Schon wieder Preiserhöhung? (Allgemeines Forum)

Mint, Mittwoch, 26.04.2017, 20:41 (vor 3268 Tagen)

Bis Anfang April kostete "meine" Verbindung noch 43 Euro (Flexpreis mit Bahncard 50). Nun soll ich 44,25 Euro bezahlen, also knapp 3 % mehr. Identische Verbindung, gleicher Reisetag, gleiche Zeit (Freitagnachmittag).

Hab ich etwas verpasst? Schon die Erhöhung zum Stichtag im Dezember war überproportional im Vergleich zur damaligen Pressemitteilung (von 41 Euro auf 43 Euro bzw. +4,9 %).

Erlebe ich es noch, dass das Auto attraktiver wird?

PS. Opladen - Wuppertal - Hannover - Magdeburg

Dynamischer Flexpreis - wurde 12/16 eingeführt!

DiH, Mittwoch, 26.04.2017, 20:43 (vor 3268 Tagen) @ Mint

- kein Text -

"Flexpreise" schwanken! Absichtlich.

musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 20:46 (vor 3268 Tagen) @ Mint
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 20:46

- kein Text -

Korrekter Name: differenzierter Flexpreis

Bremer, Bremen, Mittwoch, 26.04.2017, 21:48 (vor 3268 Tagen) @ Mint
bearbeitet von Bremer, Mittwoch, 26.04.2017, 21:49

- kein Text -

Korrekter Name: differenzierter Flexpreis

john.lennon, Mittwoch, 26.04.2017, 22:26 (vor 3268 Tagen) @ Bremer

Das waren ja schon mal drei unqualifizierte Antworten vor mir.

Ja, der dynamische Flexpreis wurde schon früher eingeführt, jedoch nicht auf allen Relationen.

Bei meiner Stammstrecke ist heute genau das gleiche passiert. Der Preis ist für morgen und übermorgen um knapp 3% hochgesprungen.

Ich bin mir 100%-ig sicher, dass auf meiner Strecke*** vorher der Flexpreis immer konstant war. Ich fahre die Strecke dreimal die Woche hin und zurück, auch an allen Wochentagen außer samstags.

*** Meine Strecke ist so ungefähr Frankfurt-Karlsruhe, aus Gründen der Privatsphäre will ich die exakten Start- und Endbahnhöfe nicht benennen.

Korrekter Name: differenzierter Flexpreis (an 30 Tagen)

Henrik, Mittwoch, 26.04.2017, 23:12 (vor 3268 Tagen) @ john.lennon
bearbeitet von Henrik, Mittwoch, 26.04.2017, 23:15

Das waren ja schon mal drei unqualifizierte Antworten vor mir.

Ja, der dynamische Flexpreis wurde schon früher eingeführt, jedoch nicht auf allen Relationen.

lediglich auf zwei

Bei meiner Stammstrecke ist heute genau das gleiche passiert. Der Preis ist für morgen und übermorgen um knapp 3% hochgesprungen.

hochgesprungen sind sie nich, sie waren schon immer da,
vgl. 24. Mai, 02. Juni etc.

Ich bin mir 100%-ig sicher, dass auf meiner Strecke*** vorher der Flexpreis immer konstant war.

bis Fahrplanwechsel.

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

Bahngenießer, Mittwoch, 26.04.2017, 22:32 (vor 3268 Tagen) @ Mint
bearbeitet von Bahngenießer, Mittwoch, 26.04.2017, 22:32

Für mich ist der "differenzierte Flexpreis" nur Abzocke und hinsichtlich der betroffenen Tage kaum zu durchschauen.

Für manche Verbindungen habe ich einfach mal x verschiedene Tage durchgespielt und zum Beispiel festgestellt:
Montag bis Freitag sowie Sonntag: erhöhter Flexpreis!
An vielen Samstagen: kein erhöhter Flexpreis!
Oftmals ist der Preisunterschied nur einen Euro bzw. mit Bahncard 50 Cent.

Ich glaube:
Zu Mehreinnahmen wird der differenzierte Flexpreis bestimmt führen.
Das propagierte Ziel, Fahrgäste von verkehrsstarken Tagen zu verkehrsschwachen Tagen hinlocken zu wollen, wird dadurch aber sicher kaum erreicht. So wird man die "Ermäßigungen" an verkehrsschwachen Samstagen sicher irgendwann heimlich wegfallen lassen.

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 22:51 (vor 3268 Tagen) @ Bahngenießer
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 22:54

Für mich ist der "differenzierte Flexpreis" nur Abzocke und hinsichtlich der betroffenen Tage kaum zu durchschauen.

Eher ein Milchmädchenrechentrick: Man kann bei "durchschnittlich 0% Preiserhöhungen" die Erträge dennoch steigern. "Stabile Preise bei der DB" liest man doch gerne *rofl*

Ich glaube:
Zu Mehreinnahmen wird der differenzierte Flexpreis bestimmt führen.
Das propagierte Ziel, Fahrgäste von verkehrsstarken Tagen zu verkehrsschwachen Tagen hinlocken zu wollen, wird dadurch aber sicher kaum erreicht. So wird man die "Ermäßigungen" an verkehrsschwachen Samstagen sicher irgendwann heimlich wegfallen lassen.

Ich glaube, dass das noch nicht mal zwingend ist. Es geht recht offensichtlich um eine stärkere Ausrichtung auf ein mobility pricing - war hier im Forum ja bereits Thema. Verkehrsstarke, gut ausgelastete Reisetage sollen eben noch mehr abwerfen. Im derzeit "getesteten" Modell dürfte das durchaus in einem Ausmaß der Fall sein, dass man den Kunden an ebenso vielen Mittwochen, Samstagen und weiteren erwartet schwachen Tagen preislich "entgegenkommen" kann. Der "Erfolg" des "Tests" und die "Akzeptanz" durch die Kunden macht eine flächendeckende und dauerhafte Ausdehnung wahrscheinlich.

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

Arcx, Donnerstag, 27.04.2017, 00:43 (vor 3268 Tagen) @ musicus

Der "Erfolg" des "Tests" und die "Akzeptanz" durch die Kunden macht eine flächendeckende und dauerhafte Ausdehnung wahrscheinlich.

Welche Möglichkeiten hat man, als auf die Bahn angewiesener Kunde (kein Auto, kein Fernbus), denn zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will?

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

tommy_898, Donnerstag, 27.04.2017, 09:29 (vor 3268 Tagen) @ Arcx

Welche Möglichkeiten hat man, als auf die Bahn angewiesener Kunde (kein Auto, kein Fernbus), denn zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will?

Gute Frage, die stelle ich mir nämlich auch. Auf meiner Strecke ist der Flexpreis gerade an Freitagen oder Tagen vor und nach Feiertagen höher. Da ich aber nur so fahren kann, buche ich da. D.h. aber nicht das ich es "akzeptiere"

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 12:58 (vor 3268 Tagen) @ tommy_898
bearbeitet von musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 12:59

Welche Möglichkeiten hat man, als auf die Bahn angewiesener Kunde (kein Auto, kein Fernbus), denn zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will?

Gute Frage, die stelle ich mir nämlich auch.

Einfache Antwort: kein Ticket kaufen!

Auf meiner Strecke ist der Flexpreis gerade an Freitagen oder Tagen vor und nach Feiertagen höher. Da ich aber nur so fahren kann, buche ich da. D.h. aber nicht das ich es "akzeptiere"

Die DB wird es anders sehen: Jeder der etwas kauft, akzeptiert zwangsläufig Preise und Konditionen. Ganz offensichtlich werden auch seit der Modifikation zum "Differenzierten Flexpreis" die Tickets weiterhin nachgefragt. Dass die DB das Wissen um ihre marktbeherrschende (Monopol-)Stellung in Bares ummünzt ist ebenso naheliegend wie für den Flexpreisfahrer ärgerlich, das Thema ist ja alles andere als neu.
Der DB als Kunde etwas zu "zeigen", funktioniert nur, indem man mit den Füßen abstimmt. In der Praxis heißt das: zu Hause bleiben oder auf einen anderen Verkehrsträger umsteigen. Bis man bei der DB das "Gezeigte" auch "erkennt", müssten schon Scharen vor dem Differenzierten Flexpreis davonlaufen und Kunden in größerer Zahl ausfallen - das wiederum deutet sich derzeit nicht an.

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 27.04.2017, 13:07 (vor 3268 Tagen) @ musicus

Der DB als Kunde etwas zu "zeigen", funktioniert nur, indem man mit den Füßen abstimmt. In der Praxis heißt das: zu Hause bleiben oder auf einen anderen Verkehrsträger umsteigen. Bis man bei der DB das "Gezeigte" auch "erkennt", müssten schon Scharen vor dem Differenzierten Flexpreis davonlaufen und Kunden in größerer Zahl ausfallen - das wiederum deutet sich derzeit nicht an.

Nicht, daß ich Dir im Grundsatz bei dieser Aussage widersprechen möchte - aber oft ist die Situation doch alternativlos(tm). Für mich beispielsweise (und da bin ich mit ziemlicher Sicherheit nicht der einzige) ist weder zu Hause bleiben eine Alternative, noch existieren alternative Verkehrsträger, die auch nur ansatzweise in Frage kämen.
Der vollkommen korrekt beobachtete Nachsatz von Dir untermauert meine Feststellung ja auch bestens.

Ohnehin nie mit Normalpreisen unterwegs seiende Grüße,
der Sparpreisholiker ;-)

--
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Neue FP-Konditionen schlimmer als die konkrete Höhe

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 14:05 (vor 3267 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 14:07

Nicht, daß ich Dir im Grundsatz bei dieser Aussage widersprechen möchte - aber oft ist die Situation doch alternativlos(tm).

Mag sein, dass sie sich so darstellt - sie *ist* es aber mitnichten!

Für mich beispielsweise (und da bin ich mit ziemlicher Sicherheit nicht der einzige) ist weder zu Hause bleiben eine Alternative

Auch für mich nicht ;-) Noch zahle ich brav an die DB.

noch existieren alternative Verkehrsträger, die auch nur ansatzweise in Frage kämen.

Für nennenswerte Teile der Bevölkerung ist der motorisierte Individualverkehr eine Option - öffentliche Verkehrsangebote können ja ohnehin nur dort genutzt werden, wo sie zur Verfügung stehen.
Ich persönlich könnte für meine Zwecke i.d.R. auch auf Flugzeug (teurer), Fernbus (langsamer), Mitfahrgelegenheiten (unsympathischer) oder PKW (unpraktischer und vermutlich teurer) ausweichen - tu' es aber (aus diversen Gründen und Vorlieben) nicht. Was soll ich also sagen: Der Markt gibt die Flexpreise in der Höhe offenbar her.

Der vollkommen korrekt beobachtete Nachsatz von Dir untermauert meine Feststellung ja auch bestens.

Da bin ich mir nicht sooo sicher, ob das eine Untermauerung im engeren Sinne ist. Die exakten Zahlen sind sicher geheim und die Hintergründe der jeweiligen Produktwahl höchst unterschiedlich. Persönlich empfinde ich eher die Konditionen des Flexpreises als störend, als dessen derzeitige Höhe.

Ohnehin nie mit Normalpreisen unterwegs seiend

Ich auch nicht ;-) aber zwei Drittel der Fahrten (2017, bisher) erfolgen mit "Flexpreisen".

Neue FP-Konditionen schlimmer als die konkrete Höhe

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 27.04.2017, 14:39 (vor 3267 Tagen) @ musicus

Mag sein, dass sie sich so darstellt - sie *ist* es aber mitnichten!

Doch, weil...

Für nennenswerte Teile der Bevölkerung ist der motorisierte Individualverkehr eine Option - öffentliche Verkehrsangebote können ja ohnehin nur dort genutzt werden, wo sie zur Verfügung stehen.

Kommt nicht in Frage, aufgrund der zu fahrenden Strecke, die in der Kombination mit Wochentag und Uhrzeit eher eine Ankunftswahrscheinlichkeit als eine Ankunftszeit prognostiziert. ;-) Davon abgesehen, habe ich mich nach spätestens 50 km im Auto so sehr über andere Verkehrsteilnehmer aufgeregt, daß ich intensivmedizinisch betreut werden muß. :)

Ich persönlich könnte für meine Zwecke i.d.R. auch auf Flugzeug (teurer),

Teurer, dauert von Tür zu Tür länger, macht trotzdem eine zusätzliche Bahnfahrt nötig, unattraktive Zeiten...

Fernbus (langsamer),

Unattraktive Zeiten (ich gehöre nun mal zu der Sorte Arbeitnehmer, die ihre Reisezeit an die Arbeitszeit anpassen müssen, nicht andersherum), minderkomfortabel, übelkeitserregend (bei mir)

Mitfahrgelegenheiten (unsympathischer)

Fremden, nichtprofessionellen Fahrern vertraue ich mein Leben grundsätzlich nicht an. Zumal dann (und auch biem Fernbus) wieder die Ankunftswahrscheinlichkeit aufgrund der Autobahnüberlastung kommt.

oder PKW (unpraktischer und vermutlich teurer)

Siehe oben, dazu kommt das Parkplatzproblem am Ziel (weitläufige Anwohnerparkzone, aber dort bin ich ja keiner)...

Bleibt noch Fahrrad (bei > 300 km und zwei Übernachtungen bis zur Wiederankunft am Startort keine echte Alternative)... ;-)

ausweichen - tu' es aber (aus diversen Gründen und Vorlieben) nicht. Was soll ich also sagen: Der Markt gibt die Flexpreise in der Höhe offenbar her.

So kann man sich das auch schönreden. Man kann auch einfach das Kind beim Namen nennen und sagen, daß die Alternativen so scheiße sind, daß man zähneknirschend die Preistreiberei in Kauf nimmt.

Ich auch nicht ;-) aber zwei Drittel der Fahrten (2017, bisher) erfolgen mit "Flexpreisen".

Ich habe mich so lange erfolgreich gegen den "Service Point" gewehrt, bis er wieder abgeschafft wurde, gleiches gilt für den "Flexpreis". Zumal ja, abgesehen von den Ausnahmen des "differenzierten Flexpreises" der Sparpreis im Betrag eher flexibel ist als das, was die DB als Flexpreis bezeichnet. Vollkommen unlogisch, das. :o)

100% meiner Fahrten, die die Voraussetzung erfüllen, als Sparpreis erhältlich zu sein, in diesem Jahr waren Sparpreise. Und das trotz Reisen am Freitagnachmittag und Sonntagabend und Buchung < 14 Tage im Voraus.

Dir die Fähigkeit, die für Dich richtigen Fahrkarten zu selektieren, vollumfänglich zusprechende Grüße,
der Colaholiker

--
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Neue FP-Konditionen schlimmer als die konkrete Höhe

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 15:16 (vor 3267 Tagen) @ Colaholiker

Mag sein, dass sie sich so darstellt - sie *ist* es aber mitnichten!

Doch, weil...

Weil? Deine persönliche Entscheidung sei dir unbenommen - nur ist es eben nicht so, dass Alternativen zu Zügen nicht existierten!

Für nennenswerte Teile der Bevölkerung ist der motorisierte Individualverkehr eine Option

Kommt nicht in Frage, aufgrund der zu fahrenden Strecke, die in der Kombination mit Wochentag und Uhrzeit eher eine Ankunftswahrscheinlichkeit als eine Ankunftszeit prognostiziert.

*Deswegen* nimmst du den Zug? Ganz ehrlich: Meine Lebenserfahrung zeigt mir, dass sich PKW und Bahn in Sachen "Pünktlichkeit" wenig schenken. Scheiße kann's überall laufen und mit ausreichend Erfahrung weiß man beide Verkehrsmittel einigermaßen einzuschätzen, das "Reiseerlebnis" ist eben unterschiedlich.
Kurz: Auto ginge, du hast keinen Bock! Is ok. Hätte ich auch nicht (zumal ich meist alleine reise, was den Preis stark treibt).

Was soll ich also sagen: Der Markt gibt die Flexpreise in der Höhe offenbar her.

So kann man sich das auch schönreden.

Weshalb "schön"?

Man kann auch einfach das Kind beim Namen nennen und sagen, daß die Alternativen so scheiße sind, daß man zähneknirschend die Preistreiberei in Kauf nimmt.

Solange das Angebot attraktiver als alle anderen Optionen ist... So what? Das ist eben Markt und Privatwirtschaft.
Und einmal mehr: Die Höhe der (ggf. mit BC 50 zu rabattierenden) Normal- bzw. Flexpreise ist bei den allermeisten Verbindungen absolut kein Problemfall des Preissystems der DB!

100% meiner Fahrten, die die Voraussetzung erfüllen, als Sparpreis erhältlich zu sein, in diesem Jahr waren Sparpreise. Und das trotz Reisen am Freitagnachmittag und Sonntagabend und Buchung < 14 Tage im Voraus.

Ach dieses Fass... Bei Planbarkeit von maximal 8 Wochen im Voraus und SP-Vorbuchungsfristen von > 6 Wochen bzw. mangelnder Ersparnis wegen BC50 wird das Fenster für SP-Buchungen eben verdammt schmal und öffnet sich eigentlich nur für sehr feste Termine. Bei weniger als 10-15€ Ersparnis, ist der SP prinzipiell keine Option. Und solange ich weiterhin für durchschnittlich roundabout 0,10€/km mit der Bahn reise, ist mir der Name des Produktes herzlich egal.

Dir die Fähigkeit, die für Dich richtigen Fahrkarten zu selektieren, vollumfänglich zusprechende Grüße

Stelle ich auch fest ;-) und um nix anderes geht's ja...

Neue FP-Konditionen schlimmer als die konkrete Höhe

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 27.04.2017, 15:40 (vor 3267 Tagen) @ musicus

Weil? Deine persönliche Entscheidung sei dir unbenommen - nur ist es eben nicht so, dass Alternativen zu Zügen nicht existierten!

Kommt halt drauf an, wie eng man den Begriff "Alternative" fassen mag. Wenn man durch die Wahl einer anderen Option steigende Nachteile in Kauf nimmt, wird aus der "Alternative" schnell der "Kompromiß". Wenn ich statt am Freitagnachmittag um viertel nach vier in den ICE steige und mit recht hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten zweieinhalb Stunden an meinem Ziel ankomme, oder stattdessen erst am Samstagmorgen (weil Freitagnachmittag keine Abfahrt mehr ist) in einen Bus steige, mit dann auch recht hoher Wahrscheinlichkeit nach vier Stunden am Ziel ankomme und mein Magen restlos leer ist, müßte ich den Begriff "Alternative" schon recht weit fassen, nur um dabei die Ersparnis noch zu rechtfertigen. ;-)

*Deswegen* nimmst du den Zug? Ganz ehrlich: Meine Lebenserfahrung zeigt mir, dass sich PKW und Bahn in Sachen "Pünktlichkeit" wenig schenken. Scheiße kann's überall laufen und mit ausreichend Erfahrung weiß man beide Verkehrsmittel einigermaßen einzuschätzen, das "Reiseerlebnis" ist eben unterschiedlich.

Ja, es kann überall scheiße laufen. Allerdings ist es meines Erachtens ein Unterschied, ob ich in einem ICE sitze, dessen tatsächliche Reisezeit für meine Strecke nur im Ausnahmfall um mehr als sagen wir mal 10 Minuten von der von morgens bis abends und von Montag bis Sonntag ziemlich konstanten Reisezeit abweicht, oder ob ich mich am Freitagnachmittag in den planmäßigen Stau auf A5 und A7 einreihe. Auch hier ist eben wieder die Frage, wie manes betrachtet - betrachtet man die Abweichung in der Ankunftszeit gegenüber der bei knüppevoller Autobahn zu erwartenden, oder betrachtet man die Abweichung gegenüber der Fahrzeit, die sich eigentlich aus der Länge der Strecke und der persönlichen Wohlfühlgeschwindigkeit auf der Autobahn eigentlich ergeben müßte? Die Frustration ist natürlich geringer, wenn man für die 300 km ohnehin mit 5 Stunden plant und dann 5:30 braucht, als wenn man von vorneweg mit 2:30 plant. ;-)

Krassestes Beispiel waren mal Mitfahrer im Zug, die nach Berlin wollten und in Frankfurt zeitgleich mit Freunden starteten, die parallel mit dem Auto nach Berlin fuhren (wenn ich es richtig mitbekommen habe, wollten sie eigentlich gemeinsam reisen, aber alle Personen + gesamtes Gepäck ließen sich nicht regelkonform im Auto unterbringen, deshalb teilte man sich auf). Der IC (war nicht mal ein ICE) war gerade in der Anfahrt auf Göttingen, als die beiden Halbgruppen miteinander telefonierten. Die Auto-Gruppe hatte sich durch den Freitagabendstau immerhin schon aus der Stadt raus und auf die Autobahn gekämpft, wo sie gerade den Rasthof Wetterau, rund 25 km von Frankfurt entfernt, passiert hatten. Und es waren keine querstehenden LKW involviert.

Kurz: Auto ginge, du hast keinen Bock! Is ok. Hätte ich auch nicht (zumal ich meist alleine reise, was den Preis stark treibt).

Ich möchte mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie mein Autochen kämpfen müßte, sich und mich über die Kasseler Berge zu wuchten. :-o

Was soll ich also sagen: Der Markt gibt die Flexpreise in der Höhe offenbar her.

So kann man sich das auch schönreden.

Weshalb "schön"?

Ich finde, die von Dir gewählte Formulierung klingt schöngeredet. Immerhin ist geben doch seliger denn nehmen. "Die Bahn nimmt sich, was sie kriegen kann" klingt da doch gleich ganz anders, oder?

Solange das Angebot attraktiver als alle anderen Optionen ist... So what? Das ist eben Markt und Privatwirtschaft.

Womit wir wieder bei den fehlenden - ach, Du weißt, schon, was ich meine. ;-)

Und einmal mehr: Die Höhe der (ggf. mit BC 50 zu rabattierenden) Normal- bzw. Flexpreise ist bei den allermeisten Verbindungen absolut kein Problemfall des Preissystems der DB!

Kann man so oder so sehen. Man denke alleine mal an die doch deutlich unterschiedliche Komfortanmutung zwischen einem ICmod-Zug, am besten freisch gereinigt aus'm Bw kommend, und einem vollkommen abgeranzten, seit seinem Umbau nicht mehr gereinigten Bimz. Beides nennt sich IC und kostet für die gleiche Strecke das gleiche Geld.

Ach dieses Fass... Bei Planbarkeit von maximal 8 Wochen im Voraus und SP-Vorbuchungsfristen von > 6 Wochen bzw. mangelnder Ersparnis wegen BC50 wird das Fenster für SP-Buchungen eben verdammt schmal und öffnet sich eigentlich nur für sehr feste Termine. Bei weniger als 10-15€ Ersparnis, ist der SP prinzipiell keine Option. Und solange ich weiterhin für durchschnittlich roundabout 0,10€/km mit der Bahn reise, ist mir der Name des Produktes herzlich egal.

Gerade letzterem stimme ich zu. Allerdings empfinde ich 14 Tage jetzt nicht als übermäßig lange vorausgebucht. Zumindest für private Fahrten. Und gerade der Freitagnachmittag im ICE, der Frankfurt am Main tangiert, ist jetzt nicht gerade als Sparpreisgarant bekannt.

Ich habe es übrigens neulich mal wieder durchgerechnet - Summe der BC25-rabattierten Sparpreise im letzten Jahr + Jahresgebühr der BC25 ist immer noch weniger Geld als die gleiche Anzahl von Fahrten zum 50% rabattierten unkontingentierten NennihnwieDuwillstPreis + Jahresgebühr der BC50. Auf den Kilometer habe ich es mangels Motivation dann aber nicht mehr umgerechnet.

Stelle ich auch fest ;-) und um nix anderes geht's ja...

Berechnende Grüße,
der Colaholiker

--
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Neue FP-Konditionen schlimmer als die konkrete Höhe

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 16:28 (vor 3267 Tagen) @ Colaholiker

Kommt halt drauf an, wie eng man den Begriff "Alternative" fassen mag.

Richtig.

müßte ich den Begriff "Alternative" schon recht weit fassen, nur um dabei die Ersparnis noch zu rechtfertigen.

...um die es mir in einer theoretischen Betrachtung eigentlich gar nicht geht.

Allerdings ist es meines Erachtens ein Unterschied, ob ich in einem ICE sitze, dessen tatsächliche Reisezeit für meine Strecke nur im Ausnahmfall um mehr als sagen wir mal 10 Minuten von der von morgens bis abends und von Montag bis Sonntag ziemlich konstanten Reisezeit abweicht, oder ob ich mich am Freitagnachmittag in den planmäßigen Stau auf A5 und A7 einreihe.

Planmäßig ist gut! Planmäßig ist planbar.

oder betrachtet man die Abweichung gegenüber der Fahrzeit, die sich eigentlich aus der Länge der Strecke und der persönlichen Wohlfühlgeschwindigkeit auf der Autobahn eigentlich ergeben müßte?

Und beim Zug? Hier weicht die Praxis praktisch immer von den Reisezeiten ab, die theoretisch möglich wären.

Was soll ich also sagen: Der Markt gibt die Flexpreise in der Höhe offenbar her.

So kann man sich das auch schönreden.

Weshalb "schön"?

Ich finde, die von Dir gewählte Formulierung klingt schöngeredet.

Ich finde, es ist einfach eine Beobachtung.

Immerhin ist geben doch seliger denn nehmen. "Die Bahn nimmt sich, was sie kriegen kann" klingt da doch gleich ganz anders, oder?

Du nicht? Gehst du zu deinem Vorgesetzten und sagst: "Cheffe, eigentlich bin ich da ein bisschen überbezahlt - liegt ja doch deutlich über Existenzminimum. Wären 300€ weniger im Monat nicht auch okay?"
Natürlich nimmt die DB was sie kriegen kann. Muss sie auch! 14,25€/19€(21,75€/29€)-SP *müssen* ja quersubventioniert werden. Eigentlich naheliegend, dass einige zu viel bezahlen müssen, wenn man bestimmte Gruppen partout zum Dumpingtarif befördern will.

Kann man so oder so sehen.

Wie so vieles. Ich bleibe dabei: die DB hat schlimmere Baustellen als das Preisniveau.

(OT:) Alles halb so wild!

Blaschke, Donnerstag, 27.04.2017, 21:04 (vor 3267 Tagen) @ Colaholiker

Hallo!

Ich möchte mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie mein Autochen kämpfen müßte, sich und mich über die Kasseler Berge zu wuchten. :-o

Bergrunter ist's gar nicht so schlimm...


Schöne Grüße von

jörg

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

john.lennon, Donnerstag, 27.04.2017, 21:38 (vor 3267 Tagen) @ musicus
bearbeitet von john.lennon, Donnerstag, 27.04.2017, 21:39

Welche Möglichkeiten hat man, als auf die Bahn angewiesener Kunde (kein Auto, kein Fernbus), denn zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will?

Einfache Antwort: kein Ticket kaufen!

Auf meiner Strecke ist der Flexpreis gerade an Freitagen oder Tagen vor und nach Feiertagen höher. Da ich aber nur so fahren kann, buche ich da. D.h. aber nicht das ich es "akzeptiere"

Die DB wird es anders sehen: Jeder der etwas kauft, akzeptiert zwangsläufig Preise und Konditionen. Ganz offensichtlich werden auch seit der Modifikation zum "Differenzierten Flexpreis" die Tickets weiterhin nachgefragt. Dass die DB das Wissen um ihre marktbeherrschende (Monopol-)Stellung in Bares ummünzt ist ebenso naheliegend wie für den Flexpreisfahrer ärgerlich, das Thema ist ja alles andere als neu.
Der DB als Kunde etwas zu "zeigen", funktioniert nur, indem man mit den Füßen abstimmt. In der Praxis heißt das: zu Hause bleiben oder auf einen anderen Verkehrsträger umsteigen.

musicus,

gute Analyse. Aber ich frage mich, wie viel das Ganze der Bahn bringt. Die paar Prozent mehr oder weniger dafür, dass mancher Kunde sich über ungewohnte Preise wundert oder gar ärgert?

Wenn ich mir überlege, dass nur 40% der Kunden mit Flexpreistickets fahren und dass der differenzierte Flexpreis bzw. Abweichungen vom "Standard"-Preis nur an manchen Tagen zur Geltung kommen, frage ich mich, wieviel das bringen soll. Wir reden ja von einem lächerlich kleinen Korridor von +/- 5% oder so was um den Dreh, der nur die Minderheit der Kunden an nur manchen Tagen betrifft. Das ist natürlich absurd wenig Varianz im Vergleich zum Fliegen, wo ein Pax auf MUC-TXL vielleicht 200€, ein anderer 500€ zahlt (beide in Eco Flex, nur unterschiedliche Buchungsklassen).

Ich persönlich finde die Neuregelung zum Fahrtantritt (nun zwingend am ersten Geltungstag) viel einschneidender. Seitdem buche ich nur noch einfache Fahrten. F*** the Bahn. So kriegen sie weniger Infos von mir hinsichtlich des geplanten Rückfahrtermins.

das ist doch nur erst der Einstieg!!!!!!!

Blaschke, Donnerstag, 27.04.2017, 21:47 (vor 3267 Tagen) @ john.lennon

Hallo!

Wenn ich mir überlege, dass nur 40% der Kunden mit Flexpreistickets fahren und dass der differenzierte Flexpreis bzw. Abweichungen vom "Standard"-Preis nur an manchen Tagen zur Geltung kommen, frage ich mich, wieviel das bringen soll. Wir reden ja von einem lächerlich kleinen Korridor von +/- 5% oder so was um den Dreh


NOCH!!!! NOCH!!!!


Es geht doch jetzt erstmal nur darum, einen Einstieg in diese Vorgehensweise zu bekommen! Um den Kunden LANGSAM(!) daran zu gewöhnen! Noch ein paar Jährchen und der Kunde wird es als völlig normal empfinden, dass die Preise schwanken und variieren. Ein "einheitlicher Normalpreis" ist dann was für historische Foren!

Und dann muß und wird sich die DB nicht mit lächerlichen 5% Differenz zufrieden geben!

Wichtig war jetzt erstmal der Einstieg in diese Form der Preisbildung. Das Verdienenwollen steht da erstmal an zweiter Stelle!

Das ist natürlich absurd wenig Varianz im Vergleich zum Fliegen, wo ein Pax auf MUC-TXL vielleicht 200€, ein anderer 500€ zahlt (beide in Eco Flex, nur unterschiedliche Buchungsklassen).

Da gibt es das aber schon "ewig". Die DB erfindet das System erst neu und muß darum langsam den Einstieg schaffen. So Hals über Kopf wie damals mit PEP geht's nicht! In ein paar Jahren werden solche Preisdifferenzen also auch im Zug auch bei Flexpreisen völlig normal sein!


DAS MACHT DIE DB SCHON GANZ CLEVER!!!! HUT AB!!!!


Schöne Grüße von

jörg

das ist doch nur erst der Einstieg!!!!!!!

musicus, Freitag, 28.04.2017, 01:15 (vor 3267 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von musicus, Freitag, 28.04.2017, 01:15

Es geht doch jetzt erstmal nur darum, einen Einstieg in diese Vorgehensweise zu bekommen!

Der ist geschaffen.

Um den Kunden LANGSAM(!) daran zu gewöhnen! Noch ein paar Jährchen und der Kunde wird es als völlig normal empfinden, dass die Preise schwanken und variieren. Ein "einheitlicher Normalpreis" ist dann was für historische Foren!

Ich zitiere mich selbst: [Blaschkemodus] Es geht recht offensichtlich um eine stärkere Ausrichtung auf ein mobility pricing - war hier im Forum ja bereits Thema. Verkehrsstarke, gut ausgelastete Reisetage sollen eben noch mehr abwerfen. Im derzeit "getesteten" Modell dürfte das durchaus in einem Ausmaß der Fall sein, dass man den Kunden an ebenso vielen Mittwochen, Samstagen und weiteren erwartet schwachen Tagen preislich "entgegenkommen" kann. Der "Erfolg" des "Tests" und die "Akzeptanz" durch die Kunden macht eine flächendeckende und dauerhafte Ausdehnung wahrscheinlich. [/Blaschkemodus]

Und dann muß und wird sich die DB nicht mit lächerlichen 5% Differenz zufrieden geben!

Dann werden es eben 6% oder 7% oder 8%. Der DB wird's reichen.

Wichtig war jetzt erstmal der Einstieg in diese Form der Preisbildung. Das Verdienenwollen steht da erstmal an zweiter Stelle!

Nö. An erster! Daher der "Einstieg".

Da gibt es das aber schon "ewig". Die DB erfindet das System erst neu und muß darum langsam den Einstieg schaffen.

Die DB erfindet nicht, sie kopiert munter Fluggesellschaftenpreisbildungsprinzipien.

DAS MACHT DIE DB SCHON GANZ CLEVER!!!! HUT AB!!!!

Copy & paste? Wow. Hut ab.

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

musicus, Freitag, 28.04.2017, 01:08 (vor 3267 Tagen) @ john.lennon

Aber ich frage mich, wie viel das Ganze der Bahn bringt.

Wenn man die "hohen" Flexpreise richtig plaziert: Einiges.

Die paar Prozent mehr oder weniger dafür, dass mancher Kunde sich über ungewohnte Preise wundert oder gar ärgert?

Das ist der Trick: Der einzelne Kunde wundert sich und nimmt die Dreieurofuffzich hin - der Konzern erwirtschaftet damit Millionen.

Wenn ich mir überlege, dass nur 40% der Kunden mit Flexpreistickets fahren

"Nur"? "Nur"? "Nur" fast die Hälfte legt nun Prozente drauf? Kann sich das jemals rechnen???

und dass der differenzierte Flexpreis bzw. Abweichungen vom "Standard"-Preis nur an manchen Tagen zur Geltung kommen

Derzeit "testweise" an 30 Tagen. Künftig bestimmt auch mehr.

frage ich mich, wieviel das bringen soll.

Angesichts dieser Frage, gehe ich davon aus, dass es sich um Jahresbeträge handelt, die das Bruttoeinkommen deines gesamten Erwerbslebens übersteigen. Reicht das?

Wir reden ja von einem lächerlich kleinen Korridor von +/- 5% oder so was um den Dreh, der nur die Minderheit der Kunden an nur manchen Tagen betrifft.

Ich komme gerade von einer freundschaftlichen Runde zurück, in der mir ein Lufthansapilot vorgerechnet hat, welchen bilanziellen Effekt die Ersparnis durch einen technischen Trick von 7 kg Kerosin pro Flug beim Ausrollen hat. Das ist mal richtiger Shareholder-Value, nicht nur so Steuer-Spielgeld-Kinderkram wie bei der DB...

Das ist natürlich absurd wenig Varianz im Vergleich zum Fliegen, wo ein Pax auf MUC-TXL vielleicht 200€, ein anderer 500€ zahlt (beide in Eco Flex, nur unterschiedliche Buchungsklassen).

Nicht wirklich.

Ich persönlich finde die Neuregelung zum Fahrtantritt (nun zwingend am ersten Geltungstag) viel einschneidender.

Schrieb ich bereits.

Seitdem buche ich nur noch einfache Fahrten.

Zu Recht!

F*** the Bahn. So kriegen sie weniger Infos von mir hinsichtlich des geplanten Rückfahrtermins.

Von mir bekommen sie noch nicht mal "Infos" hinsichtlich des Hinfahrttermins :-) Abgesehen vom Automaten 10 Minuten vor Abfahrt :-)

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

john.lennon, Freitag, 28.04.2017, 23:06 (vor 3266 Tagen) @ musicus
bearbeitet von john.lennon, Freitag, 28.04.2017, 23:08

Das ist natürlich absurd wenig Varianz im Vergleich zum Fliegen, wo ein Pax auf MUC-TXL vielleicht 200€, ein anderer 500€ zahlt (beide in Eco Flex, nur unterschiedliche Buchungsklassen).

Nicht wirklich.

Die Preise bezogen sich auf Hin- und Rückflug. Und dafür sind sie schon akkurat. Ein Eco Flex return bei der Lufthansa geht in der niedrigsten Buchungsklasse (K) bei etwa 200, 220 Euro los. Wenn wir -- etwas vereinfachend -- durch zwei teilen, sind das 100 Euro pro einfacher Flug München-Berlin.

In der zweit- bzw. dritthöchsten Buchungsklasse (B/M) kostest Eco Flex auf der Strecke ca. 600 Euro. Also -- wieder vereinfacht -- 300 Eur pro einfachem Flug.

Das sind nun ganz andere Spannen als bei der Bahn. Bei einem Durchschnittspreis von, sagen wir, 150€ für one-way Eco Flex wäre das -33% bis +100%.

Völlig klar, das derartige Spannen bei der bundeseigenen Deutschen Bahn undenkbar ist. Wie auch immer, ich bleibe ich bei meinem Punkt: +/-5% sind als Kinkerlitzchen zu bezeichnen, das hat natürlich nicht die Wirkungen wie die großen Preisdifferenzierungen der Fluggesellschaften.

Diese minimalen Preisänderungen verwirren den Vielfahrer vielleicht ein bißchen. Der Wenigfahrer registriert sie erst gar nicht. Die quantitative Auswirkung auf Bahnumsatz ist lächerlich, Effekte auf die Nachfrage dürften trivial sein. (Wer fährt denn wegen dieser lächerlichen Preisunterschiede an einem anderen Tag?)

Wenn man diesen differenzierten Flexpreis als signifikant bewerten will, dann nur, indem man sagt, "dies sind doch nur die ersten Gehversuche der Bahn, eine weitaus deutlichere Preisdifferenzierung wird kommen!"

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

musicus, Samstag, 29.04.2017, 00:01 (vor 3266 Tagen) @ john.lennon

Das sind nun ganz andere Spannen als bei der Bahn. Bei einem Durchschnittspreis von, sagen wir, 150€ für one-way Eco Flex wäre das -33% bis +100%.

Ich finde den Vergleich schwierig, da bei Fluggesellschaften offenbar anders gearbeitet wird als bei der Bahn. Die Sache mit den Buchungsklassen ist offenbar noch um einiges verwirrender sowie wesentlich stärker segmentiert und kontingentiert als der DB-Tarif, was ich allerdings nicht als Argument pro DB gelten lassen will - sie wird nicht automatisch zur Insel der Seligen, nur weil's anderswo noch desaströser ist. Die totale Unübersichtlichkeit heizt das Feuer der Geizgeilen.
> Völlig klar, das derartige Spannen bei der bundeseigenen Deutschen Bahn undenkbar ist
Beim Flexpreis sicherlich. Aus dem Bauch heraus kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass die Preise für dieselbe Beförderungsleistung innerhalb einer Beförderungsklasse im Luftverkehr weiter gefächert sind als bei der DB (14,25€-149€ in Klasse 2, ca. Faktor 10)

Wie auch immer, ich bleibe ich bei meinem Punkt: +/-5% sind als Kinkerlitzchen zu bezeichnen, das hat natürlich nicht die Wirkungen wie die großen Preisdifferenzierungen der Fluggesellschaften.
Diese minimalen Preisänderungen verwirren den Vielfahrer vielleicht ein bißchen.

Völlig richtig - aber sie treffen den bereits vermutlich einträglicheren Vielfahrer stärker als den Wenigfahrer, verschleiern ohne Not die tatsächlichen Preiserhöhungen und sollen das Preisgefühl weiter erodieren lassen. Das muss ich nicht gut finden.

Wer fährt denn wegen dieser lächerlichen Preisunterschiede an einem anderen Tag?

Keiner, deswegen nimmt der DB die Lüge von der Auslastungssteuerung durch Differenzierten Flexpreis auch niemand ab.

Wenn man diesen differenzierten Flexpreis als signifikant bewerten will, dann nur, indem man sagt, "dies sind doch nur die ersten Gehversuche der Bahn, eine weitaus deutlichere Preisdifferenzierung wird kommen!"

Schrieb ich wiederholt :-/ Die Gehirnwäsche der Kundschaft ist in vollem Gange...

Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen

john.lennon, Sonntag, 30.04.2017, 08:11 (vor 3265 Tagen) @ musicus
bearbeitet von john.lennon, Sonntag, 30.04.2017, 08:14

Wenn man diesen differenzierten Flexpreis als signifikant bewerten will, dann nur, indem man sagt, "dies sind doch nur die ersten Gehversuche der Bahn, eine weitaus deutlichere Preisdifferenzierung wird kommen!"

Schrieb ich wiederholt :-/ Die Gehirnwäsche der Kundschaft ist in vollem Gange...

Ich glaube das nicht. Vielmehr halte ich den differenzierten Flexpreis für ein irregeleitetes Experiment der Bahn.

Eine nicht-triviale Preisdifferenzierung beim Flexpreis (der in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch als Normalpreis gesehen wird) an unterschiedlichen Tagen wäre politisch unopportun. Das ist ein Riesenproblem, so lange die Bahn im Bundeseigentum ist.

Insofern ist dieses Experiment unausgegoren und wird vermutlich bald beendet. Die preisempfindlichsten Kunden, die auf eine Preisänderung von -10 oder +10 Prozent reagieren, fahren halt nur selten mit Flexticket, sondern meist mit Sparpreis, Zeitkarte für den Regionalverkehr, Lidl Ticket, L'Tur Ticket usw.

Und für die Leute, die den Flexpreis tatsächlich zahlen, wären größere Preisschwankungen nötig. Aber der Bund als Eigentümer wird nicht zulassen, dass eine Bahnfahrt Müncehn-Berlin in der 2. Kl. manchmal 300€ kostet (wie ein one-way Economy Flug).

Und, da Du mir die Preisschwankungen bei Flugtickets nicht zu glauben scheinst, hier ein Beispiel:
München-Berlin Tegel einfach am kommenden Dienstag um 11:00 morgens mit LH2036 kostet aktuell 306 EUR und zwar in Economy Light; es wären sogar 366 Euro in Economy Flex.

Sparpreise buchen

Höllentalbahn, Donnerstag, 27.04.2017, 15:40 (vor 3267 Tagen) @ Arcx

- kein Text -

Konformismus als Zeichen mangelnder Akzeptanz?

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 15:43 (vor 3267 Tagen) @ Höllentalbahn

- kein Text -

Sparpreise sind begrenzt

Henrik, Donnerstag, 27.04.2017, 16:00 (vor 3267 Tagen) @ Höllentalbahn

..zieht also nicht.
höchstens für ein individuellen Fahrgast (ein anderer leidet dann)*,
gewiss eine angemessene Möglichkeit zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will,
gar im Sinne der Intention, im Sinne der Bahn. Win-Win

*abgesehen natürlich von den Zusatzzügen, wie an Weihnachten, Ostern etc.

Sparpreise buchen

tommy_898, Donnerstag, 27.04.2017, 16:58 (vor 3267 Tagen) @ Höllentalbahn

Entweder gar keiner verfügbar oder viel teurer wie der Flexpreis.

Alternativlos ist da gar nichts!

Blaschke, Donnerstag, 27.04.2017, 21:10 (vor 3267 Tagen) @ Arcx

Hallo!

Der "Erfolg" des "Tests" und die "Akzeptanz" durch die Kunden macht eine flächendeckende und dauerhafte Ausdehnung wahrscheinlich.

Welche Möglichkeiten hat man, als auf die Bahn angewiesener Kunde (kein Auto, kein Fernbus), denn zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will?

Ganz einfach: Das Leben so organisieren, dass man auf die DB nicht angewiesen ist.

Umziehen, Job wechseln, Führerschein machen und Auto kaufen, oder oder oder...

Oder eben für sich entscheiden, dass das Übel gestiegener Preise das kleinere Übel ist und dann zahlen.


Schöne Grüße von

jörg

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

fxe, Donnerstag, 27.04.2017, 07:09 (vor 3268 Tagen) @ musicus

Bei meiner Strecke Frankfurt - Deutschrand war es aber so, dass der Freitag günstiger war als die übrigen Tage.
Dahinter könnte die Philosophie stecken:
Freitag bekomme ich von vielen Leuten die Mitfahren eh schon viel Geld (wenig Sparpreise), da müssen die Flex-Preisler nicht noch zusätzlich dazubuttern.
Mittwoch beispielsweise ist die Nachfrage geringer und neben den Vollzahlern/Halbzahlern wie Geschäftsleute sind nur Schnäppchen auf einem Zug. Da holt man sich von den Flexpreisen eben noch etwas mehr?
Dann würde das taggenauweise Denken auch wieder Sinn ergeben, eben mit der Maximierung des Tagesumsatzes, sollte irgendeine Auslastungssteuerung dahinter stecken müsste man ja blaue und weiße Tagesabschnitte einführen.
Offensichtlich kein festes Schema und dann nirgendwo transparent ohne durchtesten nachvollziehbar.

Aber wohl einfach von den Usern stillschwigend akkzeptiert? Nichteinmal ein Raunen in der Öffentlichkeit, insbesondere bei Lobbyisten?

Flexpreis: Fahrgastverbände kritisieren neues Preissystem

Henrik, Donnerstag, 27.04.2017, 17:00 (vor 3267 Tagen) @ fxe

Bei meiner Strecke Frankfurt - Deutschrand war es aber so, dass der Freitag günstiger war als die übrigen Tage.

hört sich interessant an. Die Reiseauskunft kennt Deutschrand nicht.
Beispiele?

Dahinter könnte die Philosophie stecken:
Freitag bekomme ich von vielen Leuten die Mitfahren eh schon viel Geld (wenig Sparpreise), da müssen die Flex-Preisler nicht noch zusätzlich dazubuttern.
Mittwoch beispielsweise ist die Nachfrage geringer und neben den Vollzahlern/Halbzahlern wie Geschäftsleute sind nur Schnäppchen auf einem Zug. Da holt man sich von den Flexpreisen eben noch etwas mehr?

hahahar.
Alitalia-Philosophie?
Wo die Züge eh schon voll sind, locken wir noch mal Leute rein,
wenn die Züge schön leer sind, dann erhöhen wir die Preise, damit ja nich noch mehr Leute da mitfahren wollen.
klingt plausibel. 500.000 Miese pro Tag sollte zu schaffen sein damit. ;)

Dann würde das taggenauweise Denken auch wieder Sinn ergeben, eben mit der Maximierung des Tagesumsatzes, sollte irgendeine Auslastungssteuerung dahinter stecken müsste man ja blaue und weiße Tagesabschnitte einführen.

Unterm Strich verspricht sie sich einen höheren Umsatz.
Die Bahn will so ihre Züge gleichmäßiger besetzen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/deutsche-bahn-fahrgastverbaende-kritisieren-neues-p...

Die Bahn will erreichen, dass sich Reisende gleichmäßiger auf die Züge verteilen.
http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/deutsche-bahn-bahn-erhoeht-preise-im-fernv...

Offensichtlich kein festes Schema und dann nirgendwo transparent ohne durchtesten nachvollziehbar.

das Schema ist fest und so auch kommuniziert, es handelt sich zunächst um einen Test über 30 Tage, ist komplett durchtestbar.

Aber wohl einfach von den Usern stillschwigend akkzeptiert? Nichteinmal ein Raunen in der Öffentlichkeit, insbesondere bei Lobbyisten?

was für Usern?

Pro Bahn is bekanntlich an die Decke gesprungen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/deutsche-bahn-fahrgastverbaende-kritisieren-neues-p...

https://web.de/magazine/reise/heimliche-preiserhoehung-deutschen-bahn-31943236

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

Henrik, Mittwoch, 26.04.2017, 23:03 (vor 3268 Tagen) @ Bahngenießer

Für mich ist der "differenzierte Flexpreis" nur Abzocke und hinsichtlich der betroffenen Tage kaum zu durchschauen.

die 30 Tage mit unterschiedlichen Preisen stehen fest.

Für manche Verbindungen habe ich einfach mal x verschiedene Tage durchgespielt und zum Beispiel festgestellt:
Montag bis Freitag sowie Sonntag: erhöhter Flexpreis!

Beispiel?

An vielen Samstagen: kein erhöhter Flexpreis!
Oftmals ist der Preisunterschied nur einen Euro bzw. mit Bahncard 50 Cent.

also totale Abzocke..? ;)

Ich glaube:
Zu Mehreinnahmen wird der differenzierte Flexpreis bestimmt führen.
Das propagierte Ziel, Fahrgäste von verkehrsstarken Tagen zu verkehrsschwachen Tagen hinlocken zu wollen, wird dadurch aber sicher kaum erreicht.

das wird dieser Test zeigen - dafür ist er da.

So wird man die "Ermäßigungen" an verkehrsschwachen Samstagen sicher irgendwann heimlich wegfallen lassen.

ganz gewiss nich - denn genau das is ja das große Erfolgmodell

Wo sind die 30 besagten, feststehenden Tage einsehbar?

musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 23:05 (vor 3268 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 23:07

- kein Text -

bahn.de

Henrik, Mittwoch, 26.04.2017, 23:09 (vor 3268 Tagen) @ musicus

- kein Text -

Sehe da nichts...

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 26.04.2017, 23:40 (vor 3268 Tagen) @ Henrik

Auf bahn.de wird mir angezeigt: Navigationsleiste; Fahrplan und Buchung, Sparpreisfinder, Pünktlichkeit, meine Buchungen; Sparpreis Gruppe, Interrail, Sparpreis, Probebahncard, Platzreservierung, Geschenkgutscheine, IC Bus, Hotelbuchungen; bahn.corporate, nochmal IC Bus, Ländertickets, Städtereisen und unten weiter diverse Angebote. Von bestimmten Tagen sehe ich da nichts.

--
Weg mit dem 4744!

Sieht da einiges...

Henrik, Mittwoch, 26.04.2017, 23:44 (vor 3268 Tagen) @ JeDi

Auf bahn.de wird mir angezeigt: Fahrplan und Buchung, Sparpreisfinder, Sparpreis Gruppe, Sparpreis, ...

Von bestimmten Tagen sehe ich da nichts.

eben u.a. genau dort, ja.
viele Tage wurden ja bereits explizit erwähnt.

Sieht da einiges...

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 26.04.2017, 23:47 (vor 3268 Tagen) @ Henrik

eben u.a. genau dort, ja.

[image]

Wo denn? Ich kann nichts erkennen.

--
Weg mit dem 4744!

Sieht da einiges...

Henrik, Mittwoch, 26.04.2017, 23:53 (vor 3268 Tagen) @ JeDi

eben u.a. genau dort, ja.

http://up.picr.de/29027382sn.png

Wo denn? Ich kann nichts erkennen.

eben genau dort.
Start eingeben, Ziel und Datum. fertig.

Nein. "Verkauf ab 13.06.17 möglich". Keinerlei Preisangabe

musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 23:57 (vor 3268 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 26.04.2017, 23:59

Die Preise sind nicht für die gesamte Fahrplan-/Tarifperiode ermittelbar.
Die Intransparenz geht zulasten des Kunden.

Ja. Preis für 09.12.17 bekannt

Henrik, Donnerstag, 27.04.2017, 00:18 (vor 3268 Tagen) @ musicus

Die Preise sind nicht für die gesamte Fahrplan-/Tarifperiode ermittelbar.

sie sind es.

6 Monate und mehr im voraus fest einsehbar.

Die Intransparenz geht zulasten des Kunden.

klar..... Wieviel Jahre solls denn gerne sein?

voll krasse Intransparenz..

...nur dem Kunden nicht.

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 00:33 (vor 3268 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 00:38

6 Monate und mehr im voraus fest einsehbar.

Auf bahn.de nicht.

Troll die, die auf dich noch reinfallen!
EOD.

...dem Kunden ebenso.

Henrik, Donnerstag, 27.04.2017, 01:15 (vor 3268 Tagen) @ musicus

6 Monate und mehr im voraus fest einsehbar.

Auf bahn.de nicht.

bei der Reiseauskunft, nicht nur online, bis 6 Monate fest, weitere Tage ja ebenso, wie der erwähnte Dezembertag.

ebenso war das erwähnte Pfingsten weit mehr als 6 Monate im voraus bekannt.


Erstmals führt die Bahn für den Flexpreis unterschiedliche Tarife an bestimmten Wochenenden ein, zum Beispiel an Pfingsten. Dann kostet etwa die Bahnfahrt Frankfurt-München generell 103 Euro, am reisestarken Freitag 106 Euro, am folgenden Sonntag 100 Euro. Diese Neuerung wird von Januar bis Dezember 2017 getestet. Die Bahn will erreichen, dass sich Reisende gleichmäßiger auf die Züge verteilen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/deutsche-bahn-preiserhoehung-fernverkehr

http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/deutsche-bahn-bahn-erhoeht-preise-im-fernv...

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/deutsche-bahn-fahrgastverbaende-kritisieren-neues-p...

Wieder mal unwahr! Tagespreise > 180 Tage bleiben geheim.

musicus, Donnerstag, 27.04.2017, 08:14 (vor 3268 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

Sieht da einiges...

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 27.04.2017, 07:21 (vor 3268 Tagen) @ Henrik

Start eingeben, Ziel und Datum. fertig.

Da passiert genau gar nichts, außer, dass Vorschlagslisten für Start und Ziel erscheinen.

--
Weg mit dem 4744!

Differenzierter Flexpreis: Kaum zu durchschauen!

kllaas, Donnerstag, 27.04.2017, 12:40 (vor 3268 Tagen) @ Bahngenießer

Hallo zusammen,

ich habe soeben die Preise von SNCB und Öbb für die Strecke von Freiburg nach Mannheim, Regelpreis mit BC 25f in der 2. Klasse verglichen. Für den 23.5. ab 14 Uhr und für den 24.5. ab 14 Uhr.
Bei der DB ist der Unterschied 1,70 €. Für ICE oder IC/EC.
Bei der SNCB sind die Preis an den beiden Tagen genau gleich, mit dem Unterschied 1,70 €.
Bei der ÖBB liegt der Preis um 0,30 € niedriger. Dafür keinen Unterschied zwischen ICE und IC/EC im Preis.

Also genauer bei den Bahnen schauen und da buchen, wo es weniger kostet. Vielleicht ist ja bei einer anderen bahn der Preis auch mal deutlich günstiger.

Oder eine Verkäufer wählen, der bei vielen Anbietern die Preise vergleicht.

Gute Fahrt ... Kristian

Bahn dreht an Preis- und Daumenschrauben quiiiieeeeeeetsch

GUM, Donnerstag, 27.04.2017, 10:45 (vor 3268 Tagen) @ Mint

Bis Anfang April kostete "meine" Verbindung noch 43 Euro (Flexpreis mit Bahncard 50). Nun soll ich 44,25 Euro bezahlen, also knapp 3 % mehr. Identische Verbindung, gleicher Reisetag, gleiche Zeit (Freitagnachmittag).

Hab ich etwas verpasst? Schon die Erhöhung zum Stichtag im Dezember war überproportional im Vergleich zur damaligen Pressemitteilung (von 41 Euro auf 43 Euro bzw. +4,9 %).

Hallo Mint,


nein, nicht wirklich. Die Bahn hat mit dem letzten Fahrplanwechsel einfach mal wieder an den Preis- und Daumenschrauben gedreht.

Die verkürzte Geltungsdauer des damaligen Flexpreises wird nunmehr mit einem weiteren Preiserhöhungsinstrument kombiniert.

Erlebe ich es noch, dass das Auto attraktiver wird?

Ja, leider! An jedem Pendlerparkplatz und den Innenstädten zu beobachten: Die durchschnittlichen Autopreise bzw. die Autogrößen steigen wieder. Die Menschen geben einem Verkehrsmittel wieder mehr Geld, was nach diversen Umweltskandalen eigentlich schon fast als "out" angesehen wurde.

Aus dem Angebot der Süddeutschen Zeitung, Online, vom 14.01.2014

Ähnlich wie bei verschiedenen anderen Maßnahmen auch verspielt die Bahn leider die Zuneigung früher sehr treuer Kunden.

Liebe Grüße

GUM

--
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Schon wieder Preiserhöhung?

Mint, Donnerstag, 27.04.2017, 22:38 (vor 3267 Tagen) @ Mint

Vielen Dank für die vielen Beiträge, interessante Diskussion!

Ich zitiere mal die Pressemitteilung der Bahn
Preise im DB-Fernverkehr steigen zum Ende des Jahres um durchschnittlich 1,3 Prozent
und dann
Die DB weitet zunächst für ein Jahr ihren Test zum differenzierten Flexpreis national aus. Seit August testet die DB auf den Strecken Frankfurt/Main–Köln und München–Nürnberg Flexpreise, die sich tageweise in der Höhe leicht unterscheiden. Mit dem Test untersucht die DB, ob durch unterschiedliche Preishöhen im Flexpreis mehr Fahrgäste gewonnen und eine bessere Lenkung der Nachfrage erreicht werden können.

http://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/12276904/p201609...

Da steht nirgends, dass dies zu (bis zu) 8 % höhere Preise bedeutet. Wäre die Bahn ehrlich, wäre ich zu 80 % weniger angepisst.

Für den höheren Preis darf ich dann noch IC2 fahren (seit dem Fahrplanwechsel). Nein, das ist keine Verbesserung. Aber angeblich ist dieser Zug ja so viel günstiger für die Bahn. Ha ha.

Ähnliches Thema: Kaffe -- Dahinter steht eine versteckte Preiserhöhung.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-fruehstueckskaffee-fuer...
Ist mir Latte (Wortspiel), Inflation ist mir nicht unbekannt, aber die Art der Bahn mag ich nicht an dieser Stelle. Als wäre sie ein Telefon- oder Stromanbieter.

Tja, Alternativen ... Augen auf bei der Berufswahl sag ich nur! Sparpreise konnte ich praktisch noch nie nutzen (um den Jahreswechsel mal Sparpreis 1. Klasse zum praktisch gleichen Preis wie flexibilisierter Normalpreis mit BC 50 -- natürlich ohne Rabatt, weil mit Nahverkehrsanteil, das steht im Kleingedruckten). Da ich sehr unflexibel bin, fahre ich stets zum flexiblen Preis.

Hinzu kommen unklare, falsche Informationen im Navigator. Und wenn ich durch Baustellen der Bahn Umwege fahren muss, darf ich noch mehr bezahlen für eine Fahrt von A nach B (bin ja dann auch länger unterwegs).

Zurzeit bin ich ein extrem unzufriedener Bahnkunde.

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