Downloadlinks als solche markieren!!

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 19.06.2018, 06:41 (vor 2878 Tagen) @ ICETreffErfurt

- kein Text -

Ein paar Worte um was es geht wären nett...

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 19.06.2018, 09:21 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

Ihr müsstet ihn doch langsam kennen

Christian_S, Dienstag, 19.06.2018, 09:27 (vor 2877 Tagen) @ JeDi

Köln-Berlin ist nicht so seine Strecke, der Nahverkehr in NRW noch weniger. Aber ICE-T-Fan verteilt halt gern News in alle Welt, dass ist doch schon immer so ;-)

Ihr müsstet ihn doch langsam kennen

MvG, Dienstag, 19.06.2018, 10:09 (vor 2877 Tagen) @ Christian_S

Ja und wenn man keine hat, dann wird notgedrungen einfach ein DSO-Thema hierher kopiert. Hauptsache man kann irgendwas posten. Vielleicht möchte er aber auch ein Thema, das bisher nur bei DSO auftaucht, sachlich diskutieren, mit Diskussionspartnern, denen man nicht jede Info von Null an neu erklären muss. Dann wäre das Vorgehen natürlich sinnvoll.

Ihr müsstet ihn doch langsam kennen

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.06.2018, 11:11 (vor 2877 Tagen) @ MvG

Vielleicht möchte er aber auch ein Thema, das bisher nur bei DSO auftaucht, sachlich diskutieren, mit Diskussionspartnern, denen man nicht jede Info von Null an neu erklären muss. Dann wäre das Vorgehen natürlich sinnvoll.

Auf den Punkt gebracht, Danke!

Mich wundert, dass es im *ICE*-Treff niemand interessiert..

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.06.2018, 11:05 (vor 2877 Tagen) @ Christian_S

.. hier kann man durchaus sachlich und fachlich diskutieren.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

MvG, Dienstag, 19.06.2018, 14:29 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

... das unqualifizierte Spätschnaller-Hyperventiliere in der Lokalpresse keinen großen Neuigkeitswert hat. Weder die meisten Autoren, noch die meisten DSO-User haben die Planung wirklich verstanden, dort wird aber garantiert auch der nächste Presseartikel zur nächsten Senfzugabe aus der Lokalpolitik mit einem neuen Thread geehrt werden. Hier hoffentlich nicht.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

heinz11, Dienstag, 19.06.2018, 14:36 (vor 2877 Tagen) @ MvG

... das unqualifizierte Spätschnaller-Hyperventiliere in der Lokalpresse keinen großen Neuigkeitswert hat. Weder die meisten Autoren, noch die meisten DSO-User haben die Planung wirklich verstanden, dort wird aber garantiert auch der nächste Presseartikel zur nächsten Senfzugabe aus der Lokalpolitik mit einem neuen Thread geehrt werden. Hier hoffentlich nicht.


Wie kannst Du nur DAS Zentralorgan des Deutschen Eisenbahnwesens, den Sitz des unfehlbaren Eisenbahnwissens kritisieren?

Ts,ts,ts...

das ist nur innerhalb desselben verboten

MvG, Dienstag, 19.06.2018, 15:23 (vor 2877 Tagen) @ heinz11

Außerhalb der DSO-Blase gibt es in beiden Branchen (Bahn und Presse) weit und breit niemanden, der das Ding noch annähernd ernst nimmt. Deswegen redet auch kaum noch jemand mit ihnen, weswegen sie neuerdings schon Spekulationen aus Beiträgen ihres Online-Forums zu Artikeln verwursten müssen. Aber selbst wenn kein einziges ihrer Hefte mehr verkauft würde, hielten sie sich wahrscheinlich immernoch für's Zentralorgan.

DSO hat viele Facetten.

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 20.06.2018, 11:12 (vor 2876 Tagen) @ MvG

Die von dir beschtiebene konnte ich noch nicht kennenlernen.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.06.2018, 18:44 (vor 2877 Tagen) @ MvG

Ich würde VRR und NVR jetzt nicht als "lokale Presse" bezeichnen. Das sind immerhin Aufgabenträger und die kritisieren ja die Planung vom Fernverkehr.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

ALR997, Dienstag, 19.06.2018, 22:00 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich würde VRR und NVR jetzt nicht als "lokale Presse" bezeichnen. Das sind immerhin Aufgabenträger und die kritisieren ja die Planung vom Fernverkehr.

Dass das gerade jetzt ein Thema wird dürfte in erster Linie daran liegen, dass die Vorlagen jetzt veröffentlicht sind. Die Aufgabenträger haben offenbar ein enormes Mitteilungsbedürfnis, dass sie die Planungsstände derartig veröffentlichen, trauen sich aber scheinbar nicht, dafür eine explizite Pressemitteilung nutzen (womöglich sogar eine für alle ATs gemeinsam um eine Art Gemeinschaft zu demonstrieren), sondern bringen das Thema lieber über ihre Vorlagen unter die Leute.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

agw, NRW, Mittwoch, 20.06.2018, 11:02 (vor 2876 Tagen) @ ALR997

Naja. Wo ist denn die PM der DB, die im Detail erklärt, dass sie fast den kompletten Nahverkehr auf der Strecke zerstören wollen, um ein paar Minuten zu sparen, die sie nachher doch wieder an Verspätung zu haben? Dann könnte sich der Bürger ja objektiv ein Bild machen und bräuchte keine versteckten Vorlagen der Verbände.

Das Vorgehen der DB könnte man kritisieren, das der Verbünde nicht.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

ALR997, Mittwoch, 20.06.2018, 21:01 (vor 2876 Tagen) @ agw

Naja. Wo ist denn die PM der DB, die im Detail erklärt, dass sie fast den kompletten Nahverkehr auf der Strecke zerstören wollen, um ein paar Minuten zu sparen, die sie nachher doch wieder an Verspätung zu haben? Dann könnte sich der Bürger ja objektiv ein Bild machen und bräuchte keine versteckten Vorlagen der Verbände.

Zuerst einmal ist ja durch die Unfähigkeit der Politik in Ostwestfalen (warte mal, werden die Aufgabenträger nicht etwa von genau dieser Politik geführt...?) überhaupt erst der Fakt geschaffen worden, dass es auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wohl keinen nennenswerten Ausbau der Strecke Berlin - Köln mehr geben wird. Die angesprochenen paar Minuten sind also das einzige Werkzeug um die Strecke attraktiver zu gestalten und ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Fahrgäste froh sind, wenn man die nächsten 30 Jahre wenigstens 20 Minuten schneller von Köln nach Berlin oder Hannover kommt als heute.

Nebenher geht es hier aber auch nicht darum, dass in NRW der Nahverkehr "zerstört" werden würde, sondern darum, dass einzelne Nahverkehrszüge überholt werden durch offensichtlich schnellere Züge. Das ist ja nun nichts völlig Neues, selbst für Nordrhein-Westfalen nicht.

Das Vorgehen der DB könnte man kritisieren, das der Verbünde nicht.

Man kann beides kritisieren. Man kann der DB vorhalten, dass das Konzept sehr sparsam geplant ist, und dass der Zweistundentakt beim Bummelzug über Wuppertal vielleicht etwas wenig sein könnte (wobei ja nebenher noch 1-2 weitere Züge pro Stunde fahren und dort auch anhalten und Wuppertal und Hagen jetzt auch nicht so richtige Weltstädte sind, ganz abgesehen davon, dass Dortmund und Düsseldorf jeweils in Spuckweite liegen).

Man kann aber auch den Aufgabenträgern vorhalten, dass sie sich bei der Nahverkehrsplanung nicht mit Ruhm bekleckern (siehe z.B. Kapazitäts(-fehl-)planung RE9, Taktausdünnung S8 Ost, Taktausdünnung S-Bahn Rhein-Ruhr) und selbst für die Unpünktlichkeit des RE7 mitverantwortlich sind, weil man nach einer Fahrzeit von 3h20 an einem Ende 20 und am anderen Ende sogar nur 10 Minuten Wendezeit einplant (übrigens ein ähnliches Spielchen läuft auch beim RE4). Stattdessen suggeriert man jetzt, der Fernverkehr sei alleinig für Verspätungen im Nahverkehr verantwortlich.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

agw, NRW, Donnerstag, 21.06.2018, 11:38 (vor 2875 Tagen) @ ALR997

Stattdessen suggeriert man jetzt, der Fernverkehr sei alleinig für Verspätungen im Nahverkehr verantwortlich.

Nein. Eigentlich sagt man immer, das Netz plus FV schuld sind.

Wenn man bei schlechtem Netzzustand und unterirdischen Verspätungswerten im FV noch Trassen bastelt, die auch schon ohne Verspätungen des FV im Sekundenbereich den NV erheblich behindern und dann ganz überrascht ist, dass andere bei den üblichen Verspätungen Chaos befürchten, finde ich das schon bedenklich.

Wenn man Zeit sparen und zuverlässiger werden will, muss man auf das Flügeln in Hamm verzichten (Eigentlich nur auf die Vereinigung in Hamm). Soweit richtig.
Wenn man attraktiver werden will, dann sollte man allerdings eher den Takt erhöhen. Jeder weiss doch, dass ein Halbstundentakt am Ende attraktiver ist als dreimal am Tag auf dem Papier 20 Minuten gespart. Von den Haltausfällen ganz zu schweigen.

Vielleicht sollte die DB noch mal in sich gehen und lieber einen Halbstundentakt ab Köln basteln. Muss man halt ein paar Linien mehr anschauen. Diese Arbeit muss aber die DB machen. Im Moment bietet man dem NV ein untragbares Konzept an und sagt praktisch "das machen wir, falls ihr nichts besseres gibt". Das ist mit dem Auftrag des Netz- und FV-Monopolisten nicht vereinbar.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

moonglum, Hagen, Donnerstag, 21.06.2018, 12:21 (vor 2875 Tagen) @ agw

Gut gesprochen ...

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

Lumi25, Donnerstag, 21.06.2018, 19:36 (vor 2875 Tagen) @ agw
bearbeitet von Lumi25, Donnerstag, 21.06.2018, 19:36

Das magst Du so sehen ich persönlich finde den geplanten Sprinter recht interessant und werde ihn auch Nutzen wenn er kommen sollte.

Nach Hamburg benutze ich auch nur Sprinter oder HKX bzw. NEU Flixtrain.

Einen ICE der eigentlich ein IC/IR ist brauche ich dagegen nicht.

weil die Planung schon länger bekannt ist und...

agw, NRW, Freitag, 22.06.2018, 06:18 (vor 2875 Tagen) @ Lumi25

Das magst Du so sehen ich persönlich finde den geplanten Sprinter recht interessant und werde ihn auch Nutzen wenn er kommen sollte.

Nach Hamburg benutze ich auch nur Sprinter oder HKX bzw. NEU Flixtrain.

Einen ICE der eigentlich ein IC/IR ist brauche ich dagegen nicht.

Und was ist mit dem NV, der nicht mehr im Takt fährt, mal jede Stunde, mal nicht jede Stunde? Mal zu dieser Minute fährt, mal zu jener?
Den braucht auch keiner. Da weiß man, dass das Fahrgäste und somit den Steuerzahler richtig Geld kostet. Man kann aber aktuell nicht beides haben: Sprinter nach Berlin und guten Nahverkehr.

Vielleicht kommt ja auch noch mal der Supersprinter, bei dem dann der normale Sprinter-ICE rechts ranfahren muss für einen Betriebshalt von 10 Minuten. Das wird einem dann auch als Fortschritt verkauft und zwei drei Leute würde es auch glücklich machen, "die den normalen Sprinter-ICE nicht brauchen".

Es geht um Kritik des VRR und NVR an neue Sprinter-Linie 19

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.06.2018, 11:04 (vor 2877 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

Meine Meinung dazu..

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.06.2018, 11:22 (vor 2877 Tagen) @ JeDi

Wie Christian schon angemerkt hat, ist es nicht meine Strecke und ich bin auch noch nie zwischen Hannover und Wuppertal unterwegs gewesen.

Dennoch finde ich die Diskussion um den Sprinter interessant. Es geht hier nämlich um die ganz grundsätzliche Frage, wie der Fernverkehr der Zukunft in Deutschland aussehen soll und darum, dass es offensichtlich nach wie vor viele Kapazitätsengpässe und damit viel Bedarf für Neubaustrecken gibt.

Nachdem nun die VDE8 nahezu fertig ist und auch S21 und die SFS Ulm–Stuttgart in Richtung Zielgerade abbiegt, hat sich gefühlt so ein wenig Ruhe eingependelt. Der Enthusiasmus für neue Schienenprojekte hat stark abgenommen, Fulda–Frankfurt und Mannheim–Frankfurt sind eigentlich seit Jahrzehnten überfällige Lückenschlüsse im Gesamtverkehr Hannover–Frankfurt–Mannheim–Stuttgart–München. Mit dieser Relation hat ja der HGV in Deutschland begonnen.

(Meiner Meinung hätte man Kinzigtalbahn und Riedbahn-NBS schon in den 1980er mit machen sollen.)

Jetzt wo die DB Fernverkehr gerne ihr Sprinterangebot und damit "echter" HGV ausweiten möchte, werden die bestehenden Probleme wieder mal offensichtlich.

Der Nahverkehr steht dem Fernverkehr im Weg herum und der Fernverkehr zerstört die Taktung des Nahverkehrs in Ballungszentren.

Was wir also brauchen, ist eine noch viel konsquentere Trennung von Fernverkehr und Nahverkehr in den Ballungsräumen.

Meine Meinung dazu..

Christian_S, Dienstag, 19.06.2018, 11:53 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

Wie Christian schon angemerkt hat, ist es nicht meine Strecke und ich bin auch noch nie zwischen Hannover und Wuppertal unterwegs gewesen.

Dennoch finde ich die Diskussion um den Sprinter interessant. Es geht hier nämlich um die ganz grundsätzliche Frage, wie der Fernverkehr der Zukunft in Deutschland aussehen soll und darum, dass es offensichtlich nach wie vor viele Kapazitätsengpässe und damit viel Bedarf für Neubaustrecken gibt.

Es war auch wirklich nicht als Kritik an Dir gemeint, sondern eher das es halt Deine Art ist, die Themen über mehrere Foren bekannt zu machen. Das ist auch ok so. Einzig was ich ein bissl besser fände: Auch wenn es nicht so Dein Themengebiet ist, schreib doch einfach kurz zwei Sätze dazu, worum es geht. Nur die Links "hinzuklatschen" finde ich selber auch nicht so schön. Ich hasse es, einfach irgendwelche Links anzuklicken, um überhaupt erstmal herauszufinden, um was es konkret geht.

+1, Danke!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 19.06.2018, 17:00 (vor 2877 Tagen) @ Christian_S

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

Meine Meinung dazu..

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 19.06.2018, 18:13 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Y-Trasse Hannover - Bremen/Hamburg wurde vor noch nicht langer Zeit abgelehnt. Diese hätte man wunderbar mit einer NBS Köln - Hannover per Spange westlich Hannover verbinden und so neben Sprintern Köln - Berlin auch Sprinter Köln - Hamburg einplanen können. Aber das eine wie das andere wird es nicht geben. Ich finde das sehr traurig.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Meine Meinung dazu..

Henrik, Dienstag, 19.06.2018, 23:44 (vor 2877 Tagen) @ Alibizugpaar

Die Y-Trasse Hannover - Bremen/Hamburg wurde vor noch nicht langer Zeit abgelehnt.

..würde ich zwar auch so formulieren, ist aber doch schon über nen Jahrzehnt her.

Diese hätte man wunderbar mit einer NBS Köln - Hannover per Spange westlich Hannover verbinden

Bar jeden Wunders..?
rein bautechnisch, städtebaulich, von den Raumwiderständen her, recht sehr außerhalb des Machbaren.

NBS Köln - Hannover? durchgehend?
wer sollte das bezahlen? wirtschaftlich klingt das nicht.

allein die vermeintlichen NBS Bielefeld - Hannover Vorhaben erscheinen nicht durchsetzbar, werden aktuell von beiden betroffenen Landesregierungen abgelehnt,
vgl. hier und hier

und so neben Sprintern Köln - Berlin auch Sprinter Köln - Hamburg einplanen können. Aber das eine wie das andere wird es nicht geben. Ich finde das sehr traurig.

ein zusätzlichen unnötigen schnellen ICE auf die Y-Trasse, die an zu geringerer Kapazität für den Güterverkehr gescheitert ist. naja..

Meine Meinung dazu..

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.06.2018, 04:46 (vor 2877 Tagen) @ Henrik


NBS Köln - Hannover? durchgehend?
wer sollte das bezahlen? wirtschaftlich klingt das nicht.

allein die vermeintlichen NBS Bielefeld - Hannover Vorhaben erscheinen nicht durchsetzbar, werden aktuell von beiden betroffenen Landesregierungen abgelehnt,
vgl. hier und hier

Deswegen finde ich die Sprinter-Pläne der DB hier gut. Sie bauen ein wenig Druck auf, da nun sehr offensichtlich ist, dass schneller Fernverkehr eine eigene Trasse benötigt und im Falle des politischen Widerstandes für neue Schienenstrecken halt auf Kosten des Nahverkehrs etabliert werden (müssen).

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die DB ihre Sprinter durchsetzen wird, wenn sie die erhofften Fahrgastzahlen haben. Im Endeffekt entscheiden nicht die Landtage in Düsseldorf und Hannover darüber sondern die DB Netz in ihrer Zentrale.

Meine Meinung dazu..

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 21.06.2018, 00:32 (vor 2876 Tagen) @ Henrik

Die Y-Trasse Hannover - Bremen/Hamburg wurde vor noch nicht langer Zeit abgelehnt.


..würde ich zwar auch so formulieren, ist aber doch schon über nen Jahrzehnt her.

Diese hätte man wunderbar mit einer NBS Köln - Hannover per Spange westlich Hannover verbinden


Bar jeden Wunders..?
rein bautechnisch, städtebaulich, von den Raumwiderständen her, recht sehr außerhalb des Machbaren.

Wohl kaum.

NBS Köln - Hannover? durchgehend?
wer sollte das bezahlen? wirtschaftlich klingt das nicht.

Naja, konsequenter Ausbau wäre wohl Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund-Bielefeld-Hannover/Hamburg

allein die vermeintlichen NBS Bielefeld - Hannover Vorhaben erscheinen nicht durchsetzbar, werden aktuell von beiden betroffenen Landesregierungen abgelehnt,
vgl. hier und hier

Urdeutsches Kirchturmdenken, das an der Landesgrenze aufhört.

und so neben Sprintern Köln - Berlin auch Sprinter Köln - Hamburg einplanen können. Aber das eine wie das andere wird es nicht geben. Ich finde das sehr traurig.

ein zusätzlichen unnötigen schnellen ICE auf die Y-Trasse, die an zu geringerer Kapazität für den Güterverkehr gescheitert ist. naja..

Zusätzlich unnötig? Für dich vielleicht. Zu geringe Kapazität für den Güterverkehr, naja. Wo ein Wille ist, ... Aber "wir" verfrachten halt lieber alles auf die Autobahn(en).

Meine Meinung dazu..

Henrik, Donnerstag, 21.06.2018, 02:12 (vor 2876 Tagen) @ Paladin

Die Y-Trasse Hannover - Bremen/Hamburg wurde vor noch nicht langer Zeit abgelehnt.

..würde ich zwar auch so formulieren, ist aber doch schon über nen Jahrzehnt her.

Diese hätte man wunderbar mit einer NBS Köln - Hannover per Spange westlich Hannover verbinden

Bar jeden Wunders..?
rein bautechnisch, städtebaulich, von den Raumwiderständen her, recht sehr außerhalb des Machbaren.

Wohl kaum.

eine Spange in Hannover-Leinhausen?
unterirdisch auf -1, eher -2-Ebene oder oberirdisch auf +2-Ebene?
Ja, das halte ich aus genannten Gründen für nicht umsetzbar.
unvergessen die Planungen im ROV für den Transrapid Hamburg-Hannover Ende der 80er Jahre an der Stelle (wenngleich in Richtung Hannover Hbf). Breimeier hatte sich noch nen Jahrzehnt später an der Uni in Seminaren stets drüber aufgeregt über diese Überlegungen aufgrund der nötigen Kunstbauten an der Stelle. Und mit dem Transrapid kann man noch sehr schlank flexibel trassieren.
eine Spange weiter westlich im Bereich Seelze - Garbsen - Wedemark?
da kommen Kilometer zusammen und Raumwiderstände sind da auch einige.
wofür? für einen ICE-Sprinter alle paar Stunden, kein GV?
das scheitert schon vorm ROV.

NBS Köln - Hannover? durchgehend?
wer sollte das bezahlen? wirtschaftlich klingt das nicht.

Naja, konsequenter Ausbau wäre wohl Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund-Bielefeld-Hannover/Hamburg

im Sinne von ABS. wobei auf der Ruhrschiene da eh nicht viel zu machen ist.
Die NBS-Ideen dort gehen am Ruhrgebiet vorbei irgendwo durchs Bergische und sind vorm BVWP gescheitert.
ggf. abschnittsweise NBS so wie es aktuell im BVWP drin ist. Wir werden sehen, was draus wird.

interessant ist hier auch das Posting von vor 5 Jahren..

OT: ABS/NBS Seelze-Wunstorf-Minden
michael_seelze @, Sonntag, 12. Mai 2013, 23:59

allein die vermeintlichen NBS Bielefeld - Hannover Vorhaben erscheinen nicht durchsetzbar, werden aktuell von beiden betroffenen Landesregierungen abgelehnt,
vgl. hier und hier

Urdeutsches Kirchturmdenken, das an der Landesgrenze aufhört.

Kirchturmdenken mag da gewiss auch bei sein (Frau Lühmann ist hier ja ebenso aktiv),
ich denke aber eher eine grundsätzliche Ablehnung von NBS / Neubau gegenüber.
Wie heißt die Überschrift des BVWP 2030?
Erhalt vor Aus- und Neubau
Trifft hier nun nicht genau den Punkt - der Tenor wird aber deutlich

und so neben Sprintern Köln - Berlin auch Sprinter Köln - Hamburg einplanen können. Aber das eine wie das andere wird es nicht geben. Ich finde das sehr traurig.

ein zusätzlichen unnötigen schnellen ICE auf die Y-Trasse, die an zu geringerer Kapazität für den Güterverkehr gescheitert ist. naja..

Zusätzlich unnötig? Für dich vielleicht. Zu geringe Kapazität für den Güterverkehr, naja. Wo ein Wille ist, ... Aber "wir" verfrachten halt lieber alles auf die Autobahn(en).

Ein ICE-Sprinter Hamburg-Köln steht nun nicht gerade auf der Agenda, es gab einen solchen gar mal. Der MET ist dort gescheitert.
Die Wirtschaftlichkeit des Y würde er wohl nicht gravierend verbessern. Nimmt er dem GV eine Trasse, dann gar eher verschlechtern.
Das ursprüngliche Y hatte starke Schwächen im Bereich Güterverkehr. mit der Herabsenkung auf 250 km/h und der Spange nach Lehrte wurde es zwar besser, aber noch immer nicht hinreichend befriedigend (vgl. Siefer).
Die Güterverkehrslobby ist ein großer Befürworter des Ausbaus der Schiene dort.

Meine Meinung dazu..

ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 21.06.2018, 02:33 (vor 2876 Tagen) @ Henrik

Ein ICE-Sprinter Hamburg-Köln steht nun nicht gerade auf der Agenda, es gab einen solchen gar mal. Der MET ist dort gescheitert.

Er ist aber auch daran gescheitert, dass er keine deutlichen Fahrzeitgewinne gebracht hat.

Zwischen Hamburg und Dortmund kann man einfach nicht viel heraus holen, da es dort keine NBS gibt. Die Bestandsstrecke ist für Sprinter nicht geeignet.

Hamburg/Hannover-Dortmund ist geografisch gesehen die größte Lücke im deutschen HGV. Es ist die einzige Gegend in Deutschland, wo es keine Strecke für mehr als 200 km/h gibt. Das ist natürlich auch historisch bedingt, weil die Bundesbahn dort die ersten ABS200 gebaut hat und man daher im Verhältnis deutlich weniger durch eine NBS gewinnen würde als gegenüber so Bestandsstrecken wie Geislinger Steige, Frankenwaldbahn oder Fulda–Würzburg.

Man hat hier sozusagen den halben Schritt gemacht, was dazu führt, dass vom Kosten-Nutzen-Verhältnis der nächste halbe Schritt zum ganzen Schritt ungünstig dasteht.

Unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen dürfte ne Neubaustrecke nach Hamburg, egal über welchen Ast auch immer, kaum zu realisieren sein. Hamburg und Norddeutschland werden für lange Zeit vom HGV über 230 km/h ausgeschlossen sein.

v-durch wichtiger als v-max

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 21.06.2018, 10:02 (vor 2875 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ein ICE-Sprinter Hamburg-Köln steht nun nicht gerade auf der Agenda, es gab einen solchen gar mal. Der MET ist dort gescheitert.


Er ist aber auch daran gescheitert, dass er keine deutlichen Fahrzeitgewinne gebracht hat.

Zwischen Hamburg und Dortmund kann man einfach nicht viel heraus holen, da es dort keine NBS gibt. Die Bestandsstrecke ist für Sprinter nicht geeignet.

Zwischen Hamburg und Dortmund kann man einfach nicht viel herausholen*, da man dort bereits attraktive Reisegeschwindigkeiten (140-150 km/h) erreicht.

* heraus( )holen: aneinander oder getrennt?

Schwachpunkt ist hier nicht das Tempolimit 200 km/h, sondern die langsame Güterumfahrung von Bremen. Wäre auf Münster-HH Harburg durchgehend 200 km/h möglich, dann würde das ganze positiver aussehen.

Hamburg/Hannover-Dortmund ist geografisch gesehen die größte Lücke im deutschen HGV. Es ist die einzige Gegend in Deutschland, wo es keine Strecke für mehr als 200 km/h gibt.

Höchstgeschwindigkeit ist schön für uns ICE-Fans.
Reisegeschwindigkeit ist wichtig für Otto Normalbahnfahrer.

Lieber dauerhaft 200 km/h ausfahren als kurzfristige Schienenraserei.
Bei uns wird Zwolle-Groningen (105 km) in 0:57 gefahren -> v-durch 110 bei vmax 140.
Die Verbindung wird halbstündlich angeboten.

Unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen dürfte ne Neubaustrecke nach Hamburg, egal über welchen Ast auch immer, kaum zu realisieren sein. Hamburg und Norddeutschland werden für lange Zeit vom HGV über 230 km/h ausgeschlossen sein.

Umstellung von Rollbahn-FV auf Halbstundentakt führt zu 15 Minuten Zeitgewinn, weil die durchschnittlich Wartezeit von 30 zu 15 Minuten verkürzt.
Gut, dafür braucht man mehr Züge und mehr Trassen, aber die sind in Vergleich zu Neubaustrecken dreistelliger Kilometerzahl relativ preiswert zu haben.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

v-durch wichtiger als v-max

Frecciarossa, Donnerstag, 21.06.2018, 10:16 (vor 2875 Tagen) @ Oscar (NL)

Zwischen Hamburg und Dortmund kann man einfach nicht viel herausholen*, da man dort bereits attraktive Reisegeschwindigkeiten (140-150 km/h) erreicht.

Wie rechnest Du? Ich komme auf ca. 125 km/h.

* heraus( )holen: aneinander oder getrennt?

zusammen, vgl. https://www.duden.de/rechtschreibung/herausholen

Ich würde eher in Richtung Ausbau gehen.

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 19.06.2018, 18:49 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

Denn auch die beste Taktung kann so manche Konflikte ohne einen Ausbau nicht lösen.

--
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Köln-Berlin-Sprinter vs Nahverkehr

kllaas, Dienstag, 19.06.2018, 11:39 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo,

solange zwischen Köln und Hannover keine weiteren Ausbauten oder Neubauten geplant und realisiert werden, halte ich die Sprinterplanung für Schmarrn, weil bei den Behinderungen im Regionalverkehr mehr Menschen betroffen sind.
Und es ist nichts geplant.
Ob die Nutzung der Gütergleise für den Regionalverkehr zwischen Hamm und Bielefeld möglich gemacht werden sollte, kann ich nicht beurteilen.
Für mich ist die heutige Reisezeit von Wuppertal nach Berlin dann ok, wenn in Hamm auf das Teilen verzichtet wird.
Inwieweit die Führung von K oder D über Duisburg ganz oder teilweise beibehalten wird, wenn der RRX fährt, weiß ich nicht.

Die echten Neubaustreckenbauten in der vergangenen Zeit sind für NRW eher Nord-Süd orientiert gewesen. Dazu wurden Ausbauplanungen umgesetzt. Hamm-Paderborn hat deswegen auch noch Kapazitäten frei, das bringt für den Berlin-Verkehr nur wenig.

So weit meine unmaßgebliche Meinung.

Kristian

Köln-Berlin-Sprinter vs Nahverkehr

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.06.2018, 13:31 (vor 2877 Tagen) @ kllaas
bearbeitet von moonglum, Dienstag, 19.06.2018, 13:32

Im Grunde ist doch alles bestens mit der 1 Stunden Flügelungsregelung. Der Verkehr ist recht stabil, die Züge sind gut besetzt, der Anschluss aus Richtung Köln nach Hamburg mit Umsteigen in Hannover klappt selten, da viel zu oft der ICE hinter dem Nahverkehr insb. von Aachen-Ddorf via Wuppertal-Hagen nach Dortmund herzuckelt.

Und da ist auch das Problem bereits sichtbar:
Überbelastung der Strecken - nicht nur zw. Wuppertal und Hagen.

Einen Taktverkehr von 1 Std. als Zeichen des Fortschrittes auszudünnen, halte ich für pure Idiotie. Die Züge sind gut besetzt, die Fahrzeiten realistisch, was soll denn also ein Vorteil von 15 Minuten bringen?

Es wird nur Ärger geben, Engpässe, zu Spitzenzeiten überfüllte Züge im Falle eines 2 Stunden Taktes: Mehr Unflexibilität bei der Verbindungssuche und -Wahl, was wiederum den Griff zum Autoschlüssel attraktiver macht. Nicht immer kann man den Biz Termin exakt auf die Minute planen, aber abends dann ggf. haarscharf den ICE von Berlin nach Hagen oder Wuppertal verpassen und dann knapp 2 Stunden warten ist ein No-Go. Wenn das kommt, soll bitte Eurowing morgens und abends einen Flug von Dortmund nach Berlin bzw. umgekehrt anbieten, und der Rest ist dann egal.

--
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https://adobe.ly/2PMZyEV

Das ist der klassische Denkfehler bei dem Thema

MvG, Dienstag, 19.06.2018, 14:23 (vor 2877 Tagen) @ moonglum

aber abends dann ggf. haarscharf den ICE von Berlin nach Hagen oder Wuppertal verpassen und dann knapp 2 Stunden warten ist ein No-Go.

Das wird vor allem in den Medien immer verwechselt: DIREKTverbindungen. Die Fahrmöglichkeiten nach Berlin werden an sich verdoppelt auf zwei Verbindungen pro Stunde, nur dann zum Teil mit Umstieg (wobei die Einbeziehung der Linie 55 in diese Rechnung schon wieder eine DB-typische Mogelpackung darstellt)

Köln-Berlin-Sprinter vs Nahverkehr (Sammelantwort).

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 21.06.2018, 11:57 (vor 2875 Tagen) @ kllaas

kllaas:

solange zwischen Köln und Hannover keine weiteren Ausbauten oder Neubauten geplant und realisiert werden, halte ich die Sprinterplanung für Schmarrn, weil bei den Behinderungen im Regionalverkehr mehr Menschen betroffen sind.

Sprinterverbindungen machen m.M.n. nur Sinn, wenn die Infrastruktur dafür geeignet ist. So wie in Frankreich, Spanien oder Italien.
Wenn ich hier lese, dass mit einem ICE-Sprinter 30 Minuten Zeitgewinn zum "normalen" ICE möglich sind, dann ist das für mich nicht das Beweis, dass Sprinter-Reisende schnell unterwegs sind, sondern dass die Reisende der normalen ICEs langsam(er als möglich) unterwegs sind.

Dann kann man besser die "langsamen" ICEs beschleunigen, davon profitieren mehr Leute.

Für mich ist die heutige Reisezeit von Wuppertal nach Berlin dann ok, wenn in Hamm auf das Teilen verzichtet wird.

Bin ich mir nicht sicher. Klar kann man ein paar Minuten rausholen wenn man nicht mehr als Kuppelzug fährt, aber ob das entscheidende Minuten zwischen erreichtem und verpasstem Anschluss sind, weiss ich nicht.

moonglum:

Im Grunde ist doch alles bestens mit der 1 Stunden Flügelungsregelung...
Einen Taktverkehr von 1 Std. als Zeichen des Fortschrittes auszudünnen, halte ich für pure Idiotie. Die Züge sind gut besetzt, die Fahrzeiten realistisch, was soll denn also ein Vorteil von 15 Minuten bringen?

Bei uns wurde langer Zeit der "IC" Amsterdam-Maastricht/Heerlen halbstündlich als Kuppelzug gefahren, mit Zugteilung in Sittard. Dieses Verfahren wurde aufgegeben; stattdessen ergab sich auf Amsterdam-Sittard ein 15-Minutentakt; ab dort abwechselnd nach Maastricht und Heerlen. Zusätzlich hatte man in Sittard Anschluss an einen "Sprinter" in der anderen Richtung (wenn "IC" nach Maastricht, dann "Sprinter" nach Heerlen, und andersrum)

In Deutschland wäre das Halbstundentakt Berlin-Hamm und dann abwechselnd via Ruhrbahn und Wupperbahn fahren. Gut, dafür braucht man Trassen und Züge, die sind aber preiswerter zu haben als eine Rennbahn.
Wenn man dann auch noch einen Zubringer-IC(E) hat, mit Korrespondenz in Hamm, dann habe ich auch 15 Minuten Fahrzeitgewinn und zwar für alle.

Es wird nur Ärger geben, Engpässe, zu Spitzenzeiten überfüllte Züge im Falle eines 2 Stunden Taktes: Mehr Unflexibilität bei der Verbindungssuche und -Wahl, was wiederum den Griff zum Autoschlüssel attraktiver macht.

MvG:

Das wird vor allem in den Medien immer verwechselt: DIREKTverbindungen.

Mit dem 15-Minutentakt Eindhoven-Amsterdam hatte ich vier "IC"-Verbindungen Eindhoven-Schiphol pro Stunde: zwei direkt und zwei mit Korrespondenz in Utrecht (Eindhoven/Nijmegen - Utrecht - Amsterdam/Schiphol). Funktionierte genauso wie in Mannheim = einfach Bahnsteig überqueren. Nur mit dem Unteschied, dass das in Utrecht jede 15 Minuten ging.

Aber:

Die Fahrmöglichkeiten nach Berlin werden an sich verdoppelt auf zwei Verbindungen pro Stunde, nur dann zum Teil mit Umstieg (wobei die Einbeziehung der Linie 55 in diese Rechnung schon wieder eine DB-typische Mogelpackung darstellt)

Verdopplung? Bin ich mir nicht sicher.

Als bei uns Eindhoven-Amsterdam 10-Minutentakt wurde, bedeutete das für Eindhoven-Schiphol:

1. 2x direkt
2. 2x mit Umstieg in Utrecht, 5 Minuten warten
3. 2x mit Umstieg in Utrecht, 10 Minuten warten (und dann wäre ich im nächsten Takt von {1}; hätte also diese 10 Minuten auch in Eindhoven warten können und danach gleich {1} nehmen)

Summa summarum also keine Verbesserung. Ich gestehe, das hier ist Luxusmeckerei, aber ich möchte mal zeigen dass "mehr" nicht gleich "besser" ist.

Wie wird es auf Berlin-NRW aussehen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Linie 55 eine Alternative darstellt, denn das ist eine IC160-Verbindung (Dosto-IC). Gefühlt erreiche ich mit IC-Linie 55 bestimmte Anschlüsse nicht mehr, die ich eine Stunde versetzt mit ICE erreichen würde.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Köln-Berlin-Sprinter vs Nahverkehr

Lumi25, Dienstag, 19.06.2018, 16:39 (vor 2877 Tagen) @ ICETreffErfurt

Es gibt mehrere Gründe für den geplanten ICE-Sprinter Köln-Berlin

Die DB AG sieht aktuell auf Berlin-München, dass schnelle ICE-Züge doch gut angenommen werden. Dazu kommt dann noch das Aus von Air Berlin.

Köln-Berlin wird viel geflogen, da der ICE einfach zu langsam ist und das Kuppeln in Hamm (Westf) bedeutet aus den unterschiedlichsten Gründen oftmals Verspätungen.

Entweder es muss bis zu 30 Minuten auf den anderen Zugteil gewartet werden oder sonstiges.

Wie oft klappt denn in Hannover Hbf der Anschluss von der ICE-Linie 10 auf die IC-Linie 55 oder 56?

Das größte Problem ist die Infrastruktur. Um eine Fahrzeit von unter 4 Stunden zu realisieren muss man den kürzesten Weg fahren.

Wäre der Weg über Düsseldorf-Essen-Dortmund so weit konkurrenzfähig von der Fahrzeit her, dass man unter 4 Stunden käme würde der Sprinter wohl eher mit Halten in Düsseldorf, Essen und Dortmund fahren was eigentlich auch mehr Sinn ergeben würde.

Mit einem relativ bescheidenen Ausbau Dortmund-Hannover könnte man hier die Fahrzeit auf rund 70 Minuten verkürzen. Das würde geradeso reichen um Köln-Berlin mit Halten in Düsseldorf, Essen, Dortmund, Bielefeld und Hannover auf 3h 45Min zu drücken.

Immerhin rund 30 Minuten weniger als der heutige Takt-ICE.

Solange aber nichts passiert ist ein Sprinter nur so umsetzbar wie derzeit geplant.

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