Über die Pfefferminzbahn zum Neusiedler See – 2/5 Fortsetz. (Reiseberichte)

TD, Samstag, 28.07.2018, 19:33 (vor 2798 Tagen) @ TD

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Schließlich kehren wir zum Bahnhof zurück. Der Bahnhof Buttstädt wurde 1874 eröffnet, früher gab es hier auch einen Bahnhof der Schmalspurbahn Weimar–Rastenberg/Großrudestedt sowie eine Anbindung der ebenfalls abgebauten normalspurigen Bahnstrecke Buttstädt-Rastenberg.

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Und nun kommen wir zum eigentlichen Grund der Bereisung der Pfefferminzbahn, nämlich der Fahrt von Buttstädt nach Großheringen. Der Personenverkehr auf diesem Streckenabschnitt wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 abbestellt.

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Begründet wurde die Abbestellung mit geringen Fahrgastzahlen auf der Strecke. Und ich fürchte, so ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Argument nicht, bei meinem Besuch sind zwei Fahrgäste im Zug – davon ein Stilllegungstourist.

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Für wenige Kilometer führt die Strecke durch Sachsen-Anhalt, dann erreicht sie bei Eckartsberga wieder Thüringen. In der Ferne ist der Bergrücken Finne zu sehen.

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In einiger Entfernung ist der Bergfried der Eckartsburg auszumachen, die Höhenburg wurde um 998 errichtet.

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Kurz darauf ist der zugehörige Bahnhof Eckartsberga erreicht. Der Bahnhof ist insofern kurios, dass er in Thüringen liegt, während der namensgebende Ort in zwei Kilometer Entfernung in Sachsen-Anhalt liegt.

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Schließlich endet die Landpartie auf der KBS 594 in Großheringen, wo die Pfefferminzbahn auf die Thüringer Bahn trifft. Der 600-Einwohner-Ort ist hauptsächlich als Eisenbahnknoten bekannt, da hier auch die Saalbahn auf die Thüringer Bahn trifft.

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Und wieder finden wir uns in einem Talent 2 von Abellio, auf der Thüringer Bahn fahren wir bis Naumburg. Ein Foto von Burg Saaleck verpenne ich leider...

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...aber dafür erwische ich das Gradierwerk von Bad Kösen. Das über 300 Meter lange Holzgerüst dient der Salz- und Solegewinnung durch Verdunstung.

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Weiter geht es durch das Weinbaugebiet der Saale-Unstrut-Region...

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...und vorbei am Ort Schulpforte. Einstmals war hier eines der größten und reichsten Klöster Ostthüringens, nach der Säkularisation zog eine sächsische Fürstenschule in die Klostergebäude ein, in deren Tradition heute mit der Landesschule Pforta ein Internatsgymnasium die alten Gemäuer nutzt.

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Schade, die Straßenbahn Naumburg hätte mich eigentlich auch interessiert, aber dafür ist der Aufenthalt etwas zu knapp. Und so vertreiben wir uns die Zeit am Hauptbahnhof von Naumburg...

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...bis es schließlich Zeit wird für den RE 30 der DB Elbe-Saale-Bahn von Naumburg nach Magdeburg. Von der Fahrt im modernen Doppelstockwagen gibt es nun nicht mehr viel zu berichten. Ich mache noch ein Alibibild von der Fahrt über die Saale, dann wird es zu dunkel für weitere Streckenbilder.

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Nun ja, es ist schon richtig, dass Fahrplanabweichungen mit einem roten Symbol gekennzeichnet werden.

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Ja, und damit endet der zweite Reisetag wieder in Magdeburg. Wer vom Hotelfenster gerne Züge gucken möchte, dem sei das Intercity-Hotel empfohlen.

Und damit beenden wir auch diesen Reiseberichtsteil. In den nächsten Tagen folgt Teil 3, dann geht es über Umwege von Magdeburg nach Breslau.


Viele Grüße und einen schönen Sonntag

Tobias

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