Flugscham? (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 08.08.2019, 03:17 (vor 2434 Tagen) @ E 1793
bearbeitet von Henrik, Donnerstag, 08.08.2019, 03:18

Flugscham wird wohl neustes Unwort
Zumindest wenn man hier so den Thread beobachtet.

Grausig!

Flugscham?

Klimaaktivistin Luisa Neubauer [...] selbst schäme sich aber nicht, wenn sie fliege.

Auf einer "Fridays for Future"-Demo würde sich wohl niemand trauen, ein Schild mit der Aufschrift "Ich fliege gerne" hochzuhalten. Über die Parteigrenzen hinweg stimmt dieser Aussage aber mehr als jeder Zweite zu, der im letzten Jahr abhob – genau gesagt 57 Prozent der Grünen-Anhänger

https://www.stern.de/politik/deutschland/gruenen-waehler-fliegen-am-meisten-und-leiden-...


Vor einiger Zeit, als Thunberg noch keine öffentliche Figur war, wurde dort etwa das Wort flygskam kreiert, "Flugscham"; ein Begriff, für den es mittlerweile in mehreren Sprachen Entsprechungen gibt. Der Schwedische Sprachenrat, zu dessen Aufgaben es gehört, neue Wörter zu registrieren, hat das Wort in einer Zeitung entdeckt, dem Svenska Dagbladet vom 14. März 2018.
[...]
Die Frage ist allerdings, ob sich wirklich das Reiseverhalten ändert oder ob erst mal nur ein Modewort zum Lebensstil aufgeladen wird

https://www.zeit.de/entdecken/reisen/2019-05/flugscham-fliegen-reisen-umwelt-oekologisc...


„Flugscham ist in der Geschäftswelt eher kein Thema“, sagt ein Sprecher des Recycling-Dienstleisters Remondis. Er verweist darauf, dass Standorte des Unternehmens in China und Australien sich mit dem Zug oder Auto schlichtweg nicht erreichen ließen. Ähnlich ist die Aussage beim Stahlkonzern Salzgitter: „Eine Flugscham gibt es nicht, denn es handelt sich bei unseren internationalen Geschäftstätigkeiten nicht um Lustreisen.“

https://www.welt.de/wirtschaft/article194015107/Flugscham-Deutsche-Wirtschaft-bleiben-F...


Nein. Ich glaube im Übrigen auch nicht, dass Menschen sich wirklich schämen, wenn sie fliegen. Sie stellen sich eher die Frage: Wie gehe ich verantwortlich mit dem um, was ich konsumiere? Sei es, wenn ich heize, wenn ich Auto fahre oder eben, wenn ich fliege. Nun trägt der Luftverkehr zu den weltweiten CO2-Eimissionen nur mit 2,8 Prozent bei. Aber ich finde: Ein verantwortungsbewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen geht in der Tat uns alle an.

Fangen wir bei Ihnen an. Welche Maßnahmen helfen denn für mehr Klimaschutz im Luftverkehr?
Erst einmal technische. Flugzeuge werden immer leichter, Triebwerke effizienter. Das Potential neuer Maschinen ist enorm, denn der Treibstoffverbrauch ist deutlich geringer. Mit Milliardeninvestitionen haben unsere deutschen Fluggesellschaften ihre CO2-Emmissionen seit 1990 um 43 Prozent gesenkt. Darüber hinaus streben wir an, das Fliegen komplett CO2-neutral zu gestalten.

Wie soll das gelingen?
Indem man den fossilen Treibstoff durch einen regenerativen ersetzt.

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/klimaschutz-ich-glaube-nicht-dass-menschen-sich...
06. August 2019


Betrachtet man den gesamten Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland, machen Inlandsflüge nur einen geringen Anteil aus. Sie waren im vergangenen Jahr für lediglich zwei der 866 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich

Innerhalb des Verkehrssektors spielt der Straßenverkehr eine sehr viel größere Rolle: Aufgeschlüsselte Zahlen für 2018 fehlen noch, im Jahr zuvor aber entfielen laut Umweltbundesamt von den 168 Millionen Tonnen des Verkehrssektors allein 162 Millionen Tonnen auf den Straßenverkehr. Wenn mehr Menschen das Auto stehen lassen und stattdessen Zug fahren würden, wäre das Einsparpotenzial also viel höher als beim Verzicht auf Kurzstreckenflüge.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/flugscham-wie-klimaschaedlich-sind-inlandsfl...


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