Frage zum ICE 3M in Belgien (Allgemeines Forum)

Sese, Donnerstag, 18.02.2010, 22:47 (vor 6001 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Sese, Donnerstag, 18.02.2010, 22:54

Aber z.B. haben niederländische Loks (da ist fliesst ja noch mehr Strom) beim Anfahren beide Stromabnehmer oben. Da ist wohl wirklich der Stromabnehmer (die Schleifleiste?) der Flaschenhals.
Wie das bei den belgischen Loks ist weiss ich nicht, in Aachen sind so selten welche mit zwei DC-Stromabnehmern. Die neuen Traxxe fahren in der "Ebene" (1,5%) aber nur mit einem Stromabnehmer. Aber ich glaube die Altbau-Loks, die Züge die Lütticher Rampe hoch schieben haben beide Stromabnehmer oben, während die Zuglok (Baureihe 13) generell nur einen DC-Stromabnehmer hat (der andere ist AC).

Ich könnte mir vorstellen, dass es damit zusammenhängt, dass die Altbauloks Gleichstromreihenschlussmotoren haben, während bei modernen Triebfahrzeugen Asynchronmotoren zum Einsatz kommen.
Die Drehzahlstellung der Asynchronmaschine erfolgt ohne größere Verluste mit U/f=const über Stromrichter und die Maschine nimmt nur die Leistung auf, die sie wirklich braucht. Somit gilt hier näherungsweise für konstante Fahrdrahtspannung, dass I~P und allgemein P=F*v. Für kleines v also kleines I.
Bei Altbauloks mit Gleichstromreihenschlussmotoren wird die Drehzahl letzlich über Widerstände geregelt, die zusätzlich Leistung in Wärme umsetzen, also ohne Nutzen verheizen. Für kleine Drehzahlen (und somit Geschwindigkeiten) ist der Widerstand relativ groß und dürfte einen entsprechenden Strom ziehen, sodass hier der Triebfahrzeugstrom nicht proportional der durch die Motoren erbrachten Leistung ist und bereits in kleinen Geschwindigkeitsbereichen große Werte annimmt.

Das sind aber alles nur Vermutungen von mir, keine Ahnung ob das stimmt ;-)

--
Grüße,
Sese


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