Ein See, ein Fluss und drei Länder (Reiseberichte)

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 31.08.2016, 02:51 (vor 3498 Tagen) @ Sören Heise

Hoi,

Nutzer aus dem Norden haben wir, aus Rußland wäre mir jetzt spontan keiner bekannt.

War auch mein erstes Mal. Aber eine interessante Erfahrung wars wie erwartet schon. Mal sehen, vielleicht mach ich noch einen Bericht draus.

Ganz normal. Mich wundert eher, daß man Diessenhofen so seltsam ausspricht. Müßte man eigentlich Diëssenhofen schreiben, aber das sieht dann zu sehr nach einem Großherzogtum irgendwo im Westen aus, Diëssehofe noch mehr.

Ist einfach Schweizer Mundart. Den Ueli und den Ruedi spricht macht man auch nicht Üli oder Rüdi aus. Mit sowas hat sich aber auch schon der Zürcher Stadrat beschäftigen müssen: http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/albisguettli-und-trimmli-sind-im-tra...

In Holstein gibt es Laboe und Itzehoe, näher bei Dir liegt Owen. Also die Aussprache ist nicht immer leicht.

Und wer mit dem Eurocity von Zürich nach München fährt, legt in Buchloe einen Halt ein. Darf man annehmen, dass die oe-Endung hier immer gleich ausgesprochen wird? Und was wird an Owen speziell ausgesprochen?

Das mag aus schweizer Sicht sinnfrei sein, aus deutschers Sicht ist es das nicht. Die Leistungen fährt eine nicht DB-Bahn, da kommt dann, sofern dem nichts entgegensteht, das Firmenkürzel.

Zugskategorien sind aber betreiberunabhängig. Wenn die Leistung als S-Bahn bestellt, und das ist sie, muss da egal bei welchem EVU auch S-Bahn stehen. Die DB begibt sich da auf sehr dünnes Eis.

...weshalb man ja auch nach einem Jahr den Viertelstundentakt von Erzingen nach irgendwo zwischendurch zurückgenommen hat. ;-) Ist ganz ironiefrei natürlich nachvollziehbar, wenn er tief im Westen nicht angenommen wurde.

Zwei Jahre waren das. Und das hat auch seine Gründe: Auf Dezember 2015 wurde aus dem Hinketakt des Fernverkehrs Zürich-Schaffhausen (25-35-min-Takt) ein exakter Halbstundentakt. Während man zuvor in der einen halben Stunde deswegen den Anschluss in Schaffhausen nicht hatte, konnte mit dem Viertelstundentakt zur HVZ wenigstens ein 15-45-min-Takt für Zürichpendler hergestellt werden. Da jetzt aber die Zürcher Schnellzüge halbstündlich Anschluss an den halbstündlichen Grundtakt nach Erzingen herstellen, musste hier sowieso von einer Verkehrsverlagerung von den Zusatzzügen zu den Taktzügen ausgegangen werden. Wegen dieser Umstände wurde der Viertelstundentakt zur HVZ auf Ende 2015 hin nochmal überprüft.

Die Überprüfung hat ergeben, dass die Viertelstundenzüge zur HVZ zwar erhalten bleiben, aber nicht mehr die volle Strecke zurücklegen sollen. Damit liess sich auch noch ein Fahrzeug einsparen. Beringen ist dabei jedoch nicht irgendwo, sondern ein Entwicklungsschwerpunkt innerhalb des Kantons. Deshalb wurde dort auch die neue Haltestelle Beringerfeld errichtet. Dabei ist zu beachten, dass gerade die Enge zwischen Beringen und Neuhausen den entscheidenden Engpass im Strassennetz darstellt, den die S-Bahn entschärfen soll. Um dieselben Kapazitäten, welche die S-Bahn theoretisch zur Verfügung stellen könnte (die Infrastruktur ist auf den Betrieb von vierteiligen Flirt in Doppeltraktion ausgelegt worden, jeweils 170 m Perronlänge), auf der Strasse anbieten zu können, müsste man erheblich mehr Geld verpulvern und mehr Landschaft opfern. Und da hat die Politik Nein gesagt und das S-Bahn-Projekt aus dem Boden gestampft, welches dann auch vom Volk per Volksentscheid mitgetragen wird.

Ab Dezember 2018 wird es dann gar so sein, dass im Knoten Schaffhausen die Viertelstundenzüge nur noch nach Singen Anschluss haben werden. Alle anderen Linien ab Schaffhausen werden im halbstündlichen 15/45-Knoten eingebunden. Dann werden die Viertelstundenzüge wirklich nur noch lokalen Schaffhauser Verkehr beinhalten. Aber ich denke, dass sie sich bis dahin genug etabliert haben werden. Jetzt führt man seit dem letzten Fahrplanwechsel auch bei der Buslinie 21 von Schleitheim nach Schaffhausen die Zusatzkurse nur noch nach Beringerfeld mit Anschluss an die Zusatz-S-Bahnen. Die Buslinie 21 ist die letzte Linie, die noch parallel zur Bahn fährt. Das macht sie jetzt noch halbstündlich und fährt dabei weiterhin die zusätzlichen Bushaltestellen an, wo der Zug nebendran weiterhin vorbeifährt.

Bald kommen wohl erstmal 612er statt der 611er. Viel Spaß!

Von aussen find ich sie schöner als die 611. Mal sehen, was die modernisierte Inneneinrichtung bietet. Aber ansonsten sind das bisher ja genauso scheppernde Dröhnkisten. Bleibt nur zu hoffen, dass sie zuverlässiger sind.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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