Von der Dolderbahn ins Mittelland - Fortsetzung (Reiseberichte)

TD, Dienstag, 25.06.2019, 18:25 (vor 2465 Tagen) @ TD

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Mit einem doppelstöckigen Intercity der Linie IC 1 treten wir nun die Heimfahrt an, nach der Ausfahrt aus Fribourg/Freiburg quert der Zug die Saane, weiter fährt der Zug über Bern und die Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist nach Zürich.

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In Zürich wechseln wir auf den InterRegio nach Konstanz. Nachdem wir auf den Hinfahrt (siehe Teil 1) einen Ersatzzug hatten, verkehrt nun wieder eine der angestammten Kompositionen.

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Dieses Bild entstand bei der Fahrt zwischen Weinfelden und Kreuzlingen, vom Seerücken aus ist der heimische Bodensee zu sehen. Üblicherweise ist das das letzte Bild meiner Reiseberichte, die wenig später in Konstanz enden.

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Aber heute gibt es noch eine Zugabe. Denn warum sollte ich eigentlich immer nur fremde Städte porträtieren? Und so legen wir auch in Konstanz einen Zwischenstopp ein. Die größte Stadt am Bodensee hat rund 85.000 Einwohner und eine lange Geschichte. Wir steuern nun das Konstanzer Münster an und besteigen die 193 Stufen zur Plattform des Turms.

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Von oben lassen wir den Blick schweifen, hier Richtung Innenstadt und zur Schweiz, hinten der Seerücken, über den wir vorhin hinab nach Konstanz gefahren sind.

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Hier sehen wir unter uns die Niederburg, der älteste Teil der Altstadt mit mittelalterlichen Gebäuden und verwinkelten Gassen. Konstanz blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, zum einen weil es nur ein unbedeutender Industriestandort war, zum anderen aber auch aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Schweiz. So wurde die Stadt nicht verdunkelt, wodurch aus der Luft die Grenze zwischen Konstanz und dem schweizerischen Kreuzlingen verschwamm. Am linken Bildrand dreht ein Zeppelin seine Runde, der von Friedrichshafen aus zu Rundflügen startet und auf der Rheinbrücke ist ein Zug der Schwarzwaldbahn zu sehen.

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Am Konstanzer Trichter verengt sich der Bodensee zu einer Bucht, aus der nach links der Rhein abfließt. Links der Bildmitte das ehemalige Dominikanerkloster auf einer Insel, heute ein Luxushotel. Unter uns der Dachstuhl der Münsters mit dem Vierungsturm.

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Und das letzte Bild geht Richtung Hafen und schweizerischem Bodenseeufer. Vor dem historischen Konzilgebäude sehen wir wieder den Zug der Schwarzwaldbahn, der nun gleich den Konstanzer Bahnhof erreicht.

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Doch nun zurück zum Bahnbezug. Unübersehbar wurde im Frühling 2018 in der Region für die „neue Gäubahn“ geworben, gemeint war damit der Einsatz von neuen Talent 2-Triebzügen auf dem Streckennetz von Gäubahn und Murrbahn.

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Konstanz ist von den Neuerungen am Rande betroffen, denn an Sams-, Sonn- und Feiertagen werden die Talent 2-Triebzüge im Landesdesign als „Radexpress Bodensee“ eingesetzt. Der Zug startet morgens in Stuttgart zur Fahrt an den Bodensee, tagsüber ist er in Konstanz abgestellt und am späteren Nachmittag fährt er von Konstanz zurück nach Stuttgart. Nach Stuttgart wollen wir jetzt eigentlich nicht mehr, aber eine Station weit fahren wir mal mit.

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So sehr ich auch schätze, was sich im Ländle in Sachen Bahnverkehr tut – mit dem schmucklosen Mini-Abteil mit 2+2 Sitzteiler als erste Klasse-Angebot hadere ich. Mit Reisekultur und Mehrwert hat das nicht viel zu tun, dafür werde ich kein Geld mehr ausgeben. Nur gut, dass ich mit Schwarzwaldbahn und Gäubahn noch Alternativen mit echter erster Klasse habe. Da kann man nur neidisch nach Mitteldeutschland zum Talent 2 von Abellio blicken (zum Reisebericht).

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Hier fahren wir nun über die Rheinbrücke mit Blick über den Konstanzer Trichter. Der nächste Halt ist in Allensbach. Der Zug hat übrigens auf Hin- und Rückfahrt unterschiedliche Halte, auf der Rückfahrt werden Engen, Spaichingen, Oberndorf, Sulz, Bondorf und Gäufelden ausgelassen. Aber gut, bei einem Radexpress können die Leute ja auch ein Stück mit dem Fahrrad fahren.

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Nach elf Kilometern verlassen wir in Allensbach den Zug – das reicht, um den Radexpress Bodensee erstmal auf meiner to-do-Liste abhaken zu können, denn die Strecke selbst kenne ich schon zur Genüge.

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Und so endet dieser Reisebericht diesmal in Allensbach am Ufer des Gnadensees.

Vielen Dank für das Interesse und fürs Mitkommen.

Viele Grüße

Tobias

PS: Meine früheren Bahnreiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de.

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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