OT: Einfach an die Türe stellen (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 30.11.2016, 23:42 (vor 3423 Tagen) @ ALR997

Dazu fällt mir eine Situation aus einem Bus in einer nicht zu nennenden deutschen Großstadt ein.

Eindeutig: Hamburg!

Wir saßen in einem offensichtlich sehr langen Stau, an einer autobahnmäßig ausgebauten Schnellstraße, die Vorwärtsgeschwindigkeit konnte man etwa mit 100m pro 15 Minuten angeben, würde ich meinen.

Ich sag es doch, Hamburg! Sicher der 31er Rathausmarkt-Lauenburg ZOB, oder? ^^


Ein Fahrgast hatte diesen Stau (zurecht) nicht einkalkuliert und spürte dann bereits einen gewissen Druck. Nach einer Diskussion mit dem Fahrer, da dieser den Ausstieg auf dieser Strecke nicht verantworten wollte, wurde ein Kompromiss geschlossen: die hintere Türe wurde geöffnet, der Fahrgast erleichterte sich vom Rand der Tür an den Abhang. Danach wurde die Tür wieder geschlossen, der Fahrgast musste im Bus verbleiben.

Also bei so einem Stau kann man doch wirklich mal aussteigen... aber naja, westeuropäische Sicherheit und so.

Ähnliches Verfahren würde ich dann in der S-Bahn erwarten - für die dringendsten Geschäfte, mindestens bei den männlichen Fahrgästen, sollte es reichen. Allerdings sehe ich da im Zweifelsfall schon Potential für mögliche Auslegungen. So müsste das EVU dafür sorgen, dass die Fahrgäste alle Möglichkeiten haben, notwendige Körperfunktionen durchzuführen.

Ich stelle mir das ganz spannend vor, wenn man da auf die Stromschiene pinkeln will *SCNR*

Ansonsten, ich will nicht dabei sein, wenn "alle Körperfunktionen" durchgeführt werden... da will niemand dabei sein, wirklich.

Wenn die DB sich also weigert oder aber nicht in der Lage sieht, in irgendeiner Art und Weise zu ermöglichen, dass solche Vorgänge von Statten gehen können, dann sähe ich persönlich es als legitim an, dem Problem in angemessenem Maße und auf eigenes Ermessen zu reagieren. Wie genau diese Reaktion aussähe, müsste jeder selber entscheiden.

Wie soll ich diese Bilder im Kopf wegkriegen... argh.

Ich bin allerdings ehrlich gesagt froh, bisher immer noch irgendwo ein WC gefunden zu haben.

Ich bin dahingegend auch froh, da immer ein WC zu haben, ist wohl so ein Vorteil, wenn man Wochenendpendler ist, man hat in jedem Fall mindestens ein Klo im Zug.

Da will ich was angenehmeres zum Thema Abort beisteuern.

Wenn ich nämlich ein Bahnhofsklo empfehlen kann, dann ist es das beim Wiener Hauptbahnhof. Für a small loan of a fifty Cents kriegt man wirklich super gepflegte WCs, dessen Brillen sich nach Benutzung selber reinigen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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