Reservegarnituren für verspätete reguläre Züge (Allgemeines Forum)

ThomasK, Donnerstag, 01.08.2019, 00:23 (vor 2489 Tagen) @ oska

Der Name Flextrain ist natürlich blaschker Unsinn, aber der Rest stimmt.

Die Schweiz hat bereits Flextrains im Einsatz. Da auch Deutschland den Takt-Fahrplan anstrebt, ist es nur naheliegend, das auch die DB flexible Dispositionszüge stationieren und im unwahrscheinlichen Fall eines Zugausfalls auch einsetzen wird.

Das auch in der Schweiz 'Gerümpel' für diese Zuggattung eingesetzt wird, gibt die SBB offen zu, formuliert es nur charmanter. Doch auch in der Schweiz arbeitet man am Fortschritt. 2020 plant man den Einsatz von Klimaanlagen in den schweizer Ersatzzügen.


Zu Bundesbahnzeiten war das absolut selbstverständlich das an wichtigen Knotenbahnhöfen IC-Reservegarnituren bereit standen.

Diese Reservegarnituren kamen dann zum Einsatz, wenn der reguläre Zug mehr als 20 Minuten Verspätung hatte. Der reguläre Zug fuhr dann ab dem Startbahnhof der Reservegarnitur 20 Minuten hinter dieser her, sodass dann ab dem Startbahnhof der Reservegarnitur die Zugleistung doppelt geführt wurde. In der fahrplanmäßigen Trasse des regulären Zuges fuhr dann die Reservegarnitur.

Aufgrund der Knappheit der E 103 fuhren die Reservegarnituren meistens mit der E 110. Der IC-Zuschlag von 10 DM entfiel, wenn man eine Reservegarnitur benutzte. Meistens fuhren in den Reservegarnituren ein Mischmasch von Avmz und Am.

Um die Reservegarnituren wieder zu den Bestimmungsbahnhöfen zurückzubringen, ließ die Deutsche Bundesbahn dann später am selben Tag oder am darauffolgenden Tag einen üblicherweise stark belasteten IC doppelt fahren. Der Entlastungszug fuhr dann meistens ca. 10 Minuten vor dem Hauptzug. In diesem Entlastungszug entfiel der IC-Zuschlag von 10 DM, sodass die gewöhnliche Fahrkarte zur Benutzung berechtigte.


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