Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | 6/7 m 54 B (Reiseberichte)
TD, Dienstag, 02.08.2016, 18:21 (vor 3473 Tagen)
Hallo zusammen,
willkommen zum vorletzten Teil unserer kleinen Deutschland-Rundreise. Im letzten Teil waren wir mit Dampfzug, Schiff und UBB von Binz auf Rügen nach Heringsdorf auf Usedom gereist.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/067-Elbe-Ostsee/67-000Karte.jpg)
Eigentlich beginnt jetzt die Heimreise, wobei wir nicht den schnellsten bzw. „verkehrsüblichen“ Weg wählen, sondern zunächst mit dem UrlaubsExpress nach Köln fahren und dann über die Eifelstrecke weiter in den Süden reisen.
Tag 5: Heringsdorf - Köln
Zu den Exoten im Fernverkehrsangebot der Deutschen Bahn gehören die Kurswagen von und nach Heringsdorf. Saisonal gibt es damit eine durchgehende Verbindung zwischen Köln, Ruhrgebiet und Berlin nach Usedom.
Der Zug besteht ab Heringsdorf aus drei Interregio-Wagen zweiter Klasse, bespannt von der BR 218. Von Heringsdorf über Wolgast nach Züssow verkehrt der Zug unter zwei wechselnden UBB-Zugnummern. Soweit ich es beobachten und die Dienstkleidung richtig deuten kann, gibt es zwei Zugbegleiter an Bord, ein DB-Mitarbeiter übernimmt die Zugabfertigung an den Zwischenhalten und eine UBB-Mitarbeiterin ist an Bord für Fahrscheinkontrolle und –verkauf zuständig.
Mit zahlreichen Zwischenhalten im Takt der UBB beginnt nun die Fahrt über die Insel, hier bei einer Zugkreuzung mit einem GTW der UBB in Zempin.
In Zinnowitz passieren wir abgestellte Ferkeltaxen, die in den ersten Jahren der UBB auf Usedom unterwegs waren.
Nach dem Krieg gab es auf Usedom im wahrsten Sinne des Wortes einen Inselbetrieb bei der Bahn; nachdem die Eisenbahnbrücke von Karnin gesprengt wurde, mussten die Fahrzeuge über eine Fährverbindung auf die Insel gebracht werden, für Passagiere hieß es in Wolgast Umsteigen auf die Fähre. Im Jahr 2000 wurde dann der Bahnverkehr über die neue Peenebrücke aufgenommen, eine kombinierte Straßen- und Eisenbahn-Klappbrücke.
Kurz darauf gibt es für die Fahrgäste einen kurzen Blick auf die Wolgaster St-Petri-Kirche, deren Backsteingotik-Turm die Stadt überragt.
In Züssow erfolgt dann die Vereinigung mit dem Zugteil aus Binz. Nachdem der Stammzug am gegenüberliegenden Bahnsteig angekommen ist, werden die Kurswagen angehängt.
Fahrgäste mit Erste-Klasse-Fahrscheinen wechseln nun in den vorderen Zugteil. Das hatte ich eigentlich auch vor, allerdings waren dort schon alle Fensterplätze ausreserviert. Und so lautet Plan B: wir wechseln in Wagen 10, dort gibt es im Bwmz den gleichen Reisekomfort, noch dazu mit einem nostalgischen Touch in Holzdekor.
Laut Fahrplan sind wir in einem klassischen Intercity unterwegs, der Zugname „UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern“ erinnert jedoch an die Ära der saisonalen Touristenzüge, die von 1998 bis 2007 unter der Zuggattung UrlaubsExpress (UEx) von den Ballungsgebieten in die Ferienregionen verkehrten.
Die Reise führt uns zunächst durch Vorpommern und die Uckermark nach Berlin, hier queren wir gerade die Peene in Anklam.
Durch viel grünes und recht flaches Land geht es gen Hauptstadt. Den Berliner Hauptbahnhof lassen wir aus, von Gesundbrunnen fahren wir direkt nach Spandau.
Hier sind wir schon auf der Schnellfahrtstrecke nach Hannover. Nach der Fahrt über die Elbe verlassen wir die Schnellfahrtstrecke für einen Zwischenstopp in Stendal...
…und fahren über Wolfsburg nach Hannover.
Je weiter wir nach Westen kommen, desto schlechter wird das Wetter. Unterwegs gehen kräftige Regenschauer nieder, deshalb gibt es jetzt keine weiteren Streckenbilder.
Nach der Fahrt über Bielefeld und durch das Ruhrgebiet rollen wir schließlich über die Hohenzollernbrücke in den Hauptbahnhof von Köln. Nach rund neuneinhalb Stunden Fahrt ist damit unser heutiges Tagesziel erreicht.
Bevor nun der aufmerksame Leser über mögliche Unstimmigkeiten stolpert, gebe ich zu, dass jetzt ein Schnitt erfolgt. Geplant war, am nächsten Reisetag von Köln aus über die Eifelstrecke nach Trier und weiter über Saarbrücken und Straßburg nach Hause zu fahren. Das war komplett durchgeplant und auch die Fahrkarten für den französischen Abschnitt hatten wir schon in der Tasche. Nachdem der Wetterbericht für den Folgetag jedoch Dauerregen prognostiziert hatte, sind wir noch am Abend durch den Regen ins Reisezentrum am Kölner Hauptbahnhof marschiert, haben die Fahrkarten für Frankreich zurückgegeben und sind am nächsten Tag auf dem direkten Weg nach Hause gefahren.
Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben – und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, will ich das auch vollenden. Im Mai 2016 haben wir dann die restliche Etappe in Angriff genommen.
Es geht gleich weiter...
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Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | Fortsetzung Teil 6
TD, Dienstag, 02.08.2016, 18:26 (vor 3473 Tagen) @ TD
Tag 6: Köln – Gerolstein – Trier – Saarbrücken – Straßburg – Offenburg - Konstanz
Wenn man sich die Kursbuchkarte für Deutschland anschaut, ist es rein optisch gar nicht so verwegen, von Köln über die westliche Route an den Bodensee zu fahren. Gut, sobald man den Fahrplan vergleicht, revidiert sich das wieder, aber trotzdem wollte ich diese Route schon immer mal ausprobieren.
Und heute soll es nun endlich so weit sein, mit einem LINT starten wir am Kölner Hauptbahnhof zur Fahrt auf der Eifelstrecke. Die Strecke gehört zum sogenannten „vareo-Netz“, die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Einzugsgebiete Voreifel, Ahrtal, Rhein, Eifel und Oberbergisches Land.
Nachdem wir Köln verlassen haben, führt die Strecke durch die offene Landschaft der Jülich-Zülpicher Börde, dann streifen wir das Ahrgebirge.
Ab Jünkerath begleitet uns der Fluss Kyll. Die Kyll ist der längste Fluss der südlichen Eifel, bis zur Mündung in die Mosel bei Ehrang werden noch ein paar Bilder folgen. Wir haben mittlerweile Nordrhein-Westfalen verlassen und sind jetzt in Rheinland-Pfalz.
Meine Deutschland-Bahnkarte sagt, Gerolstein wäre ein sehenswerter Ort. Und so legen wir hier einen einstündigen Zwischenstopp ein.
Das Empfangsgebäude wurde 2015 modernisiert und beherbergt neben einem Reisezentrum auch die Touristinformation Gerolsteiner Land. Falls ein Besucher den Ort Gerolstein noch nicht mit einem örtlichen Sprudelabfüller in Verbindung bringt, ruft sich der Getränkehersteller mit dezenten Hinweisen in Erinnerung. Die Word-Rechtschreibung kennt übrigens Gerolstein nicht und will immer Gerolsteiner daraus machen – so viel zum Bekanntheitsgrad von Sprudel und Stadt.
Wir drehen nun eine kleine Runde durch das Zentrum des Luftkurortes, anschließend bleibt noch viel Zeit, um uns am Bahnhof umzusehen.
Die fünf Bahnsteiggleise sind ein Relikt vergangener Zeiten, als Gerolstein ein wichtiger Knotenbahnhof war. Einstmals führte von hier die Westeifelbahn über Prüm bis ins heute belgische Sankt Vith, nach Westen führte die Eifelquerbahn bis Andernach und bis zum Zweiten Weltkrieg gab es noch eine Strecke ins 12 Kilometer entfernte Hillesheim. Heute wird der Bahnhof nur noch von Zügen auf der Eifelstrecke angefahren (je nach Haltefrequenz als „Eifel-Mosel-Express“, „Eifel-Express“ oder „Eifel-Bahn“). Die Eifelstrecke sollte eigentlich schon vor dem Ersten Weltkrieg als eine der ersten Strecken in Deutschland elektrifiziert werden, aufgrund der Nähe zur französischen Grenze kam dies aus militärtaktischen Gründen damals jedoch nicht zu Stande. Heutzutage würden sicherlich keine Militärs mehr Einspruch erheben – eine Oberleitung hängt aber bis heute nicht.
Die prächtigen neogotischen Empfangsgebäude entlang der Strecke hingegen haben vom militärischen Erbe der Strecke profitiert, sie wurden finanziert aus den französischen Zahlungen als Kriegsschuld nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871.
Damit aber genug der Historie, wir fahren jetzt weiter auf dem landschaftlich wohl reizvollsten Abschnitt durch die Eifel. Die Kyll durchbricht bei Gerolstein die Ausläufer der Vulkaneifel, bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof sind rechts die Gerolsteiner Dolomiten zu sehen.
Und weiter führt die Strecke entlang der Kyll. Der Charakter des Zugs hat sich mittlerweile gewandelt, während Publikum und Strecke auf der ersten Etappe ab Köln noch großstädtisch geprägt waren, rollen wir nun als Regionalbahn durch ländliche Regionen mit kleinen Haltepunkten als Bedarfshalte.
Während der Zug durch Mürlenbach fährt, fällt der Blick auf die Bertradaburg mit ihrem Doppelturmtor. Die Burg soll Wohnsitz von Bertrada, der Mutter Karls des Großen gewesen sein.
Idyllisch führt die Strecke weiter entlang der Kyll durch die Waldeifel nach Kyllburg. Auch dort empfängt ein repräsentatives Bahnhofsgebäude die Reisenden.
Auf diesem Streckenabschnitt wird deutlich, dass die Eifel ein Mittelgebirge ist, denn wir durchfahren nun mehrere Tunnel, auch zahlreiche Brücken gibt es auf dieser Etappe. Hier in Philippsheim begann einst eine rund acht Kilometer lange Schmalspurbahn, die aus dem Kylltal nach Binsfeld auf der Hochfläche führte, der Betrieb wurde 1965 eingestellt.
Die Eifelstrecke ist auf diesem Abschnitt eingleisig, im Bahnhof des 160-Einwohner-Dorfs Daufenbach warten wir einen Gegenzug ab.
Der nächste Halt ist dann in Kordel, in der Ortsmitte die Pfarrkirche St. Amandus. Eine wesentlich prominentere Sehenswürdigkeit ist jedoch kurz darauf...
...die Ruine der Burg Ramstein. Die Höhenburg aus dem 14. Jahrhundert steht auf einem Felsen am Rande des Meulenwaldes. Es gibt auch einen Haltepunkt Burg Ramstein, dieser wird allerdings nicht mehr bedient.
In Ehrang trifft die Eifelstrecke schließlich auf die Moselstrecke aus Koblenz, über die Pflalzeler Brücke queren wir nun die Mosel und erreichen den Hauptbahnhof von Trier.
Nach etwa 170 Kilometern durch die Eifel ist damit die erste Etappe der Rückreise abgeschlossen. Der LINT fährt kurz darauf als RB 22 zurück nach Köln, während wir nun einen kleinen Stadtrundgang durch Trier auf dem Plan haben.
Das Wandbild in der Empfangshalle zeigt neben dem Flusslauf der Mosel auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Trier, wobei die Porta Nigra gerade besonders beleuchtet wird.
Und hier das „Schwarze Tor“ im Original. Die Porta Nigra ist das besterhaltene römische Stadttor in Deutschland, zusammen mit Dom und Liebfrauenkirche gehört es zum UNESCO-Welterbe.
Sehr schmuck ist auch der Hauptmarkt im historischen Stadtkern mit bunten Fassaden und Gebäuden unterschiedlicher Epochen. Dahinter erhebt sich der Trierer Dom, die älteste Bischofskirche in Deutschland.
Im Vordergrund der Petrusbrunnen, im Hintergrund der repräsentative Bau der Steipe, ein Fest- und Empfangsgebäude der Bürgerschaft. Der gotische Bau wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und 1968 originalgetreu wieder aufgebaut.
Und mit dem Blick über den Hauptmarkt zum Turm von St. Gangolf beenden wir den kleinen Rundgang. Wir laufen nun zurück an den Bahnhof und fahren über Saarbrücken und Straßburg nach Hause an den Bodensee – aber dazu mehr in den nächsten Tagen im letzten Teil.
Viele Grüße
Tobias
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Yüp. Die Apotheke darf nicht fehlen... ;-)))))))
Blaschke, Dienstag, 02.08.2016, 19:26 (vor 3473 Tagen) @ TD
Hallo!
YES! "Die Apotheke hilft". Auch in der Provinz gibt es noch so einige. Hier sogar mindestens zwei! ;-)
Wobei ich bei Bild Nr 2 schon wieder grummelig bin: Natürlich müssen da erst wieder ein paar Poller auf den Gehweg gesetzt werden! Damit da auch ja niemand parkt. Tolle Sache auch. Eigentlich. Denn den Lieferanten bremst man so gleich mit aus. Bzw. der anschließend andere, weil er da trotzdem parkt.
Und in Trier ist auch eine im Bild ;-).
Sowas macht übrigens immer Spaß, quer durch Fußgängerzonen und so zur Apotheke zu fahren. Am schönsten war mal Opa hier in Osnabrück. "Sind Sie sicher, dass Sie HIER richtig sind?" - ich war mitten in der City in der Fußgängerzone; allerdings mit einem Auto, welches von außen nicht auf Apothekenbelieferung hindeutete. Hab Opa dann gesagt: "Ich suche den Weg zur Autobahn 1!". Da war er aus dem Häuschen. "Hier sind Sie völlig falsch!" Und dann hat er mir artig den Weg zur Autobahn erklärt. Stimmte sogar alles. Hab mich dann ganz lieb bedankt und ihm gesagt, dass ich auf den Schreck jetzt aber erstmal in die Apotheke müsse (die, die ich zu beliefern hatte...). Fand er dann auch in Ordnung. Und so war alles gut. ;-)
Schöne Grüße von
jörg
Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | Fortsetzung Teil 6
ICE11, Aachen, Dienstag, 02.08.2016, 20:18 (vor 3472 Tagen) @ TD
bearbeitet von ICE11, Dienstag, 02.08.2016, 20:19
Nachdem wir Köln verlassen haben, führt die Strecke durch die offene Landschaft der Jülich-Zülpicher Börde, dann streifen wir das Ahrgebirge.
Nicht ganz! Zunächst führt die Fahrt von Köln aus durch die Kölner Bucht (die Du auch fotografiert hast, in der Mitte das sind wenn mich nicht alles täuscht die Oberleitungsmasten der Vorgebirgsbahn, aka Linie 18). Zwischen Hürth und Weilerswist wird der Höhenzug der Ville durchquert und von Weilerswist bis kurz hinter Euskirchen dann die Zülpicher Börde, bevor es in die Eifel geht! ;-)
Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | Fortsetzung Teil 6
Lumi25, Dienstag, 02.08.2016, 21:12 (vor 3472 Tagen) @ ICE11
Nicht ganz! Zunächst führt die Fahrt von Köln aus durch die Kölner Bucht (die Du auch fotografiert hast, in der Mitte das sind wenn mich nicht alles täuscht die Oberleitungsmasten der Vorgebirgsbahn, aka Linie 18). Zwischen Hürth und Weilerswist wird der Höhenzug der Ville durchquert und von Weilerswist bis kurz hinter Euskirchen dann die Zülpicher Börde, bevor es in die Eifel geht! ;-)
Sogar das Nobelwohnviertel von Köln ist mit auf den Bildern;-)
Fotografieren mit Symbolik....
Blaschke, Dienstag, 02.08.2016, 21:41 (vor 3472 Tagen) @ Lumi25
Huhu!
Zunächst führt die Fahrt von Köln aus durch die Kölner Bucht (die Du auch fotografiert hast
Sogar das Nobelwohnviertel von Köln ist mit auf den Bildern ;-)
Aber nur als Randgruppe... ;-)))
Insofern passt aber auch wirklich ALLES zusammen! Das Werk eines Könners! ;-))
Schöne Grüße von
jörg
Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | Fortsetzung Teil 6
Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 02.08.2016, 21:22 (vor 3472 Tagen) @ ICE11
Nachdem wir Köln verlassen haben, führt die Strecke durch die offene Landschaft der Jülich-Zülpicher Börde, dann streifen wir das Ahrgebirge.
Nicht ganz! Zunächst führt die Fahrt von Köln aus durch die Kölner Bucht (die Du auch fotografiert hast, in der Mitte das sind wenn mich nicht alles täuscht die Oberleitungsmasten der Vorgebirgsbahn, aka Linie 18).
Müßte Tobias zwischen Fischenich und Vochem aufgenommen haben. Dank der Wohnmaschine in Meschenich ist das ja gut lokalisierbar. Der schönste Anblick zwischen Köln und Bonn. ;-)
Und die Stromkabel sind bei OSM auch mit drauf.
Gruß Sören
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Wolgaster Brücke
ktmb, Dienstag, 02.08.2016, 18:39 (vor 3473 Tagen) @ TD
bearbeitet von ktmb, Dienstag, 02.08.2016, 18:42
Ich kann mich erinnern, als Kind einmal in ein Ferienlager nach Ückeritz gefahren zu sein.
Wir sind mit dem Sonderzug bis Wolgast Hafen gefahren, zu Fuß über die alte Brücke gelaufen und dann ab Wolgaster Fähre wieder in den Inselzug eingestiegen. Das Wagenmaterial des Sonderzuges waren vierachsige Rekowagen mit Drehfalttüren und das Material des Inselzuges bestand aus zwei- oder dreiachsigen Rekowagen mit Schiebetüren. Bomze kamen erst später.
Vielen Dank für die fotografischen Eindrücke der Fahrt über die neue Brücke.
Frage zur Bespannung der Usedom-IC
Quasar, Dienstag, 02.08.2016, 19:13 (vor 3473 Tagen) @ TD
Die 218 scheint ja auf Usedom noch ein Exklusiveinsatzgebiet zu haben.
Was wäre denn als Nachfolge-Fahrzeug möglich, welches auch über die Brücke (gewichtstechnisch) fahren könnte? Die BR 245?
Frage zur Zukunft der Usedom-IC
ES89, Hamburg / Rostock, Dienstag, 02.08.2016, 19:52 (vor 3473 Tagen) @ Quasar
Was wäre denn als Nachfolge-Fahrzeug möglich, welches auch über die Brücke (gewichtstechnisch) fahren könnte? Die BR 245?
Das Vorhalten einer Diesellok in Züssow / Herholen aus Berlin ist ja nicht wirklich effektiv. Von daher stellt sich mir eher die Frage, ob die durchgehenden Züge eine Zukunft haben. Im Fernverkehrskonzept war der Usedom-Stummel nicht verzeichnet.
Es wäre ja nicht das erste Mal, dass man die Reisenden auf die UBB verweist.
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Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!
Frage zur Zukunft der Usedom-IC
safe go, Chemnitz, Dienstag, 02.08.2016, 20:55 (vor 3472 Tagen) @ ES89
Was wäre denn als Nachfolge-Fahrzeug möglich, welches auch über die Brücke (gewichtstechnisch) fahren könnte? Die BR 245?
Das Vorhalten einer Diesellok in Züssow / Herholen aus Berlin ist ja nicht wirklich effektiv. Von daher stellt sich mir eher die Frage, ob die durchgehenden Züge eine Zukunft haben. Im Fernverkehrskonzept war der Usedom-Stummel nicht verzeichnet.
Es wäre ja nicht das erste Mal, dass man die Reisenden auf die UBB verweist.
Die Kurswagen stehen ja jedes Jahr aufs Neue zur Debatte und so lehnt man sich nicht sehr weit aus dem Fenster, wenn man prognostiziert, dass dieses Jahr das letzte sein wird.
Usedom braucht eine Autobahn!
ktmb, Dienstag, 02.08.2016, 20:58 (vor 3472 Tagen) @ safe go
Wie auf Rügen lässt sich das nur mit einer Autobahn lösen.
Herzliche Grüße
Usedom braucht einen Autozug!
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 02.08.2016, 21:02 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von J-C, Dienstag, 02.08.2016, 21:03
Wie auf Sylt lässt sich das nur mit einem Usedom-Shuttle lösen! Hängt man noch flugs einen 628er dran, damit RDC nicht auf dumme Gedanken kommt ;-)
Gruß
J-C
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Usedom braucht die neg
ES89, Hamburg / Rostock, Dienstag, 02.08.2016, 23:10 (vor 3472 Tagen) @ J-C
Wie auf Sylt lässt sich das nur mit einem Usedom-Shuttle lösen!
Ich schlage die neg zur Lösung des Problems vor. Die zeigt der UBB dann, wie man mit Triebwagen IC-Wagen ziehen kann. Dann muss man der DBAG nur noch beibringen, dass sie bitte auch in Zukunft hier trennbare (= getrennt funktionsfähige) Wagenzüge einsetzt.
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Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
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Usedom braucht nicht die neg
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 02.08.2016, 23:28 (vor 3472 Tagen) @ ES89
Ich schlage die neg zur Lösung des Problems vor. Die zeigt der UBB dann, wie man mit Triebwagen IC-Wagen ziehen kann. Dann muss man der DBAG nur noch beibringen, dass sie bitte auch in Zukunft hier trennbare (= getrennt funktionsfähige) Wagenzüge einsetzt.
An Lokmangel liegt es aber nicht.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Usedom braucht die neg
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 09:21 (vor 3472 Tagen) @ ES89
Wie auf Sylt lässt sich das nur mit einem Usedom-Shuttle lösen!
Ich schlage die neg zur Lösung des Problems vor. Die zeigt der UBB dann, wie man mit Triebwagen IC-Wagen ziehen kann. Dann muss man der DBAG nur noch beibringen, dass sie bitte auch in Zukunft hier trennbare (= getrennt funktionsfähige) Wagenzüge einsetzt.
Auch hier gilt wieder, dass ich nicht ersehe, wie ernst der Beitrag gemeint ist. Aber schlag das mal Land, (neuem) Betreiber der SPNV-Leistungen und Fahrgästen vor, dass zugunsten Einzelner jegliche Flexibilität zur kurzfristigen Änderung der Zugkomposition abgeschafft wird. Außer du hast an deinen abtrennbaren Fernverkehrs-Zugteilen eine Mittelpufferkupplung.
Usedom braucht die neg
ES89, Hamburg / Rostock, Mittwoch, 03.08.2016, 11:10 (vor 3472 Tagen) @ safe go
Auch hier gilt wieder, dass ich nicht ersehe, wie ernst der Beitrag gemeint ist.
Mit einem Augenzwinkern, jedoch mit einem Funken Wahrheit.
Aber schlag das mal Land, (neuem) Betreiber der SPNV-Leistungen und Fahrgästen vor, dass zugunsten Einzelner jegliche Flexibilität zur kurzfristigen Änderung der Zugkomposition abgeschafft wird. Außer du hast an deinen abtrennbaren Fernverkehrs-Zugteilen eine Mittelpufferkupplung.
Ich verstehe deinen Beitrag nicht. Das Verfahren wird Richtung Dagebüll seit Jahrzehnten (?) praktiziert. Wo soll das die Flexibilität einschränken? Thema wäre eher die technische Umsetzbarkeit bei den GTW. Die FV-Zugteile nennen sich übrigens Reisezugwaen (nur eben nicht so ein Käse wie beim IC2).
Thama 'Einzelne': Urlauber sind die Hauptnutzer der UBB. Von daher wäre eine Durchbindung von deutlich mehr IC wünschenswert. Zumal die IC-Wagen auf Usedom als UBB laufen und damit auch für den Nahverkehr nutzbar sein sollten.
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Usedom braucht die neg
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 11:28 (vor 3472 Tagen) @ ES89
Aber schlag das mal Land, (neuem) Betreiber der SPNV-Leistungen und Fahrgästen vor, dass zugunsten Einzelner jegliche Flexibilität zur kurzfristigen Änderung der Zugkomposition abgeschafft wird. Außer du hast an deinen abtrennbaren Fernverkehrs-Zugteilen eine Mittelpufferkupplung.
Ich verstehe deinen Beitrag nicht. Das Verfahren wird Richtung Dagebüll seit Jahrzehnten (?) praktiziert. Wo soll das die Flexibilität einschränken? Thema wäre eher die technische Umsetzbarkeit bei den GTW. Die FV-Zugteile nennen sich übrigens Reisezugwaen (nur eben nicht so ein Käse wie beim IC2).
Nun, ich habe mir einen neg-Triebwagen, einen 646 und einen Reisezugwagen von DB Fernverkehr ins Gedächtnis gerufen. Dann habe ich die Kupplungen verglichen und bin bei dem gelandet, was du als technische Umsetzbarkeit titulierst.
Zur Flexibilität: Nehmen wir an, wir haben ein Konzept wie bei der neg mit entsprechender Kupplungstechnologie. Nun möchte ich aber schnellstmöglich und flexibel die unternehmenseigenen Fahrzeuge untereinander kuppeln, weil beispielsweise das Fahrgastaufkommen es erfordert. Nun habe ich blöderweise aber keine Mittelpufferkupplung mehr, sondern muss erst zwischen die Fahrzeuge klettern und die entsprechenden Verbindungen herstellen.
Thama 'Einzelne': Urlauber sind die Hauptnutzer der UBB. Von daher wäre eine Durchbindung von deutlich mehr IC wünschenswert. Zumal die IC-Wagen auf Usedom als UBB laufen und damit auch für den Nahverkehr nutzbar sein sollten.
Nun, es ist ja nicht so, dass kein Fahrgast in den gut gefüllten UBB-Zügen mit dem Auto in den Urlaub gefahren ist ... Und wenn ich mir überlege, was üblicherweise so alles in den Urlaub mitgenommen wird und den Blick an die Preisliste einer Tankstelle werfe, scheidet eine Bahnreise aus. Zudem nächtigen nicht alle in den Bettenburgen mit Vollpension.
Rügen hat keine Autobahn
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 09:15 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
Wie auf Rügen lässt sich das nur mit einer Autobahn lösen.
Herzliche Grüße
Unabhängig von der Ernsthaftigkeit des Beitrags: Rügen hat doch gar keine Autobahn, weder im Sinne der Widmung noch des Ausbaustandards, der maximal RQ 15,5 hat.
Rügen hat eine "Autobahn" (B96n)
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 09:42 (vor 3472 Tagen) @ safe go
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 09:44
Und was ist die B96n?
Nun gut, keine reinrassige Autobahn, immerhin jedoch eine vierspurige Strasse.
Auf Rügen hat unsere Frau Bundeskanzlerin zusammen mit dem Bundesverkehrsminister erst kürzlich das zweite Teilstück eingeweiht bzw. den Bau desselbigen. 160 Millionen für nichts.
Der Begriff "Autobahn" ist von mir in einer gewissen Überspitzung verwendet worden, weil ich nicht länger diese Autokarawanen hinnehmen möchte.
Habe gestern gerade mit meinem Sohn den neuen Schulweg erkunden wollen. Es gibt keine "Radwege" in Osnabrück.
Herzliche Grüße
Rügen braucht keine Autobahnen.
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 03.08.2016, 09:47 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 03.08.2016, 09:49
Auf der Insel erstreckt sich ein nettes Netz aus Zügen, die auf jeder Strecke einen Stundentakt bilden. Der RE9 hierbei ist eine interessante Geschichte:
Sollte ursprünglich in meinen Reisebericht zu Rügen rein, hab aber es da irgendwie nicht mehr hingekriegt einzubauen.
Wie man sieht, ist der RE9 eigentlich fast ein Netz an Teillinien, die es beispielsweise ermöglichen, dass man von Stralsund aus umsteigefrei sowohl nach Binz als auch nach Sassnitz kommen kann.
Am Konzept jedenfalls dürfte es bahntechnisch nicht scheitern. Zumal ich schon die Vorstellung cool finde, dass Rügen im Regionalverkehr ausschließlich mit FLIRTs befahren wird, so bisschen Schweiz-like ^^
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Rügen braucht eine Autobahn.
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 09:54 (vor 3472 Tagen) @ J-C
Regiorutschen mögen für den lokalen Verkehr ja super sein. Für anreisende Urlauber braucht es jedoch mehr Fernverkehr!
Mit zwei bis fünf Umsteigereien wird das schon sehr ungemütlich. Meiner Meinung nach benötigt Rügen ein völlig neues Verkehrskonzept, welches stärker als bisher die Bahn berücksichtigt.
Herzliche Grüße
Rügen braucht wirklich keine Autobahn.
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 03.08.2016, 10:06 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 03.08.2016, 10:08
Das gibt es doch schon! Es werden jetzt schon bereits ICs mit Fahrtziel Hamburg und Berlin bis nach Binz durchgebunden. Teils kommen sogar die ICE-Sprinter von der VDE8 rüber auf die Insel.
Es wird auf einen einzigen Umstieg hinauslaufen, wenn man nun beispielsweise vom IC aus nach Sassnitz will. Da muss man tatsächlich noch einen Flirt auf dem letzten Teilstück nehmen.
Das einzige, was man verbessern kann, wäre, das ganze zu einem Halbstundentakt zu verdichten auf Rügen, bloß ist die Frage, ob das die Nachfrage auch hergibt.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Rügen braucht wirklich keine Autobahn.
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 10:12 (vor 3472 Tagen) @ J-C
Das einzige, was man verbessern kann, wäre, das ganze zu einem Halbstundentakt zu verdichten auf Rügen, bloß ist die Frage, ob das die Nachfrage auch hergibt.
Ich habe mal einen einzelnen, mehr als gut gefüllten Zug samstag 10 Uhr erlebt (mit entsprechender Verspätung nach 10 min Halt in Stralsund Hbf). Problem waren hier allerdings die große Anzahl an Fahrräder, die man nach meiner unmaßgeblichen Meinung nach draußen verbannen sollte, wenn kein angemessener Stellplatz mehr vorhanden ist. Folge war, dass ich die Wahl zwischen dem Ausstiegsbereich voller Fahrräder und dem mit 2 Kinderwagen hatte, wobei der Gang auch noch voller Jugendlicher einer in Altefähr zugestiegenen Gruppe war. Meine drei Gepäckstücke habe ich dann erstmal einzeln zur Tür getragen, um den Zug in Rambin verlassen zu können.
Also ist hier zeitweise eine Nachfrage sehr wohl vorhanden..
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 03.08.2016, 10:15 (vor 3472 Tagen) @ safe go
...weswegen es den Schluss zulässt, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern eben auch recht sparsam mit Mitteln für den Schienenverkehr umgeht. Als ich jedoch dort mit den FLIRTs fuhr, waren die eher leer als voll.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Zeitweise scheint aber einen sehr engen Zeitraum zu umfassen
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 10:20 (vor 3472 Tagen) @ J-C
bearbeitet von safe go, Mittwoch, 03.08.2016, 10:20
...weswegen es den Schluss zulässt, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern eben auch recht sparsam mit Mitteln für den Schienenverkehr umgeht. Als ich jedoch dort mit den FLIRTs fuhr, waren die eher leer als voll.
So wollte ich das auch nicht gesagt haben, sondern es war die einzige derartige Fahrt, während weitere Fahrten viel Raum für Rucksacksitzplätze ließen. Ob ich schon jemals unterwöchig auf Rügen war, kann ich jetzt nicht sagen.
Rügen hat eine "Autobahn".
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:16 (vor 3472 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:17
Dann schau dir mal die Verbindung von Leipzig oder Dresden auf die Insel an. Meiner Meinung nach stellt die Bevölkerung der ehemaligen DDR immer noch das Gros der Inselbesucher und dementsprechend gut sollten die Verbindungen sein. Sind sie aber nicht. Selbst am Samstag nicht. Meine Mutter hätte sich an einem Donnerstag zwischen zwei und fünf Umsteige-Szenarien entscheiden können. Dabei gab es bis zum letzten Fahrplan häufigere durchgehende Verbindungen nach Binz.
Herzliche Grüße
5 Umsteige-Szenarien?
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 03.08.2016, 10:46 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
Wie will man das hinbekommen?
Man nehme doch einen EC oder IC von Dresden nach Berlin, einen RE von Berlin nach Stralsund und einen anderen RE von Stralsund nach Binz.
Oder man kriegt ab Berlin direkt einen IC oder ICE nach Binz.
Auch wenn ich natürlich die Intention verstehe. Ja, Direktverbindungen aus Leipzig oder Dresden wären schon wünschenswert finde ich.
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5 Umsteige-Szenarien?
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:52 (vor 3472 Tagen) @ J-C
Ab Leipzig bis zu vier Umsteigeprozesse, ab Bitterfeld sind es beispielsweise morgen auch einmal fünf. Ab Dresden gibt es auch den Luxus des fünfmaligen Umsteigens.
Da kann ich die Leute schon verstehen, die mit dem Auto anreisen.
Herzliche Grüße
Kannst du mir das mal genauer ausführen?
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 03.08.2016, 11:13 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
Ich glaube das erst, wenn du mir das beweist. Oder hat man eines dieser Routen von wegen, ich fahre von Hamburg nicht über Berlin nach Leipzig, sondern über Hannover?
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Kannst du mir das mal genauer ausführen?
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 12:15 (vor 3472 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 12:16
Schau mal bitte auf bahn.de nach.
Ich habe einfach nur Dresden und Binz für einen Donnerstag eingegeben und habe fünf Umstiege bekommen.
Herzliche Grüße
Wahnsinn
J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 03.08.2016, 12:40 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 03.08.2016, 12:45
Die Bahn würde dir im Ernst eine Verbindung von Dresden über Leipzig nach Binz verkaufen wollen, während man 19 Minuten vorher mit einem Umstieg dahinkommt. Wahnsinn!
Aber wo man alles umsteigen muss, wenn man nicht so flexibel ist, eines der zweistündlichen Verbindungen (z.B. ab 10:56) mit einem Mal Umsteigen zu nehmen. Einfach mal krass. ^^
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
5 Umsteige-Szenarien?
frank_le, Mittwoch, 03.08.2016, 21:53 (vor 3471 Tagen) @ J-C
Wie will man das hinbekommen?
Man nehme doch einen EC oder IC von Dresden nach Berlin, einen RE von Berlin nach Stralsund und einen anderen RE von Stralsund nach Binz.
Oder man kriegt ab Berlin direkt einen IC oder ICE nach Binz.
Auch wenn ich natürlich die Intention verstehe. Ja, Direktverbindungen aus Leipzig oder Dresden wären schon wünschenswert finde ich.
Gibt es doch alles ab Leipzig.
Nächsten Sonnabend Leipzig -Binz:
L ab 05.28
Binz an 11:38. durchgehender IC
L ab 07:11
B an 08:30 ICE
B ab 09:04
Binz an 12:44 ICE
L ab 09:15
Rostock an 12:57 IC
Rostock ab 13:17
Binz an 15:01 IC
L ab 10:15
B an 11:33 ICE
B ab 11:44
Binz an 15:30 IC
L ab 11:13
B an 12:30 IC
B ab 13:04
Binz an 16:40 ICE
L ab 14:15
B an 15:33 ICE
B ab 15:42
Binz an 19:34 ICE
Dazu stündlich mit Fernverkehr bis Berlin und umsteigen in den RE.
Mir reicht das für einen Bettenwechseltag von Leipzig nach Binz.
Rügen hat eine 3-spurige Bundesstraße
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 10:03 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von safe go, Mittwoch, 03.08.2016, 10:05
Und was ist die B96n?
Eine Bundesstraße, auch wenn sie irgendwann mal als A201 geplant war. ;-)
Nun gut, keine reinrassige Autobahn, immerhin jedoch eine vierspurige Strasse.
Aber nicht auf Rügen. Inklusive der Strelasundbrücke ist nur ein 2+1-Ausbau vorhanden.
Übrigens sehr interessant, wie viele Straßennutzer einem zuwinken, wenn man (wenn auch nur randlich) auf einer Brücke weilt.
Rügenautobahn
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:12 (vor 3472 Tagen) @ safe go
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:13
Soweit ich weiß, ist die Erweiterung neben die bestehende Straße gebaut worden. Haben die dann nur eine Fahrspur neben die bestehende B 96 gesetzt? Aus dem Zug konnte ich das nicht ganz überblicken. Und beim diesjährigen Rügenurlaub bin ich ja aus Schweden mit der Fähre angereist und auch wieder per Fähre abgereist.
Herzliche Grüße
Rügenautobahn
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 10:17 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
Soweit ich weiß, ist die Erweiterung neben die bestehende Straße gebaut worden. Haben die dann nur eine Fahrspur neben die bestehende B 96 gesetzt? Aus dem Zug konnte ich das nicht ganz überblicken. Und beim diesjährigen Rügenurlaub bin ich ja aus Schweden mit der Fähre angereist und auch wieder per Fähre abgereist.
Herzliche Grüße
Vorschlag: Nimm ein Programm/eine Website, welche/s Luftbilder anzeigt, z.B. eines großen amerikanischen Internetkonzerns, und flieg mal über Rügen. Der zweite Bauabschnitt ist dort zwar noch im Bau, sieht aber auch nicht anders als das bereits fertige Teilstück aus.
Rügenautobahn = fünf Spuren?
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:20 (vor 3472 Tagen) @ safe go
So steht auf der VDE-Seite:
"zweistreifige Bundesstraße mit Zusatzfahrstreifen in Parallellage zur bestehenden Bundesstraße vorgesehen."
Herzliche Grüße
Rügenautobahn = fünf Spuren?
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 10:23 (vor 3472 Tagen) @ ktmb
So steht auf der VDE-Seite:
"zweistreifige Bundesstraße mit Zusatzfahrstreifen in Parallellage zur bestehenden Bundesstraße vorgesehen."
Herzliche Grüße
Der praktische Effekt sind zwar die von dir korrekt festgestellten 5 Spuren, was aber nichts daran ändert, dass es sich um zwei Straßen handelt, von denen weder eine vierstreifig noch eine Autobahn ist. Bei der Eisenbahn sind wir mit Definitionen doch schließlich auch immer so pingelig hier. ;-)
Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | 6+7
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 02.08.2016, 23:56 (vor 3472 Tagen) @ TD
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 02.08.2016, 23:58
Tag 5: Heringsdorf - Köln
http://www.bahnreiseberichte.de/067-Elbe-Ostsee/67-255Heringsdorf-BR218-IC.JPG
Der Zug besteht ab Heringsdorf aus drei Interregio-Wagen zweiter Klasse, bespannt von der BR 218.
Sehr schön. Das nenne ich einen Zug. :)
Von Heringsdorf über Wolgast nach Züssow verkehrt der Zug unter zwei wechselnden UBB-Zugnummern. (...)
http://www.bahnreiseberichte.de/067-Elbe-Ostsee/67-257Zugkreuzung-UBB-GTW-Zempin.JPG
Mit zahlreichen Zwischenhalten im Takt der UBB beginnt nun die Fahrt über die Insel, hier bei einer Zugkreuzung mit einem GTW der UBB in Zempin.
Als echter IC, zusätzlich zum Takt und mit wenig Halten wäre m.M. besser. So wie 2009 als IC 1815.
Aber man muss froh sein, dass es den Zug überhaupt gibt.
Die Zeit ist dort in 7 Jahren stehen geblieben.
http://www.bahnreiseberichte.de/067-Elbe-Ostsee/67-262Rangieren-IC-Zuessow.JPG
In Züssow erfolgt dann die Vereinigung mit dem Zugteil aus Binz. Nachdem der Stammzug am gegenüberliegenden Bahnsteig angekommen ist, werden die Kurswagen angehängt.
Fahrgäste mit Erste-Klasse-Fahrscheinen wechseln nun in den vorderen Zugteil.
Das hätte ich auch gemacht, um wieder vorne zu sitzen.
Die Lok des Hauptzuges wäre noch interessant.
____________________________________________________________
Tag 6: Köln – Gerolstein – Trier – Saarbrücken – Straßburg – Offenburg - Konstanz
Und heute soll es nun endlich so weit sein, mit einem LINT starten wir am Kölner Hauptbahnhof zur Fahrt auf der Eifelstrecke. Die Strecke gehört zum sogenannten „vareo-Netz“, (...)
http://www.bahnreiseberichte.de/067-Elbe-Ostsee/67-276vareo-LINT-1Klasse.JPG
Die Strecke ist schön und sehenswert, aber Zugtechnisch wurde das total verdorben. Der Abstieg von 215+n-Wagen ist brutal. Die "1. Klasse" kann nicht deren Ernst sein.
Ich bin froh, dass ich die Strecke noch rechtzeitig davor in den 90ern erkundet habe.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | 6+7
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 03.08.2016, 09:32 (vor 3472 Tagen) @ 218 466-1
Von Heringsdorf über Wolgast nach Züssow verkehrt der Zug unter zwei wechselnden UBB-Zugnummern. (...)
http://www.bahnreiseberichte.de/067-Elbe-Ostsee/67-257Zugkreuzung-UBB-GTW-Zempin.JPG
Mit zahlreichen Zwischenhalten im Takt der UBB beginnt nun die Fahrt über die Insel, hier bei einer Zugkreuzung mit einem GTW der UBB in Zempin.
Als echter IC, zusätzlich zum Takt und mit wenig Halten wäre m.M. besser. So wie 2009 als IC 1815.
Aber man muss froh sein, dass es den Zug überhaupt gibt.
Leider habe ich die Auslastung im weiteren Inselverlauf nie gesehen. Ist halt die Frage, ob die Besetzung das rechtfertigt. Die UBB wäre über so etwas sicherlich froh, würde es doch die Störung des eigenen Fahrzeugumlaufs beseitigen. Aber spätestens sonntags gibt es in aktueller Zeitlage (mit +/- ein paar Stunden) ein Problem.
Die Zeit ist dort in 7 Jahren stehen geblieben.
Ich hoffe, dass das postitiv gemeint ist, denn Nachteile kann ich dabei nicht erkennen.
Urlaubs-Express Mecklenb.-Vorp.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 03.08.2016, 16:55 (vor 3472 Tagen) @ safe go
Leider habe ich die Auslastung im weiteren Inselverlauf nie gesehen. Ist halt die Frage, ob die Besetzung das rechtfertigt. Die UBB wäre über so etwas sicherlich froh, würde es doch die Störung des eigenen Fahrzeugumlaufs beseitigen. Aber spätestens sonntags gibt es in aktueller Zeitlage (mit +/- ein paar Stunden) ein Problem.
Mit schneller Fahrlage, ggf. sogar Überholung einer UBB, könnte der Zug sogar noch attraktiver werden.
Ich hoffe, dass das postitiv gemeint ist, denn Nachteile kann ich dabei nicht erkennen.
Ja, durchaus positiv. Solange eine 218 am Zug röhrt ist alles gut. :) Von mir aus kann die Zeit auch noch lange weiter "stehen bleiben" und wenn dieses Bild mit dem Zug in Seebad Heringsdorf auch im Jahr 2030 noch 1:1 wiederholbar ist, habe ich nichts dagegen.
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frank_le, Mittwoch, 03.08.2016, 22:03 (vor 3471 Tagen) @ safe go
bearbeitet von frank_le, Mittwoch, 03.08.2016, 22:04
Leider habe ich die Auslastung im weiteren Inselverlauf nie gesehen. Ist halt die Frage, ob die Besetzung das rechtfertigt. Die UBB wäre über so etwas sicherlich froh, würde es doch die Störung des eigenen Fahrzeugumlaufs beseitigen. Aber spätestens sonntags gibt es in aktueller Zeitlage (mit +/- ein paar Stunden) ein Problem.
Ich bin vor drei Jahren mal mit dem IC von Usedom Richtung Berlin gefahren. Nach einigen Station war der Zug brechend voll und es mussten Reisende am Bahnsteig stehen bleiben. Ich war erstaunt wie viele Räder man in ein RadAbteil gestapelt bekommt. Die Zugchefin hat das super gemanagt.
Allerdings hätte man mind. 5 Wagen benötigt um die Massen wegzubekommen.
Zwischen Elbe, Ostsee und Eifel | 6+7
safe go, Chemnitz, Donnerstag, 04.08.2016, 23:05 (vor 3470 Tagen) @ frank_le
Leider habe ich die Auslastung im weiteren Inselverlauf nie gesehen. Ist halt die Frage, ob die Besetzung das rechtfertigt. Die UBB wäre über so etwas sicherlich froh, würde es doch die Störung des eigenen Fahrzeugumlaufs beseitigen. Aber spätestens sonntags gibt es in aktueller Zeitlage (mit +/- ein paar Stunden) ein Problem.
Ich bin vor drei Jahren mal mit dem IC von Usedom Richtung Berlin gefahren. Nach einigen Station war der Zug brechend voll und es mussten Reisende am Bahnsteig stehen bleiben. Ich war erstaunt wie viele Räder man in ein RadAbteil gestapelt bekommt. Die Zugchefin hat das super gemanagt.Allerdings hätte man mind. 5 Wagen benötigt um die Massen wegzubekommen.
Ich meinte die Besetzung ohne die UBB-Taktfahrgäste. Das lässt sich aktuell ja leider nur beim Freitagszug ermitteln.
1+
ktmb, Mittwoch, 03.08.2016, 10:38 (vor 3472 Tagen) @ 218 466-1
Die Zugänge erinnert mich ein bisschen an balkanische Zustände. Aber schön wäre wirklich ein durchgehender Zug, ich meine ein kompletter eigener Zug.
Herzliche Grüße
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