Erzgebirge Basispaket: Tag 1 (Reiseberichte)

agw, NRW, Mittwoch, 06.07.2016, 20:39 (vor 3552 Tagen)

Hallo.

Da ich schon länger mal das Erzgebirge abfahren wollte und letztes Jahr nicht ganz klar war, wie es mit der DB Erzgebirgsbahn weitergehen wird, hatte ich für diesen Sommer einen Besuch geplant.
Es boten sich die Tage um den 2. und 3. Juli an, da es dort in Cranzahl ein Fest zum Streckenjubiläum (150 Jahre Chemnitz-Annaberg) geben sollte.

Wer die Strecken er Erzgebirgsbahn nicht kennt, hier die Karte der DB:
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Für dan Tag der Anreise (Donnerstag) stand aufgrund der Entfernung nicht so viel an.
Ich wollte jedoch unbedingt die MRB zwischen Leipzig und Chemnitz mitnehmen, weswegen ich meinen Sparpreis auch passend gebucht hatte.

Dann kamen natürlich kurzfristig Streckenarbeiten und ein SEV zwischen Leipzig und Bad Lausick dazwischen, der bei mir die Zugbindung aufhob (SEV fuhr eine halbe Stunde früher).
Zunächst war der Plan mit dem ursprünglichen IC 2155 bis Erfurt zu fahren und dort statt NV einen ICE über die SFS zu nehmen.
Dazu hatte man mir bei der Aufhebung der Zugbindung im RZ am 1.Klasse-Schalter schon eine ICE-Reservierung ausgedruckt: Leider für die 2.Klasse. Am Schalter kriegt man halt nie das richtige.

Kurz vor der Reise habe ich mich dann jedoch umentschieden und online meine Reservierung auf eine Verbindung mit ICE Bochum-Hannover und IC2 Hannover-Leipzig umgebucht.

Dazu ging es zunächst mit der S-Bahn nach Bochum Hbf. Mein ICE 847 fuhr nur 5 Minuten nach dem ursprünglich geplanten IC 2155, der hier mit "wenigen Minuten Verspätung" angekündigt wird, in Wahrheit aber schon vor 5 Minuten abgefahren war.
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Mein ICE fährt ein, zum Glück mit weniger Verspätung als angezeigt.
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Der ICE hatte wie üblich bis Hamm gut 10 Minuten Verspätung und die Eurobahn nach Paderborn fuhr ohne Erwähnung bei den Anschlusszügen in dem Moment ab, wo unser ICE zum Stehen kam.

Toiletten-Blümchen mit "Hintergrundbeleuchtung" besonders hübsch.
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Bis Hannover sammelt wir dann wegen eines vor uns liegengebliebenen Zuges, der abgeschleppt werden musste, weitere 10 Minuten. Die Anschlüsse nach Hamburg und Leipzig/Dresden waren natürlich weg.
Dies war aber kein Problem für mich, da ich dies erwartet hatte und eh schon für den IC nach Leipzig eine Stunde später reserviert hatte. Die Pause nutze ich dann wie geplant für ein Mittagessen zur passenden Zeit.

Da der IC in Hannover einige Zeit rumsteht, bin ich schon früh zum Bahnsteig. Dort stand auch schon mein IC2.
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Die schwankende Türstörung machte ihrem Namen alle Ehre. Die Displays innen und außen waren bei meinem Wagen Nr. 5 die ganze Zeit dunkel (innen nur die Uhrzeit).
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Der IC2 war recht leer, vermutlich auch, weil der nächste ICE aus Köln/Düsseldorf ebenfalls 20 Minuten zu spät war und wir nicht gewartet haben.


Zum ersten Mal Tee aus dem Zug Cafe: Die Bedienung war sehr gut. Sie kam bis Leipzig bestimmt drei mal vorbei und wäre zwischendurch auch erreichbar gewesen, da der Cafe-Bereich ja in Wagen 5 liegt.
Der Mechanismus vom Teebeutel ist aber verbesserungswürdig, da nicht die gesamte Teemenge das heiße Wasser sah.
Vom Ablauf her nahm die Bedienung zunächst die Bestellung für alle Heißgetränke auf und lieferte sie dann ein paar Minuten später. Beim Kaffee wurde den Bestellern der spezielle Brühdeckel erklärt.
Beim Rausgehen in Leipzig hab ich mitbekommen, dass auf Hin- und Rückfahrt ca. 180 Euro Umsatz gemacht wurden, was wohl okay war.
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In Leipzig war Zeit für eine kleine Pause in der Lounge.

Durch einen Tipp von JeDi konnte ich auf den SEV nach Bad Lausick verzichten und habe stattdessen die S3 nach Geithain genommen, wo inoffizieller Anschluss an den MRB RE6 aus Bad Lausick nach Leipzig bestand.
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BR 223 mit alten (A)Bomz. Im 1.Klasse-Bereich war nichts los und die Fahrt eigentlich ganz angenehm. Das Bremsen ist natürlich etwas laut, aber so mancher ICE kann fast da mithalten.
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In Chemnitz bestand Anschluss an meine Erzgebirgs-RB nach Annaberg-Buchholz, weswegen ich mir den Bahnhof nur sehr kurz angeschaut habe. Im Hintergrund ein 1440 von der MRB.
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Schuss zur Seite auf den Citylink nach Mittweida, der zur Zeit am Prellbock auf EBO-Gleisen endet, statt in die Stadt als Tram weiterzufahren.
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Blick auf den VT 18.16 im Museum in Hilbersdorf. Das Museum habe ich nicht besucht.
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Erzgebirge.
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Nach gut 9 Stunden Fahrt Essen-Bochum-Hannover-Leipzig-Geithain-Chemnitz endlich in Annaberg-Buchholz unterer Bahnhof angekommen. Es gab übrigens auch einen oberen Bahnhof, oben auf dem Berg, der jedoch über eine große Schleife über Cranzahl angeschlossen war.
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Der mühsame Marsch hoch zu meinem Hotel in der Stadt.
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Nach Adam Riese...war das Museum leider für zwei Wochen geschlossen.
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Es wird langsam dunkel: Sankt Annen.
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Hier endet mein erster Tag im Erzgebirge.


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