Irrfahrt des IC 140 (Aktueller Betrieb)

JanGT, Freitag, 18.12.2009, 12:30 (vor 6018 Tagen) @ chritz

So unverständlich ist auch das nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass im Störungsfall pro Minute dutzende Informationen auflaufen, die mit Ablauf einer bestimmten Zeit (und das geht mitunter sehr schnell) schon wieder nicht mehr aktuell, sogar falsch sind, da dann eventuell spontan entstehenden Anschlüsse ebenfalls nicht mehr erreicht werden können.

Kein menschliches Gehirn ist in der Lage, diese Sachverhalte je nach Situation aufzudröseln und zeitgemäß weiterzuleiten, zumal da noch die Hürden zu überwinden sind, die da lauten "unterschiedliche Geschäftsbereiche". Wenn der Tf eines EVUs keine Streckenkenntnis über eine Strecke hat, kann der Zug nicht umgeleitet werden - andersrum hat er sie und von Seiten DB Netzes steht etwas im Weg, gehts auch nicht. Also so einfach ist das nicht.

Ja, dass hab ich auch einmal mitgekriegt. Da war die Strecke Minden-Haste auch gesperrt und der IC musste erst fast ne Stunden in Minden warten, bis der Tf den Buchfahrplan für die Strecke Minden-Nienburg in den Händen hatte.
Und am Ende wäre es schneller gewesen, wenn er das Ende der Sperrung abgewarten hätte. Nachher ist man halt immer schlauer....

Andererseits hatten wir das Thema doch neulich erst, wo es um einen Notfallplan für die Strecke Köln-Frankfurt ging.
Für die Strecke Hannover-Dortmund wäre sowas auch mal nicht schlecht.
Manchmal hat man wirklich das Gefühl, als wären die zuständigen Stellen noch in der Ausbildung. Das schöne Wort Fingerspitzengefühl, ist das was hier manchmal etwas fehl. Es ist eben doch nicht das selbe, ob man wirklich vor Ort ist, oder 100 oder mehr Kilometer in irgendeiner Betriebszentrale sitzt.


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