@Turbonegro, @Alexander: Danke für die Infos (Allgemeines Forum)

Manitou, Dienstag, 29.12.2009, 00:16 (vor 6044 Tagen) @ GUM

Sehr sinnvoll war der Vierbrigade-Plan bei der DR.

Schicht 1: 6-14
Schicht 2: 14-22
Schicht 3: 22-6
Schicht 4: 6-18 (Sa, So)
Schicht 5: 18-6 (Sa, So)

Woche Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 1 1 2 2 3 5 5
2 1 1 2
3 3 3 1 4 4
4 2 2 3 3

Da dadurch sich jedoch im Durchschnitt von vier Wochen 42 h ergaben, gab es einen flexiblen Azv-Tag, d.h. eine Schicht wurde durch einen Springer übernommen, weil in der DDR für Schichtarbeiter die 40h-Woche galt. Durch die 12 h-Dienste am Wochenende wurde jede zweite Woche ein freies Wochenende gewährleistet. Um Urlaub, Krankheit und die Azv-Tage abzudecken, sollte je Dienstposten 5,5 VBE, d.h. 4 Stammkräfte und auf je 2 Dienstposten 3 U- und K-Vertreter (wie die Springer offiziell hießen) vorhanden sein. Ein mechanischen bzw. elektromechanisches Stellwerk mit 2 Mann-Betrieb (Fdl+Stm/Zugmelder) brauchte somit 6 Fahrdienstleiter un 5 Stellwerksmeister bzw. Zugmelder.
In der Realität hatte man meistens aber nur 5 Mann je Dienstposten (davon meistens einige mit Prüfung für mehrere Dienstposten), so daß ein Ausgleich geschaffen wurde (ggf. mit einigen Überstunden/Sonderschichten). Ich habe mal für einen Kollegen die Lohntüte (einige ließen sich noch bar auszahlen) bei der Kasse abgeholt, er bekam durch Überstunden ca. 2100,- Mark netto (in der DDR eine hohe Summe, mehr als der Leiter der Dienststelle).


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