Teure Berge. Kapitel 1, Teil 2 (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Sonntag, 09.12.2018, 10:10 (vor 2659 Tagen) @ Krümelmonster
bearbeitet von Krümelmonster, Sonntag, 09.12.2018, 10:11

Der Zug befuhr eine landschaftlich sehr schöne Strecke bis Landquart, ab dort parallel zur SBB-Strecke bis Chur.
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30 Es hat etwas gedauert, bis ich merkte, dass sich die Fenster öffnen ließen. Immerhin entstand so diese(s) interessante Spiegelei
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31 Veganer mögen die Augen schließen – ganz viel Spiegelei ;-)
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32 Panorama
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33 Bei Untervaz-Trimmis überquert die RbB-Strecke die SBB-Strecke. Die Gleise links weg sind nur für den Güterverkehr.
In Chur versuchte ich Geld abzuheben, nach dem Fiasko in St. Gallen im Feb. habe ich nun eine auch im Ausland kostenlose Kreditkarte. Der Postbank-Automat war mir schon mal unsympathisch, weil er mitten in GR kein Rätoromanisch konnte, dafür so exotische Sprachen wie Spanisch. Dass er als Mindestbetrag 100 CHF hatte, machte die Sache nicht besser. Ich bestrafte ihn sodann mit Ignoranz.
Geldlos fuhr ich weiter Richtung Surselva. Die Rheinschlucht war durchaus spektakulär und einzigartig, gehört aber nicht zu meinen absoluten Lieblings-Strecken. Und der Marketingname Swiss Grand Canyon ist doch arg übertrieben.^^
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34 Hinterrhein+Vorderrhein=Alpenrhein <3
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35 – 36 Einfahrt in die Rheinschlucht
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37 – 39 Felsen
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40 Felsen mit Loch
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42 – 43 Leider etwas dunkel
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44 Felsen am Fluss
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45 Doppelter Regenbogen überm Rheintal. Am rechten Bildrand fährt der Gegenzug davon.
1 h früher als geplant kam ich halb acht in Ilanz an. Die Ortschaft nennt sich „Erste Stadt am Rhein“, denn weiter flussaufwärts gebe es nur Dörfer. Naja, 2.300 EW zählt für mich eigentlich auch nicht als Stadt.^^ Selbst hier sprach die Banca Chantunala Grischuna kein Rätoromanisch mit mir, aber spuckte wenigstens normale Beträge aus. ;-) Abends ging ich dann noch eine Runde durch die „Stadt“.
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46 Regenbogen über meinem Zug
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47 Ilanz

Am nächsten Morgen um halb acht ließ ich die Pendler nach Chur fahren und nahm kurz darauf den Zug noch tiefer in die Surselva hinein. Hinter mich setzten sich zwei ca. 16-jährige Mädels und unterhielten sich tatsächlich auf Rätoromanisch – ui, wie exotisch!
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48 Mein Zug weiter rheinaufwärts
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49 – 50 Hübsche Bahnhofsgebäude
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51 Hat was
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52 Blick zurück
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53 Blick voraus
Trotz nur 3 min Umsteigezeit war der bahnsteiggleiche Anschluss in Disentis entspannt. Weiter fuhr ich in einer extrem leeren Zahnradbahn (ich dachte, ich wäre der einzige Fahrgast, bis irgendwo einer ausstieg). Von der weißen Passhöhe kehrte der Zug aus dem Winter zurück: erst wurde der Schnee weniger, dann wurde es grün, dann blühte der Löwenzahn, und unten angekommen war er schon verblüht – äußerst eindrucksvoll! Auf Höhe des ersten Löwenzahns sah ich wirklich ein Murmeltier vor dem Zug weglaufen. Kurz darauf nochmal zwei Murmeltiere, die sich kloppten! Bilder hab ich leider keine machen können, ihr müsst mir das glauben.
Der Zug erreichte Andermatt 3 min vor Plan. Die Fahrt mit im Ø unter 30 km/h als „schnell“ zu bezeichnen wäre aber zu viel des Guten. ;-)
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54 – 55 Disentis
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56 – 57 Zahnradbahn
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58 – 59 Auf der Weiterfahrt durch die Berge
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60 Eisberg voraus
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61 Kurz darauf war nur noch Tunnel zu sehen
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62 „Blubb“, sagte der Rhein, „hier bin ich“
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63 Passhöhe vom Oberalbpass
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64 Das ist ein See. Muss man halt wissen^^
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65 – 67 Ui, Schnee!
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68 Dort runter rollt das Zügli nun
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69 Schnee --> Frühling
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70 Mistwetter im Hexenkessel von Andermatt
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71 Andermatt mit Kuhkopf
In Andermatt hatte ich 18 min, bis ich weiter Richtung Visp fuhr. Bei ziemlichem Mistwetter fuhren wir zum Furka-Basistunnel, wo wir einen Autoverlad-Zug vorlassen mussten. Auch der Furka-Basistunnel ist teilweise zweispurig. Und auch der > 15 km lange Furka-Basistunnel ist verdammt langweilig zu befahren.^^ Nach dem Tunnel hatten wir unglaublicherweise 6 min Verspätung! OH MEIN GOTT!!!1!! Mangels Verlangen nach Halt konnte die relativ schnell wieder aufgeholt werden, üppige Fahrplanreserven kann also nicht nur DB Fernverkehr.^^ In Fiesch mussten wir, mittlerweile wieder pünktlich, den Glacier Express durchlassen, und dann noch einen weiteren Zug, der dank technischer Störung am Zug mit + 6 unterwegs war, abwarten, bis es abermals mit + 6 weiterging. Technische Störungen kann also auch nicht nur die DB.^^ Nach Ankunft auf dem Briger Bahnhofsvorplatz mit + 2 war der (inoffizielle) 3-min-Anschluss nach Spiez für die Katz – Anschlussverluste kann also auch nicht nur die DB! Schade, da es weniger als + 5 bei Ankunft waren, verbesserte die Fahrt sogar noch meine Statistik für die Schweiz.^^
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72 Gefährt aus Göschenen
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73 Unwirtlich
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74 Schon besser^^
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75 In Scharen warten die Stinktiere auf ihre Bekehrung
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76 Rollendes Rentnerterrarium direkt in die Unterwelt
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77 Berge. Und – ui! – Sonne
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78 Paar Holzhütten
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79 Brücke für Schwindelfreie
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80 – 81 Kurzer Umsteigeweg zur Seilbahn
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82 Vieh Esch. Ach nee, Fiesch
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83 Da, wo der Rotling steht, fahren wir auch gleich hin
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84 Am Bhf von Brig hängt ein Schild: „Hunde und Kleinzüge müssen draußen bleiben“. Deshalb bleibt die MGB auf dem Vorplatz.
Eine Pause war vielleicht auch nicht das schlechteste, also drehte ich eine Runde durch die Stadt (was bei fast 30 ° Grad mit schwerem Koffer auch nicht die pure Freude war). Dann setzte ich mich in den Lötschberger (ja, so heißt diese BR) der BLS. Der Name BLS trügt, das Unternehmen ist nicht nur in Bern & Umgebung aktiv, sondern betreibt ein großes Netz zwischen Luzern und der mittelländischen Romandie, von der französischen Grenze bis ins Wallis und einzelne Fahrten sogar nach Italien. Ich nahm einen Platz entgegen der Fahrtrichtung, weil ich nur dort das Fenster öffnen konnte. Bald nach Abfahrt kam der Zub und maulte grimmig, ich dürfe das Fenster nicht öffnen, und verschloss er es mit einem Vierkant, sicher ist sicher. Als ich nach dem Warum fragte, ging er wortlos weg. Eingebildeter Eidgenosse. -.- So entstanden auf der Lötschberg-Panorama-Strecke keine tollen Bilder. -.-
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85 Innenhof vom Stockalperschloss
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86 Lötschberger: Der Name ist Programm
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87 Foto bei offenem Fenster
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88 Letztes vorzeigbares Bild der Südrampe -.-
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89 Wasserfall bei Kandersteg
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90 Das müsste der 2,6 km lange Engstligetunnel sein, der sich nach kurzer Lücke bei Tellenfeld nördlich an den 34,6 km langen Lötschberg-Basistunnel anschließt
In Spiez stieg ich aus und beobachtete, wie meine Doppeltraktion um einen weiteren Zugteil gestärkt wurde. Nach einer guten halben Stunde Wartezeit fuhr ich schließlich wieder mit einem Lötschberger nach Zweisimmen. Es war der Gegenzug, er kam dreiteilig aus der Bundesstadt, die ersten beiden Zugteile fuhren übern Lötschberg nach Brig, der letzte änderte seine Meinung und fuhr solo ins Simmental. Die Fahrt war landschaftlich nett, aber nicht spektakulär. Wenigstens hinderte mich hier niemand am Fotografieren durchs geöffnete Fenster.
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91 Der hintere, verdeckte ist der böse Zub, der schöne Fotos verhinderte – los, Mob, stürzen wir uns auf ihn mit Gebrüll! ;-)
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92 Imposantes Viech von Vorzug für den ausgebuchten EC nach Mailand. Mehrere Verstärkerwagen sind nicht im Bild. Der Vorzug fuhr freilich nur bis Brig.
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93 EntenCug nach Mailand
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94 Lötschberger zur Weiterfahrt

Es geht gleich weiter…

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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