Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn (1/5 m 66 B) (Reiseberichte)

TD, Samstag, 19.11.2016, 17:47 (vor 3411 Tagen)

Hallo zusammen,

nachdem ich zuletzt noch einen herbstlichen Reisebericht aus 2015 zwischen Höllental und Kaiserstuhl nachgeholt hatte, starten wir nun ins Jahr 2016 mit einer Frühlingstour Richtung Süden.

Auf der Suche nach einem weniger bekannten Bahn-Reiseland soll es diesmal in den Vatikan gehen. Nachdem die Bahnfahrt beim Musei Vaticani gebucht war, stellte sich die Frage nach An- und Abreise. Lötschbergroute und Gotthardstrecke hatte ich erst bei der letzten Sizilienreise genutzt und über den Brenner ist mir der Umweg zu weit - so fällt für die Anreise die Wahl auf die Albula- und Berninalinie. Für die Rückfahrt haben wir etwas mehr Zeit und ich erinnere mich, dass es in Triest eine interessante Straßenbahn mit Anbindung an das slowenische Bahnnetz gibt. Damit ist auch die Wocheiner Bahn gesetzt, in Österreich liegt zudem die vor der Teileinstellung stehende Gailtalbahn am Weg und in Deutschland wollen wir die Münchner BR 420 besuchen und zum Abschluss zwei außergewöhnliche Intercitys nutzen.

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Wir reisen von Konstanz über Chur und Tirano mit einem Zwischenstopp am Comer See nach Mailand und weiter nach Rom. Am zweiten Reisetag fahren wir vom vatikanischen Bahnhof zur Papstresidenz Castel Gandolfo. Mit einem Intercity geht es am dritten Reisetag quer durch Italien bis nach Triest, von dort schließlich mit der Straßenbahn nach Villa Opicina und über Sežana auf der Wocheiner Bahn an den Bleder See. Durch den Karawankentunnel führt uns die Tour am fünften Tag nach Villach, wo wir einen Abstecher nach Kötschach-Mauthen machen, bevor es auf der Tauernbahn weiter nach Salzburg geht. Schließlich fahren wir noch ins Münchner Umland nach Altomünster, bevor wir einen Intercity mit dem illustren Laufweg München – Nürnberg – Stuttgart besteigen und dann auf der Gäubahn zurück an den Bodensee reisen. Auf der erstklassigen Tour im April hatte mich mein Bruder begleitet.


Tag 1: Konstanz – Kreuzlingen - Romanshorn – Rorschach – Chur – Samedan – Pontresina – Tirano – Bellano – Mailand - Rom

Wir starten unsere Rundreise um 6:21 Uhr am Bahnhof von Konstanz. Das Wetter am ersten und letzten Reisetag ist ziemlich mies, aber da ich die Strecken schon kenne, ist das nicht so dramatisch. Für Sonnenbilder müsst Ihr Euch bis zum nächsten Teil des Reiseberichts gedulden, aus diesem Grund gibt es von der ersten Etappe auch nicht so viele Bilder.

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Unser Weg nach Rom ist mit einigen Umstiegen gepflastert, auf der Fahrt mit einem der alten GTW von Thurbo auf der Seelinie zwischen Romanshorn und Rorschach haben wir schon zwei Umstiege hinter uns.

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In Rorschach bleibt nicht nur Zeit für ein Foto des Gefährts, mit dem wir eben angekommen sind. Wir können zudem mit dem Panoramalift zur Aussichtsplattform oberhalb des Bahnhofs fahren und einen Blick über den Bodensee werfen.

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Mit einem Regio-Dosto geht es nun von Rorschach zunächst weiter am Bodenseeufer und dann dem Rheintal folgend nach Chur.

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Wie schön, dass wir gemütlich im Trockenen sitzen, während es regnet und die Wolken tief über dem Rheintal hängen.

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In Chur wechseln wir vom Normalspurgleis hinüber...

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...zum Meterspurgleis der Rhätischen Bahn. Am Bahnsteig steht der RegioExpress nach St. Moritz, der am Zugschluss sozusagen als Kurswagengruppe den Bernina-Express nach Tirano mitführt.

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Eigentlich wollen wir ja auch nach Tirano, allerdings ziehe ich ein offenes Fenster dem Panoramawagen vor. Während sich die Touristen aus Übersee auf die Panoramawagen stürzen, haben wir einen herkömmlichen Großraumwagen fast für uns alleine.

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Wir fahren nun auf der Albulabahn bis Samedan, dort wird der Zug geteilt und wir fahren mit dem Bernina-Express über Pontresina nach Tirano.

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Als Flachlandbewohner sind wir im April längst auf Frühling eingestellt, bei der Fahrt entlang der Albula holen wir hier oben den Winter nochmals ein. Was sich anfangs nur als ein leichter weißer Puder zeigt, verwandelt sich während der Fahrt noch in ein richtiges Winter-Wunderland.

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Gut, der Klassiker mit dem Landwasserviadukt darf natürlich nicht fehlen...

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...und mit den Panoramawagen des BEX am Zugschluss.

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Nach dem Halt in Bergün geht es mittels Kehrtunnel, Viadukten und Brücken hinauf nach Preda, wo der knapp sechs Kilometer lange Albulatunnel beginnt. Auf rund 1.800 Metern über dem Meer ist der Albulatunnel der zweithöchste Alpendurchstich der Schweiz.

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Unterdessen ziehen wir um, denn in Samedan wird der Zug geteilt. Auf dem kurzen Abschnitt bis Pontresina wird der Bernina-Express solo geführt und wir kommen doch noch in den Genuss des Panoramawagens.

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Kurz darauf stehen wir auf dem Bahnsteig in Pontresina und schauen dem Rangiermanöver zu. Der Regio aus St. Moritz wird vor den Bernina-Express gesetzt und wir besteigen den führenden Allegra-Triebwagen.

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Ok, in der ersten Reihe haben sich schon Amis breit gemacht – aber dafür habe ich das Fenster rechts zum Aufmachen ;)

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Das Wetter ganz oben am Berninapass ist recht bescheiden...

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...aber ab Alp Grüm wird zumindest die Sicht besser. Wir sind hier noch auf 2.091 Meter über dem Meeresspiegel und haben nun einen Ausblick auf den Palü-Gletscher, dann geht es auf Talfahrt ins Puschlav.

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Mit der sogenannten Himmelskurve beginnt die Gefällestrecke durch Galerien und Kehren; während der Talfahrt wird die Schneedecke bald dünner und die Landschaft präsentiert sich wieder grün.

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Vorhin noch Gebirgsbahn erinnert die Strecke bei der Ortsdurchfahrt von Sant’Antonio nun an eine Straßenbahn.

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Natürlich darf auch das Kreisviadukt von Brusio in einem Reisebericht der Berninabahn nicht fehlen.

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Die Allegra-Triebwagen haben eine verglaste Zwischenwand zum Führerstand, so dass wir dem Lokführer über die Schulter schauen können. Hier fahren wir schon durch die Straßen von Tirano.

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Ein letztes Bild gibt es von der Piazza Basilica in Tirano, wo die Gleise über einen Kreisverkehr vor der Kirche Madonna di Tirano führen.

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Zwischenzeitlich hatte ich mir einige Sorgen um den 8-Minuten-Übergang in Tirano gemacht, denn wir hatten unterwegs bis zu 10 Minuten Verspätung. Bis Tirano ist diese Verspätung aber wieder aufgeholt und wir haben genügend Zeit, um vom RhB-Bahnhof zu wechseln...


Es geht gleich weiter...

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Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn (1/5 m 66 B) Fortsetzung

TD, Samstag, 19.11.2016, 17:52 (vor 3411 Tagen) @ TD

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...hinüber zum normalspurigen Bahnhof der Trenitalia. Der Regionalverkehr von Tirano nach Mailand wird von der Trenord betrieben, zum Einsatz kommt ein lokbespannter Zug mit einem Erste-Klasse-Wagen in auffälligem Rot.

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Durch das Veltlin folgen wir nun dem Fluss Adda bis zum Comer See, dann führt die Strecke teilweise direkt am Seeufer entlang.

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Der 8-Minuten-Übergang in Tirano war mir etwas zu kritisch in Bezug auf eine zuggebundene Fahrkarte ab Mailand, so dass ich unterwegs einen Puffer eingebaut hatte. Nachdem ich Tirano schon kannte, war ich auf der Suche nach einem schönen Zwischenhalt auf das 3.000-Einwohner-Städtchen Bellano am Comer See gestoßen. Und so verlassen wir am Bahnhof Bellano-Tartavalle Terme den Zug.

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Neben einer Altstadt und einer Uferpromenade gibt es hier mit der Orrido di Bellano eine weitere Sehenswürdigkeit. Unweit des Bahnhofs befindet sich der Zugang zur Orrido-Schlucht, die vom Wildbach Pioverna in den Felsen gefressen wurde. Für drei Euro Eintritt kann man hier auf Stegen, Treppen und in den Fels geschlagenen Pfaden durch die enge Klamm wandeln.

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Am Fuße der Schlucht steht der „Cà del Diavol” (Casa del Diavolo); das Teufelshaus wacht nicht nur über den Fluss Pioverana, sondern auch über die Bahngleise, die unmittelbar an der Schlucht vorbeiführen.

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Wir folgen nun dem Fluss bis zur Mündung im Lago di Como. Der Comer See ist der drittgrößte See Italiens, nur schade, dass das Bergpanorama etwas getrübt ist. Auch die Altstadt ist recht schmuck mit engen Gassen und Treppen.

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Nun zurück an den Bahnhof, wir setzen jetzt die Fahrt nach Mailand fort. Interessant fand ich die Online-Buchung bei der Trenitalia. Die Strecke Bellano-Rom lässt sich durchgehend buchen, per Mail kommen dann zwei PDF-Fahrscheine, für Bellano-Milano mit Trenord-Logo, für Milano-Rom mit Trenitalia-Logo.

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Diesmal verkehrt ein Minuetto-Triebwagen von Trenord (ETR 425 / Coradia Meridian).

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Die Strecke führt weiter entlang des Comer Sees. Vor dem Zugfenster taucht bald die Halbinsel von Bellagio auf, die den See in zwei Arme teilt.

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Die weitere Fahrt ist ereignislos und wir erreichen pünktlich Milano Centrale. Nachdem wir heute bisher nur im Regionalverkehr unterwegs waren, gibt es nun zum Abschluss ein Kontrastprogramm mit dem Frecciarossa 1000 (ETR 1000), dem Stolz der Trenitalia im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die ersten der auf bis zu 360 Stundenkilometer ausgelegten Züge sind seit 2015 im Regelbetrieb. Die Züge verfügen über vier Klassen von Standard über Premium und Business bis zu Executive.

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Ja gut, die Fahrt in der Executive-Klasse ist schon etwas dekadent – aber als mich bei der Buchung ein Super Economy-Preis angelacht hatte, konnte ich nicht widerstehen. Die Executive-Klasse nimmt den ganzen Endwagen ein, sie besteht aus einem Großraumbereich mit Einzelsitzen und einem abgetrennten Meetingraum. Bei den Sitzen lassen sich per Knopfdruck die Rückenlehne und die Beinstützen verstellen, außerdem lassen sich die Sessel durch den Fahrgast per Knopfdruck in einem begrenzten Radius drehen. Durch einen versteckten „Geheimknopf“ kann das Personal die Sitze zudem um 180 Grad drehen, so dass niemand rückwärts oder vom Reisepartner abgewandt sitzen muss. Steckdosen, Leselicht und ein ausklappbarer Tisch sind natürlich auch integriert.

Den Fahrgästen werden zunächst Hot Towels gereicht und es werden die Getränkewünsche aufgenommen, dann können wir aus der Speisekarte wählen und eine Wunschzeit für das Essen festlegen. Speisen und Getränke sind inklusive.

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Die Strecke ist landschaftlich nicht besonders spektakulär...

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...und so werfen wir mal einen Blick in das WLAN-Bordportal des Frecciarossa.

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Mich interessieren natürlich besonders die Kartenansicht und die Geschwindigkeitsanzeige. Nur schade, dass man offenbar eine Straßenkarte verwendet, auf der die Bahnstrecke gar nicht eingezeichnet ist.

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Pünktlich wie vereinbart wird nun das Abendessen serviert, mein Bruder hat sich für Hähnchenbrust entschieden, für mich gibt es Tagliatelle.

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So ganz perfekt ist das System aber auch nicht, gerade auf der an Tunneln nicht armen Direttissima zwischen Bologna und Florenz gibt es kein GPS-Signal und damit weder Kartenansicht noch Geschwindigkeitsanzeige.

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Bei den trüben Wetteraussichten für Rom...

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...brauchen wir noch ein paar frische Vitamine.

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Leider behält der Wetterbericht Recht und es regnet am Abend in Rom, deshalb gibt es nun keine weiteren Bilder mehr und wir beenden mit einem letzten Foto aus dem Frecciarossa diesen Teil des Reiseberichts.

Am nächsten Reisetag starten wir vom vatikanischen Bahnhof nach Castel Gandolfo, aber dazu mehr in den nächsten Tagen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Tobias

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Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

462 001, Taunus, Samstag, 19.11.2016, 22:08 (vor 3411 Tagen) @ TD

Nabend,

danke dir, sind schöne Eindrücke.

Die Fahrt im Frecce hat was und nach den Bildern muss ich die auch endlich mal machen.


Gruß aus dem Taunus

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

ffz, Samstag, 19.11.2016, 22:15 (vor 3411 Tagen) @ 462 001

Die Fahrt im Frecce 500 habe ich hinter mir im Vergleich mit dem IE nicht wirklich komfortabel, keine Druckertüchtigung etc...

Was die Sitzplatz-Anzahl angeht beduetet der Frecce 1000 einen Rückschitt gegenüber allen anderen Frecce...

Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 20.11.2016, 01:02 (vor 3411 Tagen) @ ffz

Hoi,

Was die Sitzplatz-Anzahl angeht beduetet der Frecce 1000 einen Rückschitt gegenüber allen anderen Frecce...

Wie kommst du darauf? Die Frecciarossa 1000 (ETR 400, nicht ETR 1000!) sind doppeltraktionsfähig und überbieten so die Kapazität der ETR 500 um Längen. Auf den hochwertigsten Verkehren, von wo die ETR 400 die ETR 500 verdrängen werden, werden so die Kapazitäten massiv ausgeweitet. Aber dank automatischer Kupplung können bei geringerer Nachfrage die Züge auch nur in Einzeltraktion verkehren. Das erlaubt mehr Flexibilität und je nach Nachfrage höhere Sitzplatzkapazitäten als bisher. Das sind zwei klare Fortschritte, keine Ahnung wo du da einen Rückschritt siehst.


An dem Zug zeigt sich übrigens, dass die Vis-à-vis-Bestuhlung keine reine Schweizer Vorliebe ist. Da wurde die Schweiz eher vom italienischen geprägt (jede Sprachregion in der Schweiz hat ihre Einflüsse auf das ganze Land). Die Business- und die Premiumklasse im ETR 400 sind ausschliesslich in Vis-à-vis bestuhlt. Wer unbedingt sich in Reihen zwängen will, muss entweder für die Executive-Klasse in die Tasche greifen oder mit der billigsten Klasse, der Standard, Vorlieb nehmen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

GibmirZucker, Sonntag, 20.11.2016, 01:08 (vor 3411 Tagen) @ Twindexx

Wie kommst du darauf? Die Frecciarossa 1000 (ETR 400, nicht ETR 1000!) sind doppeltraktionsfähig und überbieten so die Kapazität der ETR 500 um Längen.

Werden sie in absehbarer Zeit denn auch in Doppeltraktion eingesetzt? Auch in Doppeltraktion mit mehr als 300?

Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 20.11.2016, 01:55 (vor 3411 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Twindexx, Sonntag, 20.11.2016, 02:00

Hoi,

Werden sie in absehbarer Zeit denn auch in Doppeltraktion eingesetzt? Auch in Doppeltraktion mit mehr als 300?

Frag Trenitalia, die sind der Betreiber. Ich denke ja.

Zugelassen werden sie für Doppeltraktionen im gesamten Geschwindigkeitsbereich. Wobei für solche Doppeltraktionen die Zulassung im Moment noch fehlt. Entsprechende Test- und Zulassungsfahrten finden aber statt. Ist nur noch eine Frage der Zeit.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

Aphex Twin, Sonntag, 20.11.2016, 02:50 (vor 3411 Tagen) @ Twindexx

Ist immer noch geplant die ETR 400 in nicht allzu ferner Zukunft schneller als 300 km/h fahren zu lassen?

Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 20.11.2016, 01:30 (vor 3411 Tagen) @ TD

Hoi,

In Rorschach bleibt nicht nur Zeit für ein Foto des Gefährts, mit dem wir eben angekommen sind. Wir können zudem mit dem Panoramalift zur Aussichtsplattform oberhalb des Bahnhofs fahren und einen Blick über den Bodensee werfen.

Ab Dezember 2018 hättest du Zeit nicht mehr gehabt. Dann wird daraus in Rorschach ein schlanker Drei-Minuten-Übergang. Und den Zeitgewinn von 15 Minuten geben wir dir bis Konstanz weiter und du kannst dann 15 Minuten länger schlafen. Und im Rheintalexpress darfst du dann auch in FV-Dosto statt Regio-Dosto bequemer Reisen. ;-D


Aber Spass beiseite: Wie hat dir der ETR 400 grundsätzlich gefallen. Ich bin im Juli 2015 mit den ersten kommerziellen Einsätzen mal Milano-Turin und wieder zurück nach Milano mal in der Business mitgefahren. Tagesausflug von St. Gallen nach Turin, mit dem ersten IC am Morgen ab St. Gallen und mit dem zweitletzten ICN am Abend kurz nach Mitternacht retour in St. Gallen, kann man mal so machen. Trenitalia kann auch pünktlich, habe ich da festgestellt. Die abendliche Fahrt im Extra-EC von Milano Expo 2015 via Gotthard nach Zürich HB war dann nicht nur meine allerletzte Fahrt mit einem ETR 470, der Zug kam auch über 20 Minuten vor Plan in Zürich HB an.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Danke für die Mühe

Alphorn (CH), Dienstag, 22.11.2016, 21:46 (vor 3408 Tagen) @ TD
bearbeitet von Alphorn (CH), Dienstag, 22.11.2016, 21:49

Vielen Dank für den nützlichen Reisebericht, sowas macht eine Menge Arbeit. Inbesondere die Karte am Anfang schätze ich.

Als kleine Anregung würde ich noch ein kurzes Fazit vorschlagen; war die Reise (oder Teile davon) empfehlenswert?

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