zu DB-Mitarb.fahrkarten & denunzieren (Allgemeines Forum)

brun, Mittwoch, 17.07.2019, 21:56 (vor 2501 Tagen) @ Bahngenießer
bearbeitet von brun, Mittwoch, 17.07.2019, 22:00

1) Die DB-Beschäftigten müssen den fiktiven Wert ihrer Freifahrtkarte beim Finanzamt als geldwerten Vorteil versteuern. (Deshalb gibt es Beschäftigte, die auf die Freifahrtkarte verzichten und sich stattdessen selbst eine Verbundzeitkarte kaufen.)
2) Vor knapp 20 Jahren hat der Vorstand des DB-Konzerns eingeführt, dass DB-Beschäftigte mit Freifahrtkarte ihren Sitzplatz in der 1. Klasse freigeben müssen, wenn normale Fahrgäste mit 1.Klasse-Ticket in der 1. Klasse stehen müssen.

Stimmt beides. Die Netzkarte für DB-Mitarbeiter ist nicht umsonst, sie wird versteuert, und das ist nicht günstig, weswegen viele Mitarbeiter drauf verzichten.

Wichtiger noch: Bei vollen Zügen muss der Sitzplatz für zahlende Kunden freigegeben werden, spätestens nach Aufforderung des Zugpersonals. Es gibt da keine Außnahme, und das weiß auch jeder Mitarbeiter mit Netzkarte.

Sitzplatzreservierungen sind außerdem nicht erlaubt.

Übrigens sind 1. Klasse-Netzkarten nicht nur "für die Manager und Bonzen", wie es hier oben im Thread von einem anderen User angedeutet wird. Bitte zuerst informieren und dann schreiben, dankeschön.

Aber vor Allem möchte ich erwähnen, dass ich es armselig finde, wenn man sich hier online aufregt über diese Bahnmitarbeiter, sich aber vor Ort (also im realen Leben, im Zug) als zahlender Kunde nicht mal traut, sie bzw. das Zugpersonal anzusprechen. Da gebe ich dem User br752 schon recht - das geht richtung denunzieren, und wie wir wissen, wird das immer gemacht von Menschen, die selber die Konfrontation scheuen.

Ich vermute aber, dass der Zug nicht 100% ausgelastet war, auch nicht in der 1. Klasse, und hier also etwas übertrieben wird.


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