer, und du hast schöne Ausblicke auf die Strecke nach Travers:
https://flic.kr/s/aHsm5uxqTk
Gruss Guru

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