Unterwegs zwischen Höllental und Kaiserstuhl - Fortsetzung (Reiseberichte)

TD, Donnerstag, 22.09.2016, 18:39 (vor 3475 Tagen) @ TD

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Auch in Himmelreich legen wir einen Zwischenstopp ein, hier fährt gerade wieder ein Gegenzug ein.

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Nach einem Blick über die umliegende Landschaft am Übergang von Dreisamtal und Höllental wenden wir uns wieder dem Empfangsgebäude zu.

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Himmelreich im Höllental – mancherorts gibt es schon kuriose Ortsnamen. Seinen Namen verdankt das Dorf Himmelreich den sonnigen und ertragreichen (geradezu paradiesischen) Flurstücken.

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Und weiter geht’s, durch die offene Landschaft des Dreisamtals fahren wir nach Kirchzarten. Der breite Talgrund rund um Kirchzarten ist das Zartener Becken.

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Kirchzarten begrüßt seine Gäste mit Fahnenschmuck. Ursprünglich gab es am Bahnhof Kirchzarten auch Gütergleise mit Laderampe und Ladestraße, diese sind mittlerweile verschwunden.

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Natürlich machen wir auch in Kirchzarten einen kleinen Spaziergang durch die Schwarzwaldgemeinde, wobei die Bildausbeute wegen Baustellen und Gegenlicht etwas mager ausfällt, hier jedenfalls die St. Gallus Kirche samt Storchennest und Nestwebcam.

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Und schon sitzen wir wieder im Zug, auf dem Abschnitt zwischen Kirchzarten und Littenweiler erreichen wir nun das Stadtgebiet von Freiburg.

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Der Bahnhof Littenweiler ist vielen Bahnreisenden sicherlich auch aus anderen Gründen bekannt. Als die damalige Bundesbahn den Bahnhof schließen und den Fahrkartenverkauf an einen Automaten delegieren wollte, gründete sich hier die Bahnagentur Gleisnost.

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Und nochmals hüpfen wir einen Bahnhof weiter...

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...nach Freiburg-Wiehre. Der Bahnhof Wiehre ist deutlich jünger als die anderen Bahnhöfe an der Höllentalbahn, denn die Strecke wurde in den 1930er-Jahren zwischen dem Hauptbahnhof und Littenweiler neu trassiert.

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Einige Straßen weiter findet man das frühere Empfangsgebäude, das heute von Wohnbebauung und Grünanlagen umgeben ist. Der „Alte Wiehre Bahnhof“ ist zwischenzeitlich ein Haus für Film und Literatur und beherbergt ein Café sowie das Kommunale Kino.

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Durch die neue Streckenführung konnten Bahnübergänge im Stadtgebiet aufgehoben werden und eine niveaugleiche Kreuzung mit der Straßenbahn ist wegfallen, zudem wird die Rheintalbahn seither kreuzungsfrei überbrückt. Seit der Eröffnung der neuen Streckenführung 1934 beginnt die Strecke am Freiburger Hauptbahnhof mit einer negativen Kilometrierung. Der „neue“ Wiehrebahnhof beherbergt heute Gastronomie.

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Ein allerletztes Mal nehmen wir nochmals in einem der Doppelstockzüge Platz, durch Sternwald- und Loretto-Tunnel geht es jetzt zum Freiburger Hauptbahnhof.

Und damit sind wir am Schluss des bahnbezogenen Teils angelangt, im zweiten Teil starten wir dann auf die Elztalbahn und Richtung Kaiserstuhl. Wer möchte, kann jetzt noch mitkommen zu einem Off-Topic-Ausflug auf den Schauinsland.

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Mit der Straßenbahn fahren wir bis zur Endstation in Günterstal im Süden Freiburgs und von dort weiter mit dem Bus zur Talstation der Schauinslandbahn.

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Nun gut, dass wir nicht die Einzigen sein werden, die an einem sonnigen Sonntag auf die Idee kommen, den Hausberg von Freiburg zu besuchen, hätten wir uns denken können.

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Die Schauinslandbahn war 1930 die erste Personenseilbahn mit Umlaufprinzip, mit einer Länge von 3,6 Kilometern ist sie die längste Kabinen-Umlauf-Seilbahn in Deutschland.

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Die Bahn wurde 1988 umgebaut, seither sind 37 schaffnerlose Gondeln im teilautomatischen Betrieb unterwegs. Betrieben wird die Schauinslandbahn von der Freiburger Verkehrs AG (VAG) – nur schade, dass deren Nahverkehrstarife hier nicht gelten.

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Nach etwa 20 Minuten ist die Bergstation unterhalb des Gipfels erreicht, von hier aus geht es nun zu Fuß weiter bis zum Eugen-Keidel-Turm mit seiner Aussichtsplattform.

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Der Schauinsland ist 1.284 Meter hoch und bietet bei guter Sicht einen Blick bis zu den Vogesen und den Alpen bis hin zum Mont Blanc.

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Hier der Blick Richtung Horben am Fuß des Schauinsland und in die Rheinebene.

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Der Windbohrer gehört zu einem Skulpturenweg am Gipfel des Schauinslands. Der Bildhauer Thomas Rees hat die 6 Meter hohe Figur aus dem Stamm einer Roteiche geschaffen als Hommage an die Kraft der Natur.

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Jetzt werfen wir noch einen Blick über das St.Wilhelmertal zum Feldberg...

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...und über das Dorf Hofsgrund bis zu den Alpen.

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An der Bergstation der Schauinslandbahn treten wir schließlich die Talfahrt an. Die Bahn überwindet eine Höhendifferenz von 746 Meter.

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Die Spannweite zwischen den Stützen beträgt bis zu 734 Meter, dabei geht es unter uns bis rund 70 Meter in die Tiefe.

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An anderer Stelle hingegen führen die Seile in einer Schneise durch den Wald...

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...und dann ist auch bald schon die Talstation erreicht.

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Der Rest ist nun schnell erzählt: mit dem Bus geht es zurück nach Günterstal...

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...und von dort mit der Straßenbahn ins Zentrum.

Und damit sind wir auch am Ende des ersten Teils angelangt. In den nächsten Tagen folgt der nächste Teil, dann starten wir von Freiburg auf die Elztalbahn und anschließend an den Kaiserstuhl.


Viele Grüße

Tobias

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