Westliche Verlogenheit (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Mittwoch, 25.12.2019, 11:15 (vor 2302 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Re 8/12, Mittwoch, 25.12.2019, 11:18

Ist denn der Staat auf der Krim im Vorfeld der Annexion mit Gewalt gegen die dortige Bevölkerung vorgegangen, so dass es zur Massenflucht kam?

Hab ich nicht behauptet. Aber du gehst wohl davon aus, dass dies im Kosovo der Fall war. Dass es teilweise zu exzessiver Gewaltanwendung durch die serbischen Ordnungskräfte kam, will ich auch gar nicht bestreiten. Das wäre allerdings noch lange kein Grund, Serbien die staatliche Hoheit über die Provinz abzuerkennen. (Aus serbischer Sicht handelte es sich schlicht um Terrorbekämpfung, was ja bekanntlich auch anderswo mit gewissen 'Kollateralschäden verbunden sein kann ...)

Die öffentliche Meinung im Westen lebte allerdings in der Meinung (teilweise bis heute noch), die Situation sei kurz davor gewesen, zu einem Völkermord zu eskalieren. In die entsprechende Berichterstattung flossen - in zu diskutierendem Ausmass - auch Fake News und nachweisliche Propagandalügen ein. Dreh- und Angelpunkt bei der Legitimation einer ausländischen Intervention war das angebliche Massaker von Račak.

Wenig bekannt sind nach wie vor auch die Mauscheleien an der Konferenz von Rambouillet, wo die serbische Seite zu allen nötigen Garantien für die kosovarische Bevölkerung bereit war, von höheren Mächten aber offensichtlich von vornherein ein anderes Szenario beschlossen worden war.

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