Wie viel tausend Reisende sind irgendwo gestrandet? (Allgemeines Forum)

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 05.10.2017, 18:07 (vor 3113 Tagen) @ musicus

Es geht überhaupt nicht um die Todesopfer die dieser Sturm fordert! Die Menschen kamen nicht ums Leben, weil sie Auto gefahren sind.

Kühne Behauptung bei einem LKW-Fahrer und einer Autofahrerin. Gleichzeitig ist die Argumentation mal wieder stark. Du sagst, weswegen sie nicht ums Leben kamen, gehst aber nicht auf den tatsächlichen Grund ein.
Mir tun die Menschen (und ihre Familien) einfach nur Leid. Dass sie dann für deine "Argumentation" herhalten müssen, ist traurig. Mehr sage ich dazu auch nicht.

Der Punkt ist, dass die für Reisende nicht ansatzweise absehbare Einstellung des Betriebs

Der Orkan war angekündigt. Unwetterwarnung lag vor.

nebst der Verweigerung sich um ein Ersatzkonzept zu kümmern,

Was soll denn passieren? Im Voraus schreiben "Vorsicht, laut der Wetterlage können wir den Betrieb nicht sicherstellen. Bitte steigen Sie in die sturmsicheren Raumschiffe um, die wir Ihnen zur Verfügung stellen. Durch den Warp-Antrieb kann der Sturm ganz einfach umgangen werden"

woraus für die Betroffenen das Stranden in Irgendwo resultiert, letztlich mal wieder eine dieser Wetter-Bankrotterklärungen à la DB darstellt.

Ich war im Juni auch davon betroffen. Es fuhr nichts mehr von der DB. Busse waren ausgebucht. Hotelkontingente waren voll. Hotelzug wurde bereitgestellt, aber ich habe mich lieber um ein Zimmer gekümmert, das anschließend von der DB erstattet wurde. Was wäre denn deiner Meinung nach angemessen?

"Nichts geht mehr" - und hierzuforum finden sich auch noch Individuen, die begeistert applaudieren.

Es geht um Verständnis, nicht Applaus.

Nach der nächsten FGR-Novelle durch die EU sind die EVU wegen sog. "höherer Gewalt" nicht mal mehr zu Hilfsleistungen verpflichtet, sondern der Kunde darf fehlende Ersatz- und Notfallkonzepte individuell kompensieren.

Die Beförderer sind genau so wenig am Wetter Schuld wie der Fahrgast. Bis zu einem Gerichtsurteil vor einigen Jahren waren EVU meiner Meinung nach auch nicht dazu verpflichtet, bei "höherer Gewalt" (Unwettern) zu bezahlen.

Aber Hauptsache über Bahnens kann über FGR im Unwetterfall gejammert werden.

Ich habe es mal in deinem Sinn abgeändert.

Zum Vergleich: Wie viele Flüge wurden heute in Hannover, Hamburg oder sonstwo in der betroffenen Region prozentual gestrichen - wie viele Ausfälle von Verkehrsleistungen auf der Schiene stehen dem gegenüber?

Gegenfrage: Wieviele Züge sind im Vergleich zu Flugzeugen unterwegs? Wie anfällig ist das System Eisenbahn gegenüber dem Flugverkehr? AHA! Hauptsache erstmal wieder Bananen und Gurken in einen Topf werfen. (Äpfel und Birnen waren mir an der Stelle doch zu ähnlich). Verkehrssysteme sind komplex. Da kann man nicht immer gleich alles gleichsetzen.

Wie viele Fluggäste erreichen heute dennoch ihr Ziel und wie viele Bahnkunden stehen in der niedersächsischen Pampa bei Orkan im Regen? Und wie viele Fernbusfahrten sind eigentlich wegen Wind am heutigen Tage abgeblasen worden?

Und wie viele Straßen gibt es, auf die ein Fernbus ausweichen kann falls eine Straße blockiert ist? Wie viele Bäume stehen auf einem Flughafen rum?

Deiner Argumentation ist nichtig.


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