Atombomben auf Spatzen (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 31.07.2017, 22:39 (vor 3168 Tagen) @ VT_601

Wenn die Totalüberwachung mit dem Argument Terrorismus eingeführt werden soll, dann ist das Ziel eindeutig ein Spatz. In diesem Jahrhundert gab es 18 Terror-Tote in Deutschland. Warum soll man nennenswert Energie auf die Verhinderung dieser Toten verwenden, während im gleichen Zeitraum 80'000 Menschen im Strassenverkehr sowieo 7'000 durch "normale" Morde starben?

Kommt hinzu: Keiner dieser 18 Toten wäre durch Überwachungskameras verhindert worden. Ein entschlossener (Selbstmord-)Attentäter ist nicht zu stoppen. Macht nix, denn es gibt extrem wenige davon.

Das Mittel zur Bekämpfung dieses "Problems" hingegen ist eine Atombombe mit ganz viel Fallout: Die freiheitliche Gesellschaft geht zugrunde. Gesichtserkennung ist Stasi hoch zwei. Jeder hat Geheimnisse (Schwulenbars? Affäre? Versammlungen von unpopulären Parteien?) welche fast jeden erpressbar machen und nicht allesamt in Staatshände gehören - erst recht nicht, weil mal ein Politiker vom Kaliber Trumps ans Ruder kommen könnte.

In der Schweiz gibt es Videoüberwachung in Zügen. Die Aufnahmen bleiben aber an Bord und werden nach 48 Stunden gelöscht. Nur wenn etwas passiert ist, werden sie von der Polizei angeschaut - der Lokführer hat keinen Zugriff. Das ist eine ausgewogene Lösung.


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