Wie Unkraut im Oberbau früher vernichtet? (Allgemeines Forum)

MvG, Dienstag, 28.05.2019, 17:25 (vor 2506 Tagen) @ michael_seelze

Du meinst zu Saxonias Zeiten? Als die Schienen einfach auf dem Boden verlegt wurden und man höchstens 50 fuhr? Als die frühen Dampfloks die ersten Schotterbetten mit heißem Kesselwasser und Öl getränkt haben? Als die Unkrautvernichtung bei der Eisenbahn eine Rolle zu spielen begann, gab es jedenfalls bereits genug verfügbare Substanzen.

Zitat aus der Wikipedia:

Um 1851 verwendete man Eisensulfat, ab 1896 Kupfersulfat und Schwefelsäure zur Bekämpfung von Unkräutern. Später wurden Natriumchlorat (1926) und Dinitrokresol (DNOC) verwendet.

Im Jahr 1942 wurde die 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D) als erstes hochwirksames Herbizid entwickelt.

Zwischen 1945 und 1960 folgten Thiocarbamate und Phenylharnstoffe. Zwischen 1960 und 1980 wurden Triazine (z. B. Atrazin), Diphenylether-Herbizide, Nitrile (z. B. Bromoxynil), Carbamate und Chloracetamide (z. B. Alachlor) als Herbizide verwendet. Zwischen 1980 und 1990 folgten Sulfonylharnstoffe, Aminosäurederivate (z. B. Glyphosat, Glufosinat) und Imidazoline.

Wie Bahnstrecken ohne Unkrautvernichtung aussehen, kann man auf Streckenabschnitten, die durch Trinkwasserschutzgebiete verlaufen, besichtigen, inklusive historischer Geschwindigkeiten.


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