Bester ÖPNV in DE? (Allgemeines Forum)

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Montag, 08.04.2019, 20:27 (vor 2556 Tagen)

Hallo zusammen

Gerade kam auf Arte eine Sendung, in der Wege aus dem Stau aufgezeigt wurden. Eine Möglichkeit ist das Fahrrad. Eine Weitere der ÖPNV. Am besten wäre und ist natürlich eine Verknüpfung von Beidem. Dabei drängte sich mir die Frage auf, in welcher Stadt in DE ist denn der beste ÖPNV.
Weniger von der Ausstattung der Fahrzeuge, sondern eher von der Taktdichte und der Erreichbarkeit des Einzugsgebietes etc. Und ja, ich meine sowohl Bus als auch Straßenbahn als auch Schiffe/Fähre und S-Bahn bzw ggf Überlandstraßenbahn.
Ausstattung der Fahrzeuge ist auch wichtig. WLAN ist ja heute extrem wichtig. Klima im Sommer sicher je nach Region auch....

Wo in DE ist das beste Angebot? Auf Anhieb fällt mir nur Karlsruhe ein.
Sonst noch iwo? Iwo besser?

Dresden: bester ÖPNV in D

Henrik, Montag, 08.04.2019, 20:39 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von Henrik, Montag, 08.04.2019, 20:43

Gerade kam auf Arte eine Sendung, in der Wege aus dem Stau aufgezeigt wurden.

https://www.arte.tv/de/videos/086138-029-A/re-wege-aus-dem-stau/

31 Min.
Verfügbar vom 08/04/2019 bis 06/07/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 9. April um 12:15

Immer mehr Autos und LKWs rollen auf Deutschlands Straßen. Den größten Anteil beim Verkehr haben Fahrten mit dem PKW. Er ist auf dem Weg zur Arbeit das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Dem LKW-Verkehr sagen Prognosen bis 2030 eine Steigerung um 38 Prozent voraus. Doch es gibt auch Ansatzpunkte, um Verkehr zu reduzieren. Zum Beispiel das eigene Mobilitätsverhalten ...

[...]

Eine Möglichkeit ist das Fahrrad. Eine Weitere der ÖPNV. Am besten wäre und ist natürlich eine Verknüpfung von Beidem.

nö.
am besten erstmal ne grundsätzliche Reduzierung des motorisierten Verkehrs
hin zu per pedes / ggf. Fahrrad oder eben gar nicht.

Dabei drängte sich mir die Frage auf, in welcher Stadt in DE ist denn der beste ÖPNV.
Weniger von der Ausstattung der Fahrzeuge, sondern eher von der Taktdichte und der Erreichbarkeit des Einzugsgebietes etc. Und ja, ich meine sowohl Bus als auch Straßenbahn als auch Schiffe/Fähre und S-Bahn bzw ggf Überlandstraßenbahn.
Ausstattung der Fahrzeuge ist auch wichtig. WLAN ist ja heute extrem wichtig. Klima im Sommer sicher je nach Region auch....
Wo in DE ist das beste Angebot? Auf Anhieb fällt mir nur Karlsruhe ein.
Sonst noch iwo? Iwo besser?


Dresden? Dresden!
Dresden.


https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/oepnv-warum-staedte-sich-ein-beispiel-an-dre...

https://www.focus.de/regional/dresden/dresden-oepnv-umfrage-dresden-faehrt-vorn_id_7510...

https://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/bus-bahn-oeffentlicher-nahverkehr-studie-grafiken


Taktverkehr, Nachtverkehr und Tarife sind auch gewichtige Punkte

Dresden: bester ÖPNV in D

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Montag, 08.04.2019, 20:52 (vor 2556 Tagen) @ Henrik

Danke für den Link zur Sendung. Macht sich am Handy etwas blöd.

Ja, natürlich sind die Preise auch ein Kriterium.

Taktverkehr gibt's in anderen Städten auch. Nachtverkehr auch. Auf die Zuverlässigkeit kommt es ja auch an. Was nützt es mir, wenn theoretisch alle 3min ein Zug oder Bus etc kommen soll, aber mangels Fahrzeuge oder Fahrer nur alle 15min ein Fahrzeug kommt.

Karlsruhe wird immer schlechter, leider

ffz, Montag, 08.04.2019, 20:59 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Hallo,

der ÖPNV wird in Karlsruhe seit Jahren immer schlechter, der durchgehnde Nachtverkehr unter der Woche wurde 2017 eingestellt, es entfallen immer mehr Fahrten wegen Personalmangel. Der Zustand des Fahrzeugparks war auch schon mal besser, an den Hochflurwagen blüht der Rost, bei den Mittelflurwagen sind die Panoramafenster undicht und dort steht seit Jahren das Wasser in den Fesntern, nun werden die Fenster mit dunkler Folie überklebt, ist billiger wie die Fesnter zu tauschen oder die Dichtungen zu erneuern. Dass bei Regen das Wasser durch die Fensterdichtungen rein drückt ist auch normal.

Die Fahrpreise im KVV steigen seit mehreren Jahren heftig, weil der Innenstadttunnel finanziert werden muss.

Dazu kommt dass in Karlsruhe nur die neuen NET 2012 und die ET 2010 eine Fahrgastklimaanlage haben, die Mittelflurwagen haben eine Temperaturabsenkung um 3°C gegenüber der Außentemperatur.

Karlsruhe wird immer schlechter, leider

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Dienstag, 09.04.2019, 22:11 (vor 2555 Tagen) @ ffz

Hatte heute Gelegenheit in Karlsruhe mit der S Bahn fahren zu dürfen. Bei schönstem Aprilregen. Aber von undichtem Fenster hab ich nix gemerkt. Dabei war die Bahn noch nicht Mal eine der neuen/neueren CityLink oder wie die Dinger heißen. Doppeltraktion und der zweite Wagen in dem ich saß war eiskalt. Heizung ausgefallen wsl. Selbst in Winterjacke wurde es nach einer Weile ungemütlich. Bin dann umgezogen in den vorderen Wagen.
Pünktlich war die Bahn. Sauber auch. Wurde am Albtalbhf eingesetzt, weil der Original Kurs aus iwelchen Gründen nicht weiter fahren durfte/konnte...
Kann mich also heute über Karlsruhe nicht beklagen.

Aufgefallen ist mir die viele Werbung für die AVG auf der die AVG "Lokführer" für ihre Bahnen sucht. Disponenten werden wohl auch gesucht... Also wie überall auch: Personalmangel

Bester ÖPNV in DE?

Lumi25, Montag, 08.04.2019, 21:10 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Von den Großstädten her gesehen haben aus meiner Sicht Berlin und München das beste ÖPNV-System. Hamburg ist dagegen in meinen Augen eine Katastrophe, weil man dort versucht mit XXL-Bussen im Minutentakt ein Straßenbahnnetz zu verhindern. Zum Glück hat Hamburg noch die Elbe wo auch ein gutes ÖPNV-Angebot herrscht mit den HVV-Schiffen.

Köln ist auch eine Katastrophe. Das Stadtbahnsystem ist auf 800.000 Einwohner ausgelegt mittlerweile leben in Köln aber locker 300.000 mehr Einwohner. Neue Wohnquartiere werden i.d.R. nur mit Buslinien angebunden und nicht wie in Seestadt Aspern wo direkt ein guter U-Bahnanschluss existiert. In Köln erhofft man sich von der Ost-West U-Bahn und der Nord-Süd U-Bahn eine wahre Wunderwirkung und wird damit kräftig auf die Nase fallen. Was Köln bräuchte wäre ein separates Straßenbahnsystem wie das in München oder Frankfurt der Fall ist.

Den ÖPNV in Frankfurt kenne ich zu wenig aber die Aufspaltung von Straßenbahn und U-Bahn finde ich durchaus richtig.

Ostdeutschland hat den Vorteil, dass dort viele Straßenbahnsysteme die DDR überlebt haben was in Westdeutschland leider weniger der Fall wahr.

Bester ÖPNV in DE?

Frecciarossa, Montag, 08.04.2019, 21:14 (vor 2556 Tagen) @ Lumi25

Von den Großstädten her gesehen haben aus meiner Sicht Berlin und München das beste ÖPNV-System. Hamburg ist dagegen in meinen Augen eine Katastrophe, weil man dort versucht mit XXL-Bussen im Minutentakt ein Straßenbahnnetz zu verhindern.

Was ist eigentlich der große Vorteil einer Straßenbahn? Ich erlebe Straßenbahnen immer als sehr langsam. Ein Bus auf eigener Spur ist schneller.

Bester ÖPNV in DE?

ffz, Montag, 08.04.2019, 21:28 (vor 2556 Tagen) @ Frecciarossa

Hallo,

das kommt darauf an, wie die Straßenbahn auf gebaut ist und wie gut die Vorrangscahaltung und wie viel eigene Trasse vorhanden ist. In Berlin ist die Vorrangschaltung zwar schlecht, aber die Straßenbahn ersetzt im östlichen Berlin die nicht vorhandene U-Bahn. In München ist die Straßenbahn die Feinerschließung der U-Bahn. Die U-Bahn ist gut um auf den großen Achsen schnell viele Fahrgäste zu transportieren, aber wenig geeignet für die Feinerschließung. Die Straßenbahn ist elektrisch Umweltfreundlich unterwegs mit guter Vorrangschaltung und eigener Trasse schnell und hat ein großes Fassungsvermögen und ist gut für die Feinerschließung.

Bester ÖPNV in DE?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Montag, 08.04.2019, 21:28 (vor 2556 Tagen) @ Frecciarossa

Aus meiner Sicht.ist eine Straßenbahn schneller, wenn richtig eingesetzt. Also eigener Gleiskörper ohne große Berührung mit dem restlichen Straßenverkehr. Weiterer Vorteil: Ich bekomme mehr Leute auf einen Schlag vom Fleck. Wenn der Strom "richtig" produziert wird,dann ist die StraBa auch umweltfreundlicher.

Bester ÖPNV in DE?

Frecciarossa, Montag, 08.04.2019, 21:35 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Aus meiner Sicht.ist eine Straßenbahn schneller, wenn richtig eingesetzt. Also eigener Gleiskörper ohne große Berührung mit dem restlichen Straßenverkehr.

Das gibt es aber nur selten.

Weiterer Vorteil: Ich bekomme mehr Leute auf einen Schlag vom Fleck.

Für den Fahrgast ist es kein Nachteil, wenn Kapazität stattdessen durch Frequenz erreicht wird.

Wenn der Strom "richtig" produziert wird,dann ist die StraBa auch umweltfreundlicher.

Ist kein Vorteil für den Fahrgast.

Bester ÖPNV in DE?

ffz, Montag, 08.04.2019, 21:39 (vor 2556 Tagen) @ Frecciarossa

Also ich wüsste jetzt spontan nur wenig Städte wo es kaum/selten unabhängige Straßenbahnkörper gibt, in der Mehrheit der Städte ist ein unabhängiger Bhankörper eher Standard.

Bei einer Straßenbahn ist Mo-Sa ein 10 Min Takt eigentlich Standard, ich kenne kaum Buslinien die häufiger fahren, wenn eine Buslinie häufiger fährt ist eine Straßenahn fast immer wirtschaftlicher, schließlich braucht jeder Bus auch einen Fahrer...

Atmet der Fahrgast nicht die Umgebungsluft der Stadt ein?? Das ist für die Fortsetzung des Lebens nicht zu empfehlen das atmen ein zu stellen.

Höhere Frequenz ist teuer

flierfy, Dienstag, 09.04.2019, 00:22 (vor 2556 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von flierfy, Dienstag, 09.04.2019, 00:26

Für den Fahrgast ist es kein Nachteil, wenn Kapazität stattdessen durch Frequenz erreicht wird.

Das ist ziemlich kurzsichtig gedacht, denn höhere Frequenz bedeutet höherer Personalaufwand. Das hat höhere Kosten zur Folge, wenn man in Zeiten fehlender Fachkräfte die Fahrersitze überhaupt besetzt bekommt.

Ganz allgemein muss ich den Behauptungen widersprechen, das eines der beiden schneller sei. Grundsätzlich sind Busse und Strassenbahnen genauso schnell. Die Strassenbahn hat den Vorteil, dass grössere Fahrzeuge eingesetzt werden können und dass die Fahrt mit ihr als angenehmer empfunden wird. Der Bus ist flexibler und braucht weniger (Energieversorgung) and auch günstigere (Fahrweg) Infrastruktur.

Pulkbildung

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 11:03 (vor 2556 Tagen) @ flierfy

Bei sehr häufig fahrenden Linien hat man außerdem das Problem der Pulkbildung: Beim ersten Fahrzeug dauern Ein- und Ausstieg so lange, dass irgendwann das nächste kommt. Daher kann man lange Fahrzeuge nur begrenzt durch häufiger fahrende ersetzen. Auf den am stärksten frequentierten Buslinien in Hamburg ist das wohl ein Problem.

Hamburg, Köln.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 09.04.2019, 10:28 (vor 2556 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 09.04.2019, 10:29

Hamburg ist dagegen in meinen Augen eine Katastrophe, weil man dort versucht mit XXL-Bussen im Minutentakt ein Straßenbahnnetz zu verhindern. Zum Glück hat Hamburg noch die Elbe wo auch ein gutes ÖPNV-Angebot herrscht mit den HVV-Schiffen.

An sich sind Busse nicht schlecht. Metrobüs Istanbul scheint gut zu funktionieren. Da fahren die Busse in der HVZ dann auch quasi Stossstange an Stossstange über eine eigene Infra, getrennt vom restlichen Verkehr.
Und hier in Eindhoven baut man Buskorridoren auf denen ganz viele Buslinien gebündelt werden. Die Stammstrecken sind vom restlichen Verkehr getrennt.

Köln ist auch eine Katastrophe. Das Stadtbahnsystem ist auf 800.000 Einwohner ausgelegt mittlerweile leben in Köln aber locker 300.000 mehr Einwohner. Neue Wohnquartiere werden i.d.R. nur mit Buslinien angebunden...

Vor einiger Zeit habe ich Köln mit Amsterdam verglichen (1, 2). Amsterdam hat in Gegensatz zu Köln eine kapazitätsstarke Metro: Linie 52 bringt mich von Centraal nach Zuid in 11 Minuten. Als ich in Köln mit STR16 und STR18 unterwegs war (Köln-Bonn) erfuhr ich die nicht als Stadtbahn sondern als eine unterirdische Trambahn (und nachdem ich K-Stadt verliess eine Regio-Trambahn).

Auch krass dass Köln offenbar keine unterirdische Rheinquerung hat. In Rotterdam konnte man Ende 1960er schon von Centraal nach Zuidplein, jenseits der Nieuwe Maas.
Inzwischen ist die Metro Rotterdam ausserhalb der Stadt auch eher eine Regio-Tram (vor allem nach Den Haag und bald auch nach Hoek van Holland) aber ich war auf Rotterdam-Den Haag mit Randstadrail gefühlt schneller unterwegs als in Köln mit STR16/18.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Hamburg, Köln.

Lumi25, Dienstag, 09.04.2019, 23:35 (vor 2555 Tagen) @ Oscar (NL)

An sich sind Busse nicht schlecht. Metrobüs Istanbul scheint gut zu funktionieren. Da fahren die Busse in der HVZ dann auch quasi Stossstange an Stossstange über eine eigene Infra, getrennt vom restlichen Verkehr.
Und hier in Eindhoven baut man Buskorridoren auf denen ganz viele Buslinien gebündelt werden. Die Stammstrecken sind vom restlichen Verkehr getrennt.

In Hamburg gibt es ein bisschen Busspur und Vorrangschaltung und das war es. Scholz wollte damals das modernste Bussystem aufbauen.

Hier in Deutschland ist es wie so oft. ÖPNV darf nichts kosten und vor allem den Autoverkehr nicht stören.

Vor einiger Zeit habe ich Köln mit Amsterdam verglichen (1, 2). Amsterdam hat in Gegensatz zu Köln eine kapazitätsstarke Metro: Linie 52 bringt mich von Centraal nach Zuid in 11 Minuten. Als ich in Köln mit STR16 und STR18 unterwegs war (Köln-Bonn) erfuhr ich die nicht als Stadtbahn sondern als eine unterirdische Trambahn (und nachdem ich K-Stadt verliess eine Regio-Trambahn).

Auch krass dass Köln offenbar keine unterirdische Rheinquerung hat. In Rotterdam konnte man Ende 1960er schon von Centraal nach Zuidplein, jenseits der Nieuwe Maas.
Inzwischen ist die Metro Rotterdam ausserhalb der Stadt auch eher eine Regio-Tram (vor allem nach Den Haag und bald auch nach Hoek van Holland) aber ich war auf Rotterdam-Den Haag mit Randstadrail gefühlt schneller unterwegs als in Köln mit STR16/18.

Bei der geplanten Ost-West U-Bahn hatte die SPD ein Vorschlag mit einer unterirdischen Rheinquerung von Deutz nach Heumarkt ins Spiel gebracht der NKF viel aber negativ aus. Auch ist bei der Ost-West U-Bahn nur geplant die heutigen oberirdischen Linien in den Tunnel zu verlagern und die Infrastruktur oben zu demontieren. Somit ein Nullsummenspiel außer, dass die Stadtbahnen von 60 auf 90m verlängert werden sollen.

Problem ist es wäre viel mehr nötig.

Hamburg, Köln.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 10.04.2019, 08:45 (vor 2555 Tagen) @ Lumi25

Hallo Lumi25,

In Hamburg gibt es ein bisschen Busspur und Vorrangschaltung und das war es. Scholz wollte damals das modernste Bussystem aufbauen.
Hier in Deutschland ist es wie so oft. ÖPNV darf nichts kosten und vor allem den Autoverkehr nicht stören.

Ich denke, es ist eher so, man hat wilde Pläne, aber dann kommt die Kostenanalyse und fragt man sich "hmmm, ist das nich etwas viel Geld?"
Bei uns stellt man dieselbe Frage, berücksichtigt aber auch dass neue Öffis auch Kapazität auf der Strasse freimachen.
In der Schweiz sagt man in so einem Fall: "es kostet was aber dann haben wir auch was".
Und in China sagt man: "es kostet was und keiner weiss ob es Nutzen hat, aber wir bauen es ohnehin, denn bereits vom Bauprozess und alles rumunddrum können wir lernen."

Ohne diese Sichtweise hätte es in Shanghai keine berührungsfreie Bahn gegeben.

Bei der geplanten Ost-West U-Bahn hatte die SPD ein Vorschlag mit einer unterirdischen Rheinquerung von Deutz nach Heumarkt ins Spiel gebracht der NKF viel aber negativ aus. Auch ist bei der Ost-West U-Bahn nur geplant die heutigen oberirdischen Linien in den Tunnel zu verlagern und die Infrastruktur oben zu demontieren. Somit ein Nullsummenspiel außer, dass die Stadtbahnen von 60 auf 90m verlängert werden sollen.

Problem ist es wäre viel mehr nötig.

Problem durfte eher sein dass der Nutzen niedergeredet wird und der Kosten hochgeredet.

Zur Zeit hat Rotterdam folgende Maasquerungen (Liniennetzplan, v.l.n.r.):

1. Schiedam-Spijkenisse (Metro Caland)
2. Maastunnel (Bus)
3. Erasmusbrücke (Bus, Tram)
4. Centraal-Slinge (Metro Erasmus)
5. Willemstunnel (Vollbahn, viergleisig)
6. Willemsbrücke (Bus)
7. Van Brienenoordbrücke (Bus via Autobahn A16)

Geplant sind (allerdings noch nicht durchgesetzt):

+ Trambahn durch den Maastunnel (leider nicht vorangetrieben als der Tunnel saniert wurde)
+ Metro Schiedam-Heijplaat-Zuidplein/Rhoon
+ Trambahn über die Willemsbrücke
+ Metro Zuidplein-Rotterdam Zuid-Kralingen (Uni)

Was hat Köln vor?


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Bester ÖPNV in DE?

ICE-TD, Montag, 08.04.2019, 21:34 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Berlin. Ich habe bei der Berliner S-Bahn noch nie in einen Fahrplan geschaut, immer nur in den Linienplan um zu sehen welche Linie ich nehmen muß. Dann einfach auf den Bahnsteig stellen, die nächste S-Bahn kommt in ein paar Minuten. So sollte ein S-Bahnsystem für Metropolen aussehen, vor allem die dichte Taktfolge. Im Ruhrgebiet geht man bald den entgegengesetzten Weg, Ausdünnung der Taktfolge, weit weg von dem ÖPNV wie er sich für eine Metropole gehört.

+1 Berlin!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 08.04.2019, 23:23 (vor 2556 Tagen) @ ICE-TD

Auch das U-Bahn System kann sich sehen lassen. in den meisten ehemaligen Ostteilen der Stadt gibt es statt der U-Bahn die Straßenbahn, die sogar die Nacht durch fährt - meiner Meinung nach also besser angebunden als das ehemalige Westberlin.

Doch leider wird die Straßenbahn auch teilweise verkehrt eingesetzt - so kann ich die Verlängerung zur Turmstraße nicht nachvollziehen, da fand ich den Plan, die U5 über Turmstraße nach Jungfernheide zu verlängern besser.

Tram vs. Tunnelbahn

Berliner65, Berlin, Montag, 08.04.2019, 23:58 (vor 2556 Tagen) @ Paladin

Doch leider wird die Straßenbahn auch teilweise verkehrt eingesetzt - so kann ich die Verlängerung zur Turmstraße nicht nachvollziehen, da fand ich den Plan, die U5 über Turmstraße nach Jungfernheide zu verlängern besser.

Unabhängig davon, was absolut besser ist, muss man Bauzeit und Baukosten im Auge behalten. Was bringt mir als Moabiter eine U-Bahn, die es vielleicht erst ab 2045 gibt? Auf die Tram hoffe ich auf spätestens 2025.

So lange ein Tunnelbahn-km im Bau ca. 10x so viel (*) wie ein Tram-km kostet, hätte ich gern in Berlin lieber 50km neue Trams als 5km neue Tunnelbahn. Nicht nur, dass es dadurch eine bessere Erschließung geben würde, das Ganze wäre auch noch deutlich eher benutzbar.

Lektüre zur Vertiefung:
https://www.zukunft-mobilitaet.net/95052/urbane-mobilitaet/berlin-ausbau-schienennetz-b...

Auszug daraus zum Thema Tram oder U-Bahn nach Moabit:
Eine Erweiterung der Straßenbahn nach Moabit wird oft als direkte Alternative zur Verlängerung der U5 angesehen, obwohl beide Verlängerungen unterschiedliche Verkehrsbedürfnisse abdecken: Die U5 bietet eine schnelle Anbindung Richtung Unter den Linden, Alexanderplatz und Friedrichshain – immerhin wird diese Verbindung als wichtig genug erachtet, damit auch nach Schließung des Flughafens Tegel statt des Zubringerbusses TXL eine Expressbuslinie X5 auf dem Abschnitt Alexanderplatz – Beusselstraße verkehren soll. Die Straßenbahn stellt dagegen in erster Linie eine direkte Verbindung in den nördlichen Teil von Berlin-Mitte (M5, M8) sowie nach Prenzlauer Berg (M10) her. Mit der größeren Anzahl an Haltestellen dient sie zudem eher der Feinerschließung von Moabit.

* = den Faktor habe ich als halbwegs typischen Wert zur Anschauung gewählt (10 Mio bei Tram zu 100 Mio bei U-Bahn) - mir ist bekannt, dass es höhere und niedrigere Werte gibt, da Bau-km-Kosten von sehr vielen Faktoren abhängen - es muss niemand versuchen den Beweis anzutreten, dass Faktor 8 oder Faktor 12 näher an der Wahrheit ist als Faktor 10 = so oder so ist eine Tram wesentlich (!) preiswerter zu errichten

--
Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Bester ÖPNV in DE?

brandenburger, Perleberg, Mittwoch, 10.04.2019, 14:10 (vor 2555 Tagen) @ ICE-TD

Berlin. Ich habe bei der Berliner S-Bahn noch nie in einen Fahrplan geschaut, immer nur in den Linienplan um zu sehen welche Linie ich nehmen muß. Dann einfach auf den Bahnsteig stellen, die nächste S-Bahn kommt in ein paar Minuten. So sollte ein S-Bahnsystem für Metropolen aussehen, vor allem die dichte Taktfolge. Im Ruhrgebiet geht man bald den entgegengesetzten Weg, Ausdünnung der Taktfolge, weit weg von dem ÖPNV wie er sich für eine Metropole gehört.

Hallo,

das Ruhrgebiet ist viel größer und viel dünner besiedelt. Berlin hat 4.052 (!) Einwohner/qm, das Ruhrgebiet insgesamt nur 1.154. Das ist jetzt etwas ungerecht, weil auch einige Flächenkreise dazu gehören; aber selbst Herne hat "nur" etwas über 3.000, die meisten anderen Ruhrgebietsgroßstädte Zweitausendirgendetwas.

Berliner S-Bahnen haben einen guten Takt innerhalb des Berliner Stadtgebietes, über die Stadtgrenze hinaus ist es dann teilweise nur noch ein 20-Minuten-Takt.

Im Ruhrgebiet werden aber nur einige wenige Linien ausgedünnt, andere Linien werden durch einen dazwischen liegenden RB ergänzt. Und auf den meisten Straßenbahnstrecken innerhalb Bochums wird man alle 7,5 Minuten fahren können, nur ist das dann nicht eine Linie, sondern zwei die sich überlagern.

Meine frühere Heimatstadt Hattingen ist durch Ausdünnung der S3 und der 308 zwar doppelt betroffen, allerdings muss man auch zugeben dass jenseits von Bochum-Dahlhausen bzw. Bochum-Linden verhältnismäßig wenige(r) Leute mitfahren. Dafür fährt der CE31 (der dann anders heißt) bald alle 15 Minuten, der SB37 sollte auch verdichtet werden, aber die Bochumer wollten nicht so richtig.

Bester ÖPNV in DE?

JanZ, HB, Mittwoch, 10.04.2019, 14:23 (vor 2555 Tagen) @ brandenburger
bearbeitet von JanZ, Mittwoch, 10.04.2019, 14:25

Berlin. Ich habe bei der Berliner S-Bahn noch nie in einen Fahrplan geschaut, immer nur in den Linienplan um zu sehen welche Linie ich nehmen muß. Dann einfach auf den Bahnsteig stellen, die nächste S-Bahn kommt in ein paar Minuten. So sollte ein S-Bahnsystem für Metropolen aussehen, vor allem die dichte Taktfolge. Im Ruhrgebiet geht man bald den entgegengesetzten Weg, Ausdünnung der Taktfolge, weit weg von dem ÖPNV wie er sich für eine Metropole gehört.


Hallo,

das Ruhrgebiet ist viel größer und viel dünner besiedelt. Berlin hat 4.052 (!) Einwohner/qm,

Also, ich wusste ja schon, dass Berlin dicht besiedelt ist, aber dass sich über 4000 Menschen auf einen Quadratmeter quetschen … *scnr*

das Ruhrgebiet insgesamt nur 1.154. Das ist jetzt etwas ungerecht, weil auch einige Flächenkreise dazu gehören; aber selbst Herne hat "nur" etwas über 3.000, die meisten anderen Ruhrgebietsgroßstädte Zweitausendirgendetwas.

Ah, danke, das ist ein Beleg für das, was ich im anderen Thread schon vermutet hatte. Das spielt sicher auch eine Rolle bei der Angebotsqualität.

Bester ÖPNV in DE?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 08.04.2019, 22:06 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

"Wo in DE ist das beste Angebot? Auf Anhieb fällt mir nur Karlsruhe ein."

Zählen denn reihenweise Zugausfälle nicht zu den Suchkriterien um Platz 1?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Bester ÖPNV in DE?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Montag, 08.04.2019, 22:30 (vor 2556 Tagen) @ Alibizugpaar

"Wo in DE ist das beste Angebot? Auf Anhieb fällt mir nur Karlsruhe ein."

Zählen denn reihenweise Zugausfälle nicht zu den Suchkriterien um Platz 1?

Naja, für manche Leute zählt das vlt. In diesem Falle leider oder Gott sei Dank nicht.

Bester ÖPNV in DE?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Montag, 08.04.2019, 22:38 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

"Wo in DE ist das beste Angebot? Auf Anhieb fällt mir nur Karlsruhe ein."

Zählen denn reihenweise Zugausfälle nicht zu den Suchkriterien um Platz 1?


Naja, für manche Leute zählt das vlt. In diesem Falle leider oder Gott sei Dank nicht.

Achja und das mit Karlsruhe ist nicht in Stein gemeißelt. Ist nur das erste Angebot, was mir grad in den Sinn kam. Nach dem Karlsruher Modell sind ja mittlerweile viele Städte mit ihrem Umland verbunden. Und das die AVG bzw der KVV Straßenbahnfahrer sucht, ist mir auch schon zu Ohren gekommen.
Berlin könnte aber durchaus Chancen auf einen der vorderen Plätze haben. Ja.
Nur kenne ich Berlin zu wenig, um etwas über die Zuverlässigkeit und den Komfort bzw die Preise sagen zu können.

Kostenloser ÖPNV wäre Klasse. Dünnkirchen (das ich bisher immer nach Belgien verortet hatte-oder gibt's da auch eins?) macht es ja vor, das es funktionieren kann...

Eindeutig Berlin

Berlin-Express, nähe BPHD, Montag, 08.04.2019, 22:25 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Dichter Stadtverkehr mit S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus bis auf wenige Ausnahmen jeweils mindestens im 20 Minuten Takt, im Berufsverkehr oft auch alle 5 Minuten oder noch dichter. Zusätzlich gibt es noch einzelne Fährlinien die die Vernetzung verbessern.

Außerdem hat Berlin wohl das unbestritten beste Nachtnetz mit durchgehendem Nachtverkehr am Wochenende mit S-Bahn U-Bahn, Tram und Bus und unter der Woche zumindest Tram und Bus und jeweils mindestens alle 30 Minuten.

Nürnberg

VT642, Montag, 08.04.2019, 22:30 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Ich finde Nürnberg auch nicht allzu schlecht. Gemessen an der Größe der Stadt ist das Angebot mit U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus durchaus attraktiv und durch die automatischen Linien in Deutschland bisher einzigartig. Der Takt ist m.E. zwar nicht übertrieben dicht, aber angemessen und das Tarifsystem des VGN übersichtlich.

Nürnberg

bahnfahrerofr., Dienstag, 09.04.2019, 00:14 (vor 2556 Tagen) @ VT642

Ich finde Nürnberg auch nicht allzu schlecht. Gemessen an der Größe der Stadt ist das Angebot mit U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus durchaus attraktiv und durch die automatischen Linien in Deutschland bisher einzigartig. Der Takt ist m.E. zwar nicht übertrieben dicht, aber angemessen und das Tarifsystem des VGN übersichtlich.

... und teuer

Aber ja, das Angebot und die Takte in Nürnberg finde ich auch ganz ordentlich. Kann sich echt sehen lassen. Die Preise für Einzeltickets und die fehlende Rabattmöglichkeit schmälern meine Euphorie.

Die "echte" U-Bahn ist für die Größe der Stadt auch nicht selbstverständlich und sehr komfortabel. Ich denke da nur mit Grauen zurück an die Fahrt mit einer dieser grausamen Stadt-Straßen-U-Bahnen was auch immer es sein möchte in Köln, ich erwischte noch dazu ein völlig versifftes, an allen Ecken und Enden klapperndes Exemplar mit Hartschalensitzen.

Nürnberg

Taurus83, Nürnberg, Dienstag, 09.04.2019, 08:56 (vor 2556 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Ich finde Nürnberg auch nicht allzu schlecht. Gemessen an der Größe der Stadt ist das Angebot mit U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus durchaus attraktiv und durch die automatischen Linien in Deutschland bisher einzigartig. Der Takt ist m.E. zwar nicht übertrieben dicht, aber angemessen und das Tarifsystem des VGN übersichtlich.


... und teuer

Aber ja, das Angebot und die Takte in Nürnberg finde ich auch ganz ordentlich. Kann sich echt sehen lassen. Die Preise für Einzeltickets und die fehlende Rabattmöglichkeit schmälern meine Euphorie.

Die "echte" U-Bahn ist für die Größe der Stadt auch nicht selbstverständlich und sehr komfortabel. Ich denke da nur mit Grauen zurück an die Fahrt mit einer dieser grausamen Stadt-Straßen-U-Bahnen was auch immer es sein möchte in Köln, ich erwischte noch dazu ein völlig versifftes, an allen Ecken und Enden klapperndes Exemplar mit Hartschalensitzen.

Das wiederum ist meiner Meinung nach der größte Fehler in Nürnberg, die echte U-Bahn. Für die Größe der Stadt viel zu teuer (v.a. für Fürth und Stein, weshalb die U-Bahn nie nach Stein verlängert wurde obwohl ständig Stau ist), sinnvoller wäre eine unterirdische Straßenbahn gewesen, die es auch ermöglicht hätte, die anderen Straßenbahnlinien in die Innenstadt zu führen ohne jedesmal umsteigen zu müssen.

Für die Größe der Stadt hat mir Chemnitz ganz gut gefallen mit ihren Normalspur-Straßenbahnen, einer Zentralhaltestelle und die Verknüpfung ins Umland. Aber anderswo ist das Gras halt immer grüner.


Viele Grüße,
Bernhard

Bester ÖPNV in DE?

плацкарт, Dienstag, 09.04.2019, 07:44 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

In kleineren Städten ist der ÖPNV für körperlich fitte Nutzer eigentlich egal, weil auf kurzen Distanzen Fahrräder meistens schneller sind.

Also bleiben die Metropolen bzw. die Regionalverbindungen um die Metropole. Hierzu zwei Beispiele von typischen Pendlerstrecken.
Potsdam-Berlin
Tübingen-Stuttgart
Im letzteren Fall ist die Zugverbindung langsam (was sich ändern wird). Die Fahrt geht durch 2 Verbünde und kostet 10,30€ während die 20-40 min schnelle Regionalexpressfahrt nach Berlin 3,40€ kostet. Ähnlich dramatisch ist der Preisunterschied bei den Zeitkarten.
Vom Preis-Leistungsverhältnis für Mittelstrecken innerhalb ABC (20-50 km) favorisiere ich den VBB. HVV oder MVV können da nicht mithalten. Von NRW brauchen wir gar nicht zu reden...

Mein Favorit ist Luxemburg - ist aber nicht in Deutschland. Schon jetzt supergünstig, bald kostenfrei.

Der ÖPNV ist überall schlecht und viel zu teuer!

JumpUp, Dienstag, 09.04.2019, 08:12 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Ich nutze wöchentlich den ÖPNV in mehreren deutschen Städten,
von Berlin über Hamburg nach München oder Stuttgart, sowie auch in den mittelgroßen Städten wie Kiel, Dortmund, Darmstadt oder Erfurt.

Egal wem und wo ich erzähle, dass ich Bus und Bahn genommen habe, wird mir natürlich direkt erläutert "Also bei uns, hier in XY, wir haben wirklich den mit Abstand schlechtesten öffentlichen Nahverkehr überhaupt. Die S-Bahn ist ständig zu spät und die Straßenbahn/Stadtbahn nicht nutzbar. Noch dazu ist unser Verkehrsverbund wirklich der mit ABSTAND teuerste in ganz Deutschland"

Ja... Da staunt man. Egal wo man hinkommt, der ÖPNV scheint ganz fürchterlich zu sein, Zustände wie auf Sizilien :)

Die Wahrheit ist natürlich eine andere, da ich den ÖPNV überall nutze habe ich festgestellt,
es ist in den großen bzw. mittelgroßen Städten doch überall irgendwie ähnlich: Die S-Bahn verkehrt in der Stadt im dichten 3-5 Minuten-Takt, auf den Außenästen und in die Vororte meist im 15- oder 20-Minuten-Takt. Alles, ab 30 km Entfernung ist dann mit RE- und RB gut erreichbar, diese verkehren weitestgehend im Stundentakt zum Hauptbahnhof der jeweiligen Stadt (teilweise in der HVZ auf 30-Minuten-Takt verdichtet). Die Stadtbahn- bzw. Stadtbusse verkehren auch im dichten Takt, wobei ich (mit Ausnahme der großen Städte wie Berlin oder München) alles bis ca. 3 km von der S-Bahn oder Hauptbahnhof entfernt zu Fuß gehe - da suche ich erst gar nicht nach dem richtigen Bus.

Einziger Unterschied deutschlandweit ist hingegen der Nachtverkehr. Einige Städte haben GAR keinen Nachtverkehrt, nicht mal am Wochenende, einige haben Nachverkehr auf der S-Bahn, andere nur bei den Bussen/Straßenbahnen und wiederum andere haben ein Nachtbusnetz - oft unterscheidet sich das auch vom jeweiligen Wochentag. Hier gibt es in der Tat große Unterschiede deutschlandweit.

Aber sonst, im großen und ganzen, bin ich mit dem ÖPNV aller deutschen Städte doch sehr zufrieden, ohne lange Wartezeiten bin ich stets an mein Ziel gekommen. Und Jaa, morgens um 6:30 Uhr sind die Bahnen voll und verspätet, Samstag Abends dafür laute Party People unterwegs - aber so ist das Leben... Und so sind Bus und Bahn in allen Städten weltweit :)

Der ÖPNV ist überall schlecht und viel zu teuer!

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 11:12 (vor 2556 Tagen) @ JumpUp

Egal wem und wo ich erzähle, dass ich Bus und Bahn genommen habe, wird mir natürlich direkt erläutert "Also bei uns, hier in XY, wir haben wirklich den mit Abstand schlechtesten öffentlichen Nahverkehr überhaupt. Die S-Bahn ist ständig zu spät und die Straßenbahn/Stadtbahn nicht nutzbar. Noch dazu ist unser Verkehrsverbund wirklich der mit ABSTAND teuerste in ganz Deutschland"

Ja... Da staunt man. Egal wo man hinkommt, der ÖPNV scheint ganz fürchterlich zu sein, Zustände wie auf Sizilien :)

Ja, das habe ich auch schon beobachtet und kann darüber meist nur grinsen :-).

Die Wahrheit ist natürlich eine andere, da ich den ÖPNV überall nutze habe ich festgestellt,
es ist in den großen bzw. mittelgroßen Städten doch überall irgendwie ähnlich: Die S-Bahn verkehrt in der Stadt im dichten 3-5 Minuten-Takt, auf den Außenästen und in die Vororte meist im 15- oder 20-Minuten-Takt. Alles, ab 30 km Entfernung ist dann mit RE- und RB gut erreichbar, diese verkehren weitestgehend im Stundentakt zum Hauptbahnhof der jeweiligen Stadt (teilweise in der HVZ auf 30-Minuten-Takt verdichtet). Die Stadtbahn- bzw. Stadtbusse verkehren auch im dichten Takt, wobei ich (mit Ausnahme der großen Städte wie Berlin oder München) alles bis ca. 3 km von der S-Bahn oder Hauptbahnhof entfernt zu Fuß gehe - da suche ich erst gar nicht nach dem richtigen Bus.

Das gilt allerdings alles auch nur, soweit man sich in sehr großen Städten oder in der jeweiligen Hauptrichtung bewegt, also meist zwischen Zentrum und Stadtteilen. Alles andere kann je nach Stadt schon wieder deutlich schwieriger werden. Negativbeispiel ist hier wegen der polyzentrischen Struktur, für die das Schienennetz nie adäquat ausgebaut wurde, das Ruhrgebiet.

Einziger Unterschied deutschlandweit ist hingegen der Nachtverkehr. Einige Städte haben GAR keinen Nachtverkehrt, nicht mal am Wochenende, einige haben Nachverkehr auf der S-Bahn, andere nur bei den Bussen/Straßenbahnen und wiederum andere haben ein Nachtbusnetz - oft unterscheidet sich das auch vom jeweiligen Wochentag. Hier gibt es in der Tat große Unterschiede deutschlandweit.

Da zum Beispiel gehört das Ruhrgebiet wieder zu den besseren Regionen, da es zumindest am Wochenende ein ganz brauchbares Nachtnetz gibt, auch in Randgebiete(n) wie den Kreis Recklinghausen.

Aber sonst, im großen und ganzen, bin ich mit dem ÖPNV aller deutschen Städte doch sehr zufrieden, ohne lange Wartezeiten bin ich stets an mein Ziel gekommen. Und Jaa, morgens um 6:30 Uhr sind die Bahnen voll und verspätet, Samstag Abends dafür laute Party People unterwegs - aber so ist das Leben... Und so sind Bus und Bahn in allen Städten weltweit :)

Hier in Aschaffenburg ist es noch verbesserungswürdig, vor allem an Sonn- und Feiertagen. Aber andererseits hat die Stadt auch nur 70.000 Einwohner und spielt daher in einer anderen Liga.

Ruhrgebiet vs. Randstad.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 09.04.2019, 13:04 (vor 2556 Tagen) @ JanZ

Hallo JanZ,

Das gilt allerdings alles auch nur, soweit man sich in sehr großen Städten oder in der jeweiligen Hauptrichtung bewegt, also meist zwischen Zentrum und Stadtteilen. Alles andere kann je nach Stadt schon wieder deutlich schwieriger werden. Negativbeispiel ist hier wegen der polyzentrischen Struktur, für die das Schienennetz nie adäquat ausgebaut wurde, das Ruhrgebiet.

Die Randstad ist auch polyzentrisch. Dennoch erfahre ich den ÖPNV in der Randstad als sehr gut.
Was hat die Randstad, was das Ruhrgebiet nicht hat?

1. Siedlungsstruktur. Bei uns bilden Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht ein Viereck. Die Verbindungen zwischen den 4 Städten sind dementsprechend ausgebaut. Unterwegs findet man noch Haarlem, Leiden, Delft, Schiedam, Zoetermeer, Gouda und darüber hinaus (dank Durchbindungen über das Viereck hinaus) noch Almere, Lelystad, Hilversum, Zaandam, Alkmaar, Amersfoort und Dordrecht.
Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Dortmund liegen auf einer Stammstrecke, die den meisten Verkehr aufnimmt. Städte wie Neuss, Wuppertal, Hagen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne und Recklinghausen haben eine untergeordnete Rolle.

2. Zuschlagfreier Pseudofernverkehr. Im Ruhrgebiet gehen Trassen verloren an ICEs. Ist nicht schlimm, aber diese kann man nicht für schnellen Verkehr innerhalb des Ruhrgebietes verwenden.
In der Randstad ist wenig Fernverkehr dafür aber viel Pseudofernverkehr namens "IC", wofür man denselben Tarif bezahlt wie eine S-Bahn, während der deutsche IC eine spezielle Fahrkarte voraussetzt. Der Pseudofernverkehr reicht sogar bis Groningen, Enschede, Maastricht, Vlissingen. Also das ganze Land. Zwar hat das Ruhrgebiet auch REs, aber...

3a. Linienführung in Halbstundentakt. Dadurch, dass im Ruhrgebiet der Verkehr auf einer Magistrale fokussiert ist, braucht man auch viele Direktverbindungen mit Abweichung. Die Randstad ist eher für Korrespondenzumstiege ausgelegt, also sind relativ wenig Linien nötig, die man dann in Halbstundentakt anbieten kann, während NRW-RE-Linien nur stündlich verkehren.
3b. Gleichermassen Bündlung mehrerer Linien. Wenn zwei Linien zusammen auf einer Strecke sind, versucht man in der Randstad einen 15-Minutentakt daraus zu machen, während im Ruhrgebiet die 5 RE-Linien Duisburg-Düsseldorf kreuz und quer über die Stunde verteilt sind.

4. Nur zwei, meist konsequente, Zuggattungen: "IC" und "Sprinter". Dabei hält der "IC" öfter als ein deutscher IC, aber der "Sprinter" nicht so oft wie eine S-Bahn. Amsterdam-Utrecht hat auf 35 km 11 Halte, aber nur 3 davon (Maarssen, Breukelen, Abcoude) sind Pampahalte. Zwei liegen in Utrecht, die restlichen 6 in Amsterdam.

5. Einheitliche gummibereifte Bahn. Als "R-NET" verkehren Schnellbusse in dichtem Takt zwischen den ÖPNV-Knoten. Busse und Haltestellen haben ein einheitliches Farbkleid und dito Ausstattung.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Ruhrgebiet vs. Randstad.

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 13:11 (vor 2556 Tagen) @ Oscar (NL)

Alles richtig, das sind letztendlich die Versäumnisse von Jahrzehnten. Bin mal gespannt, ob der RRX in die Gänge kommt und was er bringt. Warum man zumindest die in Dortmund oder Köln beginnenden/endenden Fernzüge nicht freigibt, bleibt auch das Geheimnis von DB und VRR.
Aber wenn wir über die Verbindungen auf der Ruhrstrecke sprechen, ist das im Grunde Jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu den Querverbindungen. Am Wochenende bin ich von Marl nach Gelsenkirchen gefahren. Das hat eine Stunde gedauert und damit dreimal so lange wie mit dem Auto. Immerhin klappen die Anschlüsse halbwegs, wenn man über Buer fährt. Mit dem Zug über Recklinghausen hat man noch das Risiko, dass man bei ein paar Minuten Verspätung eine halbe Stunde warten darf. Leider hat man sich nie zu einem Schnellbus Marl–Gelsenkirchen durchringen können und den von Dorsten nach GE sogar nach Buer zurückgenommen, weil man den Parallelverkehr mit der Straßenbahn nicht wollte.

Ruhrgebiet vs. Randstad.

ICE-TD, Dienstag, 09.04.2019, 13:45 (vor 2556 Tagen) @ JanZ

Am Wochenende bin ich von Marl nach Gelsenkirchen gefahren. Das hat eine Stunde gedauert und damit dreimal so lange wie mit dem Auto.

Der RE2 fährt das in 17 min von Marl-Sinsen nach Gelsenkirchen.

Ruhrgebiet vs. Randstad.

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 13:59 (vor 2556 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 09.04.2019, 14:00

Am Wochenende bin ich von Marl nach Gelsenkirchen gefahren. Das hat eine Stunde gedauert und damit dreimal so lange wie mit dem Auto.

Der RE2 fährt das in 17 min von Marl-Sinsen nach Gelsenkirchen.

Ach nee. Nun bin ich aber dummerweise nicht in Sinsen aufgebrochen, sondern in Alt-Marl, eine halbe Busstunde entfernt und viel näher an der Stadtgrenze zu GE.

RRX vs. "IC" / Schnellbusse sind wichtig!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 09.04.2019, 15:04 (vor 2556 Tagen) @ JanZ

Alles richtig, das sind letztendlich die Versäumnisse von Jahrzehnten.

Also für abweichende Siedlungsstruktur kann man nicht wirklich viel.
Es ist eher so wie man damit umgeht.

Bin mal gespannt, ob der RRX in die Gänge kommt und was er bringt.

Obwohl er noch fahren muss, habe ich da schon einige Bemerkungen/Hinweise:

1a. der ET462 ist nur vierteilig. Bei uns sind die VIRM vier- und sechsteilig. 2x VIRM-6 ergibt 1.152 Sitzplätze.
1b. beim ET462 sind nur 2 von 4 Wagen doppelstöckig, beim VIRM alle Wagen.

2. Bahnsteige: bitte auf 320 m verlängern, damit 2x ET462 sechsteilig halten kann.

3. Signaloptimierung: in Grossbahnhöfen Trennsignale einbauen, damit ein Kuppelzugbetrieb möglich wird (Flügelung, Abtrennung unbenötigter Zugteile).

Warum man zumindest die in Dortmund oder Köln beginnenden/endenden Fernzüge nicht freigibt, bleibt auch das Geheimnis von DB und VRR.

Das verstehe ich auch nicht. Wenn man Angst hat, dass die Verbundkartenfahrer Sitzplätze für Fernreisende wegnehmen, dann Reservierung mit Verbundkarte verteuern oder verunmöglichen.
Hier in NL kann ich für den ICE auch nur reservieren mit einer internationalen Fahrkarte.

Aber wenn wir über die Verbindungen auf der Ruhrstrecke sprechen, ist das im Grunde Jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu den Querverbindungen.

Bin ich mir nicht sicher.

Bei uns gibt es in Prinzip folgende Stammstrecken:
a. Amsterdam-Haarlem-Den Haag HS-Rotterdam-Dordrecht
b. Almere-A'dam Zuid-Schiphol-Den Haag C
c. Amsterdam-Rotterdam(-Breda)
d. Amsterdam-Utrecht(-Eindhoven)
e. A'dam Zuid-Utrecht(-Nijmegen)
f. Den Haag-Utrecht(-Zwolle)
g. Rotterdam-Utrecht(-Enschede)

Alle werden in mindestens 15-Minutentakt angeboten. Dann reist man auf diesem Netz recht bequem.
Beim RRX ist das s.i.w. nur auf K-D-DU-E-DO geplant. Also muss man hier den richtigen Zug nehmen, damit man bequem nach z.B. Gelsenkirchen kommt.

Leider hat man sich nie zu einem Schnellbus Marl–Gelsenkirchen durchringen können und den von Dorsten nach GE sogar nach Buer zurückgenommen, weil man den Parallelverkehr mit der Straßenbahn nicht wollte.

Schnellbusse sind wichtig und sollten Bestandteil eines Gesamtkonzeptes sein! Genauso wichtig wie die Metrobusse in Berlin.
Bei uns versorgt R-NET Direktverbindungen wie Leiden-Zoetermeer-Rotterdam, damit man ohne Umweg via Den Haag ab Zoetermeer nach Leiden und Rotterdam kommt. Auch erreicht man damit Orte ohne Bahnanbindung, wie Aalsmeer, Uithoorn und Volendam.


gruß,

Oscar (NL).

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RRX vs. "IC" / Schnellbusse sind wichtig!

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 15:23 (vor 2556 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 09.04.2019, 15:25

Hallo Oscar,

Warum man zumindest die in Dortmund oder Köln beginnenden/endenden Fernzüge nicht freigibt, bleibt auch das Geheimnis von DB und VRR.


Das verstehe ich auch nicht. Wenn man Angst hat, dass die Verbundkartenfahrer Sitzplätze für Fernreisende wegnehmen, dann Reservierung mit Verbundkarte verteuern oder verunmöglichen.

Du meinst, auf den Relationen innerhalb des Verbundes. Reservieren kann man ja in D immer auch ohne Fahrkarte. Und ja, diese Angst hat man, kann ja auch ohne Reservierung passieren. Leider weiß ich nicht, wie voll die Fernzüge im Berufsverkehr sind. Am Wochenende sind sie es jedenfalls gar nicht.

Aber wenn wir über die Verbindungen auf der Ruhrstrecke sprechen, ist das im Grunde Jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu den Querverbindungen.


Bin ich mir nicht sicher.

Bei uns gibt es in Prinzip folgende Stammstrecken:
a. Amsterdam-Haarlem-Den Haag HS-Rotterdam-Dordrecht
b. Almere-A'dam Zuid-Schiphol-Den Haag C
c. Amsterdam-Rotterdam(-Breda)
d. Amsterdam-Utrecht(-Eindhoven)
e. A'dam Zuid-Utrecht(-Nijmegen)
f. Den Haag-Utrecht(-Zwolle)
g. Rotterdam-Utrecht(-Enschede)

Alle werden in mindestens 15-Minutentakt angeboten. Dann reist man auf diesem Netz recht bequem.
Beim RRX ist das s.i.w. nur auf K-D-DU-E-DO geplant. Also muss man hier den richtigen Zug nehmen, damit man bequem nach z.B. Gelsenkirchen kommt.

Alles richtig, aber ich meinte es anders: Vermutlich ist das Angebot in der Randstad besser als auf den Hauptstrecken im Ruhrgebiet, aber da ist es noch mal um Längen besser als auf den Querverbindungen, insbesondere da, wo es keine Schienen gibt.

Leider hat man sich nie zu einem Schnellbus Marl–Gelsenkirchen durchringen können und den von Dorsten nach GE sogar nach Buer zurückgenommen, weil man den Parallelverkehr mit der Straßenbahn nicht wollte.


Schnellbusse sind wichtig und sollten Bestandteil eines Gesamtkonzeptes sein! Genauso wichtig wie die Metrobusse in Berlin.
Bei uns versorgt R-NET Direktverbindungen wie Leiden-Zoetermeer-Rotterdam, damit man ohne Umweg via Den Haag ab Zoetermeer nach Leiden und Rotterdam kommt. Auch erreicht man damit Orte ohne Bahnanbindung, wie Aalsmeer, Uithoorn und Volendam.

Immerhin ist man im Ruhrgebiet (im Gegensatz etwa zum Rhein-Main-Gebiet) schon sehr früh auf die Idee von Schnellbussen gekommen. Allerdings gibt es sie längst nicht überall, wo man sie brauchen könnte, und teilweise hat man sie durch zusätzliche Halte oder Linienkürzungen auch wieder verwässert. Ich vermute aber mal, dass die Randstad insgesamt auch mehr Geld zur Verfügung hat als das Ruhrgebiet, immerhin liegen auch Hauptstadt und Regierungssitz dort. Die Randstadt scheint auch mehr Einwohner zu haben (wenn man das Ruhrgebiet und nicht etwa das VRR-Gebiet als Vergleich nimmt), über die Fläche finde ich auf die Schnelle nichts.

RRX vs. "IC" / Schnellbusse sind wichtig!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 10.04.2019, 10:18 (vor 2555 Tagen) @ JanZ

Hallo JanZ,

Aber wenn wir über die Verbindungen auf der Ruhrstrecke sprechen, ist das im Grunde Jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu den Querverbindungen.

Alle Randstad-Korridoren werden in mindestens 15-Minutentakt angeboten. Dann reist man auf diesem Netz recht bequem.
Beim RRX ist das s.i.w. nur auf K-D-DU-E-DO geplant. Also muss man hier den richtigen Zug nehmen, damit man bequem nach z.B. Gelsenkirchen kommt.

Alles richtig, aber ich meinte es anders: Vermutlich ist das Angebot in der Randstad besser als auf den Hauptstrecken im Ruhrgebiet...,

Die Stichwörter sind hier Kapazität, Angebot, Nachfrage.

Also die Stammstrecke im Rhein-/Ruhr-/Sieggebiet (K-D-DU-E-DO) hat in etwa die Kapazität einer Randstadkorridor. Duisburg-Düsseldorf ist immerhin sechsgleisig und der Rest der Strecke s.i.w. komplett viergleisig. Sechsgleisige Strecken suche ich in NL vergeblich, oder ich muss Amsterdam-Rotterdam direkt und Amsterdam-Den Haag-Rotterdam zusammenrechnen.
Die Randstad hat nicht wirklich eine Stammstrecke, sondern 7 gleich wichtige Korridoren.

Das Angebot durfte auf der NRW-Stammstrecke sogar etwas mehr sein als auf einer Randstadkorridor, wegen des Fernverkehrs. Dabei kann man Unterschied machen zwischen Anzahl Züge und Anzahl Sitzplätze pro Stunde.

...aber da ist es noch mal um Längen besser als auf den Querverbindungen, insbesondere da, wo es keine Schienen gibt.

Die Nachfrage durfte in NRW vor allem die NRW-Stammstrecke und leichte Abweichungen davon sein, z.B. Düsseldorf-Gelsenkirchen oder Dortmund-Krefeld. Bin ich mir aber nicht sicher.
Dann ist es auch logisch dass das Angebot auf Querverbindungen wie RE13 Venlo-Hamm geringer ist als auf der NRW-Stammstrecke. Bei uns sind Utrecht-Hilversum und Utrecht-Leiden auch eher Nebenbahnen (letztere sogar eingleisig).
Dennoch scheint mir der Unterschied zwischen NRW-Stammstrecke und Querverbindungen recht gross. Es ist aus NL-Sicht doch lächerlich, dass zwischen Köln-Solingen-Wuppertal nur eine RE-Linie existiert. Auf Arnhem-Zwolle (und das wäre so betrachtet doch echt eine Nebenbahn) verkehrt der "IC" halbstündlich; dazu gibt es noch halbstündlich einen "Sprinter" Arnhem-Zutphen.

Immerhin ist man im Ruhrgebiet (im Gegensatz etwa zum Rhein-Main-Gebiet) schon sehr früh auf die Idee von Schnellbussen gekommen.

Der SB44 Heerlen-Aachen, der nur einige Halte in Aachen auslässt, ist nur im Namen ein Schnellbus. Damit verglichen ist Brabantliner 401 Utrecht-Breda ein echter Schnellbus mit Ampelvorfahrt, Autobahnbenutzung und freien Busspuren. Der Bus hält nur in Knotenbushöfen; dort wird die Feinverteilung versorgt.

Man kann sich aber die Frage stellen ob dieser Schnellbus nicht eher ein gummibereifter RE sei. In Deutschland gäbe es auf solchen Relationen eine Bahnstrecke (und in der Schweiz erst recht).

Ich vermute aber mal, dass die Randstad insgesamt auch mehr Geld zur Verfügung hat als das Ruhrgebiet, immerhin liegen auch Hauptstadt und Regierungssitz dort. Die Randstadt scheint auch mehr Einwohner zu haben (wenn man das Ruhrgebiet und nicht etwa das VRR-Gebiet als Vergleich nimmt), über die Fläche finde ich auf die Schnelle nichts.

Anzahl investierter Moneten pro Einwohner durfte bei uns etwas grösser sein; genaue Zahlen finde ich zur Zeit leider nicht.

Auch noch:

1. bei uns sind die "IC"s nach Groningen, Enschede, Nijmegen, Maastricht und Vlissingen konkurrenzlos, während die REs nach Münster, Minden, Paderborn, Koblenz und Aachen Konkurrenz vom Fernverkehr haben. Der Fernverkehr ist zudem eigenwirtschaftlich, also möchte man die REs vermutlich nicht allzu attraktiv machen in Vergleich zu den IC(E)s.
Bei uns wurde nach Einführung des IC Direkt Amsterdam-Rotterdam der "IC" Amsterdam-Den Haag-Rotterdam ja auch verlangsamt:

a. Streckenführung via Haarlem statt Schiphol
b. Halte in Heemstede-Aerdenhout und Hillegom (während in Hoofddorp und Nieuw-Vennep nur "Sprinter" halten)

2. Einfluss Lokalpolitik ist bei uns kleiner. Ob eine Stadt "IC"-Halt wird, wird staatlich entschieden und nicht von irgendwelchem Bürgermeister.


gruß,

Oscar (NL).

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RRX vs. "IC" / Schnellbusse sind wichtig!

JanZ, HB, Mittwoch, 10.04.2019, 11:25 (vor 2555 Tagen) @ Oscar (NL)

Also die Stammstrecke im Rhein-/Ruhr-/Sieggebiet (K-D-DU-E-DO) hat in etwa die Kapazität einer Randstadkorridor. Duisburg-Düsseldorf ist immerhin sechsgleisig

Wenn der RRX-Streckenausbau beendet ist, vielleicht. Zwischen DU-Großenbaum und D-Unterrath gibt es derzeit nur vier Gleise.

Die Nachfrage durfte in NRW vor allem die NRW-Stammstrecke und leichte Abweichungen davon sein, z.B. Düsseldorf-Gelsenkirchen oder Dortmund-Krefeld. Bin ich mir aber nicht sicher.

Ich bin mir auch nicht sicher, inwieweit das ein Henne-Ei-Problem ist. Leider ist das Ruhrgebiet ja nicht so kompakt wie Berlin oder Hamburg, so dass man den Verkehr weniger gut auf Hauptachsen bündeln kann. Von der Randstad weiß ich es nicht genau. Ich war aber überrascht, wie gut gefüllt am Sonntag die RB 43 auf ganzer Länge war, die nun die Querverbindung schlechthin ist und auch lange stilllegungsgefährdet war. Auch die Schnellbusse zwischen Recklinghausen und Dorsten (die nur bis Marl „echte“ Schnellbusse sind) mussten mittlerweile auf Gelenkbusse umgestellt werden.

Immerhin ist man im Ruhrgebiet (im Gegensatz etwa zum Rhein-Main-Gebiet) schon sehr früh auf die Idee von Schnellbussen gekommen.


Der SB44 Heerlen-Aachen, der nur einige Halte in Aachen auslässt, ist nur im Namen ein Schnellbus. Damit verglichen ist Brabantliner 401 Utrecht-Breda ein echter Schnellbus mit Ampelvorfahrt, Autobahnbenutzung und freien Busspuren. Der Bus hält nur in Knotenbushöfen; dort wird die Feinverteilung versorgt.

Sowas gibt es bei uns leider so gut wie gar nicht. Am ehesten fällt noch der SB 29 Bottrop–Gelsenkirchen in diese Kategorie, der nur zwei Zwischenhalte hat und über die Autobahn fährt. Leider fährt er nur stündlich und am Wochenende gar nicht.

Man kann sich aber die Frage stellen ob dieser Schnellbus nicht eher ein gummibereifter RE sei. In Deutschland gäbe es auf solchen Relationen eine Bahnstrecke (und in der Schweiz erst recht).

In der Schweiz vielleicht, in Deutschland (und gerade im Ruhrgebiet) längst nicht überall.

1. bei uns sind die "IC"s nach Groningen, Enschede, Nijmegen, Maastricht und Vlissingen konkurrenzlos, während die REs nach Münster, Minden, Paderborn, Koblenz und Aachen Konkurrenz vom Fernverkehr haben. Der Fernverkehr ist zudem eigenwirtschaftlich, also möchte man die REs vermutlich nicht allzu attraktiv machen in Vergleich zu den IC(E)s.

Ich glaube nicht, dass die Besteller der REs großartige Rücksicht auf die Einnahmesituation von DB Fernverkehr nehmen. Eher schießen sie etwas für die Freigabe mit Verbundfahrscheinen zu, damit die Fernzüge wirtschaftlicher werden oder bestellen Ersatzverkehr, wenn diese eingestellt werden.

Die Mischnutzung der Strecken von Fern- und schnellem Regionalverkehr scheint mir aber das Hauptproblem zu sein und ist ja auch einer der Gründe für den Streckenausbau. Hier ist die Situation in D auch anders als in NL, weil die gefahrenen Strecken größer sind und es daher Züge mit längerem Laufweg gibt, die auch noch irgendwie durchgeschleust werden müssen. Immerhin halten diese kaum weniger als ein RE, was der Streckenkapazität zugute kommt.

2. Einfluss Lokalpolitik ist bei uns kleiner. Ob eine Stadt "IC"-Halt wird, wird staatlich entschieden und nicht von irgendwelchem Bürgermeister.

Bei uns entscheidet das auch die DB, allerdings versucht die Lokalpolitik Einfluss zu nehmen, manchmal sogar mit Erfolg. Bei euch nicht?

Ruhrgebiet vs. Randstad: mehr Strecken, weniger Bedienung?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 10.04.2019, 14:45 (vor 2555 Tagen) @ JanZ

Halo JanZ,

Leider ist das Ruhrgebiet ja nicht so kompakt wie Berlin oder Hamburg, so dass man den Verkehr weniger gut auf Hauptachsen bündeln kann. Von der Randstad weiß ich es nicht genau.

Ich sehe das "grosse Ruhrgebiet" eher als eine Kette von 5 kompakten Städten a la Hamburg und Berlin aneinander (K, D, DU, E, DO) mit Leverkusen, Mülheim und Bochum dazwischen.
Quer drauf befinden sich allerdings (vor allem nördlich von der Ruhrachse) eine ganze Menge Kleinbahnen mit zwar vielen Bahnhöfen, die aber relativ wenig bedient werden.
Von Dortmund nach Gelsenkirchen hat man:

RE 3 via Castrop Rauxel
RB 43 via Lütgendortmund Nord
S 2 via DO-Dorstfeld
sowie eine Umsteigeverbindung via Bochum mit RB 46 via Wanne Eickel

Und das ganze auf etwa 200 Qkm.
Sowas sucht man in der Randstad vergeblich. Die Anzahl der Schienenwege ist kleiner, dafür werden die öfter bedient.

Die Mischnutzung der Strecken von Fern- und schnellem Regionalverkehr scheint mir aber das Hauptproblem zu sein und ist ja auch einer der Gründe für den Streckenausbau.

Bin ich mir nicht sicher.

Das darf stimmen auf Köln-Düsseldorf-Duisburg, wo der Fernverkehr ja 200 km/h fährt.
So betrachtet sollte die Strecke durchgehend sechsgleisig sein (2 Fern, 2 Regio, 2 S).
Aber sonstwo ist der Fernverkehr nur dadurch schneller, dass er weniger oft hält. Auf Duisburg-Dortmund fahren ICE und RE1 beide 160 km/h. Ich zähle nur 5 RE-Linien Duisburg-Essen, 4 Essen-Bochum und 3 Bochum-Dortmund. Dazu 3-4 Linien Fernverkehr (S-Bahn eigene Gleise?).

Bei uns verkehren auf Gouda-Woerden stündlich pro Richtung 8 "IC" und 4 SPR über ein Doppelgleis:

   000000000011111
   012345678901234

00 ..s......I....I
15 S...S....I.s..I
30 ..s......I....I
45 S...S....I.s..I

(Gouda - Gouda Goverwelle viergleisig; die mit "s" bezeichneten Sprinter enden dort)

Bei uns entscheidet das auch die DB, allerdings versucht die Lokalpolitik Einfluss zu nehmen, manchmal sogar mit Erfolg. Bei euch nicht?

Einfluss schon, aber es ist nicht so, dass man erzwingen kann, dass ein IC Utrecht-Den Bosch alle halte mitnehmen soll, wie der Fall beim NRW-RE8 MG-Köln.


gruß,

Oscar (NL).

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Ruhrgebiet vs. Randstad: mehr Strecken, weniger Bedienung?

JanZ, HB, Mittwoch, 10.04.2019, 21:10 (vor 2554 Tagen) @ Oscar (NL)

Halo JanZ,

Leider ist das Ruhrgebiet ja nicht so kompakt wie Berlin oder Hamburg, so dass man den Verkehr weniger gut auf Hauptachsen bündeln kann. Von der Randstad weiß ich es nicht genau.

Ich sehe das "grosse Ruhrgebiet" eher als eine Kette von 5 kompakten Städten a la Hamburg und Berlin aneinander (K, D, DU, E, DO) mit Leverkusen, Mülheim und Bochum dazwischen.

Wie der Brandenburger schon schrieb, sind aber auch die großen Städte im Ruhrgebiet deutlich weniger kompakt als München und Berlin, die die doppelte Einwohnerdichte von Essen und Dortmund haben. Hamburg spielt zwar auch mit Letzteren in einer Liga, hat aber den riesigen Hafen, wo praktisch niemand wohnt.

Das darf stimmen auf Köln-Düsseldorf-Duisburg, wo der Fernverkehr ja 200 km/h fährt.
So betrachtet sollte die Strecke durchgehend sechsgleisig sein (2 Fern, 2 Regio, 2 S).
Aber sonstwo ist der Fernverkehr nur dadurch schneller, dass er weniger oft hält. Auf Duisburg-Dortmund fahren ICE und RE1 beide 160 km/h. Ich zähle nur 5 RE-Linien Duisburg-Essen, 4 Essen-Bochum und 3 Bochum-Dortmund. Dazu 3-4 Linien Fernverkehr (S-Bahn eigene Gleise?).

Ja, die S-Bahn hat da komplett eigene Gleise. Übrigens benutzt eine der RE-Linien (42) zwischen DU und E diese ebenfalls.

Bei uns verkehren auf Gouda-Woerden stündlich pro Richtung 8 "IC" und 4 SPR über ein Doppelgleis:

000000000011111
012345678901234

00 ..s......I....I
15 S...S....I.s..I
30 ..s......I....I
45 S...S....I.s..I

(Gouda - Gouda Goverwelle viergleisig; die mit "s" bezeichneten Sprinter enden dort)

Das ist dann tatsächlich recht sportlich. Ein Grund, dass das vermutlich besser funktioniert als die ingesamt nur 8 Züge zwischen Duisburg und Essen, dürften die kürzeren Laufwege in NL sein, die bei Ereignissen wie Schnee auch noch mal verkürzt werden. Und neulich war ich ja ganz überrascht, dass bei +10 schon vorzeitig gewendet wurde. Aber klar, wenn der nächste Zug bald kommt und auch genau an dasselbe Ziel fährt wie der vorige, kann man das eher machen.

Bei uns entscheidet das auch die DB, allerdings versucht die Lokalpolitik Einfluss zu nehmen, manchmal sogar mit Erfolg. Bei euch nicht?


Einfluss schon, aber es ist nicht so, dass man erzwingen kann, dass ein IC Utrecht-Den Bosch alle halte mitnehmen soll, wie der Fall beim NRW-RE8 MG-Köln.

OK, du vergleichst sinnvollerweise einen D-RE mit einem NL-IC. Ich weiß nicht, wie die Entscheidungsprozesse bei den SPNV-Aufgabenträgern genau laufen, aber Gemeinden sind da eigentlich nie vertreten. Je nach Bundesland allenfalls Landkreise, und erzwingen können die vermutlich auch nichts, höchstens bei Abstimmungen entsprechend stimmen oder eben ihren mehr oder weniger großen Einfluss spielen lassen. Das können Fahrgastverbände oder eine ausreichende Anzahl an Bürgern aber auch. Wird so etwas in NL ignoriert?

Ruhrgebiet vs. Randstad: mehr Strecken, weniger Bedienung?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 11.04.2019, 09:36 (vor 2554 Tagen) @ JanZ

Hallo JanZ,

Wie der Brandenburger schon schrieb, sind aber auch die großen Städte im Ruhrgebiet deutlich weniger kompakt als München und Berlin, die die doppelte Einwohnerdichte von Essen und Dortmund haben. Hamburg spielt zwar auch mit Letzteren in einer Liga, hat aber den riesigen Hafen, wo praktisch niemand wohnt.

Bevölkerungsdichten in NL (Einw./Qkm):

Amsterdam 5.028
Haarlem   5.411
Leiden    5.586
Den Haag  6.344
Delft     4.427
Gouda     4.227
Rotterdam 3.012 (inkl. Maasvlakte)
Utrecht   3.596
Eindhoven 2.564

Bevölkerungsdichten in NRW (Einw./Qkm):

Bonn          2.307
Köln          2.668
Düsseldorf    2.839
Duisburg      2.140
Oberhausen    2.743
Essen         2.774
Gelsenkirchen 2.481
Herne         3.043
Bochum        2.509
Dortmund      2.090

NL-Städte sind also viel kompakter als NRW-Städte.


   000000000011111
   012345678901234

00 ..s......I....I
15 S...S....I.s..I
30 ..s......I....I
45 S...S....I.s..I

Das ist dann tatsächlich recht sportlich. Ein Grund, dass das vermutlich besser funktioniert als die ingesamt nur 8 Züge zwischen Duisburg und Essen, dürften die kürzeren Laufwege in NL sein, die bei Ereignissen wie Schnee auch noch mal verkürzt werden.

Es gibt zwar einige "Mini-ICs" Rotterdam-Utrecht, aber es gibt auch "IC"s Den Haag/Rotterdam - Groningen, Laufweg 250-300 km. Ich glaube, ein NRW-RE ist auch 250-300 km unterwegs.
Allerdings sind Eure IC(E)s in der Regel mehr als 500 km unterwegs.

OK, du vergleichst sinnvollerweise einen D-RE mit einem NL-IC. Ich weiß nicht, wie die Entscheidungsprozesse bei den SPNV-Aufgabenträgern genau laufen, aber Gemeinden sind da eigentlich nie vertreten. Je nach Bundesland allenfalls Landkreise, und erzwingen können die vermutlich auch nichts, höchstens bei Abstimmungen entsprechend stimmen oder eben ihren mehr oder weniger großen Einfluss spielen lassen. Das können Fahrgastverbände oder eine ausreichende Anzahl an Bürgern aber auch. Wird so etwas in NL ignoriert?

Also Fahrgastverbände wie Rover oder VoorBeterOV (BE: TreinTramBus) kommunizieren recht oft mit den Behörden (Gemeinden, Provinzen, Staat). Aber NS/Prorail achten darauf, dass die Produktqualität des "IC" nicht allzusehr abrutscht. Dann kann es in der Tat passieren, dass der "IC" Nijmegen-Den Helder ab Alkmaar alle Halte bedient, aber dann fährt in so einem Fall kein "Sprinter" parallel. Dies in Gegensatz zu MG-Köln, wo parallel zum RE8 auch eine RB mit denselben Halten verkehrt.

Übrigens ist bei uns der aktuelle Trend die Wiedereinführung des IR ("sneltrein").
Statt je 10 Minuten "IC" und "Sprinter" dann je 15 Minuten "IC", "IR" und "Sprinter".
Der "IC" soll dann eher zu einem echten IC werden (z.B. Utrecht-Arnhem nonstop).

Ansatz Fahrplan 2030 (PDF).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

RRX vs. "IC" / Schnellbusse sind wichtig!

agw, NRW, Dienstag, 09.04.2019, 18:57 (vor 2555 Tagen) @ Oscar (NL)

1a. der ET462 ist nur vierteilig. Bei uns sind die VIRM vier- und sechsteilig. 2x VIRM-6 ergibt 1.152 Sitzplätze.
1b. beim ET462 sind nur 2 von 4 Wagen doppelstöckig, beim VIRM alle Wagen.

Drei 462 Vierteiler hätten 1200 Sitzplätze. Wo verliert der VIRM-6 so viele Sitze?


2. Bahnsteige: bitte auf 320 m verlängern, damit 2x ET462 sechsteilig halten kann.

Ist ja als Option vorgesehen. Das wird man machen, wenn der RRX erfolgreich ist. Das Geld muss man ja auch erstmal haben.


3. Signaloptimierung: in Grossbahnhöfen Trennsignale einbauen, damit ein Kuppelzugbetrieb möglich wird (Flügelung, Abtrennung unbenötigter Zugteile).

Kuppeln birgt immer ein Risiko. Aber ist ja für viele RRX geplant, bei 3x Fraktion in ferner Zukunft eh.

Warum man zumindest die in Dortmund oder Köln beginnenden/endenden Fernzüge nicht freigibt, bleibt auch das Geheimnis von DB und VRR.


Das verstehe ich auch nicht. Wenn man Angst hat, dass die Verbundkartenfahrer Sitzplätze für Fernreisende wegnehmen, dann Reservierung mit Verbundkarte verteuern oder verunmöglichen.

"Freigeben" ist reine Träumerei.
Man könnte zunächst mal fragen, warum die Verbundaufpreiskarten nicht für ICE erhältlich sind.
Vermutlich, weil man das Premiumprodukt nicht mit Pendlern voll gaben will. Wäre aber eh kaum zu merken. Die IC-Aufpreiskarten kauft kaum einer. Die stören auch in den durchgehenden IC nicht.

Hier in NL kann ich für den ICE auch nur reservieren mit einer internationalen Fahrkarte.

Aber wenn wir über die Verbindungen auf der Ruhrstrecke sprechen, ist das im Grunde Jammern auf hohem Niveau im Vergleich zu den Querverbindungen.


Bin ich mir nicht sicher.

Bei uns gibt es in Prinzip folgende Stammstrecken:
a. Amsterdam-Haarlem-Den Haag HS-Rotterdam-Dordrecht
b. Almere-A'dam Zuid-Schiphol-Den Haag C
c. Amsterdam-Rotterdam(-Breda)
d. Amsterdam-Utrecht(-Eindhoven)
e. A'dam Zuid-Utrecht(-Nijmegen)
f. Den Haag-Utrecht(-Zwolle)
g. Rotterdam-Utrecht(-Enschede)

Alle werden in mindestens 15-Minutentakt angeboten. Dann reist man auf diesem Netz recht bequem.
Beim RRX ist das s.i.w. nur auf K-D-DU-E-DO geplant. Also muss man hier den richtigen Zug nehmen, damit man bequem nach z.B. Gelsenkirchen kommt.

RRX ist ja nicht das Netz. Mit dem RRX werden einige wenige RE-Linien umbenannt.
Die anderen RE/RB gibt es ja weiterhin.

Aber klar, ich komme nicht von jeder Großstadt überall umstiegsfrei in eine jede andere im 15 Minuten Takt.

Da gehört der Bürger beschimpft ...

Blaschke, Dienstag, 09.04.2019, 12:48 (vor 2556 Tagen) @ JumpUp

Hallo.

Egal wem und wo ich erzähle, dass ich Bus und Bahn genommen habe, wird mir natürlich direkt erläutert "Also bei uns, hier in XY, wir haben wirklich den mit Abstand schlechtesten öffentlichen Nahverkehr überhaupt. Die S-Bahn ist ständig zu spät und die Straßenbahn/Stadtbahn nicht nutzbar. Noch dazu ist unser Verkehrsverbund wirklich der mit ABSTAND teuerste in ganz Deutschland"

Ja... Da staunt man. Egal wo man hinkommt, der ÖPNV scheint ganz fürchterlich zu sein, Zustände wie auf Sizilien :)

Die Wahrheit ist natürlich eine andere


So isses. Erlebe ich bei meinen Bus-Erhebungen in NRW. Bei der Planung staune ich manchmal, was es da alles für Verbindungen gibt. Manchmal klappt da mehr, als man vorher denkt ...

Wenn ich dann aber sehe, wie leer oft die Busse sind, dann stelle ich dich fest, dass die Bürger einfach nur Idioten sind. ÖPNV fordern, aber dann selbst nicht nutzen. Soll gefälligst der blöde Nachbar machen, dann blockiert er mich im SUV auch nicht auf dem Weg zum Bäcker.


Schöne Grüße von jörg

Da gehört der Bürger beschimpft ...

JumpUp, Dienstag, 09.04.2019, 13:08 (vor 2556 Tagen) @ Blaschke

Hallo.

Egal wem und wo ich erzähle, dass ich Bus und Bahn genommen habe, wird mir natürlich direkt erläutert "Also bei uns, hier in XY, wir haben wirklich den mit Abstand schlechtesten öffentlichen Nahverkehr überhaupt. Die S-Bahn ist ständig zu spät und die Straßenbahn/Stadtbahn nicht nutzbar. Noch dazu ist unser Verkehrsverbund wirklich der mit ABSTAND teuerste in ganz Deutschland"

Ja... Da staunt man. Egal wo man hinkommt, der ÖPNV scheint ganz fürchterlich zu sein, Zustände wie auf Sizilien :)

Die Wahrheit ist natürlich eine andere

So isses. Erlebe ich bei meinen Bus-Erhebungen in NRW. Bei der Planung staune ich manchmal, was es da alles für Verbindungen gibt. Manchmal klappt da mehr, als man vorher denkt ...

Wenn ich dann aber sehe, wie leer oft die Busse sind, dann stelle ich dich fest, dass die Bürger einfach nur Idioten sind. ÖPNV fordern, aber dann selbst nicht nutzen. Soll gefälligst der blöde Nachbar machen, dann blockiert er mich im SUV auch nicht auf dem Weg zum Bäcker.


Schöne Grüße von jörg

Wie recht Du hast...
Mit DB Navigator und ähnlichem lassen sich ja auch Buslinien auf dem Land finden.
Neulich erst im tiefsten Erzgebirge von Oberwiesenthal nach Schwarzenberg mit dem Bus gefahren - die Linie verkehrt am Samstag im lupenreinen 2-Stunden-Takt.

Auf gesamter Strecke war ich um 14 Uhr der einzige Fahrgast, unterwegs Null Ein- oder Austeiger! Dafür hunderte SUV in Oberwiesenthal zum Skifahren. Ähnliche Erlebnisse mit dem Linienbus im Thüringer Wald oder in den Randgebieten von NRW. Ja, es gibt Buslinien auf dem Land, Ja, die sind nicht immer besonders gut, aber mit ein bisschen Planung lassen sich diese doch ganz komfortabel nutzen.

Welche Motivation ist das denn für den Busfahrer? Der ist wohl schon fünfmal zwischen Oberwiesenthal und Schwarzenberg leer hin und zurück gefahren :(

Da gehört der Bürger beschimpft ...

cc-drake, Dienstag, 09.04.2019, 13:43 (vor 2556 Tagen) @ JumpUp

Ja, das ging mir ähnlich, als ich vor einiger Zeit die Region bereist habe. Mit der Vogtlandbahn von Zwickau nach Karlovy Vary. Umsteigefrei, durchgehende Tickets konnten für ca. 10€ direkt im Zug gekauft werden. Perfekte Zeitlage für einen Tagesausflug, Sonntag, schönes Wetter, tolle Landschaft.
Auf dem grenzüberschreitenden Fahrabschnitt war ich der einzige Fahrgast. Seitdem wundert es mich nicht mehr, dass in der Gegend so viele Strecken von der Stilllegung bedroht sind...

Ist zwar nicht DE - aber mit Abstand am besten: WIEN

Power132, Dienstag, 09.04.2019, 08:52 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

- kein Text -

Naja...

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.04.2019, 09:20 (vor 2556 Tagen) @ Power132
bearbeitet von J-C, Dienstag, 09.04.2019, 09:24

Es ist bezahlbar, man hat eine gut ausgebaute U-Bahn und Straßenbahn (take that, Hamburg!) und auch die Feinverteilung mit den Bussen gelingt dank meist recht dichter Takte sehr gut.

Und was ich bei vielen Städten auch nicht sehe ist, dass es vom Hauptbahbhof aus mehrere Buslinien in die Regionen gibt, Sowas sah ich im busaffinen Hamburg etwa noch nicht.

Was aber an Wiens ÖPNV aber dann nicht erwähnt wird, ist die S-Bahn, für deutsche Verhältnisse ist das aber nicht wirklich eine S-Bahn. 55cm-Bahnsteige, Züge, die eher für den Regionalverkehr konzipiert sind, Linien, die außerhalb der S45 in der Regel im Hambstubdentakt verkehren, eine Stammstrecke, die man sich mit Regionalzügen teilt und damit kaum Infrastruktur, die ausschließlich für die S-Bahn reserviert ist, ja da haben viele Städte in Deutschland doch ein vielleicht besseres Konzept.

Ich meine irgendwie funktioniert das halt und die Durchbindungen der Regionalzüge durch die Stammstrecke haben jenen ziemlich attraktiv gemacht - wer braucht schon ein Auto, wenn man quasi direkt an sein Ziel kommt?

Aber andererseits sehe ich schon S-Bahnen in Deutschland, die zuverlässiger laufen...

Und persönlich würde ich auch lieber in Hamburg mit der U-Bahn fahren als in Wien. Die Wiener haben offensichtlich keinen Geschmack, was U-Bahnstationen angeht. Anders lässt sich für mich die deprimierende Einheitsarcjitektur nicht erklären. Andererseits scheinen es nicht wenige Leute zu mögen. Man kommt zwar damit klar, aber wie gesagt, in Hamburg macht die U-Bahn mehr Freude...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Kein "Naja"!!

musicus, Dienstag, 09.04.2019, 09:38 (vor 2556 Tagen) @ J-C

Es ist bezahlbar

Es ist spottbillig. 1€/Tag ist sowieso schon ein politisch gemachter Preis, der sich nicht sinnvoll unterbieten lässt.

gelingt dank meist recht dichter Takte sehr gut.

Für die Wien-Unkundigen hier im Forum: Man spricht hier u.a. über 2(!)-Minuten(!)-Takte zu Spitzenlastzeiten auf wichtigen U-/Tram-Linien

Was aber an Wiens ÖPNV aber dann nicht erwähnt wird, ist die S-Bahn, für deutsche Verhältnisse ist das aber nicht wirklich eine S-Bahn.

Warum? Und wo liegen die wienspezifischen Defizite? Das, was die S-Bahn in Wien machen soll, macht sie nicht schlechter als eine "deutsche" S-Bahn auch.

ja da haben viele Städte in Deutschland doch ein vielleicht besseres Konzept.

München kennst Du ganz offenkundig nicht.

Und persönlich würde ich auch lieber in Hamburg mit der U-Bahn fahren als in Wien. Die Wiener haben offensichtlich keinen Geschmack, was U-Bahnstationen angeht.

Ok, verstehe. Deine "Kritik" zielt auf die Ästhetik.

Man kommt zwar damit klar, aber wie gesagt, in Hamburg macht die U-Bahn mehr Freude...

made my day.

Kein "Naja"!!

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.04.2019, 09:45 (vor 2556 Tagen) @ musicus
bearbeitet von J-C, Dienstag, 09.04.2019, 09:50

Es ist bezahlbar

Es ist spottbillig. 1€/Tag ist sowieso schon ein politisch gemachter Preis, der sich nicht sinnvoll unterbieten lässt.

Das verstehe ich unter bezahlbar. Es ist definitiv eine gute Sache, die die Grünen da durchsetzten (was übrigens auch in der Art in Salzburg Schule machen wird)

Für die Wien-Unkundigen hier im Forum: Man spricht hier u.a. über 2(!)-Minuten(!)-Takte zu Spitzenlastzeiten auf wichtigen U-/Tram-Linien

Ok, seit bald 3 Jahren lebe ich hier in Wien und es ist auch so, dass die Massen an Fahrgastzahlen auch anders gar nicht zu stemmen sind. Und da bin ich halt an die dichten Takte gewöhnt. Ich krieg schon die Kravatte, wenn ich 5 Minuten auf meinem Zug warten muss...

...und recht cool ist es, wenn auch in den Außenbezirken die Straßenbahn im 7,5-Minuten-Takt fährt.

Was aber an Wiens ÖPNV aber dann nicht erwähnt wird, ist die S-Bahn, für deutsche Verhältnisse ist das aber nicht wirklich eine S-Bahn.

Warum? Und wo liegen die wienspezifischen Defizite? Das, was die S-Bahn in Wien machen soll, macht sie nicht schlechter als eine "deutsche" S-Bahn auch.

Im Gegensatz zu einer deutschen S-Bahn etwa gehen sich Barrierefreiheit und ein durchgängiger Flur (was der Verteilung der Fahrgäste helfen würde) nicht aus. Entweder man muss Treppen steigen (4020) oder man muss Treppen steigen (Talent, Desiro ML), bei letzterem kommt man zumindest ohne Treppen rein. Das ist schonmal nicht schlecht. Aber dann besagte Takte wieder.

Es gibt Strecken mitten in Wien, die werden nur alle halbe Stunde (etwa die S80 von Hütteldorf nach Aspern Nord oder bei der S7 die Stationen Wien St. Marx, Geiselbergstraße und Zentralfriedhof) bedient. Das ist ein ziemlich starker Kontrast dann.

ja da haben viele Städte in Deutschland doch ein vielleicht besseres Konzept.

München kennst Du ganz offenkundig nicht.

Was ist da das Problem?

Und persönlich würde ich auch lieber in Hamburg mit der U-Bahn fahren als in Wien. Die Wiener haben offensichtlich keinen Geschmack, was U-Bahnstationen angeht.

Ok, verstehe. Deine "Kritik" zielt auf die Ästhetik.

Nicht primär wohlgemerkt. Es ist eben eines der Dinge, die ich schade an dem ganzen finde.

Man kommt zwar damit klar, aber wie gesagt, in Hamburg macht die U-Bahn mehr Freude...

made my day.

Ja isso, ich fuhr früher halt viel in Hamburg und von der Ästhetik hat die U-Bahn in Hamburg einfach mehr drauf.

Aber klar, das alleine macht keine gute U-Bahn.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Sichtweisen

Power132, Dienstag, 09.04.2019, 18:25 (vor 2555 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Power132, Dienstag, 09.04.2019, 18:29

Bei den dichten Intervallen ist man eben gewöhnt, dass immer und überall was fährt. Gerade in Wien. Freunde von mir sind schon von dem 5min Takt am Sonntag ungeduldig, dass bringt es eben mitsich, wenn so viel geballt verfügbar ist.

Ein Traum im Vergleich zu den Verhältnissen im Ruhrgebiet. Die S-Bahnen alle 20 - am WE alle 30min, Buslinien teilweise unter der Woche nur alle 30 oder gar alle 60min. Stadtbahn am Mo-Sa ab 20Uhr nur noch alle 15 und an Sonn und Feiertagen grundstzlich alle 15min.

In Dortmund sogar das Extrem am Sonntag morgen, der Nachtexpress fährt bis max 7Uhr und die Stadtbahn dann ab 8.00 oder 8.30 alle 30min und dann ab 9.30 alle 15min. So kommt man Sonntag morgen nur zu Fuß/Taxi oder vor 7 alle Stunde mit dem Nachtexpress zum Bahnhof.

Und der Hit der Silvesterfahrplan: ab 18Uhr nur noch ein Nachtexpress alle 60min auf verschiedenen Linien, wo eigentlich das Gro an Fahrgästen auf dem Weg zu Feiern zum Jahreswechsel unterwegs ist.

Sichtweisen

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.04.2019, 19:27 (vor 2555 Tagen) @ Power132
bearbeitet von J-C, Dienstag, 09.04.2019, 19:28

Bei den dichten Intervallen ist man eben gewöhnt, dass immer und überall was fährt. Gerade in Wien. Freunde von mir sind schon von dem 5min Takt am Sonntag ungeduldig, dass bringt es eben mitsich, wenn so viel geballt verfügbar ist.

Ein Traum im Vergleich zu den Verhältnissen im Ruhrgebiet. Die S-Bahnen alle 20 - am WE alle 30min, Buslinien teilweise unter der Woche nur alle 30 oder gar alle 60min. Stadtbahn am Mo-Sa ab 20Uhr nur noch alle 15 und an Sonn und Feiertagen grundstzlich alle 15min.

Und das kriegt man in einigen Gegenden in Wien eben auch geboten. Andererseits liegen diese Gegenden tendenziell dann weiter draußen...

In Dortmund sogar das Extrem am Sonntag morgen, der Nachtexpress fährt bis max 7Uhr und die Stadtbahn dann ab 8.00 oder 8.30 alle 30min und dann ab 9.30 alle 15min. So kommt man Sonntag morgen nur zu Fuß/Taxi oder vor 7 alle Stunde mit dem Nachtexpress zum Bahnhof.

Wie gesagt, es gibt hier in Wien auch einige Gegenden, wo die S-Bahn nur alle halbe Stunde fährt. Für eine Weile fuhr die S80 ja überhaupt nur im Stundentakt. Eine S-Bahnlinie, die einzig und alleine durch Wien fährt.

Es ist meist aber so, dass oberirdisch es Busse und Straßenbahnen in dichteren Intervallen gibt.

Wien hat seit einiger Zeit an den Wochenenden in den Nächten ein U-Bahnintervall von 15 Minuten. Ich meine, dass es in Wien sogar für die Nacht hie und da Anruf-Sammeltaxen gibt...

Und der Hit der Silvesterfahrplan: ab 18Uhr nur noch ein Nachtexpress alle 60min auf verschiedenen Linien, wo eigentlich das Gro an Fahrgästen auf dem Weg zu Feiern zum Jahreswechsel unterwegs ist.

Zu Silvester wollen vielleicht auch die Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen feiern? So ein Silversterfahrplan ist ja nichts ungewöhnliches...

--
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ÖPNV als Einwohner vs. als Tourist.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 09.04.2019, 11:11 (vor 2556 Tagen) @ Tabernaer

Wo in DE ist das beste Angebot? Auf Anhieb fällt mir nur Karlsruhe ein.

Karlsruhe vor allem weil man mit der Trambahn von umliegenden Dörfern direkt zum KA-Marktplatz fahren kann.

Sonst noch iwo? Iwo besser?

Das ist für mich schwierig zu sagen.
Es gibt ja ÖPNV der eigenen Stadt, den man häufig benutzt, und ÖPNV von Fremdstädten, den man eher als Tourist benutzt.
Das Leben zu Hause kann man an den ÖPNV anpassen und dann ist ein dünner Takt nicht schlimm. Als Tourist erfahre ich lange Wartezeiten eher als Zeitverschwendung.

Deutschland erfahre ich eher als Tourist, und dann benutzt man Verkehrsmittel die es hier in Eindhoven nicht gibt, z.B. Tram und S-/U-Bahn, oder Exoten wie die Dortmunder H-Bahn.
Berlin hat für mich das beste Angebot, aber das ist dann auch logisch, denn Berlin ist Hauptstadt (Tip: lerne das Netz von X-Bus und Metrobus kennen, so manche Verbindung ist mit X&M schneller als mit U und man sieht noch etwas von der Stadt).
Köln war für mich dann wieder ein Negativbeispiel.


gruß,

Oscar (NL).

--
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OT: Eindhoven

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 09.04.2019, 11:48 (vor 2556 Tagen) @ Oscar (NL)

Das ist ein wenig off-topic, aber was soll’s. Ich habe gerade deinenHinweis auf Eindhoven mitbekommen - da geht es für mich Anfang Mai hin. Ich war überrascht, vielleicht sogar deprimiert wie schlecht das von deutscher Seite erreichbar ist. Die komplette Zugfahrt von Berlin dauert mir zu lange. Der Flughafen wird von Deutschland nicht angeflogen - okay, kann ich mit leben. Amsterdam und Düsseldorf sind ja nicht weit. Von Schiphol käme man mit dem Zug sogar ganz gut hin, ich habe mich aber für den günstigeren Düsseldorfflug entschieden und dann zum HBF und mit IC-Bus nach Eindhoven. Die volle Kette ohne Auto: Flug, Zug, Bus! Eine passable Zugverbindung hätte mir trotzdem besser gefallen.

OT: Eindhoven

RhBDirk, Dienstag, 09.04.2019, 13:02 (vor 2556 Tagen) @ Paladin

Das ist ein wenig off-topic, aber was soll’s. Ich habe gerade deinenHinweis auf Eindhoven mitbekommen - da geht es für mich Anfang Mai hin. Ich war überrascht, vielleicht sogar deprimiert wie schlecht das von deutscher Seite erreichbar ist. Die komplette Zugfahrt von Berlin dauert mir zu lange. Der Flughafen wird von Deutschland nicht angeflogen - okay, kann ich mit leben. Amsterdam und Düsseldorf sind ja nicht weit. Von Schiphol käme man mit dem Zug sogar ganz gut hin, ich habe mich aber für den günstigeren Düsseldorfflug entschieden und dann zum HBF und mit IC-Bus nach Eindhoven. Die volle Kette ohne Auto: Flug, Zug, Bus! Eine passable Zugverbindung hätte mir trotzdem besser gefallen.

Normal.

Ich würde allerdings via Venlo oder Arnhem mit der Bahn fahren.

OT: Eindhoven

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 13:04 (vor 2556 Tagen) @ RhBDirk

Das ist ein wenig off-topic, aber was soll’s. Ich habe gerade deinenHinweis auf Eindhoven mitbekommen - da geht es für mich Anfang Mai hin. Ich war überrascht, vielleicht sogar deprimiert wie schlecht das von deutscher Seite erreichbar ist. Die komplette Zugfahrt von Berlin dauert mir zu lange. Der Flughafen wird von Deutschland nicht angeflogen - okay, kann ich mit leben. Amsterdam und Düsseldorf sind ja nicht weit. Von Schiphol käme man mit dem Zug sogar ganz gut hin, ich habe mich aber für den günstigeren Düsseldorfflug entschieden und dann zum HBF und mit IC-Bus nach Eindhoven. Die volle Kette ohne Auto: Flug, Zug, Bus! Eine passable Zugverbindung hätte mir trotzdem besser gefallen.


Normal.

Ich würde allerdings via Venlo oder Arnhem mit der Bahn fahren.

Wenn man von Eindhoven nicht noch weiter fahren will, bedeutet das allerdings einen zusätzlichen und in Venlo auch recht knappen Umstieg.

OT: Eindhoven

RhBDirk, Dienstag, 09.04.2019, 13:08 (vor 2556 Tagen) @ JanZ

Das ist ein wenig off-topic, aber was soll’s. Ich habe gerade deinenHinweis auf Eindhoven mitbekommen - da geht es für mich Anfang Mai hin. Ich war überrascht, vielleicht sogar deprimiert wie schlecht das von deutscher Seite erreichbar ist. Die komplette Zugfahrt von Berlin dauert mir zu lange. Der Flughafen wird von Deutschland nicht angeflogen - okay, kann ich mit leben. Amsterdam und Düsseldorf sind ja nicht weit. Von Schiphol käme man mit dem Zug sogar ganz gut hin, ich habe mich aber für den günstigeren Düsseldorfflug entschieden und dann zum HBF und mit IC-Bus nach Eindhoven. Die volle Kette ohne Auto: Flug, Zug, Bus! Eine passable Zugverbindung hätte mir trotzdem besser gefallen.


Normal.

Ich würde allerdings via Venlo oder Arnhem mit der Bahn fahren.


Wenn man von Eindhoven nicht noch weiter fahren will, bedeutet das allerdings einen zusätzlichen und in Venlo auch recht knappen Umstieg.

Ab Venlo Richtung NL ist Halbstundentakt...

OT: Eindhoven

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 13:13 (vor 2556 Tagen) @ RhBDirk

Das ist ein wenig off-topic, aber was soll’s. Ich habe gerade deinenHinweis auf Eindhoven mitbekommen - da geht es für mich Anfang Mai hin. Ich war überrascht, vielleicht sogar deprimiert wie schlecht das von deutscher Seite erreichbar ist. Die komplette Zugfahrt von Berlin dauert mir zu lange. Der Flughafen wird von Deutschland nicht angeflogen - okay, kann ich mit leben. Amsterdam und Düsseldorf sind ja nicht weit. Von Schiphol käme man mit dem Zug sogar ganz gut hin, ich habe mich aber für den günstigeren Düsseldorfflug entschieden und dann zum HBF und mit IC-Bus nach Eindhoven. Die volle Kette ohne Auto: Flug, Zug, Bus! Eine passable Zugverbindung hätte mir trotzdem besser gefallen.


Normal.

Ich würde allerdings via Venlo oder Arnhem mit der Bahn fahren.


Wenn man von Eindhoven nicht noch weiter fahren will, bedeutet das allerdings einen zusätzlichen und in Venlo auch recht knappen Umstieg.


Ab Venlo Richtung NL ist Halbstundentakt...

Stimmt, aber wenn man den nächsten Zug ab Venlo nimmt, ist man mit dem Bus definitiv schneller in Eindhoven.

Berlin-Eindhoven.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 09.04.2019, 14:10 (vor 2556 Tagen) @ Paladin

Paladin:

Ich war überrascht, vielleicht sogar deprimiert wie schlecht Eindhoven von deutscher Seite erreichbar ist.

Eindhoven liegt dann auch etwa mittig in einer Fernverkehrswabe (Amsterdam-Köln-Brüssel-Amsterdam). Zwei Möglichkeiten:

a. man macht die Wabe kleiner = man baut zusätzliche Rennbahnen
b. man verdichtet die Anbindung zum Fernverkehr.

Leider erreiche ich von 9 möglichen Fernbahnhöfen (Utrecht, Arnhem, Duisburg, Düsseldorf, Köln, Aachen, Lüttich, Breda, Rotterdam) nur drei direkt (fünf wenn ich die Gummifernbahn mitrechne). Das ganze wäre nicht so schlimm wenn a. der Takt gut ist, b. die Anschlüsse gut sind und c. die Reisegeschwindigkeit gut ist.

Grenzüberschreitend habe ich meistens nur Stundentakt, teilweise knappe Anschlüsse (z.B. Viersen, Duisburg) oder lange Übergänge (Düsseldorf) und grenzüberschreitend eine Bummelbahn.

Die komplette Zugfahrt von Berlin dauert mir zu lange.

Blickpunkt ICE-Fan: Berlin-Düsseldorf-Eindhoven (662 km) in mehr als 6 Stunden ist lächerlich. Ein Chinese reist 662 km in 3:20.

Blickpunkt pragmatischer Niederländer: also Berlin-Düsseldorf (550 km) ist dank ICE noch recht flott. Erst danach kommt der Zeitfresser, Düsseldorf-Eindhoven (112 km). 112 km in 1:50, das ist 61 km/h Schnitt. Ein "IC" der NS braucht dafür 1:10. Das kann also theoretisch 40 Minuten schneller, sogar wenn man sich auf vmax = 160 km/h beschränkt.
In NL (Ehv-Venlo 52 km in 0:42) sind 10 Minuten Fahrzeitgewinn möglich = Anhebung vmax 160 km/h + Auslassung Deurne, Horst-Sevenum und Blerick. Leider gibt es zwei Lafas die man nicht leicht los wird: Kurve Horst-Sevenum (90 km/h) und Maasbrücke Blerick (40 km/h).
Die restlichen 30 Minuten müssen vermutlich in Deutschland gewonnen werden.

Von Schiphol käme man mit dem Zug sogar ganz gut hin...

Yep, halbstündlich direkt und 15 Minuten versetzt mit bahnsteiggleichen Umstieg und 5 Minuten Übergang in Utrecht. AB 2025 sogar jede 10 Minuten.

RhBDirk:

Ich würde allerdings via Venlo oder Arnhem mit der Bahn fahren.

1. artgerechte Anreise = per ICE International.
2. ab Arnhem Halbstundentakt nach Den Bosch, dort Umstieg auf 10-Minutentakt nach Eindhoven.

JanZ:

Stimmt, aber wenn man den nächsten Zug ab Venlo nimmt, ist man mit dem Bus definitiv schneller in Eindhoven.

Nur schade, dass der IC-Bus nur 3-4x pro Tag verkehrt.
Die eurobahn fährt stündlich.

Auch noch: sollte man in Venlo auf Gleis 3 den "IC" verpassen, gucke mal ob auf Gleis 4 die arriva-Bahn nach Roermond noch da steht. In Roermond steigt man bahnsteiggleich um auf einen "IC" Richtung Eindhoven. Fahrzeitverlust ist dann nur 15-20 Minuten.


gruß,

Oscar (NL).

--
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WLAN?

worfie, Dienstag, 09.04.2019, 19:13 (vor 2555 Tagen) @ Tabernaer

Ausstattung der Fahrzeuge ist auch wichtig. WLAN ist ja heute extrem wichtig. Klima im Sommer sicher je nach Region auch....

Woher kommt eigentlich dieser WLAN-Wahn? Und ist das nur in Deutschland so oder auch in anderen Ländern in Europa?
Hier in Japan ist WLAN in den Zügen eine ziemlich seltene Sache, obwohl es bei ganz neuen Wagen auf einigen Linien eingeführt würde, aber auch nichts was jetzt groß Priorität hat, denn hier hat jeder ein Mobiltelefon und kann damit das Internet nutzen.
Wenn ich hier über Stunden im FV unterwegs bin, habe ich auch überall (ausser in Kapsurtunneln) Empfang. Im Nahverkehr sowieso. Wäre es da nicht erst einmal Priorität, dass man in Deutschland zumindest in den Städten und entlang von wichtigen Bahnlinien ein Mobilfunknetz aufbaut, bevor man sich an WLAN zu schaffen macht?

Ich weiß nicht, wieviel sich in Deutschland 2019 im Vergleich zu 2015 geändert haben mag, aber zumindest 2015 noch gab es zwischen Bergedorf und Spandau so gut wie keinen Mobilfunk (mit Telekom & Vodafone 3G sowie 02 4G) und das entlang der zwei größten Städte Deutschlands. Mit 02 gab es sogar Mitten in Hamburg riesige Funklöcher. Hier unvorstellbar.

Aber zurück zum Thema,
was -seltsamerweise- hier überhaupt nicht oder nur am Rande erwähnt wird, sind die eigentlich wichtigsten Komponenten: Sauberkeit und vor allem Zuverlässigkeit.
Berlin hat für mich im Prinzip einen tollen ÖPNV: Ein Netz, dass nicht nur um einen zentralen Punkt (wie in Hamburg) gesponnen ist, diverse Ausweichmöglichkeiten, viel Busverkehr als Ergänzung, Nachtverkehr. Aber: Der ÖPNV in Berlin ist teilweise so versifft gewesen, dass, wenn man aus einem Land mit gepflegten Verkehrsmittel und gesitteten Nutzern kommt, einige Verkehrsmittel nur noch im Schutzanzug betreten möchte. Und vor allem die Zuverlässigkeit: Ein toller Fahrplan auf dem Papier ist schön, aber wenn fast jeden Tag oder sogar jeden Tag irgendwo Züge über mehrere Minuten verspätet sind oder teilweise sogar ganz ausfallen, kann man sich nicht darauf verlassen, pünktlich auf der Arbeit zu sein.

WLAN? - Selbstbedienungsmentalität

Power132, Dienstag, 09.04.2019, 19:21 (vor 2555 Tagen) @ worfie
bearbeitet von Power132, Dienstag, 09.04.2019, 19:23

Ausstattung der Fahrzeuge ist auch wichtig. WLAN ist ja heute extrem wichtig. Klima im Sommer sicher je nach Region auch....


Woher kommt eigentlich dieser WLAN-Wahn?

WLAN kostet nix und verbraucht kein gebuchtes Datenvolumen, welches selbst bezahlt werden muss.
Ein Netflix Filmchen übers eigene Datenvolumen kostet in der Abrechnung; über das WLAN nix.

Für einen nicht unerheblichen Teil gehört WLAN schon zu Grundrechten wie frei Meinungsäußerung und Religionsfreiheit.

Nein. Funkloch Deutschland

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 09.04.2019, 19:24 (vor 2555 Tagen) @ Power132

Im Zug-WLAN habe ich es noch nie geschafft, bei youtube etwas anzuschauen. Weiß gar nicht, wie das bei netflix&Co. funktionieren soll ... da müsste das Datenlimit vom ICE auch schnell erreicht sein, wenn es funktioniert.

Problem ist wohl eher, dass man mit seinem eigenen Anbieter relativ schnell im Funkloch liegt. Das ist bei der DB noch etwas unwahrscheinlicher, da die auf alle Netze zugreift.

Funkloch - ja und?

Power132, Dienstag, 09.04.2019, 19:29 (vor 2555 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von Power132, Dienstag, 09.04.2019, 19:29

Problem ist wohl eher, dass man mit seinem eigenen Anbieter relativ schnell im Funkloch liegt.

Und woran liegt das Problem, mal fünf bis zehn Minuten kein Netz zu haben? Das Thema mobiles Büro haben wir ja unlängst ausführlich besprochen

Funkloch - ja und?

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 19:35 (vor 2555 Tagen) @ Power132
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 09.04.2019, 19:36

Problem ist wohl eher, dass man mit seinem eigenen Anbieter relativ schnell im Funkloch liegt.


Und woran liegt das Problem, mal fünf bis zehn Minuten kein Netz zu haben? Das Thema mobiles Büro haben wir ja unlängst ausführlich besprochen

Da ging es um Leute, die mit Laptop im Bordrestaurant sitzen. Der Rest war hauptsächlich eine Diskussion zwischen mir und Colaholiker, der den Sinn von stationären Coworking-Spaces nicht einsah. Hat mit WLAN im Zug ziemlich genau gar nichts zu tun.

Funkloch - ja und?

worfie, Mittwoch, 10.04.2019, 07:34 (vor 2555 Tagen) @ Power132

Problem ist wohl eher, dass man mit seinem eigenen Anbieter relativ schnell im Funkloch liegt.


Und woran liegt das Problem, mal fünf bis zehn Minuten kein Netz zu haben? Das Thema mobiles Büro haben wir ja unlängst ausführlich besprochen

Für fünf bis zehn Minuten mag ja weniger ein Problem sein. Meine Erfahrungen (von 2015) gingen aber eher dahin, dass man auf manchen zentralen FV-Achsen eine E-Mail schreibt und dann mit viel Glück darauf hoffen muss, dass die E-Mail überhaupt innerhalb von einer halben Stunde mal ohne Fehlermeldung losgeschickt wird. Und E-Mails sind noch klein, weil sich da seit den 1990er Jahren nichts mehr geändert hat. Öffne heutzutage mal eine X-beliebige Seite im WWW. Da hast du je nach Seite inzwischen vielleicht 1-2 % Nutzdaten, die du haben willst und 98% Datenmüll bestehend aus überflüssigen (Werbe-)Bildern, (Werbe-)Videos, (Werbe-)Skripten und anderem Blinkegedöns.

WLAN?

JanZ, HB, Dienstag, 09.04.2019, 19:29 (vor 2555 Tagen) @ worfie

Ausstattung der Fahrzeuge ist auch wichtig. WLAN ist ja heute extrem wichtig. Klima im Sommer sicher je nach Region auch....


Woher kommt eigentlich dieser WLAN-Wahn? Und ist das nur in Deutschland so oder auch in anderen Ländern in Europa?
Hier in Japan ist WLAN in den Zügen eine ziemlich seltene Sache, obwohl es bei ganz neuen Wagen auf einigen Linien eingeführt würde, aber auch nichts was jetzt groß Priorität hat, denn hier hat jeder ein Mobiltelefon und kann damit das Internet nutzen.
Wenn ich hier über Stunden im FV unterwegs bin, habe ich auch überall (ausser in Kapsurtunneln) Empfang. Im Nahverkehr sowieso. Wäre es da nicht erst einmal Priorität, dass man in Deutschland zumindest in den Städten und entlang von wichtigen Bahnlinien ein Mobilfunknetz aufbaut, bevor man sich an WLAN zu schaffen macht?

Ich weiß nicht, wieviel sich in Deutschland 2019 im Vergleich zu 2015 geändert haben mag, aber zumindest 2015 noch gab es zwischen Bergedorf und Spandau so gut wie keinen Mobilfunk (mit Telekom & Vodafone 3G sowie 02 4G) und das entlang der zwei größten Städte Deutschlands. Mit 02 gab es sogar Mitten in Hamburg riesige Funklöcher. Hier unvorstellbar.

Jo, genau das ist der Grund für den „WLAN-Wahn“. Und an der schlechten Abdeckung kann man als Bahn/Aufgabenträger halt nicht direkt etwas ändern. Was andere europäische Länder betrifft, so fehlen mir die Erfahrungen, weil ich seit der Einführung des EU-Roamings darauf nicht mehr angewiesen bin. Hochgeschwindigkeitszüge bieten meistens aber auch kostenloses WLAN. Wo es das nicht gibt, scheint mir insgesamt tatsächlich die Netzabdeckung besser zu sein, beeindruckt war ich z.B. entlang der Schmalspurbahn an der spanischen Nordküste. Die St. Petersburger Metro hat auch WLAN, für das man aber eine russische Handynummer braucht, wodurch es für ausländische Touristen genauso unbrauchbar ist wie Roaming.

Für mich einer der Gründe fürs Bahnfahren

Altmann, Dienstag, 09.04.2019, 19:58 (vor 2555 Tagen) @ JanZ

Was andere europäische Länder betrifft, so fehlen mir die Erfahrungen, weil ich seit der Einführung des EU-Roamings darauf nicht mehr angewiesen bin.

Also z.B. in Österreich gibt ´s in vielen ÖBB-Zügen (RJ(X), Cityjet) wirklich gutes WLAN, bei der WESTbahn na ja ...

Aber ich nutze das wirklich regelmäßig und oft stundenlang, und das ist für mich der Unterschied zu anderen Verkehrsmitteln (PKW, Flugzeug).

Internet-Vertrag fürs Handy hab ich mir gleich mal gespart, brauch ich nicht. Zu Hause hab ich sowieso Festnetz, im Hotel gibt ´s überall WLAN, im Zug (fast) überall. Wozu sollt ich mir also Datenguthaben kaufen und mich mit Roaming-Kosten (CH, ...) u.ä. herumschlagen (was gerade in einem kleinen Land wie Österreich ein Dauerthema ist, wenn man viel unterwegs ist)?

Hängt immer davon ab.

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.04.2019, 21:08 (vor 2555 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Dienstag, 09.04.2019, 21:09

Wenn ich im polnischen Zug nach Tschechien fahre, dann hab ich halt kein WLAN.

Ich habe überall sonstwo, aber eben nicht dort schon WLAN.

Meine Wohnung in Wien hat nichz gerade das beste WLAN - der Mobilfunk läuft hier auch schneller als die Verbindung über's LAN-Kabel. Schade nur, dass mein Datenvolumen begrenzt ist...

Auch wenn ich mal auf's Land in Österreich fahre, haben noch eher weniger Busse WLAN eingebaut. Ich meine, es gibt da Busse, wo nicht einmal die nächste Haltestelle angezeigt wird (dann aber gleichzeitig eine USB-Steckdose bereitstellen - zumindest bei Blaguss).

Es hängt halt vom Use-Case ab. Wenn du eh meist in der Stadt bist und kaum dich auf dem Land oder so aufhältst, dann wirdt du dich ganz mit dem WLAN zugriedengeben können.

Wenn man hingegen sich unterwegs bei der immer gleichen Strecke nicht langweilen will, allerdings in einem Fahrzeug sitzt, das kein WLAN hat...

Es ist eigentlich eher traurig, dass in Österreich der Ausbau von Glasfaser so schleppend vorangeht... es ist teils wirklich so, dass man schnelleres Internet übers Mobilfunknetz als über das eigene Festnetz kriegt...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

WLAN?

agw, NRW, Dienstag, 09.04.2019, 19:37 (vor 2555 Tagen) @ worfie

Die ideale Lösung sind mobilfunkdurchlässige Scheiben wie im RRX.
Man hat praktisch die Empfangsstärke wie sonst an der Strecke.
Keine laufenden Kosten und jeder hat das Netz, was er bezahlt. Passt.

Parallel muss man natürlich Funklövher stopfen und Tunnels abdecken.

WLAN?

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.04.2019, 20:48 (vor 2555 Tagen) @ worfie
bearbeitet von J-C, Dienstag, 09.04.2019, 20:52

Ausstattung der Fahrzeuge ist auch wichtig. WLAN ist ja heute extrem wichtig. Klima im Sommer sicher je nach Region auch....


Woher kommt eigentlich dieser WLAN-Wahn? Und ist das nur in Deutschland so oder auch in anderen Ländern in Europa?

In Tschechien ist die Ausbreitung von WLAN schon sehr stark, in Polen haben die PKP-Züge auch gerne mal WLAN.

In Österreich haben auch die Cityjets, die ja mittelfristig die Wiener S-Bahn dominieren werden, auch WLAN. Ja auch die Wiener Lokalbahn hat WLAN.

die ÖBB haben viele Bahnhöfe - auch Nahverkehrsknoten mit WLAN ausgestattet.

Als ich vor paar Jahren mal Liechtenstein erkundete und dabei auch nach Feldkirch in Österreich kam...

...gab's WLAN in der Stadt.

Auch in Ungarn haben viele Züge schon WLAN - ob Regional- oder Fernverkehr.

Sowas ist halt in, hilft vor allem den Touristen außeerhalb des EWR (zum Beispiel den Schweizern).

Hier in Japan ist WLAN in den Zügen eine ziemlich seltene Sache, obwohl es bei ganz neuen Wagen auf einigen Linien eingeführt würde, aber auch nichts was jetzt groß Priorität hat, denn hier hat jeder ein Mobiltelefon und kann damit das Internet nutzen.

Ganz ehrlich, seitdem ich einen Mobilfunkvertrag mit 10 GB hab, kommt's vor, dass ich lieber direkt mich ins Mobilnetz einlogge, anstatt das WLAN zu nutzen.

Bloß, es gibt auch Leute ohne Mobilfunkvertrag und es gibt Leute, die nicht aus dem EWR kommen und dann auf WLAN angewiesen sind - gleich eine Prepaidkarte kaufen will vielleicht nicht jeder.

Wenn ich hier über Stunden im FV unterwegs bin, habe ich auch überall (ausser in Kapsurtunneln) Empfang. Im Nahverkehr sowieso. Wäre es da nicht erst einmal Priorität, dass man in Deutschland zumindest in den Städten und entlang von wichtigen Bahnlinien ein Mobilfunknetz aufbaut, bevor man sich an WLAN zu schaffen macht?

Es ist faszinierend, in Österreich kriegt man selbst am Semmering, wo man alleine aufgrund der Topographie es schwer hat, Empfang zu kriegen, noch stellenweise Mobilfunk in LTE-Qualität. Als ich mal oben am Stuhleck Ski gefshren war, da gab's auch auf der Bergspitze bestes LTE.

Ich weiß nicht, wieviel sich in Deutschland 2019 im Vergleich zu 2015 geändert haben mag, aber zumindest 2015 noch gab es zwischen Bergedorf und Spandau so gut wie keinen Mobilfunk (mit Telekom & Vodafone 3G sowie 02 4G) und das entlang der zwei größten Städte Deutschlands. Mit 02 gab es sogar Mitten in Hamburg riesige Funklöcher. Hier unvorstellbar.

Ohh, als ich in Hamburg lebte, fuhr ich auch nach Berlin. Ich glaub es war sogar noch 2015 oder 2016, wo ich meine letzte Fahrt unternahm. Jednfalls kriegt man nicht einmal Telefonempfang an manchen Stellen, da ist einfach gar nichts. Völlige Wüste. Damals hatte ich noch keinen Datenvertrag, über die Datennetzqualität weiß ich jetzt nix.

Aber zurück zum Thema,
was -seltsamerweise- hier überhaupt nicht oder nur am Rande erwähnt wird, sind die eigentlich wichtigsten Komponenten: Sauberkeit und vor allem Zuverlässigkeit.
Berlin hat für mich im Prinzip einen tollen ÖPNV: Ein Netz, dass nicht nur um einen zentralen Punkt (wie in Hamburg) gesponnen ist, diverse Ausweichmöglichkeiten, viel Busverkehr als Ergänzung, Nachtverkehr. Aber: Der ÖPNV in Berlin ist teilweise so versifft gewesen, dass, wenn man aus einem Land mit gepflegten Verkehrsmittel und gesitteten Nutzern kommt, einige Verkehrsmittel nur noch im Schutzanzug betreten möchte. Und vor allem die Zuverlässigkeit: Ein toller Fahrplan auf dem Papier ist schön, aber wenn fast jeden Tag oder sogar jeden Tag irgendwo Züge über mehrere Minuten verspätet sind oder teilweise sogar ganz ausfallen, kann man sich nicht darauf verlassen, pünktlich auf der Arbeit zu sein.

Und das ist eben das, weswegen Berlin eben nicht als das Vorbild gehandelt wird, das es eigentlich sein sollte. Dort scheint selbst die BVG Probleme in der Zuverlässigkeit zu haben.

Da nehme ich lieber die deprimierende Architektur der Wiener U-Bahn in Kauf, denn hier hat man bin Punkto Sauberkeit wirklich kein Problem.

Immerhin kriegen die ÖBB es hin, mich mit ihrer Bahnhofsarchitektur zu begeistern. Sogar die Abgänge zu den Bahnsteigen sehen nett aus:

[image]

In der Hinsicht finde ich, dass das Erscheinungsbild der Züge und Stationen schon eine gewisse Rolle spielt. Wenn die Stationen gut aussehen, dann steigt auch die Bereitschaft, die Öffis zu nutzen. Das Auge fährt eben mit.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

WLAN?

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 09.04.2019, 22:24 (vor 2555 Tagen) @ J-C

Hoi,

Sowas ist halt in, hilft vor allem den Touristen außeerhalb des EWR (zum Beispiel den Schweizern).

Diese Schweizer rüsten gerade wieder massiv auf. ;-D

Seit Ende Februar hab ich bei der Swisscom das neue Abo: Bis zu 1 GBit/s auf bis zu vier Geräten gleichzeitig und unbegrenzt Roaming ohne Zusatzkosten in ganz EU und Westeuropa.

Ich brauch kein WLan, aber ein anständiges Mobilfunknetz wär mal was. In der Schweiz kann man sich da nicht beklagen, aber Deutschland? Ich formuliere es mal so: Da hatte Merkel schon irgendwie Recht mit dem Neuland. Funklöcher und wechselnde Netzbetreiber sind Standard auf einer Zugfahrt in Deutschland. Da war bis jetzt fast jedes Land, in dem ich schon war, besser als Deutschland. Nur eine Zugfahrt durch Australien war da von der Netzabdeckung etwa ähnlich wie bei einer Fahrt durch Deutschland.

Letztens hab ich von Basel Bad Bf über Zürich HB nach Schaffhausen auf dem iPad ein Fussballspiel live gestreamt. Abgesehen von zwei kurzen Unterbrüchen, einmal im Hauensteinbasistunnel und einmal bei Jestetten im Korridor durch Deutschland, hatte ich durchgehend HD-Qualität ohne Ruckler. Da braucht kein Mensch mehr WLan. Und das ist in der Schweiz der überwiegende Standard.
Der ICE hätte zwar WLan gehabt, aber ich trau dem Swisscom-Mobilfunknetz mehr, vor allem muss ich mich da nicht erst extra einloggen.

Die SBB wollen ab Dezember im gesamten Fernverkehr Gratis Internet anbieten, ohne WLan! Das funktioniert so, indem mittels Bluetooth-Beacon in den Wagen der Gebrauch des Mobilfunknetzes gratis gemacht wird. Um das zu aktivieren, muss in der App SBB Free Surf das gratis Internet aktiviert werden und wenn dann das Signal vom im Wagen verbauten Bluetooth-Beacon empfangen wird, wird die Nutzung des Mobilfunknetzes nicht verrechnet. Die SBB verzichten wegen der hervorragenden Netzabdeckung Schweizer Bahnstrecken auf WLan. Die Testphase läuft derzeit in den 44 ICN-Kompositionen.

WLan ist bei den SBB nur für die internationale Flotte geplant. Die SBB haben das hier entsprechend erklärt: https://company.sbb.ch/content/dam/internet/corporate/de/medien/connectivity-wifi.pdf.s...


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

WLAN?

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 10.04.2019, 00:08 (vor 2555 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 10.04.2019, 00:13

Hoi,

Sowas ist halt in, hilft vor allem den Touristen außeerhalb des EWR (zum Beispiel den Schweizern).


Diese Schweizer rüsten gerade wieder massiv auf. ;-D

Seit Ende Februar hab ich bei der Swisscom das neue Abo: Bis zu 1 GBit/s auf bis zu vier Geräten gleichzeitig und unbegrenzt Roaming ohne Zusatzkosten in ganz EU und Westeuropa.

Es ist natürlich praktisch, dass durch die EU die Roaminggebühren so stark reguliert wurden, dass die Kosten für die Mobilfunker nicht höher (womöglich niedriger?!) als daheim sind. Es wäre super, wenn die schweizer Mobilfunker keine Mondpreise mejr für's Roaming verlangen würden... aber fein, Punkt genommen.

Ich brauch kein WLan, aber ein anständiges Mobilfunknetz wär mal was. In der Schweiz kann man sich da nicht beklagen, aber Deutschland? Ich formuliere es mal so: Da hatte Merkel schon irgendwie Recht mit dem Neuland.

Siehste, Merkel hatte da eben schon wss im Sinn gehabt. Womöglich sprach sie damit dirch die Blume den Zustamd des Internets in Deutschland an, was sie dann aber auch irgendwie selber in der Hand hätte... ok, ich schweife ab.

Funklöcher und wechselnde Netzbetreiber sind Standard auf einer Zugfahrt in Deutschland. Da war bis jetzt fast jedes Land, in dem ich schon war, besser als Deutschland. Nur eine Zugfahrt durch Australien war da von der Netzabdeckung etwa ähnlich wie bei einer Fahrt durch Deutschland.

Ich sag ja, Wüste! :'D

Letztens hab ich von Basel Bad Bf über Zürich HB nach Schaffhausen auf dem iPad ein Fussballspiel live gestreamt. Abgesehen von zwei kurzen Unterbrüchen, einmal im Hauensteinbasistunnel und einmal bei Jestetten im Korridor durch Deutschland, hatte ich durchgehend HD-Qualität ohne Ruckler. Da braucht kein Mensch mehr WLan. Und das ist in der Schweiz der überwiegende Standard.

Die ÖBB übertragen ein Fußballspiel dann auch auf ihrem Onboard-Portal. Hat man auch entsprechend beworben Das kann durchaus ein Vorteil sein, so wird der Stream einmal gebündelt in den Zug geladen und von dort verteilt. Andererseits liegst du schon richtig. Würde es in Österreich auch unbegrenzte Datentarife geben, würde ich auch sagen, dass man kein WLAN braucht.

Andererseits, es gibt auch Touristen, die haben vielleicht bei ihrem Anbieter nicht so gute Konditionen beim Roaming, da wären sie schon um WLAN dankbar.

Der ICE hätte zwar WLan gehabt, aber ich trau dem Swisscom-Mobilfunknetz mehr, vor allem muss ich mich da nicht erst extra einloggen.

Das WLAN in der Schweiz im Railjet ist eher mau. wahrscheinlich wird man da beim Roaming eher hintenan gestellt...

Die SBB wollen ab Dezember im gesamten Fernverkehr Gratis Internet anbieten, ohne WLan! Das funktioniert so, indem mittels Bluetooth-Beacon in den Wagen der Gebrauch des Mobilfunknetzes gratis gemacht wird. Um das zu aktivieren, muss in der App SBB Free Surf das gratis Internet aktiviert werden und wenn dann das Signal vom im Wagen verbauten Bluetooth-Beacon empfangen wird, wird die Nutzung des Mobilfunknetzes nicht verrechnet. Die SBB verzichten wegen der hervorragenden Netzabdeckung Schweizer Bahnstrecken auf WLan. Die Testphase läuft derzeit in den 44 ICN-Kompositionen.

Hab davon auch mitbekommen. Mal schauen, ob die Lösung auch für Touristen, die zufälligerweise keine guten Roamingkonditionen in der Schweiz haben (zum Beispiel mich), davon entsprechend profitieren können.

WLan ist bei den SBB nur für die internationale Flotte geplant. Die SBB haben das hier entsprechend erklärt: https://company.sbb.ch/content/dam/internet/corporate/de/medien/connectivity-wifi.pdf.s...

Ergibt Sinn, schätze ich...

...andererseits kann so ein WLAN auch Vorteile haben. Es ist halt etabliert und gerade für Touristen am leichtesten zu handlem.


Grüsse aus der Ostschweiz.

Gruß aus Wien

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

WLAN?

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 10.04.2019, 13:23 (vor 2555 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 10.04.2019, 13:25

Hoi,

Es ist natürlich praktisch, dass durch die EU die Roaminggebühren so stark reguliert wurden, dass die Kosten für die Mobilfunker nicht höher (womöglich niedriger?!) als daheim sind. Es wäre super, wenn die schweizer Mobilfunker keine Mondpreise mejr für's Roaming verlangen würden... aber fein, Punkt genommen.

Diese Regulierung hat nur Einfluss innerhalb der EU. Eine Swisscom von ausserhalb der EU kann da nicht profitieren und muss die Roamingtarife weiterhin individuell verhandeln. Deshalb habe ich schon lange Daten-Roaming nur auf Datenpakete beschränkt in den Einstellungen. Die aktuellen Preise für ein Datenpaket bei der Swisscom für die Zone EU und Westeuropa sind:
200 MB   4.90 CHF
  1 GB  14.90 CHF
  3 GB  39.90 CHF

Die Pakete laufen jeweils nach 30 Tagen ab und Restguthaben verfällt dann. Was kosten denn bei dir die Datenpakete für die Schweiz? Jetzt sind diese Pakete natürlich eine Mischrechnung aus allen Roamingverträgen, welche die Swisscom in der Zone EU und Westeuropa abgeschlossen hat. Aber grundsätzlich solltest du in der Schweiz dasselbe zahlen, wie ich in Österreich.

Ausser man hat nun eines der neuen Abos der Swisscom, wo diese Roaminggebühren bereits mit den Abo-Grundkosten gedeckt sind. Ich zahl jetzt pro Monat 80.- CHF und hab da eben 1 GBit/s für vier Geräte (nutze derzeit aber nur zwei) und in EU und Westeuropa ist das Roaming inkludiert (im Ausland ab 40 GB pro Monat Geschwindigkeitsreduktion bis Monatsende, aber weiter ohne Zusatzkosten, innerhalb der Schweiz unbegrenzt maximale Geschwindigkeit).
Wenn man übrigens Preise für Dienstleistungen vergleicht, dann muss man wegen des Lohnniveaus in der Regel von deutschen Preisen mal drei rechnen, bevor man die Preise vergleichen kann.

Siehste, Merkel hatte da eben schon wss im Sinn gehabt. Womöglich sprach sie damit dirch die Blume den Zustamd des Internets in Deutschland an, was sie dann aber auch irgendwie selber in der Hand hätte... ok, ich schweife ab.

Es sind dann aber auch solche Sachen, dass ich das Gigabit-LTE-Modem meines iPad im Swisscom-Netz nutzen kann (Swisscom hat in ihrem Netz bereits seit einiger Zeit Gigabit-LTE), während in Deutschland meines Wissens noch keine einzige Antenne mit Gigabit-LTE funkt.
Aber irgendwie müssen ja die in der Fachzeitschrift connect gemessenen Werte zu den Mobilfunknetzen begründet sein.

Würde es in Österreich auch unbegrenzte Datentarife geben, würde ich auch sagen, dass man kein WLAN braucht.

Wie bitte, in Österreich bietet kein Netzbetreiber ein Abo mit unbegrenztem Datenvolumen an?

Hab davon auch mitbekommen. Mal schauen, ob die Lösung auch für Touristen, die zufälligerweise keine guten Roamingkonditionen in der Schweiz haben (zum Beispiel mich), davon entsprechend profitieren können.

Da ist derzeit die Idee, dass Touristen beim Zugspersonal gratis eine Schweizer Simkarte erhalten, mit der man dann SBB Free Surf nutzen kann.


WLan ist an Bahnhöfen dann besser, wo man das WLan direkt mit Festnetz über Glasfaser versorgen kann. Aber im Zug kommt eh immer alles über das Mobilfunknetz. Da ist es doch einfach unnötig, da noch mit WLan eine zusätzliche Einrichtung dazwischenzuschalten anstatt direkt ins Mobilfunknetz zu gehen.

Die SBB sparen sich auch künftig die Repeater im Wagen. Die Hochschule Lausanne hat Fensterscheiben entwickelt, welche mobilfunkdurchlässig sind: https://company.sbb.ch/content/dam/internet/corporate/de/medien/connectivity-hf-schreib...
Die erste Version davon hatte noch ein klar zu erkennendes Gitternetz in der Scheibe. Mittlerweile gibt es aber schon Scheiben, wo man das Gitternetz fast nicht mehr sieht (nur wenn man es sehen will).
Damit muss dann auch kein Repeater im Wagen auf 5G aufgerüstet werden und 5G steht dann im Zug in voller Bandbreite zur Verfügung, sobald sich in Reichweite des Zuges ein entsprechender Sendemast befindet. Die neuen Scheiben sind bei einigen Bahnen auch schon im Regionalverkehr zu finden, wo es bisher noch keine Repeater gab. Die Folge ist, dass sich die Empfangsqualität im Zug nun auch im Regionalverkehr spürbar verbessert.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

WLAN?

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 10.04.2019, 14:53 (vor 2555 Tagen) @ Twindexx

Hoi,

Servus :)

Diese Regulierung hat nur Einfluss innerhalb der EU. Eine Swisscom von ausserhalb der EU kann da nicht profitieren und muss die Roamingtarife weiterhin individuell verhandeln. Deshalb habe ich schon lange Daten-Roaming nur auf Datenpakete beschränkt in den Einstellungen. Die aktuellen Preise für ein Datenpaket bei der Swisscom für die Zone EU und Westeuropa sind:
200 MB   4.90 CHF
1 GB  14.90 CHF
3 GB  39.90 CHF

Die Pakete laufen jeweils nach 30 Tagen ab und Restguthaben verfällt dann. Was kosten denn bei dir die Datenpakete für die Schweiz? Jetzt sind diese Pakete natürlich eine Mischrechnung aus allen Roamingverträgen, welche die Swisscom in der Zone EU und Westeuropa abgeschlossen hat. Aber grundsätzlich solltest du in der Schweiz dasselbe zahlen, wie ich in Österreich.

Leider ist das nicht der Fall.

Für Roaming in die Schweiz sind die Pakete so teuer wie etwa in die USA.

Link

Nur 100 MB kosten da bereits 30€.

Wenn ich bei der Konkurrenz schaue, finde ich bei Drei ein Roamingpaket für Businesskunden, was 83 Cent pro Tag kosten würde...

...aber als Privatkunde hätte ich nix davon.

Beim Roaming in die Schweiz kriegt man dann nur bei T-Mobile brauchbare Konditionen als Privatkunde - 1024MB kosten da 15€... Link - dafür kriegt man dort nicht so einen günstigen Vertrag wie bei A1...

Wie man sieht, beim Roaming in die Schweiz ist es in Österreich einfach generell deprimierend.

Ausser man hat nun eines der neuen Abos der Swisscom, wo diese Roaminggebühren bereits mit den Abo-Grundkosten gedeckt sind. Ich zahl jetzt pro Monat 80.- CHF und hab da eben 1 GBit/s für vier Geräte (nutze derzeit aber nur zwei) und in EU und Westeuropa ist das Roaming inkludiert (im Ausland ab 40 GB pro Monat Geschwindigkeitsreduktion bis Monatsende, aber weiter ohne Zusatzkosten, innerhalb der Schweiz unbegrenzt maximale Geschwindigkeit).
Wenn man übrigens Preise für Dienstleistungen vergleicht, dann muss man wegen des Lohnniveaus in der Regel von deutschen Preisen mal drei rechnen, bevor man die Preise vergleichen kann.

Und selbst dann ist das Roaming in die Schweiz ohne Datenpaket absurd teuer. Ich frag mich, für wen das gemacht ist.

Siehste, Merkel hatte da eben schon wss im Sinn gehabt. Womöglich sprach sie damit dirch die Blume den Zustamd des Internets in Deutschland an, was sie dann aber auch irgendwie selber in der Hand hätte... ok, ich schweife ab.


Es sind dann aber auch solche Sachen, dass ich das Gigabit-LTE-Modem meines iPad im Swisscom-Netz nutzen kann (Swisscom hat in ihrem Netz bereits seit einiger Zeit Gigabit-LTE), während in Deutschland meines Wissens noch keine einzige Antenne mit Gigabit-LTE funkt.

In Österreich habe ich bisher auch kein Gigabit-LTE gesehen - brauch ich aber persönlich auch nicht so.

Soweit ich es sehe, sind da 300 MBit/s das Ende der Fahnenstange. Ich bin schon mit 100 MBit/s zufrieden.

Da ist die Schweiz einfach besser aufgestellt.

Aber irgendwie müssen ja die in der Fachzeitschrift connect gemessenen Werte zu den Mobilfunknetzen begründet sein.

Kann sein, dass man irgendwo entsprechendes Internet gefunden hat.

Würde es in Österreich auch unbegrenzte Datentarife geben, würde ich auch sagen, dass man kein WLAN braucht.


Wie bitte, in Österreich bietet kein Netzbetreiber ein Abo mit unbegrenztem Datenvolumen an?

Bei den 3 Hauptanbietern tatsächlich nicht - zumindest nicht per se.

Bei A1 ist das höchste Gefühle 100GB für 90€ Link (Wobei A1 mit Free Stream bei ausgewählten Diensten kein Datenvolumen)

Drei bietet Tarife mit unlimitierten Datenvolumen an - für zu Hause.

Ansonsten kosten 100GB dort 80€ -

Bei T-Mobile ist das höchste der Gefühle überhaupt nur 50GB - für 63€.

Link

Bei einiger Recherche habe ich dann aber doch was gefunden - es gibt unlimitiertes Datenvolumen - für Webcubes, allerdings ohne Roaming.

Dabei bietet T-Mobile in Deutschland dann sehr wohl unbegrenzt Datenvolumen - eben für 80€

Link

Wie man sieht, mag es zwar gutes Internet zum günstigen Preis geben... aber wenn es ums unlimitierte Datenvolumen geht, ist Österreich eher hintenran.

Ich meine, in Polen ist man da weiter!


Da ist derzeit die Idee, dass Touristen beim Zugspersonal gratis eine Schweizer Simkarte erhalten, mit der man dann SBB Free Surf nutzen kann.

Wäre natürlich cool. Ich habe jetzt aber ohnehin eine SimKarte bei Swisscom, mit der ich bei meinem Urlaub in der Schweiz für 2 Franken pro Tag das Internet nutzen kann. Gar nicht so schlecht, wie ich finde.


WLan ist an Bahnhöfen dann besser, wo man das WLan direkt mit Festnetz über Glasfaser versorgen kann. Aber im Zug kommt eh immer alles über das Mobilfunknetz. Da ist es doch einfach unnötig, da noch mit WLan eine zusätzliche Einrichtung dazwischenzuschalten anstatt direkt ins Mobilfunknetz zu gehen.

Früher war ich da eher skeptisch, jetzt verstehe ich es umso mehr.

Die SBB sparen sich auch künftig die Repeater im Wagen. Die Hochschule Lausanne hat Fensterscheiben entwickelt, welche mobilfunkdurchlässig sind: https://company.sbb.ch/content/dam/internet/corporate/de/medien/connectivity-hf-schreib...
Die erste Version davon hatte noch ein klar zu erkennendes Gitternetz in der Scheibe. Mittlerweile gibt es aber schon Scheiben, wo man das Gitternetz fast nicht mehr sieht (nur wenn man es sehen will).

Davon habe ich auch mitbekommen, das wird denke ich nicht nur in der Schweiz eingesetzt...

Damit muss dann auch kein Repeater im Wagen auf 5G aufgerüstet werden und 5G steht dann im Zug in voller Bandbreite zur Verfügung, sobald sich in Reichweite des Zuges ein entsprechender Sendemast befindet. Die neuen Scheiben sind bei einigen Bahnen auch schon im Regionalverkehr zu finden, wo es bisher noch keine Repeater gab. Die Folge ist, dass sich die Empfangsqualität im Zug nun auch im Regionalverkehr spürbar verbessert.

Jetzt braucht man nur noch ein Smartphone, das 5G kann.


Grüsse aus der Ostschweiz.

Gruß aus Wien...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

WLAN?

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 10.04.2019, 18:25 (vor 2554 Tagen) @ J-C

Hoi,

Für Roaming in die Schweiz sind die Pakete so teuer wie etwa in die USA.

Link

Nur 100 MB kosten da bereits 30€.

Das ist ja richtig übel.

Am 1.4.2017 hatte die Swisscom das Roaming-Paket für 1 GB im Preis von 39.00 CHF auf 29.90 CHF gesenkt. Heute kostet das 14.90 CHF und für 39.90 CHF bekommt das Paket mit 3 GB.
Die Swisscom ist über die Jahre immer wieder mit den Preisen runter und das ganz unabhängig davon, was innerhalb der EU läuft. Innerhalb der EU fiel das Roaming am 15.6.2017 weg.

Die österreichischen Anbieter müssen ja richtig schlechte Verträge ausgehandelt haben. Und ich glaube nicht, dass der Österreicher zur Swisscom sagt, ja ok, du gibst mir 100 MB für 30 € und dafür bekommst 1 GB für 14.90 CHF. So saudumm kann keiner sein, solche Verträge zu unterschreiben.
Da kann man schon fast davon ausgehen, dass da A1 den grössten Anteil für sich behält und gar nicht soviel von diesem Geld in die Schweiz geht.

Beim Roaming in die Schweiz kriegt man dann nur bei T-Mobile brauchbare Konditionen als Privatkunde - 1024MB kosten da 15€... Link - dafür kriegt man dort nicht so einen günstigen Vertrag wie bei A1...

1024 MB für 15 € passen dann aber wieder ganz gut zu den 14.90 CHF für 1 GB bei der Swisscom.

Aber irgendwie müssen ja die in der Fachzeitschrift connect gemessenen Werte zu den Mobilfunknetzen begründet sein.

Kann sein, dass man irgendwo entsprechendes Internet gefunden hat.

Hat man ja eben nicht. Die Netztests von connect zeigen eigentlich seit Jahren schonungslos die Wahrheit auf. Getestet wird Deutschland, Österreich und die Schweiz: https://www.connect.de/specials/netztest/

Wäre natürlich cool. Ich habe jetzt aber ohnehin eine SimKarte bei Swisscom, mit der ich bei meinem Urlaub in der Schweiz für 2 Franken pro Tag das Internet nutzen kann. Gar nicht so schlecht, wie ich finde.

Das ist der Prepaidtarif mit 10 MBit/s und 10 GB im Monat. Oder du nimmst das Paket mit 5.- für 24 h mit 5 GB und 50 MBit/s dazu.

Mit Swisscom-Simkarten funktioniert SBB Free Surf noch nicht. Da schauen wir mal, ob das ab Dezember ändert. Die Swisscom könnte sich dagegen sperren, da die eigenen Abos damit ein wenig unterwandert werden. Immerhin hat die Swisscom den Einbau der Mobilfunkrepeater in die SBB-Fernverkehrsflotte mitfinanziert.

Davon habe ich auch mitbekommen, das wird denke ich nicht nur in der Schweiz eingesetzt...

Siemens hat auch sowas entwickelt: https://www.chip.de/news/Neue-Fenster-fuer-Zuege-ab-2018-50-Mal-durchlaessiger-fuer-Han...
Allerdings steht da auch ein wenig Blödsinn. Zum Zeitpunkt dieses Artikels war bei der Schweizerischen Südostbahn SOB der Zug mit solchen Scheiben bereits im Fahrgasteinsatz und wenige Tage später gingen bei den Appenzeller Bahnen die ersten neuen Fahrzeuge in den Fahrgasteinsatz. Und seit Herbst fahren die ICN der SBB mit den neuen Scheiben umher. Die ersten Fahrgasteinsätze des RRX gab es jedoch erst später.

Jetzt braucht man nur noch ein Smartphone, das 5G kann.

Kommt: https://www.20min.ch/digital/news/story/So-schnell-ist-das-erste-5G-Handy-der-Schweiz-3...
Also das entsprechende Abo hätte ich (die Premium Speed Option haben sie mir auf unbegrenzte Zeit gratis dazugegeben, weil ich ein langjähriger Kunde bin). Aber auf ein Gerät, wo das kann, bin ich jetzt auch nicht so scharf. Die Smartphonehersteller sollen erstmal noch etwas üben, wie man 5G im Gerät möglichst optimal integriert. Solange reicht mir auch Gigabit-LTE. Die grössten Vorteile von 5G haben sowieso Anwendungen, die der Privatnutzer nicht braucht.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

WLAN?

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 10.04.2019, 19:05 (vor 2554 Tagen) @ Twindexx

Hoi,

Für Roaming in die Schweiz sind die Pakete so teuer wie etwa in die USA.

Link

Nur 100 MB kosten da bereits 30€.


Das ist ja richtig übel.

Am 1.4.2017 hatte die Swisscom das Roaming-Paket für 1 GB im Preis von 39.00 CHF auf 29.90 CHF gesenkt. Heute kostet das 14.90 CHF und für 39.90 CHF bekommt das Paket mit 3 GB.
Die Swisscom ist über die Jahre immer wieder mit den Preisen runter und das ganz unabhängig davon, was innerhalb der EU läuft. Innerhalb der EU fiel das Roaming am 15.6.2017 weg.

Die österreichischen Anbieter müssen ja richtig schlechte Verträge ausgehandelt haben. Und ich glaube nicht, dass der Österreicher zur Swisscom sagt, ja ok, du gibst mir 100 MB für 30 € und dafür bekommst 1 GB für 14.90 CHF. So saudumm kann keiner sein, solche Verträge zu unterschreiben.
Da kann man schon fast davon ausgehen, dass da A1 den grössten Anteil für sich behält und gar nicht soviel von diesem Geld in die Schweiz geht.

Oder man hat mit der Schweiz keinen extra Vertrag ausgehandelt, sondern es mit den 39 anderen Ländern, die im Paket sind, mit ausgehandelt. Man kriegt die 100 MB eben für den einen Monat in allen 40 Ländern gleichzeitig...

Beim Roaming in die Schweiz kriegt man dann nur bei T-Mobile brauchbare Konditionen als Privatkunde - 1024MB kosten da 15€... Link - dafür kriegt man dort nicht so einen günstigen Vertrag wie bei A1...


1024 MB für 15 € passen dann aber wieder ganz gut zu den 14.90 CHF für 1 GB bei der Swisscom.

Durchaus. Das scheint auch ein Alleinstellungsmerkmal von T-Mobile zu sein.

Wobei sowohl man bei T-Mobile als auch bei Drei auch ein gewisses Volumen (mindestens 100 MB) auch in die Schweiz kriegt.

Aber irgendwie müssen ja die in der Fachzeitschrift connect gemessenen Werte zu den Mobilfunknetzen begründet sein.

Kann sein, dass man irgendwo entsprechendes Internet gefunden hat.


Hat man ja eben nicht. Die Netztests von connect zeigen eigentlich seit Jahren schonungslos die Wahrheit auf. Getestet wird Deutschland, Österreich und die Schweiz: https://www.connect.de/specials/netztest/

Ich habe keine Ahnung dann. Vielleicht wird der Fokus nicht so sehr auf das Internet im Zug gelegt. Man sieht ja trotzdem einen Unterschied in Deutschland gegenüber Österreich und der Schweiz.

Wäre natürlich cool. Ich habe jetzt aber ohnehin eine SimKarte bei Swisscom, mit der ich bei meinem Urlaub in der Schweiz für 2 Franken pro Tag das Internet nutzen kann. Gar nicht so schlecht, wie ich finde.


Das ist der Prepaidtarif mit 10 MBit/s und 10 GB im Monat. Oder du nimmst das Paket mit 5.- für 24 h mit 5 GB und 50 MBit/s dazu.

Bin mit ersterem schon ganz zufrieden. So kriege ich 10 GB für meinen Urlaub, damit kann man scjon was anstellen.

Mit Swisscom-Simkarten funktioniert SBB Free Surf noch nicht. Da schauen wir mal, ob das ab Dezember ändert. Die Swisscom könnte sich dagegen sperren, da die eigenen Abos damit ein wenig unterwandert werden. Immerhin hat die Swisscom den Einbau der Mobilfunkrepeater in die SBB-Fernverkehrsflotte mitfinanziert.

Na das ist ja toll...

Davon habe ich auch mitbekommen, das wird denke ich nicht nur in der Schweiz eingesetzt...


Siemens hat auch sowas entwickelt: https://www.chip.de/news/Neue-Fenster-fuer-Zuege-ab-2018-50-Mal-durchlaessiger-fuer-Han...
Allerdings steht da auch ein wenig Blödsinn. Zum Zeitpunkt dieses Artikels war bei der Schweizerischen Südostbahn SOB der Zug mit solchen Scheiben bereits im Fahrgasteinsatz und wenige Tage später gingen bei den Appenzeller Bahnen die ersten neuen Fahrzeuge in den Fahrgasteinsatz. Und seit Herbst fahren die ICN der SBB mit den neuen Scheiben umher. Die ersten Fahrgasteinsätze des RRX gab es jedoch erst später.

Jetzt braucht man nur noch ein Smartphone, das 5G kann.


Kommt: https://www.20min.ch/digital/news/story/So-schnell-ist-das-erste-5G-Handy-der-Schweiz-3...
Also das entsprechende Abo hätte ich (die Premium Speed Option haben sie mir auf unbegrenzte Zeit gratis dazugegeben, weil ich ein langjähriger Kunde bin). Aber auf ein Gerät, wo das kann, bin ich jetzt auch nicht so scharf. Die Smartphonehersteller sollen erstmal noch etwas üben, wie man 5G im Gerät möglichst optimal integriert. Solange reicht mir auch Gigabit-LTE. Die grössten Vorteile von 5G haben sowieso Anwendungen, die der Privatnutzer nicht braucht.

Da bin ich ganz bei dir. Ich setze prinzipiell auf's iPhone. Und Apple wird sich mit 5g halt Zeit lassen.

Dabei wurde schon in Österreich berets der Startschuss für 5g abgegeben. Vor allem in ländlichen Gegenden kommt es zuerst.

Tatsächlich steht T-Mobile wieder an der Speerspitze der Entwicklung

Grüsse aus der Ostschweiz.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

WLAN?

Frecciarossa, Dienstag, 09.04.2019, 21:05 (vor 2555 Tagen) @ worfie

Viele scheinen immer zu vergessen, dass Geräte wie Laptops und Tablets zumeist überhaupt keinen Mobilfunkempfang haben. WLAN ist für diese Geräte die einzige Möglichkeit, eine Internetverbindung herzustellen.

WLAN?

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 09.04.2019, 21:11 (vor 2555 Tagen) @ Frecciarossa

...es sei denn man nutzt sein Smartphone als mibilen Hotspot. Das mache ich manchmal, wenn ich mein Laptop in einem Zug ohne WLAN nutzen will. Idealerweise hat der Zug dann auch eine Steckdose, damit dem Handy nicht zu schnell die Puste ausgeht.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Bester ÖPNV in DE?

brandenburger, Perleberg, Mittwoch, 10.04.2019, 14:15 (vor 2555 Tagen) @ Tabernaer

Eine Möglichkeit ist das Fahrrad. Eine Weitere der ÖPNV. Am besten wäre und ist natürlich eine Verknüpfung von Beidem. Dabei drängte sich mir die Frage auf, in welcher Stadt in DE ist denn der beste ÖPNV.

Also eigentlich drängt sich die Frage, außerhalb von Foren wie diesem, gerade nicht auf. Weil man natürlich immer mit dem ÖPNV klar kommen muss wo man gerade ist.

Bester ÖPNV in DE?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Mittwoch, 10.04.2019, 18:07 (vor 2554 Tagen) @ brandenburger

Eine Möglichkeit ist das Fahrrad. Eine Weitere der ÖPNV. Am besten wäre und ist natürlich eine Verknüpfung von Beidem. Dabei drängte sich mir die Frage auf, in welcher Stadt in DE ist denn der beste ÖPNV.


Also eigentlich drängt sich die Frage, außerhalb von Foren wie diesem, gerade nicht auf. Weil man natürlich immer mit dem ÖPNV klar kommen muss wo man gerade ist.

Das stimmt. Ich muss, egal wo ich auf der Welt bin, mit den örtlichen Gegebenheiten klar kommen. Egal ob diese gut oder schlecht sind.
Trotzdem gibt es Unterschiede in der Ausstattung und Qualität der Betriebsabwicklung. Einem Pakistani aus den Bergen, der noch nie oder nur selten etwas von Auto, Zug oder Bahn gehört bzw gelesen hat, wird in Berlin oder Hamburg oder Köln etc die Kinnlade runter klappen und wenn er den Schreck verdaut hat, wird er sich wie im Himmel vorkommen. Umgekehrt wenn ein Kölner, Hamburger etc in die pakistanischen Berge kommt, wo es nur das Pferd oder den Esel als Fortbewegungsmittel gibt, wird dieser sich dann fragen, ob er ne Zeitreise gemacht hat in die Vergangenheit und schimpfen wie ein Rohrspatz...

*Ausnahmen bestätigen wie überall die Regel und das Land ist nur zufällig ausgewählt...

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