Reisebericht Kroatien (Teil 3/3 - Abreise) (Reiseberichte)

DG, Sonntag, 03.09.2017, 21:58 (vor 3137 Tagen) @ DG

Und auch diese Reise hatte wieder ein Ende, wenn auch erst nach sieben Tagen. Ich hatte mich entschieden, die spätere der beiden Möglichkeiten nach Hause zu nehmen, um 7:25 Uhr statt 6:55 Uhr. Nach dem Frühstück im Hotel machte ich mich auf zum Bahnhof, wo ich noch ein Getränk kaufte. Anschließend wollte ich am Bahnhof noch meine restlichen Kuna in Euro tauschen, doch das wurde mir verwehrt, man tausche nur Euro in Kuna um, nicht umgekehrt. Zum Glück hatte ich nicht mehr so viele bei mir, dass es tragisch wäre, ich sah mich gedanklich schon in der Bank meines Vertrauens die Kuna zu einem extrem schlechten Kurs tauschen. Aber es sollte anders kommen.

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Der Zug stand schon seit etwa 7:00 Uhr bereit und führte diesmal gleich zwei 1.-Klasse-Wagen, so weit, so gut. Der Einstieg war jedoch nicht ganz leicht, da hier mal ein ordentlicher Höhenunterschied vorherrschte.

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Ich hatte im 1.-Klasse-Großraumwagen reserviert, dieser war ein kombinierter Reisenden- und Gepäckwagen. Zunächst lagerte Henry dort Equipment, später wurden dort auch Fahrräder und Koffer verstaut. Meine Reservierung war als Zettel gesteckt.

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Noch im Bahnhof stehend sah ich einen kroatischen Triebwagen, später auf der Fahrt - wieder durch schöne Landschaften - wohl auch slowenische Schätzchen.
Die Grenzkontrolle in Dobova erfolgte übrigens doppelt, zunächst durch die kroatischen Beamten, anschließend noch durch die slowenischen. Neben kurzen Fragen zum Gepäck fragte eines der Teams scheinbar noch meinen Namen per Funk bei den Kollegen ab.

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Vorbei an einem slowenischen Bahnhof sowie einem geparkten Speisewagen und einem Arbeitszug...
Speisewagen - Gutes Thema übrigens, in der Speisekarte hatte ich gesehen, dass im ÖBB-Bistro auch Kuna angenommen werden.

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Also fiel die Wahl wieder auf eine Leberkäsesemmel samt Citrus-Radler, später habe ich dann noch einmal zwei Citrus-Radler geholt, wodurch mit einem guten Trinkgeld die Kuna aufgebraucht waren. Quasi investiert zu 2,5% - das muss man erstmal erreichen :-)

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In Spielfeld-Straß war dann der Zeitpunkt der Trennung gekommen, nämlich von der slowenischen 342, stattdessen übernahm eine ÖBB-1144, obwohl diese laut vagonweb nur am Wochenende fahren sollte.


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In Graz hieß es dann Umsteigen in den DB-Intercity, der nach einigen Stunden München erreichen sollte. Irgendwas war komisch. Der 1.-Klasse-Großraumwagen war einer derer mit den großen Fenstern. So passte meine Reservierung scheinbar nicht, ich dachte einen Platz direkt hinter dem Tischplatz am Wagenende reserviert zu haben, diese hatten aber keine 20er- sondern 10er-Nummern und mein 30er-Platz war somit weiter im Wageninnern als gedacht. Da es ein Wandfensterplatz war, habe ich mich kurzerhand auf einen der bahn.comfort-Plätze gesetzt. Zugegen war übrigens auch ein CD-Railjet.

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Vorbei an einer ÖBB-Garnitur und weiteren sehenswerten Landschaften...

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...erreichten wir irgendwann Salzburg, wo neben Westbahn und Meridian sowie dem DB-EC in dem ich saß, auch die ÖBB mit einem Zug vertreten waren.

Ab Salzburg füllte sich auch die 1. Klasse zusehends, auch an den folgenden deutschen Bahnhöfen stiegen hier zahlreiche Fahrgäste zu. Später erreichten wir dann München soweit pünktlich. Nachdem ich kurz in der recht leeren Lounge war, bin ich zum Gleis, wo der ICE nach Kassel bereit stand, jedoch wohl nicht gereinigt war, der Zustand war aber nicht dramatisch.

Nach dem Umstieg in Kassel bemerkte ich, dass ich laut Ticket und Zugbindung eigentlich hätte in Fulda umsteigen sollen, was mich wirklich wunderte, da ich mir sicher war, dass der Umstieg in Kassel erfolgen sollte. Das war aber kein Problem. Nachdem wir Göttingen-Hannover über die Altstrecke gefahren waren und daher recht lange brauchten, waren wir in Hannover pünktlich und die Reise damit zu Ende.

Alles in allem war es eine schöne und interessante Reise, die Lust auf mehr macht. Der auf der Hinfahrt nicht vorhandene 1.-Klasse-Wagen war jedoch sehr ärgerlich, ich hoffe, das passiert nicht alle zwei Tage, keine Ahnung wann die ÖBB die Möglichkeit haben, da wieder den regulären Wagen einzureihen.


Hier übrigens die Karten von Hin- und Rückfahrt aus dem DB-Navigator, geringe Unterschiede sind in Nordbayern sowie Österreich/Slowenien erkennbar. Auf der Rückfahrt war zudem ein Umstieg in Kassel erforderlich.
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Ich hoffe, Ihr habt auch ein wenig Spaß an diesem Bericht (der trotz vorherigem Hochladen der Bilder wieder über 2 Stunden des Schreibens in Anspruch genommen hat) und vielleicht jetzt Lust, mal nach Kroatien zu fahren, ich kann das nur empfehlen.

Wie gesagt freue ich mich über Anregungen und Ergänzungen. Und keine Sorge, es sind derzeit keine weiteren Fahrten geplant, die einen solchen Reisebericht zur Folge haben könnten.


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